Editorial

21. Januar 2017

Well met, alle zusammen!

Langsam merke ich, dass die Tage wieder länger werden – und jetzt gerade scheint sogar die Sonne … deshalb kein Bild von draußen, sondern (infiziert von facebook) ein Katzenbild (aufgenommen von Sati, starring Pauli und mein Esszimmertisch)

Sungazing kitten

Sungazing kitten

In unserem heutigen Update bringen wir Euch einen den Teil V von Raimunds ArtikelSerie „Ich bin Hobbychirurg und Hobbypolizist„.
Sat Maát hat einen Blick auf „Nefertari´s Tarot“ geworfen und uns diesen auch noch für die BücherTruhe gespendet.

Vielen Dank möchte ich wieder einmal unseren zahlreichen (Gast)Autoren, für die viele Arbeit, die sie mit uns und für Euch seit 2001 geleistet haben, sagen. Bleibt uns treu und wir freuen uns schon auf die nächsten 16 Jahre!!

Wie immer wünschen wir Euch viel Lesevergnügen und uns Eure Kommentare (und natürlich noch viele neue Artikel).

Bright blessings
Anufa, fürs WurzelWerk Team

Ich bin Hobbychirurg und Hobbypolizist – Teil V, geschrieben von Raimund Karl

21. Januar 2017

HobbyarchäologInnen

HobbyarchäologInnen gibt es, ob es uns gefällt oder nicht. Es darf HobbyarchäologInnen aus den bereits genannten Gründen auch geben; und die Archäologie unterscheidet sich durch die Tatsache, dass es Personen gibt, die sich ohne eine entsprechende fachliche Ausbildung mit ihr beschäftigen, auch nicht von irgendwelchen anderen Wissenschaften, z.B. der Chemie. HobbychemikerInnen stören uns als ArchäologInnen nur nicht, solange sie nicht bei ihren Experimenten zur Sprengmittelerzeugung das Haus, in dem auch wir wohnen, in die Luft jagen, und fallen uns daher nicht weiter auf.

HobbyarchäologInnen stören uns hingegen oft: manche durchforsten die archäologische Fach- und Populärliteratur oder auch nur das Internet nach Hinweisen auf vergangene Besuche Außerirdischer auf der Erde; andere wollen Bodenfunde ausgraben, um die Geschichte ihrer Heimat besser zu verstehen. Die jeweiligen Forschungsfragen und -methoden, mit denen sie an ihre Forschungsmaterie herantreten, sind dabei ebenso unterschiedlich wie innerhalb der Archäologie und oft noch viel unterschiedlicher; und natürlich unterscheidet sich oft auch die Qualität ihrer Untersuchungen sehr stark voneinander und von „fachlich anerkannter“ archäologischer Forschung. Ebenso unterscheiden sich ihre Ergebnisse in ihrer fachwissenschaftlichen Nützlichkeit; oder in anderen Worten gesagt: manches davon kann durchaus nützlich sein, vieles ist es mit Sicherheit nicht.

Dass manche dieser Forschungen Fragestellungen haben, die uns aus fachwissenschaftlicher Sicht als völlig unsinnig und manchmal auch ideologisch problematisch erscheinen; oft Methoden benutzen, die fachlich als vollkommen veraltet und obsolet betrachtet werden; und oft auch einfach schlecht gemacht sind und daher mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu falschen Ergebnissen gelangen; tut allerdings der Tatsache keinen Abbruch, dass es sich dabei um Forschungen mit dem Zweck neue Erkenntnisse zu gewinnen oder ältere Erkenntnisse zu festigen handelt. Dies ist, wenigstens im Sinne der einschlägigen österreichischen höchstgerichtlichen Judikatur zu der Frage, was nun wissenschaftliche Forschung ist, und auch der weitgehend parallel dazu gelagerten deutschen Judikatur, jedenfalls als wissenschaftliche Forschung im Sinne der Forschungsfreiheit zu betrachten (Berka 1999; 343-4; Pöschl 2010, 114-5): ob ein Erkenntnisversuch erfolgreich ist, ja nach Ansicht der anerkannten Fachwissenschaft überhaupt erfolgreich sein kann, spielt dabei keine Rolle; dies ist vielmehr – sofern das überhaupt möglich ist – innerwissenschaftlich durch den fachlichen Diskurs zu klären und nicht durch den Staat oder seine Organe. Schon gar nicht im Voraus durch gesetzliche Verbote oder die Erfordernis, bestimmte förmliche Qualifikationen vorweisen zu können, um überhaupt zur Forschung in einem bestimmten Bereich zugelassen zu werden.

Man kann und darf HobbyarchäologInnen daher den Versuch, wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, auch wenn dieser aus Sicht der Fachgemeinschaft als unsinnig und ungeeignet erscheint, nicht verbieten, wenn nicht gewichtige Gründe – und zwar Gründe, die verfassungsrechtlich auf gleichem Schutzniveau stehen – vorliegen, die diese Beschränkung, die dann aber auch gleichermaßen für jedermann gelten muss, also auch für entsprechend ausgebildete Fachleute, als gerechtfertigt erscheinen lassen. Einen solchen Grund mag zum Beispiel ein bestehendes öffentliches Interesse am Schutz von besonders bedeutenden Denkmalen darstellen, das eine Beschränkung der Forschungsfreiheit rechtfertigt; auf diesen Punkt komme ich gleich noch zurück.

Mit Chirurgie und Polizeiarbeit ist das übrigens alles nur sehr bedingt vergleichbar: der Chirurg, der jemanden operieren soll, operiert diesen nicht deshalb, weil er wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen will, sondern um diesen von einer Erkrankung oder Verletzung möglichst zu heilen. Daher greifen gesetzliche Beschränkungen chirurgischer Eingriffe normalerweise auch nicht in die Forschungsfreiheit ein: die Operation ist kein Versuch der Wahrheitserkenntnis und fällt daher gar nicht unter die Forschungsfreiheit. Aber selbst wenn der wissenschaftliche Erkenntniszweck Primärziel eines chirurgischen Eingriffs sein sollte; maßgeblichere chirurgische Eingriffe gefährden potentiell auch das Grundrecht des Forschungsobjektes auf Leben und es ist daher ein anderes gleichwertiges Menschenrecht gefährdet: „Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.“ (Art. 3 AEMR). Auch forschungsspezifische Einschränkungen der Forschungsfreiheit sind daher in diesem Fall zulässig: das Recht des Patienten auf Leben ist wichtiger als die Forschungsfreiheit; und zwar selbst dann, wenn die, die eine „Forschungsoperation“ durchführen wollen, studierte ChirurgInnen sind.

Genauso ist es mit der Polizeiarbeit: das Verhaften von Tatverdächtigen oder der Einsatz der Dienstwaffe hat nichts mit der Freiheit der Wissenschaften zu tun, sondern ist eine Anwendung staatlicher Zwangsgewalt. Natürlich mag der Polizist, der jemanden verhaftet, damit möglicherweise auch irgendwelche wissenschaftlichen Forschungszwecke verfolgen, aber diese sind nicht primäres Ziel der Handlung. Der Polizist darf ebenso wenig wie Sie oder ich willkürlich Menschen verhaften, weil er soziologisch erforschen möchte, wie diese darauf reagieren, wenn sie grundlos verhaftet werden; sondern nur unter gewissen Umständen die Staatsgewalt ausüben. Auch hier ist also eine Beschränkung des Rechts, staatliche Zwangsgewalt anzuwenden, auf Organe des Staates gesetzlich nicht nur möglich, sondern sogar notwendig. Zusätzlich endet auch in diesem Fall die Forschungsfreiheit am im gleichen Rang stehenden Recht auf Freiheit dessen, dem sie entzogen werden soll: „Niemand darf willkürlich festgenommen, in Haft gehalten oder des Landes verwiesen werden.“ (Art. 9 AEMR).

Viel eher vergleichbar sind HobbyarchäologInnen mit Hobbybotaniker- oder –zoologInnen, die in der freien Wildbahn Dinge aufsammeln, die sie gerne erforschen möchten. Und das dürfen sie grundsätzlich auch: man muss nicht Biologie studiert haben, um auf der grünen Wiese Grashalme sammeln und diese untersuchen zu dürfen, sondern jeder darf auf der grünen Wiese Grashalme sammeln, wie es ihm oder ihr gefällt. Ausgenommen aus der Forschungsfreiheit sind in diesem Bereich

– und da besteht eine besonders gute Vergleichbarkeit zwischen der Biologie und der Archäologie – nur die Pflanzen oder Tiere, die (und das aus guten Gründen) unter Natur- bzw. Artenschutz stehen.

Ende Teil V

„Nefertari’s Tarot“ – ein altägyptisches Deck

21. Januar 2017

Divination im Alten Ägypten

Vorweg sollte vielleicht erwähnt werden, dass das Tarot als Divinationsmethode seine Ursprünge im europäischen Mittelalter hat. Zwar gibt es eine Legende nach welcher das Tarot im Alten Ägypten entstanden sein soll, jedoch finden sich dafür keinerlei historische Belege.

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Divination allgemein fand im Alten Ägypten jedoch durchaus Anwendung, teilweise sogar um rechtlich relevante Entscheidungen zu treffen. Es gab verschiedene Orakel sowie im privaten wie auch im offiziellen Staatskult. Ein Beispiel für die Anwendung eines Orakels im Rahmen des Staatskultes ist z.B. das berühmte Amun Orakel der Siwa-Oase, das schließlich Alexander dem Großen zur Regentschaft verhalf. Traumdeutung war ebenfalls von großer Bedeutung, galt doch die Traumsphäre als Grenzbereich zwischen Diesseits und Jenseits. Götter, so glaubte man, erschienen einem bevorzugt im Traum um wichtige Hinweise und Botschaften zu überbringen. Belegt ist auch die Ölwahrsagung, also die Deutung von Öl das auf Wasser geträufelt wird oder die Lampenschau besonders aus der Zeit der Ramessiden.

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Das Nefertari Deck

Die Namenspatronin dieses Tarots ist die königliche Gemahlin Ramses II. aus der 19. Dynastie deren Portrait auch die Verpackung ziert. Berühmt wurde Königin Nefertari aufgrund ihres außerordentlich gut erhaltenen Grabes, das mit beeindruckend schönen Wandmalereien dekoriert ist. Man erkennt auch sofort, dass diese Malereien die Inspiration für die Bilder des Tarotdecks geliefert haben.

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Auch wenn Zukunftsschau im Alten Ägypten auf andere Weise betrieben wurde, ist das Nefertari Tarot durchaus als Divinationsmethode für Ägyptenbegeisterte und Tarot-Fans nutzbar! Die altägyptische Symbolik ist durchdacht und nicht nur Dekoration. Wer also mit dieser Bildsprache ein wenig vertraut ist, wird in diesem Tarot sicherlich weit mehr Deutungstiefe vorfinden als in einem traditionellen Tarot. Doch selbst wer darüber keine Kenntnis besitzt wird sich zumindest an der aufwendigen und schönen Gestaltung des Tarots freuen. Die Karten sind mit hochwertigem Golddruck versehen, der entgegen aller Vermutungen ausgesprochen gut hält – pflegliche Behandlung vorausgesetzt! Die Bilder haben einen leichten Used-Look vermutlich um ihnen ein antikeres Aussehen zu verleihen. Optisch sind die Karten wirklich ein Kunstwerk das Freude macht. Allein sie auf dem Tisch auszubreiten und im Licht schimmern zu sehen sorgt bereits für eine mystische, magische Stimmung.

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Deutung des Decks

Ein nicht unerheblicher Nachteil des Tarots ist, dass es dazu leider keinerlei Literatur zur Deutung gibt. Das Tarotset kommt mit einem kleinen Heftchen, dass nur wenig zu einer tiefergehenden Deutung beiträgt. Es bleibt zu hoffen, dass sich jemand dieser Aufgabe annimmt und ein entsprechendes Deutungswerk verfasst. Bis es soweit ist, kommt man nicht umhin sich mit den Standardwerken anderer Decks zu behelfen oder man geht rein intuitiv vor. Hier ist natürlich die Kenntnis altägyptischer Symbolik von großem Vorteil wie auch eine entsprechende Vorerfahrung mit Tarot allgemein. Ein anfängerfreundliches Deck ist das Nefertari sicher nicht.

Mit 78 Karten – 22 Trümpfe und 56 Karten der kleinen Arkana – ist das Nefertari Taort ähnlich wie das klassische Rider-Waite aufgebaut und mit der Deutungsliteratur dieses Decks lässt sich durchaus gut arbeiten. Die Karten liegen gut in der Hand und haben mit ca. 6x12cm eine angenehme Größe. Für die Hosentasche ist dieses Deck natürlich nichts, was den Karten selbst vermutlich auch nicht gut tun würde, doch für feierliche Legungen bei Kerzenschein sind sie bestens geeignet!

Das wichtigste nochmal in Kürze:

Name: Nefertari’s Tarot
Gestaltung: Silvana Alasia
Herausgegeben von Lo Scarabeo 2000
Zahl der Karten: 78
Große Arkana: 22
Kleine Arkana: 56

Kartengröße 6.60cm x 12.00cm
Sprache der Beschriftung: Englisch, Französisch, Deutsch, Italiensch, Spanisch

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Literatur:

  • Annette Imhausen,Tanja Pommerening, Writings of Early Scholars in the Ancient Near East, Egypt, Rome, and Greece
  • Fischer-Elfert, H.-W, Altägyptische Zaubersprüche
  • Sandra Sandri, Har-Pa-Chered (Harpokrates): Die Genese Eines Ägyptischen Götterkindes

Fotos: Sati

Editorial

14. Januar 2017

Well met, alle zusammen!

In einem Schiurlaubsland wie Österreich ist der Winter mit Schnee en gros durchaus herbeigesehnt …

Ronnies Schneesterne

Ronnies Schneesterne

 

In unserem Update geht es heute aber auch ganz schön „stachelig“ zu – ich habe im DrachenSabber ein paar Worte zu heute sehr oft angebeteten Göttinnen verloren. „Irab – schau owa!“ Ironischer Text mit ernstem Hintergrund.
Der zweite Artikel ist eine Spende von Tunritha und hat nicht nur einen profunden Hintergrund sondern bietet einen roten Faden für schamanisch Praktizierende, „Die schamanische Praxis ist notwendige spirituelle Selbstermächtigung

Weil auch der Winter ganz schön stachelig sein kann, habe ich heute noch ein zweites Bild …

Eisdornen von Sven

Eisdornen von Sven

Wie immer wünschen wir Euch viel Lesevergnügen und uns Eure Kommentare.

Bright blessings
Anufa, fürs WurzelWerk Team

Die schamanische Praxis ist notwendige spirituelle Selbstermächtigung, geschrieben von Tunritha

14. Januar 2017

DSC_0545_6_7_HDRps4_FBWenn die Widrigkeiten des Lebens uns so richtig erwischen, fühlen wir uns dem oft ohnmächtig ausgeliefert. Ohnmächtig – Ohne Macht. Wir meinen damit, das wir keinen Einfluss, keine Macht haben über das was in unserem Leben geschieht. Die Dinge passieren einfach, zufällig. Sie fallen uns einfach zu. Die guten wie auch die schlechten Erfahrungen und wir können nichts dagegen tun allerdings auch nichts dafür.

 

trommelnfbIm magischen oder schamanischen Weltbild, sieht das anders aus. Alles ist beseelt, voller eigener Kraft und ein Ausdruck dessen was auf anderen, nicht materiellen Ebenen geschieht. Die materielle und die geistige Wirklichkeit oder Welt beeinflussen und durchdringen einander. Und der Schamane, Zauberer oder schamanische Praktiker nimmt Einfluss auf die geistige und damit auch auf die materielle Ebene. Er oder sie ist nicht ohnmächtig, nicht ohne Macht und ohne Einfluss.

dsc_0493_ps2048_fbDiese Art Macht ist keineswegs nur besonders begabten Menschen vorbehalten. Jeder Mensch trägt in sich die Fähigkeiten zu Trance, Vision, schamanischer Reise und Kraft. Jeder von uns kann erlernen mit geistigen Verbündeten zu komunizieren und Hilfe aus der Anderswelt im HIER und  im JETZT zu manifestieren. Dafür braucht es nichts weiter als einen offenen Geist, ein schamanisches Weltbild und die Bereitschaft Dinge wieder neu zu lernen die uns in den letzten Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden abhanden gekommen sind. Fähigkeiten und Fertigkeiten die uns Menschen eigentlich selbstverständlich sein sollten.  Um sich ohne Schaden zu nehmen, durch die geistigen Welten zu bewegen, bedarf es einiger spezieller Fähig- und Fertigkeiten, diese kann jeder erlernen. Zumindest jeder der dies möchte.

Seminar2Die Menschen müssen (wieder) lernen willentlich (und bitte ohne Drogen) ihren Bewusstseinszustand zu wechseln. Die meisten Menschen kennen eigentlich nur zwei Bewusstseinszustände: Wachend und Schlafend. Es existieren jedoch weit mehr als diese beiden Extreme.  Unser Geist, unser Bewusstsein ist ein wunderbares Werkzeug und perfekt für das Leben auf diesem Planeten, in diesem Universum geeignet – doch so viele Menschen sind nicht mehr in der Lage dieses Werkzeug mit Präzision und all seinen Funktionen zu nutzen und zu lenken.  Die Art wie der moderne Mensch seinen “Geist” benutzt, erscheint mir oft als hätten wir alle einen Porsche, würden aber die ganze Zeit mit angezogener Handbremse fahren, und uns dann wundern wenn es zu diversen Schwierigkeiten kommt.  Die Fähigkeit zum Tagträumen, zu Trance, zu Vision, Meditation, Kontemplation, voller Konzentration etc. sind Fähigkeiten die unserem Geist nicht ohne Grund zur Verfügung stehen. Um auf allen Ebenen gesund zu bleiben muss unser Geist diese Bewusstseinszustände erfahren und wir müssen in der Lage sein diese willentlich zu steuern.

meditation1Forscher konnten nachweisen, dass durch Meditation unser Immunsystem, Herz und Kreislauf  gestärkt, Depressionen und Angstzustände gemildert werden. Mediziner sind sich zunehmend sicherer: geistige Zustände und körperliches Wohlbefinden hängen eng zusammen.

Während der  Trance verbraucht das Gehirn nachweisbar mehr Glukose und arbeitet auf einem höheren Energieniveau als im Wachzustand. Die Hirnhälften synchronisieren sich und tauschen wesentlich mehr Informationen aus als vorher. Beim Übertritt zur Trance dominieren im EEG (Elektroenzephalogramm) vorerst noch die Alpha-Wellen, wie sie typisch sind, wenn sich Geist und Körper entspannen. Beim Eintritt in die echte Trance  zeigen sich im EEG andere Wellen, sogenannte Theta-Wellen. In diesem Zustand zeigen sich  neue Ideen, Einblicke, Erkenntnisse und Gefühle beinahe wie von selbst. Es ist ein Zustand maximaler Konzentration und Kreativität. Trance macht uns also kreativer, lässt uns neue Wege beschreiten. Die neuronalen Erregungsmuster in der Trance sind dabei ähnlich wie bei tatsächlich Erlebtem. Menschen in Trance machen daher wirkliche und nachhaltig verändernde Erfahrungen.

_dsc0043_ps2_tunritha_fbNatürlich gehört zur schamanischen Praxis noch mehr als “nur” Trance. Auf der schamanischen Reise, dem Seelenflug, wollen wir ja nicht nur durch unser eigenes Bewusstsein navigieren sondern auch die Schwelle zur Anderswelt überschreiten. Dies erfordert etwas mehr an Vorbereitung, Schutz, Wissen und auch geistige Verbündete. Daher ist es immer eine gute Idee sich in die Grundlagen der schamanischen Reise bzw. der schamanischen Arbeit, von einem erfahrenen Schamanen oder schamanischen Praktiker, einweisen zu lassen. Die schamanische Praxis ist kein Kinderspiel und auch wenn sie uns Menschen, meiner Auffassung nach, imanent ist, so ist sie doch nicht ohne Risiken und sollte gerade am Anfang entsprechend begleitet werden.

 

Schamanismus ist wohl die älteste und ursprünglichste Lehre der Menschheit, um ganzheitlich, im Zusammenwirken mit dem Universum und seinen Kräften, Heilung und Unterweisung in allen nur denkbaren Lebensbereichen zu erhalten.  Dafür braucht es nicht immer einen Fachmann, Guru oder Schamanen sondern ein jeder und eine jede die dies möchten können diese Kraft, Heilung und Unterweisung für sich selbst erlangen.

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Meiner persönlichen Erfahrung nach kann jeder, der es möchte, grundlegende schamanische Techniken lernen und anwenden.

 

 

Die grundlegende schamanische Arbeit für uns selbst, die Fähigkeit selber in die Anderswelt zu reisen um von dort Kraft und Heilung für uns selbst zu holen ist etwas das uns die “spirituelle” Macht über unser Leben  und unsere eigene Spiritualität zurückgibt. Wir sind nicht mehr Ohnmächtig. Jede Frage die ein schamanisch Praktizierender hat, kann er mit auf die schamanische Reise nehmen und dort seinen geistigen Verbündeten und Lehrern stellen. KEIN schamanisch Praktizierender ist angewiesen auf einen Priester, Guru, Iman oder anderen Mittler zur geistigen Welt.

source-of-power_fbSelbst praktizierter Schamanismus ist immer auch spirituelle Selbstermächtigung!

 

 

Natürlich gibt es Menschen die in der Lage sind, nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere zu reisen und zu arbeiten, Menschen die besonders viel Kraft mobilisieren und vor allem auch materialisieren können. Nicht immer sind wir selber in der Verfassung für uns alleine zu arbeiten. Manchmal sind wir betriebsblind oder brauchen mehr Kraft oder Willen als wir aufbringen können, dann ist der Gang zum Schamanen, zur Schamanin des Vertrauens sicher eine gute Idee.