Archiv für die Kategorie ‘DrachenSabber’

Wie das so ist mit Seminaren … gezeichnet von Roadman

Samstag, 21. Oktober 2017


Roady hat zum Thema „Seminar“ so einiges zu zeichnen … sichtlich gibt´s ja viele Motive, Seminare zu besuchen.


Was dabei dann so passiert ist halt auch nicht jederelfs Geschmack … vielfach eher im Gegentum!

Aua!! Mimimi… Von Jammerlappen und Weicheiern, geschrieben von Uwe

Samstag, 07. Oktober 2017

In dem kurzen Sutra „Der Pfeil des Schmerzes“ legt der Buddha sehr überzeugend dar, wie Gedanken dazu beitragen, dass man im leidvollen Erleben versacken kann.
Die Erläuterung dazu ist aufgrund der Wortwahl, die der Buddha hier vornimmt, schon mal ausgesprochen amüsant zu lesen.

„Schüler, erfährt ein unerfahrener Weltmensch ein schmerzhaftes Gefühl, verfällt er in Kummer und Sorge und klagt darüber; er weint, schlägt sich an die Brust und ist verstört. Er erfährt somit zwei Gefühle – ein körperliches und ein geistiges. Wie ein Mann, der von einem Pfeil verletzt und gleich darauf von einem Zweiten, so dass der Mann ein Gefühl erfährt, das von zwei Pfeilen verursacht wurde“.

Der „unerfahrene Weltmensch“, so beschreibt der Buddha einen Menschen wie dich und mich, einen Durchschnittsdeutschen, Durchschnittsweltbürger. Ein jammerndes, saturiertes Weichei also.
Überprüfe man doch diese schöne Beschreibung da oben einmal bei sich selbst.
Trifft sie nicht mehr oder weniger exakt zu?
Wie ist das, wenn ich, wenn du ein „schmerzhaftes Gefühl“ empfinde/st?
Vielleicht kann man ja bei kleineren Vorkommnissen noch lapidar darüber hinweggehen. Wie über einen zarten Kopfschmerz, den man registriert, sich davon aber nicht zu sehr ablenken lässt.
Oder ein klein wenig Zahnschmerz, einen Mückenstich oder sonst einem kleinen Wehwehchen.
Doch schon dabei gibt es genügend Menschen, die diesen Kopf- Zahn- Mückenstich- oder sonstigen Schmerz zum Anlass nehmen, sich Gedanken zu machen, woher dieser kommt, was er anrichtet.
Vielleicht hat man einen Gehirntumor? Ohne Gehirn zwar schwer möglich, aber warum nicht.
Bei einem Gebiss, ebenfalls schwer möglich, aber warum nicht.
Und ein Mückenstich ist tatsächlich das schlimmste überhaupt, besonders wenn es eine todgefährliche Tigermücke war.
Doch vor allem stellt man dann die Frage, wie man diesen bösartigen Schmerz wieder wegbekommen kann.
Der Buddha hat dieses „schmerzhafte Gefühl“, das er beschreibt, nun nicht nur auf die „groben“ Erfahrungen wie körperliche Schmerzen bezogen.
Schon ein einfaches Gefühl von Hunger oder Durst, das Gefühl von Langeweile, Unmut oder Unruhe sind nach dieser Definition ebenfalls „schmerzhaft“.
Und welche Folgen diese schmerzhaften Gefühle, seien sie nun grob oder fein, beim „Weltmenschen“ haben, also genau bei uns Anfängern und völlig im weltlichen Geschehen gefangene Menschen, das erläutert der Buddha im Folgenden recht schön und prägnant:

„Während er (also du und ich) ein schmerzhaftes Gefühl erfährt, hegt er dagegen Abneigung.
Dem liegt die Tendenz von Abneigung gegenüber schmerzhaften Gefühlen zugrunde.
Und während er ein schmerzhaftes Gefühl erlebt sucht er Freude in der sinnlichen Zerstreuung.
Und warum? Weil er keinen anderen Ausweg in Bezug auf schmerzhafte Gefühle kennt wie die Ablenkung durch Zerstreuung“.

Sehr gut beschrieben, nicht?
Eine glasklare Erkenntnis und Darlegung, wie unser „normaler“ abgelenkter Geist eben funktioniert.
Wir flüchten uns in die ganz normalen, bekannten Ablenkungen.
Weil wir keinen Ausweg in Bezug auf schmerzhaften Gefühlen kennen, vor allem nicht als den zwangsläufigen, schmerzhaften Gewohnheitsmustern Geburt, Krankheit, Alter und Tod, die wir ja für völlig real halten und die uns in ein dauerndes „Wiedergeborenwerden und Leiden ertragen“ werfen, müssen wir uns ablenken.
Leben für Leben, Jahr für Jahr, Monat für Monat, Tag für Tag, Stunde für Stunde, Minute für Minute.
Weil all unser Erleben, betrachten wir es genauer, nur mal vom Hintergrund der Vergänglichkeit, Unbeständigkeit betrachtet, schmerzhaft ist.
Und diese Unbeständigkeit ist genau das, was uns Angst macht.
Und was ist Angst anderes als schmerzhaft? Leidbesetzt?
Und wer erkennt schon die Leerheit in all dieser Unbeständigkeit?
Niemand.
Nicht ich.
Nicht du.
Deshalb gibt es also wirklich Grund genug, sich Sorgen zu machen. Ja, tatsächlich.
Denn unsere einzige Sicherheit, das einzige, auf das wir uns verlassen können, in das wir wirklich vertrauen können ist…
…die Unbeständigkeit.
Von wegen entspannt bleiben.
Wir können gar nicht entspannt sein. Nein.
Unmöglich.
Dafür müssten wir erleuchtet sein.
Bin ich nicht. Bist du es?
Lol… erzähl´ es nicht mir. Erzähl´ es dem lieben Gott.
Es wird höchste Zeit, den doppelten Pfeil zu überwinden.
Also, raus aus diesem Scheiß.
Und wenn wir drin stecken bleiben…
…dann sollten wir nicht jammern.
Wir sind allein selbst schuld.
Niemand anderes.
Vielleicht nützlich
Wenn nicht, ist mir das auch herzlich egal

copyright Uwe

Verschwurbeltes Denken = Spiritualität!?

Samstag, 02. September 2017

Ich bin ja vielfach als Pessimist verschrien und aus der „Licht und Liebe“ Ecke heraus betrachtet, mag das durchaus auch seine Berechtigung haben. Viele Dinge ertrage ich einfach nur mit einer gehörigen Portion Sarkasmus und Ironie …

Als Hexe bewege ich mich (für mich völlig natürlich und unausweichlich) seit gut dreissig Jahren auch in der Anderswelt. Genauso wie ich mich in der materiellen Welt als Körperarbeiter mit den knochentrockenen materiellen Gegebenheiten auseinander setzen muss und auch will! Diese Mischung hat sich nicht zufällig ergeben, sondern quasi der Not gehorchend.

Verschwurbel, verschwurbel, … verschwurbel

Durch die Beschäftigung mit spirituellen Themen, schaut es für mich so aus, als ob eine der ersten Konsequenzen wäre, zu verschwurbeln … sich selber und alles rundherum. „Verschwurbelt“ ist für mich, wenn jemand an jeder Ecke, auf Schritt und Tritt, den ganzen Tag, einen Geist, einen Verstorbenen nach dem anderen trifft, die natürlich alle etwas von ihm wollen.

http://www.entities-r-us.com/tag/ouija-board/

Oder auspendeln zu müssen ob der Wocheneinkauf heute oder doch besser morgen zu erledigen wäre, es zum Abendessen Suppe oder Toast geben sollte und die Oma heute noch angerufen werden muss oder es morgen auch noch reicht. Als verschwurbelt sehe ich aber auch an, in einer Badewanne „heiliges Wasser“ zu fabrizieren und dann noch selber zu glauben, dass das magische Kräfte hätte – was dem einen oder anderen vielleicht aus den 80ern bekannt vorkommen dürfte …

Athrumwasser zubereitet von Uriella

In Worte, ohne meine übliche Bildersprache, gefasst: wenn jemand in einer Phantasiewelt unterwegs ist, die sich durch die (allgemein wahrnehmbare) Realität nur unter heftigsten Verrenkungen bestätigen lässt, das bezeichne ich dann als „verschwurbelt“.

Damit ist auch klar, dass ich der Ansicht bin, dass jeder (egal jetzt ob spirituell aktiv oder nicht) Phasen von Verschwurbelung haben kann und es wohl kaum jemanden gibt, der das nicht schon hatte. Problematisch wird es erst dann, wenn diese Phantasiewelt , wie immer sie auch aussehen mag, die Oberhand über die Realität bekommt und auch behält.
Für mich macht das aber keinen Unterschied, ob jemand eine Fettphobie entwickelt (tatsächlich aber anorektisch ist) oder jemand meint von Ufo-Strahlen gesteuert zu werden (sich in der Arbeit nicht konzentrieren kann) oder ob jemand das neue Gedankenkonstrukt für die ganze Menschheit in der Tasche hat (real aber Unzusammenhängedes, Unverständliches von sich gibt). Da hätten wir sie dann die Phantasiewelten.

Ein – wohl schon etlichen von uns geläufiges Beispiel: in Lokalen trifft mensch hie und da auch Leute, die nach reichlichem Alkoholgenuss die Lösung für die Probleme der Welt gefunden haben und die auch in Diskussionen schärfstens verteidigen. Genau diese Gespräche auf Sprachmemo aufgenommen bringen dann den wieder Nüchternen schier zum Verzweifeln, welchen Schmarrn er da verzapft hat. Während der Diskussion im Rausch hätte er sich aber für seine Ideen steinigen lassen … Manche brauchen dafür keinen Alkohol!


Wie meine Oma immer sagte …

„ a bissl deppat san ma alle – aber irgendwo is a Grenz“.

Für mich ist die Grenze erstens dort erreicht, wo ein sinnvolles Miteinander nicht mehr möglich ist … sofern das überhaupt möglich ist,  vorausgesetzt! Und zweitens dort, wo ich von außen (auch wenn es mich nicht betrifft!) Massen an Inkongruenzen entdecken kann aber versucht wird der Umwelt die eigene Denke als einzig wahre Lebensweise aufs Auge zu drücken. Wer in seinem Schwurbel glücklich ist und anderen damit nicht auf die Nerven fällt, dessen gutes Recht ist es auch, weiter in diesem Schwurbel zu leben.
Zwei wunderschöne Beispiele aus der täglichen Praxis kann ich dem werten Leser auch vor Augen führen.

Der Anlassfall, der mich überhaupt zu diesem DrachenSabber angestiftet hat, mit Genehmigung des Autors.

„kennt ihr einen guten heizungsinstallateur?“
die antworten:
-„ich kenne jemanden, der hat schon mal mit einem telefoniert.“
-„im nachbarort soll einer wohnen.“
-„nein, kenne ich nicht will ich nicht, sollen mich am arsch lecken.“
-„das sind die mit der latzhose….und mit werkzeugkoffer. nein, keine ahnung.“
-„ich hab schon mal einen gesehen. echt jetzt. der hat so ausgeschaut.
wird dann wohl ein heizungsinstallateur gewesen sein.“
-„ich hab ein buch gelesen darüber, ich kann das selber.“
-„ich glaube, es gibt auch frauen, die installateure sind.“
-„ich hab damit nichts zu tun. warum auch. ich heize mit strom.“

ersetze „heizungsinstallateur“ mit einem beliebigen esobegriff.
hurra.

Ein täglich in den Gruppen/Foren/Diskussionslisten stattfindendes Frage- und Antwortspiel. Mit leider meistens genau diesem Ergebnis. Nur dass das Ergebnis im Bezug auf „Installateur“ seine Skurrilität wohl mehr als deutlich macht, wenn es um Schamanen/Hexen/Priester/Druiden geht, scheint das irgendwie aber den wenigsten aufzufallen.

Warum ist das so?

Wenn spiritueller Outcome genauso merk- und messbar wäre, wie der reale Outcome eines Installateurs, dann wäre das wohl nicht so! Ob die Leitung dicht is, das Klo wieder spült und die Rechnung bezahlbar ist, bzw. der Fachmann, ned nur überhaupt sondern sogar pünktlich, aufgetaucht ist, das zeigt einem die Realität. Zugegeben früher oder später, weil manch Hoppala sich erst nach Tagen oder Monaten wirklich bemerkbar macht – den tropfenden Heizkörper merkt mensch halt erst dann, wenn der Radiator wieder aufgedreht wird. Dann aber ganz sicher und die Heizung selber hat auch noch was davon.
Auf spirituellem Gebiet fängt das Jammer meist damit schon an, dass sich kaum einer sicher ist, was denn nun überhaupt gefragt/gwünscht ist. Sollte es davon eine Idee geben, dann gibt es aber meist keinen Plan für eine Erfolgskontrolle. Woher will ich den wissen, ob mich das, was ich da tu, glücklicher gemacht hat. Woran mach ich das fest? Keine Idee – blöd! Beim tropfenden Rohr steht mensch irgendwann in der Lacke …

Ah, ok! Wenn ich unglücklich bin, dann hat das mit der Spiritualität halt nicht funktioniert? Leider ist das auch nicht so einfach. Wenn der Installateur einen Rohrbruch in der Wand beseitigt, dann schaut das zu Beginn auch eher nach Bombenangriff aus – solang er eben noch nicht fertig ist. Wann aber ist Spiritualität fertig?

Wann ist das Leben fertig?

 

Leben copyright XVII

 

Wo ist der nächste Baum??

Samstag, 05. August 2017

Nicht umsonst werden die „Treehuger“ schon fast als eigene Spezies angesehen im esoterischen Pantheon …

 

Treehuger copyright Roadman

Irab – schau owa!

Samstag, 14. Januar 2017

Irab – schau owa! In Übersetzung für die nichtösterreichischen Leser … Irab – schau herunter!

Irab

… ist eine sehr trügerische Göttin, der heute Unmengen an Heiden kontant huldigen. Und ist es nicht Irab, dann ist es Iralob. Beide kenne ich schon sehr lange Zeit.
Ich möchte sie euch kurz vorstellen.

Irab ist eine Göttin für Junge und/oder solche, die ihren Weg erst beginnen. Solange sie mit einer Prise Eigenständigkeit im Denken kontaktiert wird (oder mit einer guten Portion Lebenserfahrung) ist sie hilfreich und eine sinnvolle Beleuchtung auf dem Weg. Verschreibt mensch sich ihr aber, dann wird sie herrschsüchtig und umklammert ihre Anhänger mit hartem Griff, der kaum Bewegungsmöglichkeiten zulässt. Natürlich ist es in diesem Griff auch in gewisser Weise warm, geschützt und kuschelig, solange einem die Bewegungsfreiheit nicht abgeht. Darin liegt auch ihre Attraktivität – das Gefühl der Sicherheit. Ihre Weisheit trifft durchaus manchen Punkt und erhellt ihn (mehr oder minder) ausreichend – weshalb sie ja auch gerade bei Anfängern so beliebt ist. Aber sie eröffnet ihren Anhängern nur einen sehr begrenzten Blickwinkel und macht ihnen je länger je mehr, weiß, dass das bereits alles wäre.

Ihre Anhänger sind deshalb mit der einzig wahren Art und Weise etwas zu tun, zu denken und zu wissen infiziert. Sie tragen den Keim der einzigen Wahrheit in sich, der agressiv und entstirnig alle anderen Sichtweisen aus Hirn und Herz expediert. Keine Fakten können diesen Wahrnehmungsschleier auch nur ansatzweise durchdringen, weil ja außerhalb des Herrschaftbereiches ihrer Göttin nichts, aber auch garnichts mehr Bestand hat. Je länger mensch es sich in Irabs Armen bequem macht, desto einfacher scheint die Welt um ihre Anhänger zu werden und desto feindlicher! Sobald Einflüsse außerhalb des gewohnten Bereichs auftauchen müssen die entweder sofort ins bestehende Gefüge assimiliert oder vehement verleugnet werden. Jeder Hinweis auf eventuelle Gesichtsfeldeinschränkungen ihrer Anhänger wird mit Totschlagargumenten entgegen getreten. Diskussionen sind meist unmöglich, meist weil Andersdenkende dieser nicht würdig sind.
Manch ein Anhänger von Irab wechselt nach einiger Zeit zu Iralob über.
Iralob ist die große Schwester von Irab. Wer an Irab die ersten Zweifel entwickelt, aber sich aus ihrer Umarmung nicht ganz lösen möchte, weil er die Sicherheit und Wärme zu sehr schätzt, …

… der wird wahrscheinlich bei Iralob seine nächste Heimat finden

Iralob erweitert das Blickfeld und eröffnet neue Welten. Sie ist weit nicht so engstirnig wie ihre Schwester aber dafür fordert sie auch einiges mehr an Zeit, Energie und Ressourcen (ja, auch Geld kostet der Kontakt zu dieser Göttin). Sie hat unendlich viele Facetten, die es zu entdecken gibt und Universen, die es kennen zu lernen gilt. Verlieren kann mensch sich in ihrer Vielfältigkeit und viele tun das dann auch. Bei manchen fordert sie jede freie Minute und es bleibt kaum Zeit für irgend etwas oder jemand anders. Aber wer sich in ihre Hände begiebt hat immer jemanden an der Hand, der weiß, wie etwas geht, wie etwas zu sehen ist, wie etwas zu erklären ist und wie die Theorie hinter – egal was – gestaltet ist. Sie liefert Gedankenbilder bis zum Abwinken und unendliche, virtuelle Welten …

Auf gewisse Art ist sie damit eine Trickster-Göttin … sie stellt ihre Anhänger auf die Probe. Wer ihr ungeschaut vertraut, wird lebendig gefressen und befindet sich dann nicht im Griff einer Irab sondern im Bauch einer Iralob. Etwas mehr Bewegungsmöglichkeiten und noch bessere Abschottung gegen Einflüsse von außen. Bessere Versorgung mit vermeintlich lebenswichtigem Input aber immer schön gefiltert durch die eifersüchtige Göttin.
Diskussionen sind in diesem Fall meistens möglich und sogar auch spannend – aber für die Beteiligten ergebnislos. Die Ansätze, die von Iralob vermittelt werden müssten nämlich ins Tun umgesetzt werden und da sind ja schon die Anhänger von Irab gescheitert. Die einen aus Engstirnigkeit und die anderen nun aus Zeit- und Energiemangel. Damit können ihre Anhänger nur der Göttin Weisheiten zitieren aber selber keine persönlichen Erfharungen beisteuern, was Diskussionen meistens eher redundant macht.
Jeder Ansatz, der noch nicht durch Iralob vermittelt wurde und von außen kommt, wird als nichtig, uninteressant, irrelevant klassifiziert und jeder der nicht fähig ist die Worte der Göttin autentisch zu zitieren, wird milde belächelt und nicht für voll genommen. Damit profitiert auch der Anhänger von Iralob nicht von Gesprächen.

Den Gegenpol zu diesen beiden Göttinnen bildet Ibigo

Diese Göttin verschafft ihren Anhängern die Möglichkeit sich gottgleich mit ihr auf eine Stufe zu stellen und das ab dem ersten Augenblick, in dem sie sich ihr verschreiben. Diese Göttin gießt mit dem Füllhorn, Gefühl, Gespühr, instinktive Weisheit, den absoluten Durchblick – schlichtweg alles, was andere mühsam erlernen oder wieder ausgraben müssen, über ihren Anhängern aus.
Besonders die Anhänger von Irab oder Irabo werden dadurch zu absoluten Unpersonen! Generell werden methodisches Verifizieren, intellektuelles Durcharbeiten, wissenschaftliches Querchecken als der Urgrund allesn Übels angesehen. Ibigo macht ihre Anhänger auf deren Fähigkeiten aufmerksam, eine durchaus nötige Aufgabe – aber wieder … Sobald sie als alleinige Göttin angesehen wird, zeigt sie ihr hässliches Gesicht. Da ihre Anhänger gottgleich sind, ist es nur logisch, dass sie untereinander die „besseren Menschen“mit den „natürlicheren und unverbogenen Instinkten“ sind, die prinzipiell dem Bauchgefühl folgend das „richtige“ tun. Und sollte es einmal nicht nach „richtig“ aussehen, dann war es die Göttin, die etwas so bestimmt hat und das ist dann g-a-r-a-n-t-i-e-r-t zum Besten aller Beteiligten. Somit ist und bleibt die Welt in Ordnung!!

Zum Schluss reiche ich euch noch die Langversion der genannten Göttinnennamen nach:

Irab – I Read A Book
Iralob – I Read A Lot Of Books
Ibigo – Ich Bin Gott

Lesen ist etwas sehr Sinnvolles. Lesen bildet und viele Dinge lassen sich durch und mit Büchern lernen. Die Frage ist, ob das für so etwas wie Magie, ein magisches Weltbild, eine spirituelle Weltsicht oder gar ein spirituelles Leben ausreicht.