Editorial

25. Februar 2017

Well met, alle zusammen!

Das Wetter (und die Weltgeschichte) geben uns mal wieder Kalt-Warm … da bedarf es schon eines guten Standes und guter Gesundheit um das ohne gröbere Kopfschmerzen zu überstehen.

 

Aufgetaut copyright XVII

In unserem heutigen Update findet Ihr den Teil VII von Rays „Ich bin Hobbychirurg und Hobbypolizist„.
Als zweiten Artikel gibt es den Teil II meiner Übersetzung „Wehwehchen, blaue Flecken und Autschis

Wie immer wünschen wir Euch viel Lesevergnügen und uns Eure Kommentare oder vielleicht doch wieder einmal den einen oder anderen GastAutor *zwinker*

Bright blessings
Anufa, fürs WurzelWerk Team

Ich bin Hobbychirurg und Hobbypolizist – Teil VII, geschrieben von Raimund Karl

25. Februar 2017

HobbyarchäologInnen, Wissenschaftsfreiheit und archäologischer Totalitarismus

Jedenfalls gilt aber: um die Wissenschaftsfreiheit hinreichend zu gewährleisten, muss für jene, die wissenschaftlich anderer Meinung sind als „die Fachgemeinschaft“; die „Mehrheit der Fachgemeinschaft“ oder auch nur irgendwelche innerfachlichen oder außerfachlichen „Machthaber“,

genug überbleiben, damit sie weiterhin eine Chance haben, ihre Wissenschaftsfreiheit in diesem Bereich auch tatsächlich wahrzunehmen; d.h. archäologische Denkmale so erforschen zu können, wie sie es für richtig halten, ob uns das nun gefällt oder nicht. Bleibt für diese „Anderen“, diese „HobbyarchäologInnen“; die nicht bereit sind, sich freiwillig unseren Standards zu unterwerfen; sich so zu verhalten wie wir überzeugt sind, dass es aus archäologischer Sicht richtig ist; nicht genug über, dass sie weiterhin selbstbestimmt und selbstverantwortlich frei nach wissenschaftlicher archäologischer Erkenntnis suchen dürfen, dann gibt es die Wissenschaftsfreiheit im Bereich der Erforschung der archäologischen Denkmale nicht mehr: es gibt dann nur noch die Möglichkeit, Archäologie so zu erforschen, wie es einer bestimmten gesellschaftlichen Untergruppe gefällt, wie auch immer sich diese Gruppe dann zusammensetzt; und das ist dann eben keine uneingeschränkte Grundfreiheit mehr, kein besonders geschütztes Individualrecht, sondern eine zwangsweise Unterwerfung aller, die anderer Meinung sind, unter die Gewalt einer Machtmehrheit. Es ist dann nur noch dieselbe Freiheit, die auch jeder „Deutsche“ während der – wenigstens anfänglich bzw. ursprünglich auch durch einen demokratischen Mehrheitsentscheid legitimierten – Nazi-Diktatur im Dritten Reich hatte: die Freiheit, der Meinung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei bzw. ihres Führers, des Österreichers Adolf Hitler, zu sein.

Der Kulturdenkmalschutz liefert also zwar durchaus eine Rechtfertigung, die Wissenschaftsfreiheit im Bereich der Archäologie bis zu einem gewissen Grad zu beschränken; aber eben nur bis zu einem gewissen Grad, denn die Wissenschaftsfreiheit beschränkt umgekehrt und weit wesentlicher die Möglichkeit des Kulturdenkmalschutzes, seinerseits die Wissenschaftsfreiheit zu beschränken. Der Kulturdenkmalschutz kann dies nur insoweit, als es zum Schutz der archäologischen Forschungsinteressen Dritter notwendig ist, aber selbst das auch nur soweit, als die als schützenswert bestimmten Denkmale vor allen gleichermaßen geschützt werden und als es im Vergleich mit dem Schutz der Wissenschaftsfreiheit aller anderen, auch nicht besonders dazu ausgebildeter, Individuen verhältnismäßig ist. Gehen durch den Kulturdenkmalschutz zu rechtfertigen versuchte Beschränkungen der Wissenschaftsfreiheit, auch und insbesondere jener von HobbyarchäologInnen, über dieses Maß hinaus und versuchen die archäologische (Feld-) Forschung ausschließlich in die Hände und Verantwortlichkeit bestimmter, z.B. eben ein einschlägiges fachliches Universitätsstudium absolviert habender, „professioneller“ WissenschafterInner zu legen, die nach ganz bestimmten, von einer (Macht-) Mehrheit „professioneller“ WissenschafterInner festgelegten Methoden vorgehen müssen, sodass eben „Andersdenkenden“ die Ausübung der archäologischen Forschung gänzlich untersagt wird, dann befinden wir uns in einem facharchäologischen Totalitarismus, der schon allein aus wissenschaftstheoretischer, aber auch aus wissenschaftsethischer und noch mehr aus gesellschaftspolitischer Sicht gefährlich und daher radikal abzulehnen ist.

Diese radikale Ablehnung eines solchen Totalitarismus in unserem eigenen Wirkungsbereich ist schon alleine zu unserem Selbstschutz nötig. Denn ein solcher, archäologisch-wissenschaftlicher

Totalitarismus mag uns sehr gelegen kommen, solange wir die „archäologischen MachthaberInnen“ sind; nicht anders, als der Totalitarismus des 3. Reichs jenen ArchäologInnen gelegen gekommen ist, die vom ideologischen Programm und politischen Totalitarismus des Dritten Reichs und der damit verbundenen Aufwertung und Förderung der „Weltanschauungswissenschaften“ profitierten, darunter nicht zuletzt auch die gesamte (prähistorische) Archäologie als Fach (Hassmann 2000, 70-90). Aber er kann uns auch sehr leicht und sehr heftig auf den Kopf fallen, wenn sich die inner- oder außerfachlichen Machtverhältnisse in einer Weise ändern, dass wir plötzlich die Gewaltunterworfenen und nicht mehr die Gewaltausübungsbefugten sind.

Den Anfängen wehrt man am besten, bevor sie überhaupt entstehen können, insbesondere dann, wenn man selbst – als derzeitigeR MachthaberIn – die Möglichkeit hat, nicht nur schön von der

Freiheit“ zu reden, sondern diese auch tatsächlich durch seine eigenen Taten und Handlungen im eigenen Wirkungsbereich zu fördern, zu stärken und zu leben und damit gesellschaftlich stärker zu verankern. Erreicht man das, hat man nämlich eine weit bessere Chance, dass diese Freiheit, die wir gerade dann selbst brauchen, um der Aufgabe wissenschaftliche Erkenntnis zu gewinnen auch unsererseits frei nachgehen zu können, wenn sich einmal die gesellschaftlichen Verhältnisse so geändert haben sollten, dass wir nicht mehr die „archäologischen MachthaberInnen“ sind, auch weiterhin erhalten bleibt.

Ende Teil VII

Wehwehchen, blaue Flecken und Autschis – Teil II, geschrieben von Lora, übersetzt von Anufa

25. Februar 2017

An diesem Abend verwendete Elsie roten Seidenfaden um auf ein weißes Stück Seide eine Algiz, die Schutzrune, zu sticken. Dann nähte sie aus der Seide ein kleines Beutelchen. Dann richtete sieh ihren Altar, vor dem Herd in der Stube, her. Pooka saß in der Mitte des Altars, während Edgar von seinem Ausblick am Rand die Sache beobachtete. Nachdem der Kreis gezogen war, schnitzte die Hexe den Namen der Katze in eine weiße Kerze. Darüber schnitt sie noch eine Algiz in das Wachs. Nachdem sie die Kerze mit Öl geweiht hatte, zündete sie diese gemeinsam mit einer speziell dafür von ihr hergestellten Räuchermischung an. Dann füllte sie das Beutelchen mit Pflanzen, die sie aus ihrem Kräuterzimmer geholt hatte. „Was is das für Zeug?“, fragte Pooka. „Schutzkräuter und ein Jadestein kommt auch noch hinein“, erklärte sie ihm. „Soll ich mir das aufschreiben?“, seufzte Pooka. „Diesmal nicht“, lächelte Elsie. Sie verwendete ihre Schere um ein wenig Fell von seiner Brust zu schneiden. „Heyyy!“, rief Pooka. „Dran bin ich gehangen!“ „Eben und feinstofflich tust du das noch immer“, sagte Elsie. „Das ist genau, was hlft den Zauber zielgerichtet zu machen.“ Sie hielt das weiße Beutelchen dann über ihren Kopf, atmete tief und richtete ihre eigene Energie gut aus.

„Ihr alten Wächter, erhebt euch aus dem Osten!
Erhebt euch aus dem Westen!
Erhebt euch aus dem Süden und erhebt Euch aus dem Norden!
Ihr ewigen Wächter, alt und weise,
aus der tiefsten Erde und den sternenvollen Himmeln,
auf den Winden und aus dem Meer;
ich rufe euch. Kommt zu mir!
Versammelt euch und erhört meine Bitte,
um Schutz für einen der klein und schwach ist.“

„Du meinst MICH?“ unterbrach sie Pooka verschnupft. Elsie warf ihm einen Blick zu und er war schnell wieder ruhig. Die Hexe setzte fort:

„Verleiht ihm Stärke und verleiht ihm Macht,
umgebt ihn mit eurem Licht.“

Sie befestigte den kleinen Beutel an Pookas Halsband und sagte, „Bei der Macht des Gottes, der Göttin und der meinen
bei den Mächten der Wächter der Erde, der Luft, des Feuers und des Meeres
das ist mein Wille und so soll es sein!“

Pooka schaunte nach unten, auf das Beutelchen an seinem Halsband. Er fühlte sich schon jetzt viel sicherer.

Am nächsten Tag war Markttag. Elsie packte ihren Korb und wanderte in Richtung Dorf.

Als sie auf die Kopfsteinpflasterstraße an den Geschäften vorbei gingen, blieb Pooka kurz stehen um mit seinem Freund Trilby, dem kleinen weißen Kätzchen das über der Bäckerei lebte, zu plaudern. Trilbys Frauchen, die auch auf dem Balkon war, kümmerte sich geschäftig um die Topfpflanzen am Geländer. Plötzlich stieß sie mit der Gießkanne gegen einen der Töpfe und der zuerschellte am Boden … ein paar Zentimeter neben Pooka!

Elsie eilte zu ihm. Trilby starrte über den Balkon und maunzte ängstlich, „Pooka, bist du in Ordnung??“
Der Kater schüttelte sich die Erde aus dem Fell. Es ging ihm gut!

Er und Elsie gingen weiter die Straße entlang. Als sie am Buchladen vorbei kamen lief Pooka zum Schaufenster, stellte sich auf die Hinterpfoten und drückte seine Vorderpfoten gegen die Scheibe. „Schau, Elsie! Ein Runenmalbuch!!“ Die Hexe folgte ihm um sich das anzusehen.

Gerade da verlor ein Lieferwagen auf einer Eisplatte den Grip. Er schleuderte außer Kontrolle die Straße herunter und die Passanten sprangen aus dem Weg. Der Lieferwagen blieb auf einem Schneeflecken stehen und dankenswerter Weise wurde niemand verletzt. Aber Pooka wusste, dass wenn er noch auf der Straße gewesen wäre, er vor Schreck steifgefroren stehen geblieben und überfahren worden wäre.

„Elsie“, sagte er. „Dieses Amulett hilft aber wirklich! Die Wächter beschützen mich tatsächlich!“

Sie nahm ihn hoch und drückte ihn ganz fest. „Natürlich tut es das. Und ich bin sooo froh darüber!“

Die nächsten Tage waren sogar noch kälter und Thistle befundete, dass das Eis am Teich nun dicker sein würde. Sie forderte Pooka auf, wieder mit ihr Schlittschuh zu laufen. Die kleine Katze schüttelte den Kopf. „Das ist einfach zu gefährlich“, sagt er der Fee.
„Aber es macht so viel Spaß und außerdem wird dich dein magisches Amulett beschützen“, bestand Thistle darauf. „Elsie ist eine sehr mächtige Hexe!“

Pooka dachte darüber nach und musste zustimmen. Als sie ankamen, zögerte er, fing dann zu rennen an und kam aufs Eis. Dieses Mal schlitterte er ganz sanft darüber!

„Das funktioniert! Das funktioniert ja wirklich!“ rief er triumphierend.

„Das stimmt“, nickte Thistle grinsend. Sie stupste ihm ihren Ellenbogen in die Rippen und sagte, „Ich wette, du könntest sogar von Elsies Dach springen ohne dir weh zu tun!“

„Ich wette, dass ich das kann!“ stimmte Pooka glücklich zu und zu ihrer Überraschung, drehte sich der Kater um und lief zurück zur Hütte. Thistle folgte ihm. Er würde doch nicht? Die Fee hatte ihn doch nur aufgezogen!

Zurück bei Elsies Haus, verwendete die kleine Katze ihre Krallen um den Apfelbaum zum Dach hoch zu klettern. Er starrte über die Kante … das war ein langer Weg nach unten.

Thistle war ein kleiner Fleck gegen auf dem Schnee unter ihm. „Vielleicht ist das eine schlechte Idee“, rief sie ihm in die Höhe.

Ein Teil in ihm dachte, dass sie vielleicht Recht haben könnte und dann fühlte er das Amulett auf deinem Fell liegen.

Pooka sprang.

Er schaffte es auf dem Weg nach unten einigen größeren Zweigen auszuweichen und eine extra tiefe Schneewächte rettete ihn davor, auf dem gerade erst geschaufelten Weg zu zerschellen. Der Aufprall schüttelte jeder seiner Knochen durch und drückt die Luft aus seinen Lungen. Er war mit dem Kinn auf einen kleiner Zweig geknallt und als er gelandet war, war ein scharfer Schmerz durch seine Pfote geschossen. Er lag in dem Schneehaufen ohne sich zu bewegen.

„Pooka! Bist Du in Ordnung??“ Die Fee flatterte über ihm. Sie hielt ihm einige Finger vors Gesicht und fragte: „Wieviele Leben hast Du noch über?“

„Nicht genug!“ stöhnte Pooka.
„Ich hole Elsie!“ sagte Thistle

Sofort war die Hexe da. Sie untersuchte ihn schnell und sagte, „Ich glaube, du hast dein Bein bös gezerrt. Du musst jetzt mindestens eine Woche drinnen und von allem weg bleiben. Ich reibe dir auch noch Beinwellsalbe aufs Kinn. Das wird die Blutung stoppen und helfen zu heilen. Abseits davon, glaube ich, dass Du in Ordnung bist. Es ist erstaunlich, dass du dich nicht ärger verletzt hast.“

„Aber Elsie“, warf Pooka ein. „Ich HABE mich doch verletzt! Mein magischer Beutel hat mich diesmal nicht beschützt. Ich denke, es ist irgendwie kaputt gegangen oder so etwas. Kannst du es wieder reparieren?“

Elsie stand auf und stemmt die Hände in ihre Hüften. „Du bist absichtlich vom Dach gesprungen, stimmt´s?“
„Jaaa“, gab Pooka zu.

Elsie hob ihre Katze aus dem Schnee auf. „Dein Beutelchen ist nicht kaputt. Es beschützt dich immer noch vor Unfällen.“ Dann seufzte sie und schüttelte ihren Kopf. „Aber Pooks, Ich kenne leider keine Magie, die dich vor „DUMM“ beschützt!“

Editorial

18. Februar 2017

Well met, alle zusammen!

Ein paar Sonnentage hatte ich hier bei mir schon und auch die erste Primel hat sich gezeigt. Mit Naomis Garten kann ich mich zwar absolut nicht vergleichen, aber ich bin ja auch nicht auf der Insel …


Unser heutiges Update bringt Euch wieder einmal eine Geschichte von XVII „Die Anrufung„, extra für uns im WurzelWerk geschrieben. Herzlichen Dank dafür, werte Nummer!
Im zweiten Artikel dürfen wir Euch einen kurzen Blick in Eibensangs Buch, „Das Lied der Eibe – Eine Runen-Reise durch das Ältere Futhark“ werfen lassen „Aus dem Vergessen„.

Wie immer wünschen wir Euch viel Lesevergnügen und uns Eure Kommentare!

Bright blessings
Anufa, fürs WurzelWerk Team

Die Anrufung

18. Februar 2017

-„Warum hast du mich gerufen?“

„Ich…“

-„Ich falle dir ungern ins Wort, aber du weißt, du wirst dir damit keinen Gefallen tun. Und ich kenne alle deine Schwächen, deine, wenn auch dürftig vorhandenen, Stärken… Dich. Und auch das Gespräch gerade ist absurd, weil ich weiß was du willst und wie es enden wird. Ich sehe es nur von mir als höflich an mit dir zu kommunizieren. Mich dir zu zeigen. Obwohl so wie du mich siehst, du nur einen kleinen Ausschnitt wahrnimmst. Lächerlich. Genug.
Was willst du?“

„Verzeih…ich…“

-„Es gibt nichts zu verzeihen. Jetzt agiere doch nicht so erbärmlich. Richte dich auf, Mensch. Höre auf zu knien, stehe.“

„Ich suche nach Sinn, nach Erkenntnis…nach…“

-„Wozu? Was hilft dir das? Nach welcher Art von Sinn strebt es dir? Erkenntnis?“

„Ich will die Gesamtheit erfassen, will eins sein. Will die Zusammenhänge sehen, verstehen.“

-„Das kannst du nicht. Dazu reichen deine Kapazitäten nicht. Ich kann keinem Vogel schwimmen beibringen und keinem Affen tanzen. Und euch, ihr die ihr euch erhebt seid begrenzt. Auch wenn ihr in eurer spirituellen Gier vermeint Grenzen zu erweitern und Gesamtheit wahrzunehmen ist auch dies nur wie ein flüchtiger Blick durch einen Nebel. Ihr seid so klein.“

„Und doch habe ich dich beschworen! Gerufen!“

-„Genau das zeigt mir ja dein Unvermögen. Zeigst dich beleidigt. Dein Ego gekränkt. Ich bin jetzt gerade, nach deinem zeitlichen Empfinden, ebenso in einem Gespräch mit einem achtjährigen Mädchen. Dem ich gerne meine Unterstützung zukommen lasse.

Und du, nach mehr als 30 jährigem Herumgetue innerhalb obskurer okkulter Techniken vermeinst tatsächlich mehr Können und Vermögen zu haben als dieses kleine Mädchen.“

„Ich…“

-„Was willst du wirklich. WAS willst du wirklich.“

„Gleichmut, Frieden, Ruhe…“

-„Gold, Geld, Ruhm…“

„Nein!“

-„Und da bist du dir so sicher? Warum rufst du dann mich? MICH?“

„Hilf mir zu verstehen.“

-„Du willst nicht verstehen. Du willst ändern. Du willst Dinge ändern, die nicht in deinem Vermögen stehen. Dein Können weit übersteigen. Verstehen hilft dir nicht. Einem Vogel hilft es nicht, daß er weiß warum er fliegt. Einem Menschen hilft es nur…begrenzt. Und innerhalb dieser Grenzen bewegt er sich. Das macht euch aus. Und ich bin erstaunt wie gut ihr das nützt. Ja, ich bin überrascht über das was ihr daraus gemacht habt.

Gut, das mit dem „überrascht“ ist geheuchelt…ach, du amüsierst mich.“

„Was kann ich tun?“

-„Nimm dir Zeit. Ziehe dich zurück, lerne dich kennen. Fange bei dir an. Lerne dich wirklich kennen. Deine Wünsche. Dein Wollen. Dein Verlangen. Das ist die Basis. Teile das. Lebe. Genieße den Tag. Jeden Tag. Lerne andere Menschen kennen. Lerne deinen Körper kennen. Deinen Geist. Deine Grenzen.“

„Danke.“

-„Ich bin immer da für dich. War ich schon immer.“

 

—„John?“

—–„Ja? Was ist?“

—„Im Raum 18 im zweiten Stock…“

—–„Nicht schon wieder. Hat er wirklich schon wieder die Wände beschmiert?“

—„Ja. Unglaublich der Kerl. Ich werde anraten die Dosis wieder zu erhöhen.“

[Bildquelle: Wikipedia Common, Corvo_teschio_-_Julien_Champagne]