Archiv für die Kategorie ‘All-Sinn’

NATuQuTAN – Teil I

Samstag, 18. März 2017

Einleitung

Der Versuch, Magie und Naturwissenschaft über den Ansatz einer metronisch quantisierten Feldtheorie und den String- bzw. Brane-Theoremen miteinander zu verknüpfen, wird einigen Naturwissenschaftlern als blanker Unsinn erscheinen, denn an der Universität hat man ihnen beigebracht, dass das, was nicht sein darf, auch nicht sein kann.

Ihnen stehen ebenso viele Gele(e)hrte der „anderen“ Fakultät gegenüber – und ihnen in nichts nach – denn es gibt ebenso viele Menschen, die sich mit Magie und/oder Naturreligionen beschäftigen, die von Naturwissenschaften im Allgemeinen nicht die Bohne verstehen und im Besonderen von Biologie, Chemie oder etwa Physik nichts wissen wollen.

Warum das so ist, kann ich nur mutmaßen, aber die Befürchtung liegt nahe, dass es sich bei diesen Extremhaltungen nicht nur um die natürliche Ignoranz von Fach­idioten handeln kann. Nein, der Grund für diese ablehnende Haltung liegt wohl tiefer, denn eine Haltung haben die Verfechter dieser kurz angerissenen – und ge­wissulent überzogenen – Weltbilder gemeinsam:

Ihr arrogantes Auftreten und der Glaube an die Gültigkeit von unveränderlichen Dogmen, welche hinter dieser Weltsicht steht. Weiterhin nennen sie ein gerüttelt Maß an blindem Fa­natismus ihr eigen – vor allem der eigenen Idee gegenüber, das genau ihr Weltbild eine ultima­tive Gültigkeit habe. Und da ist natürlich kein Platz für eine Koexistenz oder die Diskussion gegensätzlicher Standpunkte.

Glaubt hier der eine Extremist fest an sein rein magisches Weltbild, nur weil er Angst hat, dass bestimmte physikalische Modelle nicht zu seinem Glauben passen – und ihm quasi damit auch noch die Arbeitsgrundlage entzogen würde?

Keine Bange, der andere Extremist hat die gleichen Ängste bezüglich der Konse­quenzen, zöge man die Existenz von Magie auch nur in Erwägung – nur eben dia­metral entgegengesetzt. Und nicht nur mit der Tatsache, dass durch eine Aner­kennung, dass es Magie gäbe, viele der alltäglichen Handlungen in Frage zu stellen wären; sondern auch wegen der religiösen Konsequenzen, die sich aus einem naturwissenschaftlich-magischen Modell von selbst ergäben.

Letztlich sind beide hier beschriebenen Sub-Spezies des Homo sapiens gleich ängst­lich und stets darauf bedacht, sich bei jeder passenden und unpassenden Gelegen­heit gegenseitig in die Pfanne zu hauen, indem jeder das Weltbild des Anderen be­harrlich ableugnet und sein eigenes – s.o. – als das einzig Richtige ins Rampenlicht stellt…

Um es gleich zu sagen: die in diesem Essay entworfenen theoretischen Vorstellungen haben nichts mit solchem Fanatismus oder Dogmen zu tun!

Ich will mit dieser Arbeit den Versuch unternehmen, ein Modell dieser Welt zu be­schreiben, in welchem magische, energetische und spirituelle Phänomene gleich­berechtigt auftreten können ohne sich gegenseitig auszuschließen – und sich manchmal sogar einander bedingen. Ich möchte mit diesem Werk ein Bild der Welt entwerfen, welches einen Kontext zwischen allen Dis­ziplinen des Lernens herstellen kann – ob Geistes- oder Naturwissenschaften, ob Magie oder Naturreligionen – und dabei so offen ist, dass immer ein Platz ist, für ein sowohl – als auch.

Ich habe mir deshalb Mühe gegeben, dass dies kein Essay für eine – in welchem Fachgebiet auch immer angesiedelte – Elite sein soll. Dafür habe ich die Erklärungen der naturwissenschaftlichen und metaphysisch-magischen Sachverhalte so gewählt, dass sie auch ein Laie nachvollziehen kann.

Wer sich auf seinem Fachgebiet auskennt und dem die Leserei der Grundlagen zu langweilig wird, der möge diese Kapitel überspringen und gleich in die Vollen gehen.

Es ist mir einigermaßen schwer gefallen, Prioritäten zu setzen, mit welchem Thema ich beginnen soll und wie ich das Ganze so aufbaue, dass die Darstellungen ei­ner­seits gedanklich nachvollziehbar und andererseits nicht nur langweiliger Theoriekram sind.

Wegen der trockenen Theorie kam ich auf die Idee, manche Sachverhalte durch Cartoons zu beschreiben; ich bin mir sicher dass es eine kosmische Humorformel gibt und wir über uns als Spezies, welche auf einem winzigen Staubkorn durch das Universum rast, viel zu wenig lachen.

Ich habe mit den physikalischen Grundlagen begonnen, damit der interessierte, aber natur­wissenschaftliche Laie weiß, wovon Physiker sprechen, wenn sie mal etwas anderes als nur Formeln von sich geben. Und damit ein Physiker sieht, dass ich mei­nen Einstein nicht nur ge­lesen, sondern auch verstanden habe … was nicht sonderlich schwer war, da ich mit magischen Parallelmodellen zu arbeiten gewöhnt bin.

Warum ich danach die parapsychischen Phänomene gesondert anspreche und von den magischen Grundlagen getrennt habe, hat etwas mit Akzeptanz zu tun. Namentlich damit, dass die – zu­mindest phänomenologische – Akzeptanz der Para­psychologie von Seiten der Meister magischer Disziplinen her ähnlich groß zu sein scheint, wie von der Seite mancher Gelehrten der Na­turwissenschaften. Wer einer Natur­religion angehört, weiß sowieso, dass diese Dinge existie­ren, insofern ist hier die Akzeptanz gegeben.

Und wenn etwas wie eben die parapsychischen oder paranormalen Phänomene – zwar mit Widerwillen, aber dennoch als möglich – akzeptiert werden, dann möchte ich diesen Zustand nutzen; z.B. wie energetische Phänomene und psychische Phä­nomene zu­sammenhängen oder aufeinander einwirken können.

Die magischen Grundlagen habe ich wiederum aus den gleichen Gründen auf­geführt, wie die physikalischen. Nur eben hier im umgekehrten Sinne, damit die magischen Spezialisten unter meinen Lesern sehen, dass ich mein 5. Arkanum; äh, das 7.?, oder war’s Aleister Crowley??? – na, was soll’s, jedenfalls damit klar ist, dass ich auch da meine Hausaufgaben gemacht habe.

Ach ja, natürlich braucht kein Leser eine abgeschlossene Ausbildung in einer magischen oder naturwissenschaftlichen Disziplin, noch muss er einer Naturreligion angehören. Um dem Text gedanklich zu folgen, lassen Sie sich einfach erst einmal auf die beschriebenen Überlegungen ein – und denken Sie daran – nichts ist so, wie wir glauben, dass es ist…

Ende Teil I

Ich bin Hobbychirurg und Hobbypolizist – Teil VII, geschrieben von Raimund Karl

Samstag, 18. März 2017

Was die HobbychirurgInnen-Metapher über unser Fach verrät

So falsch die Metapher von den HobbychirurgInnen und HobbypolizistInnen auch ist, so viel verrät sie über unser Fach bzw. unsere eigene Einstellung zu diesem.

Zum einen zeigt sie deutlich das auf, was Marianne Pollak beschrieben hat, als sie festgestellt hat, dass

das Fehlen einer theoretischen Diskussion über die Grundlagen der archäologischen Denkmalpflege … auf dem weitgehenden Konsens aller beteiligten Fachleute seit rund zwei Jahrhunderten“ (Pollak

2011, 227) beruhe: die „disziplinierte“ Fachwelt ist sich seit dem Beginn der modernen Denkmalpflege weitgehend einig darüber, was sie will; nämlich uns nicht „aus dem bequemen Areal, in dem [wir] bislang auf dem Gebiet der Archäologie von der Öffentlichkeit völlig ungestört arbeiten konnte[n], hinaus bewegen [zu] müssen“ (VG Wiesbaden, 3.5.2000, 7 E 818/00, 10). Dieser Konsens ist das, was Laurajane Smith (2006, 29-34) als „autorisierten Denkmaldiskurs“ bezeichnet hat, dessen vielleicht bedeutendste Eigenheit die Vorstellung ist, das „Fachleute“ sich selbst als die einzig legitimen Vertreter der „Interessen der Vergangenheit“ und ebenso einzig legitimen Sachwalter für die „Interessen zukünftiger Generationen (an der Vergangenheit)“ betrachten (und aufgrund ihrer anerkannten Stellung als wissenschaftliche ExpertInnen auch von staatlichen Institutionen als solche gesehen und mit besonderen Machtbefugnissen ausgestattet werden; siehe dazu schon Karl 2016a) und dadurch alle gegenwärtigen Menschen, die nicht die Sonderstellung von „FachexpertInnen“ einnehmen, also „die Öffentlichkeit“, vollkommen entmachten und entrechten (siehe dazu auch Smith 2006, 29).

Dass dieser Konsens dabei aus den „ständisch-feudalen“ (Berka 1999, 488) Gesellschaften stammt, die sich gerade dadurch charakterisiert haben, dass gewissen gesellschaftlichen Gruppen (wie eben dem Adelsstand, dem Klerus und teilweise andere Eliten) bestimmte Vorrechte zustanden, gegen die sich insbesondere der Gleichheitsgrundsatz richtet, der untrennbar mit dem Entstehen modernen, demokratischer Bürgergesellschaften – eben von demokratischen Rechtsstaaten im modernen Sinn – verbunden ist (Berka 1999, 488-92), braucht also keineswegs zu verwundern: die „graduierte“, „professionelle“ archäologische Wissenschaft sieht sich als ebensolche „Elite“, als „Stand“, der Vorrechte im Bereich, der in seine „Zuständigkeit“ fällt, aus standesinterner Sicht zustehen. Wie ich bereits andernorts ausgeführt habe, gefällt sich die Archäologie und insbesondere die staatliche archäologische Denkmalpflege in der Rolle der vordemokratischen, mit kaiserlicher Autorität und damit zusammenhängenden Vorrechten ausgestatten, „Obrigkeit“, der sich „gewöhnliche“ BürgerInnen als „Untertanen“ zu unterwerfen und der sie zu gehorchen haben (Karl 2016a).

Dass aus einem derartigen, durch „Standesdünkel“ gekennzeichneten Blickwinkel die für moderne, demokratische Rechtsstaaten kennzeichnenden und fundamentalen Grund- und Menschenrechte als störend, entbehrlich und für „unseren“ Aufgabenbereich nicht geeignet, ja als nicht geltend betrachtet werden, folgt zwingend. Und ebenso zwingend folgt, dass wir uns nicht mit sachlichen Argumenten aufhalten müssen, mittels derer wir eine allfällig aus fachlicher Sicht notwendige „Qualitätssicherung“ begründen können: wir glauben ja, besser zu wissen als alle anderen, was „das Beste“ für „die Archäologie“ bzw. „die Vergangenheit“, „die zukünftigen Generationen“, und natürlich auch „die

Allgemeinheit“ ist als „unverständige“ HobbyarchäologInnen; glauben, „die Wahrheit“ schon zu kennen. Wie es Paul Watzlawick ausdrückt: „Mit dem Wissen des Weisen um die ewige Wahrheit ist es nicht getan, sie muß den Unwissenden vermittelt werden – wenn nötig auch gegen deren Willen. Das berechtigt den Philosophen-König, auch Unwahrheiten in den Dienst der Wahrheit zu stellen. Jede individuelle Auslegung der Wahrheit muss unterdrückt werden (Platon empfiehlt zu diesem Zweck

Institutionen, die der Inquisition und den Konzentrationslagern in jeder Hinsicht entsprechen).“

(Watzlawick 2001, 102-103). Propagandamethoden wie die Verwendung der „Hobbychirurgen“-Metapher kommen uns da gerade recht.

Den anderen Grund, warum wir die Metapher verwenden, haben hingegen schon Frank Siegmund und Diane Scherzler, wenn auch nicht explizit in Zusammenhang mit der Metapher und wohl auch nicht an sie denkend, in einem Beitrag aus dem Jahr 2014 erklärt: „Es ist eine unangemessene

Eigenwahrnehmung vieler Fachkollegen, Archäologie sei ja ein schönes Hobby, das man glücklicherweise zum Beruf habe machen können…“ (Siegmund & Scherzler 2014, 175). Der fachliche Wunsch, dass es keine HobbyarchäologInnen geben dürfe, erklärt sich letztendlich auch aus dieser Eigenwahrnehmung bzw., um es etwas schärfer zu formulieren, aus einem fachlichen (und eventuell auch persönlichen) Minderwertigkeitskomplex.

Eine der ReviewerInnen hat diesen Minderwertigkeitskomplex völlig unbeabsichtigt zum Ausdruck gebracht, wenn er bzw. sie schreibt: „… die Ausführung [archäologischer Projekte sollte] zumindest unter Verantwortung von Archäologen geschehen. Sonst bräuchte man tatsächlich keinerlei Archäologie als Spezialwissenschaft, und der Artikel kommt nah an diese Forderung. Gilt dies dann auch für andere Wissenschaften, etwa Ingenieurswissenschaften, Architektur, Biochemie? Wenn nein, was macht die Archäologie dann zu so einer Pseudowissenschaft?“. Dieses Argument habe ich auch schon von anderen ArchäologInnen oft genug gehört. Im persönlichen Gespräch nimmt es meiner, zugegebenermaßen nur anekdotischen, Wahrnehmung nach meist die folgende Form an: „Wenn jeder archäologisch forschen kann, wofür habe ich denn dann jahrelang studiert?“. Das Wort „kann“ ist dabei mit dem Wort „darf“, deren sich teilweise überscheidenden semantischen Gehalt in der deutschen Umgangssprache entsprechend, beliebig austauschbar.

Können“ hat allerdings nicht notwendigerweise etwas mit „dürfen“ zu tun, und dass jemand eine Tätigkeit ausüben darf, auch wenn er dazu nicht kompetent ist, macht diese Tätigkeit nicht zu einer „Pseudotätigkeit“. Der Konzertmeister der Wiener Philharmoniker glaubt wohl kaum, dass das

Geigenspiel eine „Pseudokunst“ ist, weil jeder nach Belieben Geige spielen und auch den Hummelflug massakrieren darf; auch wenn Rimski-Korsakov darob womöglich im Grab rotiert. Ebenso wenig bedeutet die Tatsache, dass jeder in einem bestimmten Tätigkeitsbereich dilettieren darf, dass man in diesem Bereich keine professionell ausgebildeten SpezialistInnen braucht. Die Wiener Philharmoniker werden nämlich, obwohl sich jedeR als HobbygeigerIn versuchen darf, trotzdem als KonzertmeisterIn eine entsprechend professionell ausgebildete GeigerIn beschäftigen (und wenn sie weiterhin Erfolg haben wollen, dann müssen sie das aller Wahrscheinlichkeit nach auch).

Es kann also nur einen Grund geben, weshalb man befürchten müsste, dass die Tatsache, dass jeder in der Wissenschaft dilettieren darf, für die man universitär ausgebildet wurde und die man sich zum Beruf gemacht hat, diese zu einer „Pseudowissenschaft“ macht: wenn man entweder diese Wissenschaft, die universitäre Ausbildung in ihr, oder sich selbst, in irgendeiner Weise für minderwertig hält. Nur wenn man die Archäologie im Vergleich zu anderen, „ernstzunehmenden“

Wissenschaften für minderwertig hält; glaubt, dass die universitäre archäologische Ausbildung im Vergleich zu der Ausbildung in anderen wissenschaftlichen Fächern minderwertig ist, weil sie nicht sicherstellt, dass man als StudienabsolventIn deutlich besser archäologisch wissenschaftlich arbeitet als durchschnittliche AutodidaktInnen; oder glaubt, dass man selbst in Bezug auf seine Fachkompetenz

minderwertig ist und keine bessere archäologische Arbeit leistet als beliebige, dahergelaufene DilettantInnen; muss man sich Sorgen machen, wenn auch nicht entsprechend fachliche ausgebildete BürgerInnen archäologisch forschen dürfen. Nur wer sich selbst, seine fachlichen Fähigkeiten, oder seine eigene Wissenschaft für unnötig hält, muss Angst davor haben, durch „HobbyarchäologInnen“ ersetzbar zu sein.

Wie stark dieser Minderwertigkeitskomplex im Fach verbreitet ist, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass ihn 4 der 5 „FachreviewerInnen“, die sich zu jeweils einem der drei genannten Artikel geäußert haben, durch die Verwendung der „HobbychirurgInnen“-Metapher ausdrücken. Zugegebenermaßen, 5 ReviewerInnen sind kein aussagekräftiges Sample, man kann daraus also nicht ableiten, dass 80% der ArchäologInnen an diesem Minderwertigkeitskomplex leiden. Trotzdem ist es bedenklich, nicht zuletzt, weil man dieses Argument ja auch sonst oft von KollegInnen hört, wenn man mit ihnen z.B. über archäologische Bürgerbeteiligung oder auch das sogenannte „Metallsucherproblem“ spricht.

Ende Teil VII

Hirn is Trump-fffffffffff oder Wenn schon verfluchen, dann aber richtig!!

Samstag, 04. März 2017

Zusammen auf ein Ziel hinarbeiten ist durchaus etwas Schönes, gemeinsam ein Ziel zu haben gibt auch ein gutes Gefühl … aber „Trump verfluchen“ ist dafür ein denkbar schlecht geeignetes, wenn mich jemand fragt – wie es auch passiert ist, deshalb gibt es diesen Artikel.

Den Titel dieses Artikels habe ich aus einem Blogbeitrag von Chris Frey  geklaut. Er hat schon etliches gesagt, das ich ähnlich sehe und deshalb nicht nochmals erwähnen werde. Worauf ich mich jetzt und hier beziehen möchte ist, die Zauberei als solche, die für mich das Handwerk hinter einem Fluch darstellt – eben: wenn schon verfluchen, dann aber richtig!

Ich selber bin Hexe und zwar aus der gardnerischen Ecke, was mensch so weitläufig als „traditionell“ ansieht. Zauberei gehört für mich zu meiner Spiritualität dazu und Flüche sind ein (für mich eher unwichtiger, aber nichts dest Trotz!) Teil der Zauberei. Allerdings sage ich gleich dazu, dass meine Weltsicht MEINE Weltsicht und keinesfalls DIE Weltsich einer traditionellen Hexe generell darstellt!

Zauberei ist ein Handwerk

Wie jedes Handwerk sollte auch Zauberei ge-/erlernt sein – Naturbegabungen gibt es natürlich, aber ich schaue mir gerne an, wie eine Naturbegabung ein ganzes Haus von Grund auf sinnvoll, sicher und funktional elektrisch verkabelt, ein 5-Gänge Menü der Haut Cuisine zu Stande bringt oder eine befahrbare Autobahnbrücke konzipiert. Mozart war auch ein Naturtalent aber sein Vater auch Musiker (und zwar ebenfalls ein guter, wenn auch nicht so genial wie sein Sohn) und wieviel Zeit der Wolferl mit Üben verbracht hat, das will heute garntiert kaum mehr jemand auf sich nehmen.

Also lange Rede, kurzer Sinn: Magie ist etwas, das mensch lernen muss, das kommt nicht von allein, einfach so, aus dem Bauch per Inspiration oder „starkem Willen“ oder gar „gerechtem Zorn“. Da kommt durchaus etwas, aber seltenst das, was mensch sich so vorgestellt hätte (falls überhaupt der Intellekt involviert wurde!).
Exkurz: Klar kann jeder „beten“ oder „Fürbitten“, das macht uns ja in unseren Breiten die katholische Erziehung, die z. B. ich in meiner Kindheit genossen habe, schön deutlich. Aber das hat mit Zaubern nur sehr am Rande was zu tun.
Beim Zauber geht es darum dass ich selber für die Dinge, die ich in Gang setze verantwortlich bin, dafür den Preis zahle und die Konsequenzen trage. Chris hat die „Operation Cone of Power“ ja schon genannt. Wenn mensch den Erzählungen glauben darf, dann hat dieser Zauber Menschenleben gefordert und das wäre für mich schlüssig im Sinne von „große Veränderungen – hoher Preis“. Dem folgend wäre es wieder sinnlos, einfach irgendjemand das Leben zu nehmen oder ihn dazu zu bringen es von sich aus zu geben, um einen bestimmten Effekt zu erzielen, das wäre um Ecken zu kurz gegriffen. Jeder muss sich im Klaren sein, was er da tut und dazu bereit sein die Konsequenzen zu tragen – jeder. Den Preis legt das Leben fest, nennt es Karma, Schicksal, Ursache-Wirkungs-Prinzip, Gott, Götter, Wahrer-Wille, etc ppp. Natürlich kann mensch sich jetzt streiten, was der bestimmende Faktor genau wäre, aber das ändert für mich nichst am Prinzip.

Mein Destillat für den Zauberlehrling wäre

  1. Gezaubert wird dann, wenn arbeiten nix geholfen hat (nicht wenn mensch zu faul, zu feig, zu ungeübt etc ist oder es zu langwierig, anstrengend etc aussieht, es „manuell“ zu erarbeiten).
  2. Je unwahrscheinlicher oder „größer“ das Ergebnis desto teurer.
  3. Je größer das Ziel, desto einfacher ist das Lenken der Energie
  4. Je umfassender und unsprünglicher die Motivation desto besser funktioniert der Zauber
  5. Je besser vertraut ich mit der Technik der Magie bin desto passgenauer das Ergebnis je weniger, desto schlimmere Quer- und Fehlschläger

Gleich ein für mich essentieller Einwurf: Die Liste für einen funktionierenden Zauber ist eine wirklich lange und diese fünf Punkte sind nur diejenigen, die am einfachsten zu greifen sind und an denen es am meisten scheitert. Es kommt selten auf einen einzigen Punkt an, es ist meistens die Gesamtheit dessen, was da sein sollte und oft nicht ist.

Ad 1.

Dieser Punkt lässt sich recht einfach verifizieren … Wenn ich die Möglichkeit hätte, das was ich hier zaubern möchte, auf materiellem Weg zu erreichen, würde ich es machen und öffentlich dafür gerade stehen? Das ist quasi das Prinzip, das ich auch bei anderen Entscheidungen, die dann jemand anders durchführen müsste (!) empfehle, Motto „Das sag ich meinem großen Bruder!!“. Rigorose Massnahmen lassen sich leicht anordnen, wenn mensch sie nicht selber auszuführen hat …
Zaubern als Ausweg sich die Hände nicht schmutzig machen zu müssen – ist für mich ein absolutes No-Go. Zaubern, weil mensch selber zu faul ist, weil mensch zu wenige technische Fähigkeiten besitzt und sich die nicht erarbeiten will – kurz wer sich eine Abkürzung herausschinden will – der wird wahrscheinlich keine Freude mit ebendieser haben.

Zaubere ich also beispielsweise dafür, dass dem Vergewaltiger dasselbe passiert wie seinem Opfer … dann wird sich einer finden müssen, der das erledigt. Womit kann ich gut leben – real, nicht in der Vorstellung?

Ad 2.

Wieder ein schön deutliches Beispiel gefällig? Wenn ich ein kleines Rinnsal umleiten will, dann reicht ein Spaten. Wenn ich ein Bacherl umleiten will, dann werd ich schon Steine im neuen Bett aufschichten müssen, um den Bach dort auch zu halten und bei einem Fluss werd ich mir die Baumaschinen kommen lassen müssen und haufenweise Beton.
Wenn ich den Abwasch nach dem Essen mach, dann kostet mich das eine halbe Stunde. Wenn ich mir schon zum dritten Mal neues Geschirr dazu kaufe, weil alles dreckig rumsteht, dann werden wohl (egal wie gut ich koch) kaum mehr Leuts bei mir essen wollen, der Aufwand, den ich hab die Küche wieder sauber zu kriegen (oder wo immer die Teller und Töpfe auch stehen) wird auch heftig sein und meine restliche Wohnsituation wird dadurch auch nicht unangetastet bleiben – also weit abseits der halben Stunde (und Geld hat´s auch noch gekostet).
Natürlich kann ich für einen Lottosechser zaubern – nur der Aufwand, den ich betreiben werde müssen, dass der Zauber auch gelingt, wird ebenfalls nicht ohne sein.

Wenn ich also dafür zaubere, dass niemand mehr das Verlangen hat jemanden zu vergewaltigen, dann wird das wesentlich höheren Aufwand bedeuten als wenn ich dafür zaubere, dass diesen einen Vergwaltiger die Polizei schnappt.

Ad 3.

Wieder am konkreten Beispiel: wenn ich nach Italien will, dann genügt es, egal wo, die Grenze zu überschreiten um in Italien zu sein. Wenn ich aber nach San Michele will, dann erfordert das schon um einges mehr an Planung, Wissen und Aufwand.

Wenn ich dafür zaubere, dass ich interessante Leute kennen lerne, dann ist das wesentlich einfacher, als den Lebenspartner, der auf allen Ebenen zu mir passt. Zweiteres macht um Massen mehr Aufwand und erfordert viel mehr Wissen, Können und Energie, sofern ich überhaupt weiss, wie und was ich wirklich bin, damit ich „passend“ überhaupt ansteuern kann.

Ad 4.

Wenn ich ein Stück Schokokuchen essen will, dann kann es durchaus sein, dass ich lieber keinen Kuchen kriege, weil der Schokokuchen aus ist und ein anderer gerade nicht meinem Gusto entspricht. Wenn ich aber am Verhungern bin, dann werd ich jeden Kuchen essen!

Wenn ich in Not bin und zaubere, dann werde ich „ganz von alleine“ wesentlich mehr Energie dafür bereit stellen und wesentlich erfolgreicher sein, als wenn ich etwas bloß „möchte“. Wie die Mutter, die fähig ist ein Auto anzuheben, weil ihr Kind drunter liegt … für einen Reifenwechsel wäre das sicher nicht der Fall.

Ad 5.

Wenn ich mir ein gesundes und vollwertiges Essen kochen will, dann brauche ich dazu vollwertige Zutaten, die Fähigkeit zu kochen, die Möglichkeit zu kochen und das Wissen was für mich gesund ist.
Warum sollte das in der Magie anders sein?

Natürlich ist das Thema bei weitem auch nicht halbwegs besprochen – aber ich lasse es hiermit einmal bewenden (und wer Interesse an Fortsetzungen oder Vertiefungen hat, der hat ja die Möglichkeit mir das im Blog per Kommentar oder auf fb mitzuteilen!)

Ich bin Hobbychirurg und Hobbypolizist – Teil VII, geschrieben von Raimund Karl

Samstag, 25. Februar 2017

HobbyarchäologInnen, Wissenschaftsfreiheit und archäologischer Totalitarismus

Jedenfalls gilt aber: um die Wissenschaftsfreiheit hinreichend zu gewährleisten, muss für jene, die wissenschaftlich anderer Meinung sind als „die Fachgemeinschaft“; die „Mehrheit der Fachgemeinschaft“ oder auch nur irgendwelche innerfachlichen oder außerfachlichen „Machthaber“,

genug überbleiben, damit sie weiterhin eine Chance haben, ihre Wissenschaftsfreiheit in diesem Bereich auch tatsächlich wahrzunehmen; d.h. archäologische Denkmale so erforschen zu können, wie sie es für richtig halten, ob uns das nun gefällt oder nicht. Bleibt für diese „Anderen“, diese „HobbyarchäologInnen“; die nicht bereit sind, sich freiwillig unseren Standards zu unterwerfen; sich so zu verhalten wie wir überzeugt sind, dass es aus archäologischer Sicht richtig ist; nicht genug über, dass sie weiterhin selbstbestimmt und selbstverantwortlich frei nach wissenschaftlicher archäologischer Erkenntnis suchen dürfen, dann gibt es die Wissenschaftsfreiheit im Bereich der Erforschung der archäologischen Denkmale nicht mehr: es gibt dann nur noch die Möglichkeit, Archäologie so zu erforschen, wie es einer bestimmten gesellschaftlichen Untergruppe gefällt, wie auch immer sich diese Gruppe dann zusammensetzt; und das ist dann eben keine uneingeschränkte Grundfreiheit mehr, kein besonders geschütztes Individualrecht, sondern eine zwangsweise Unterwerfung aller, die anderer Meinung sind, unter die Gewalt einer Machtmehrheit. Es ist dann nur noch dieselbe Freiheit, die auch jeder „Deutsche“ während der – wenigstens anfänglich bzw. ursprünglich auch durch einen demokratischen Mehrheitsentscheid legitimierten – Nazi-Diktatur im Dritten Reich hatte: die Freiheit, der Meinung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei bzw. ihres Führers, des Österreichers Adolf Hitler, zu sein.

Der Kulturdenkmalschutz liefert also zwar durchaus eine Rechtfertigung, die Wissenschaftsfreiheit im Bereich der Archäologie bis zu einem gewissen Grad zu beschränken; aber eben nur bis zu einem gewissen Grad, denn die Wissenschaftsfreiheit beschränkt umgekehrt und weit wesentlicher die Möglichkeit des Kulturdenkmalschutzes, seinerseits die Wissenschaftsfreiheit zu beschränken. Der Kulturdenkmalschutz kann dies nur insoweit, als es zum Schutz der archäologischen Forschungsinteressen Dritter notwendig ist, aber selbst das auch nur soweit, als die als schützenswert bestimmten Denkmale vor allen gleichermaßen geschützt werden und als es im Vergleich mit dem Schutz der Wissenschaftsfreiheit aller anderen, auch nicht besonders dazu ausgebildeter, Individuen verhältnismäßig ist. Gehen durch den Kulturdenkmalschutz zu rechtfertigen versuchte Beschränkungen der Wissenschaftsfreiheit, auch und insbesondere jener von HobbyarchäologInnen, über dieses Maß hinaus und versuchen die archäologische (Feld-) Forschung ausschließlich in die Hände und Verantwortlichkeit bestimmter, z.B. eben ein einschlägiges fachliches Universitätsstudium absolviert habender, „professioneller“ WissenschafterInner zu legen, die nach ganz bestimmten, von einer (Macht-) Mehrheit „professioneller“ WissenschafterInner festgelegten Methoden vorgehen müssen, sodass eben „Andersdenkenden“ die Ausübung der archäologischen Forschung gänzlich untersagt wird, dann befinden wir uns in einem facharchäologischen Totalitarismus, der schon allein aus wissenschaftstheoretischer, aber auch aus wissenschaftsethischer und noch mehr aus gesellschaftspolitischer Sicht gefährlich und daher radikal abzulehnen ist.

Diese radikale Ablehnung eines solchen Totalitarismus in unserem eigenen Wirkungsbereich ist schon alleine zu unserem Selbstschutz nötig. Denn ein solcher, archäologisch-wissenschaftlicher

Totalitarismus mag uns sehr gelegen kommen, solange wir die „archäologischen MachthaberInnen“ sind; nicht anders, als der Totalitarismus des 3. Reichs jenen ArchäologInnen gelegen gekommen ist, die vom ideologischen Programm und politischen Totalitarismus des Dritten Reichs und der damit verbundenen Aufwertung und Förderung der „Weltanschauungswissenschaften“ profitierten, darunter nicht zuletzt auch die gesamte (prähistorische) Archäologie als Fach (Hassmann 2000, 70-90). Aber er kann uns auch sehr leicht und sehr heftig auf den Kopf fallen, wenn sich die inner- oder außerfachlichen Machtverhältnisse in einer Weise ändern, dass wir plötzlich die Gewaltunterworfenen und nicht mehr die Gewaltausübungsbefugten sind.

Den Anfängen wehrt man am besten, bevor sie überhaupt entstehen können, insbesondere dann, wenn man selbst – als derzeitigeR MachthaberIn – die Möglichkeit hat, nicht nur schön von der

Freiheit“ zu reden, sondern diese auch tatsächlich durch seine eigenen Taten und Handlungen im eigenen Wirkungsbereich zu fördern, zu stärken und zu leben und damit gesellschaftlich stärker zu verankern. Erreicht man das, hat man nämlich eine weit bessere Chance, dass diese Freiheit, die wir gerade dann selbst brauchen, um der Aufgabe wissenschaftliche Erkenntnis zu gewinnen auch unsererseits frei nachgehen zu können, wenn sich einmal die gesellschaftlichen Verhältnisse so geändert haben sollten, dass wir nicht mehr die „archäologischen MachthaberInnen“ sind, auch weiterhin erhalten bleibt.

Ende Teil VII

Wehwehchen, blaue Flecken und Autschis – Teil II, geschrieben von Lora, übersetzt von Anufa

Samstag, 25. Februar 2017

An diesem Abend verwendete Elsie roten Seidenfaden um auf ein weißes Stück Seide eine Algiz, die Schutzrune, zu sticken. Dann nähte sie aus der Seide ein kleines Beutelchen. Dann richtete sieh ihren Altar, vor dem Herd in der Stube, her. Pooka saß in der Mitte des Altars, während Edgar von seinem Ausblick am Rand die Sache beobachtete. Nachdem der Kreis gezogen war, schnitzte die Hexe den Namen der Katze in eine weiße Kerze. Darüber schnitt sie noch eine Algiz in das Wachs. Nachdem sie die Kerze mit Öl geweiht hatte, zündete sie diese gemeinsam mit einer speziell dafür von ihr hergestellten Räuchermischung an. Dann füllte sie das Beutelchen mit Pflanzen, die sie aus ihrem Kräuterzimmer geholt hatte. „Was is das für Zeug?“, fragte Pooka. „Schutzkräuter und ein Jadestein kommt auch noch hinein“, erklärte sie ihm. „Soll ich mir das aufschreiben?“, seufzte Pooka. „Diesmal nicht“, lächelte Elsie. Sie verwendete ihre Schere um ein wenig Fell von seiner Brust zu schneiden. „Heyyy!“, rief Pooka. „Dran bin ich gehangen!“ „Eben und feinstofflich tust du das noch immer“, sagte Elsie. „Das ist genau, was hlft den Zauber zielgerichtet zu machen.“ Sie hielt das weiße Beutelchen dann über ihren Kopf, atmete tief und richtete ihre eigene Energie gut aus.

„Ihr alten Wächter, erhebt euch aus dem Osten!
Erhebt euch aus dem Westen!
Erhebt euch aus dem Süden und erhebt Euch aus dem Norden!
Ihr ewigen Wächter, alt und weise,
aus der tiefsten Erde und den sternenvollen Himmeln,
auf den Winden und aus dem Meer;
ich rufe euch. Kommt zu mir!
Versammelt euch und erhört meine Bitte,
um Schutz für einen der klein und schwach ist.“

„Du meinst MICH?“ unterbrach sie Pooka verschnupft. Elsie warf ihm einen Blick zu und er war schnell wieder ruhig. Die Hexe setzte fort:

„Verleiht ihm Stärke und verleiht ihm Macht,
umgebt ihn mit eurem Licht.“

Sie befestigte den kleinen Beutel an Pookas Halsband und sagte, „Bei der Macht des Gottes, der Göttin und der meinen
bei den Mächten der Wächter der Erde, der Luft, des Feuers und des Meeres
das ist mein Wille und so soll es sein!“

Pooka schaunte nach unten, auf das Beutelchen an seinem Halsband. Er fühlte sich schon jetzt viel sicherer.

Am nächsten Tag war Markttag. Elsie packte ihren Korb und wanderte in Richtung Dorf.

Als sie auf die Kopfsteinpflasterstraße an den Geschäften vorbei gingen, blieb Pooka kurz stehen um mit seinem Freund Trilby, dem kleinen weißen Kätzchen das über der Bäckerei lebte, zu plaudern. Trilbys Frauchen, die auch auf dem Balkon war, kümmerte sich geschäftig um die Topfpflanzen am Geländer. Plötzlich stieß sie mit der Gießkanne gegen einen der Töpfe und der zuerschellte am Boden … ein paar Zentimeter neben Pooka!

Elsie eilte zu ihm. Trilby starrte über den Balkon und maunzte ängstlich, „Pooka, bist du in Ordnung??“
Der Kater schüttelte sich die Erde aus dem Fell. Es ging ihm gut!

Er und Elsie gingen weiter die Straße entlang. Als sie am Buchladen vorbei kamen lief Pooka zum Schaufenster, stellte sich auf die Hinterpfoten und drückte seine Vorderpfoten gegen die Scheibe. „Schau, Elsie! Ein Runenmalbuch!!“ Die Hexe folgte ihm um sich das anzusehen.

Gerade da verlor ein Lieferwagen auf einer Eisplatte den Grip. Er schleuderte außer Kontrolle die Straße herunter und die Passanten sprangen aus dem Weg. Der Lieferwagen blieb auf einem Schneeflecken stehen und dankenswerter Weise wurde niemand verletzt. Aber Pooka wusste, dass wenn er noch auf der Straße gewesen wäre, er vor Schreck steifgefroren stehen geblieben und überfahren worden wäre.

„Elsie“, sagte er. „Dieses Amulett hilft aber wirklich! Die Wächter beschützen mich tatsächlich!“

Sie nahm ihn hoch und drückte ihn ganz fest. „Natürlich tut es das. Und ich bin sooo froh darüber!“

Die nächsten Tage waren sogar noch kälter und Thistle befundete, dass das Eis am Teich nun dicker sein würde. Sie forderte Pooka auf, wieder mit ihr Schlittschuh zu laufen. Die kleine Katze schüttelte den Kopf. „Das ist einfach zu gefährlich“, sagt er der Fee.
„Aber es macht so viel Spaß und außerdem wird dich dein magisches Amulett beschützen“, bestand Thistle darauf. „Elsie ist eine sehr mächtige Hexe!“

Pooka dachte darüber nach und musste zustimmen. Als sie ankamen, zögerte er, fing dann zu rennen an und kam aufs Eis. Dieses Mal schlitterte er ganz sanft darüber!

„Das funktioniert! Das funktioniert ja wirklich!“ rief er triumphierend.

„Das stimmt“, nickte Thistle grinsend. Sie stupste ihm ihren Ellenbogen in die Rippen und sagte, „Ich wette, du könntest sogar von Elsies Dach springen ohne dir weh zu tun!“

„Ich wette, dass ich das kann!“ stimmte Pooka glücklich zu und zu ihrer Überraschung, drehte sich der Kater um und lief zurück zur Hütte. Thistle folgte ihm. Er würde doch nicht? Die Fee hatte ihn doch nur aufgezogen!

Zurück bei Elsies Haus, verwendete die kleine Katze ihre Krallen um den Apfelbaum zum Dach hoch zu klettern. Er starrte über die Kante … das war ein langer Weg nach unten.

Thistle war ein kleiner Fleck gegen auf dem Schnee unter ihm. „Vielleicht ist das eine schlechte Idee“, rief sie ihm in die Höhe.

Ein Teil in ihm dachte, dass sie vielleicht Recht haben könnte und dann fühlte er das Amulett auf deinem Fell liegen.

Pooka sprang.

Er schaffte es auf dem Weg nach unten einigen größeren Zweigen auszuweichen und eine extra tiefe Schneewächte rettete ihn davor, auf dem gerade erst geschaufelten Weg zu zerschellen. Der Aufprall schüttelte jeder seiner Knochen durch und drückt die Luft aus seinen Lungen. Er war mit dem Kinn auf einen kleiner Zweig geknallt und als er gelandet war, war ein scharfer Schmerz durch seine Pfote geschossen. Er lag in dem Schneehaufen ohne sich zu bewegen.

„Pooka! Bist Du in Ordnung??“ Die Fee flatterte über ihm. Sie hielt ihm einige Finger vors Gesicht und fragte: „Wieviele Leben hast Du noch über?“

„Nicht genug!“ stöhnte Pooka.
„Ich hole Elsie!“ sagte Thistle

Sofort war die Hexe da. Sie untersuchte ihn schnell und sagte, „Ich glaube, du hast dein Bein bös gezerrt. Du musst jetzt mindestens eine Woche drinnen und von allem weg bleiben. Ich reibe dir auch noch Beinwellsalbe aufs Kinn. Das wird die Blutung stoppen und helfen zu heilen. Abseits davon, glaube ich, dass Du in Ordnung bist. Es ist erstaunlich, dass du dich nicht ärger verletzt hast.“

„Aber Elsie“, warf Pooka ein. „Ich HABE mich doch verletzt! Mein magischer Beutel hat mich diesmal nicht beschützt. Ich denke, es ist irgendwie kaputt gegangen oder so etwas. Kannst du es wieder reparieren?“

Elsie stand auf und stemmt die Hände in ihre Hüften. „Du bist absichtlich vom Dach gesprungen, stimmt´s?“
„Jaaa“, gab Pooka zu.

Elsie hob ihre Katze aus dem Schnee auf. „Dein Beutelchen ist nicht kaputt. Es beschützt dich immer noch vor Unfällen.“ Dann seufzte sie und schüttelte ihren Kopf. „Aber Pooks, Ich kenne leider keine Magie, die dich vor „DUMM“ beschützt!“