Archiv für die Kategorie ‘All-Sinn’

Märchen von der hell und dunklen Nymphe, geschrieben von Veleda Alantia

Samstag, 24. Juni 2017

Diese Geschichte beginnt als die dunkle Erdenmutter sich mit dem leuchtenden Sonnenherrn vereinigte.

Sie war die Göttin der Nacht, der tiefen Wurzeln und Höhlen …der Geheimnisse der See. Durch ihre Vereinigung bekam sie ein helleres Anlitz..und Er mehr Tiefe in seinem Licht.

Aus dieser Vereinigung entstanden drei Stämme von Kindern in jedem Lebewesen.

Die ..die ganz dem Licht gehörten.

Die, die ganz der Dunkelheit angehörten in Gut und Böse.

Und die Grauen. Von beidem einen Teil in sich, der nicht im Widerspruche lag.

Diese drei Stämme gebar die Erdenmutter und der dreifach gekrönte Lichtgott segnete sie.

Doch als die Tochter der Grauen, eine Nymphe zu den Lichtenen und Leuchtenden kam, verstiessen sie sie. ”Du bist nicht vom höchsten Licht, verschwinde du Befleckte!”

Sie lief weiter zu den Dunklen. Manche waren böse Wesen geworden und andere zischten ihr zu ’Geh! Du bist zu hell, gehörst nicht zu uns !’

Die graue Nymphe lief zu einem heiligen Steinkreis, warf sich ins Gras, das vom Nebel ganz feucht war und weinte. ”Mutter..”  betete sie. ”Warum bin ich nicht ganz vom Licht oder ganz dunkel?”

Der Wind im Nebel begann zu flüstern. ”Weil du so in dich ganz bist. Hell und Dunkel in Gleichermaßen. Du gehst und lebst einen dritten Weg. Du verbindest wieder was sich getrennt hat durch lange Äonen. Zeige ihnen das es möglich ist vom Licht und vom Dunkel zu kommen und so gut zu sein wie man kann..und dennoch auch die tiefen dunklen Mysterien von Meeresboden und Erdentiefe zu verstehen.” mit diesen Worten segnete die Göttin sie.

Die graue Nymphe zog umher. Lernte, heilte, erzählte von der Göttin,  ja sie erkannte in einer der Leuchtenden am heiligen Hügel eine Schwester der Seele.

So lebte sie bis sie sich in einen Baum verwandelte um später wieder zu leben. Als eine graue Frau. Durch Licht und Dunkelheit gelehrt und gestärkt.

Ende

Bild: Veleda Alantia

NATuQuTAN – Teil IV, geschrieben von Magister Botanicus

Samstag, 17. Juni 2017

Die Paarbildung („Wie schööön!“ – der Red-Elch)

Nun kommen wir zu einem Effekt im Bereich der Quantenphysik, der mich persön­lich immer am meisten fasziniert hat, der Paarbildung. Behalten wir während der Beschreibung des Vor­ganges im Kopf, dass es Prinzipien oder Naturgesetze gibt, die überall im Universum gleiche Gültigkeit zu haben scheinen.

Lassen Sie uns jetzt gedanklich in die Nähe eines Atomkernes reisen. Welches Element dieser Atomkern darstellt oder wie viel Protonen oder Neutronen er hat, ist nicht so wichtig. Wir halten an einem Punkt, an welchem sich das sogenannte „Coulomb-Feld“ des Atomkernes ausbreitet und wirksam ist. Es ist – vereinfacht ausgedrückt – eine Art elektrisches Feld, welches jedem Atomkern zugeordnet ist und durch intraatomare Prozesse aufgebaut wird.

Nehmen wir weiterhin an, wir würden dieses Atom jetzt mit einer sehr energie­reichen Gamma-Strahlung bestrahlen bzw. mit sehr energiereichen Fotonen durch­dringen wollen. Solange wir das Coulomb-Feld meiden, passiert gar nichts. Wenn aber der Gamma-Fotonen-Strahl in den Bereich dieses Feldes kommt und bestimmte energetische Voraussetzungen erfüllt sind – nämlich das die Energie der Fotonen mindestens ein Äquivalent von 1.022 MeV hat (Mega-Elektronen-Volt = Energie­einheit der Elektronenenergie) – dann geschieht es:

Es erscheinen plötzlich 2 Quanten mit Ruhemasse – einfach so, scheinbar aus dem Nichts – die sich mit genau gleicher Geschwindigkeit diametral voneinander ent­fernen. Und jedes diese beiden Quanten trägt eine Ladung von 0.511 MeV!

Antimaterie und Energieerhaltungssatz

Was ist passiert?

Zunächst mal sollte gesagt werden, dass die 2 Quanten, die hier entstanden, ein negativ gela­denes Elektron und ein positiv geladenes Elektron, ein sogenanntes Positron, sind. Sie haben beide die gleichen Eigenschaften wie alle Elektronen, nur das eine davon hat ein positive elek­trische Ladung, das macht es so besonders. Während das negative geladene Elektron davon ­schwirren kann und sich wie ein normales Elektron verhält, muss das positiv geladene Elektron höllisch aufpassen, das es keinem negativ geladenen Elektron über den Weg läuft.

Aus der Schule können wir uns noch dunkel erinnern, das sich die gleichnamigen Pole eines Magneten abstoßen, sich die ungleichnamigen Pole aber anziehen. Nun, das ist bei dem Elek­trischen Feld nicht anders wie bei dem Magnetischen – und ein positives Elektron zieht ein negativ geladenes Quant seiner Art (nicht magisch, sondern physikalisch) an!

Und wenn dass passiert, dann rummst es gewaltig! Beide Teilchen sind auf der Stelle ver­schwunden, aber dafür ist ein Gamma-Quant, ein Foton entstanden, welches genau die Energie von 1.022 MeV hat.

(„Jetzt sind alle Klarheiten restlos im Dunkel verschwunden!“ – der Red.-Elch)

Dann also wieder zurück zu Prinzip und Energie – als Erstes, das Prinzip eines jeden Quanten­zustandes ist überall im Universum dasselbe. Ist also der energetische Rahmen gegeben (hier die Bestrahlung mit Gamma-Quanten), wirkt eines dieser Prinzipien und es entsteht ein Paar ungleich geladener Quanten, die jetzt jedes für sich genau die Hälfte der Energie des Gamma-Quants tragen (= Energieerhaltungs­satz, Energie geht nicht verloren, sie kann nur trans­formiert werden).

Aber ein weiteres Prinzip greift hier ebenfalls ein, nämlich, dass immer nur gleich­zeitig ein positiv und ein negativ geladenes Teilchen entstehen kann, Materie und Antimaterie zu gleichen Teilen. Wieder sehen wir, dass die Energie des Fotons er­halten bleibt während das Foton selbst anscheinend vernichtet ist. Aber ein Prinzip ist kein materieller Zustand, es wird erst dann wieder wahrnehmbar, wenn Positron und Elektron zusammenstoßen und die Energie sich wieder einem ihm äquivalenten Prinzip, per Grundgesetz („?, äh, wie bitte?“ – der Red.-Elch), sorry, per Naturgesetz zugeordnet wird. Und prinzipiell geht die Materie – Antimaterie / Teilchen – Anti­teilchen – Erzeugung mit jedem Quant (Proton, Neutron etc.), aber der Energie­aufwand ist beachtlich.

Einstein und Energieäquivalenz von materiellen Strukturen

Damit ich Ihnen nun auch mal ein paar Formeln präsentieren kann, weil man mit denen so wunderbare Spielchen treiben kann, hier nun die ersten Zwei davon, die aber im Laufe des Textes noch an Wichtigkeit zunehmen werden:

1. E = m * c2

2. E = h * c

Die erste Formel beschreibt das Masseäquivalent der Energie, d.h. wie viel Energie z.B. bei der „Zerstörung“ eines Elektrons frei wird. Wobei wir ja vorher festgestellt haben, dass nur die materielle Messbarkeit des Elektrons verschwindet, sein Prinzip nicht – und dass sich die frei­werdende Energie ein geeignetes Trägerprinzip sucht.

Betrachten wird also mal was dabei heraus kommt, wenn wir das mit nur einem einzigen Elektron tun würden. Die spezifische Masse eines Elektrons beträgt unge­fähr 9.1 x 10-31 kg. Doch jetzt muss diese Masse mit dem Quadrat der Licht­geschwindigkeit multipliziert werden – und dieser Wert beträgt ca. 3 x 1036. Das be­deutet, das 100.000 kg.m2/s2 oder 100.000 Joule (Einheit für Arbeit) freigesetzt werden könnten. Eine Energiemenge, die reicht, wenn sie in Hebelkraft umgesetzt würde, einen Kleinwagen ca. 10 m über den Erdboden zu heben!!! – und dies in einem so winzigen Masseteilchen. Das heißt aber auch, dass bei der „Zerstörung“ eines Positrons und eines Elektrons – unser Beispiel aus der Paarbildung – 182.000 Jaule freigesetzt werden und der Kleinwagen bereits eine Höhe von 20 m erreichen würde.

Wenn wir uns dann überlegen, was passiert, wenn ein ganzes Molekül Antimaterie auf ein Molekül Normalmaterie trifft – kommt es – im wahrsten Sinne des Wortes – zu einer Explo­sion, die jede Menge -Quanten freisetzt. Diese energiereiche Strahlung oder Lichtquanten können – wie die bei der Explosion einer Plutonium­bombe freigesetzten -Strahlung – tödlich wirken.

Warum sie das sind, folgert aus der nächsten Formel, nämlich dem Energie­äquivalent einer Strahlung. Die Formel bedeutet, dass die Energie einer Strahlung gleich einer Kosmischen Konstante ist (dem sog. „Planck´schen Wirkungsquantum [h]), welche multipliziert wird mit der Lichtgeschwindigkeit die wiederum vorher durch die Frequenz (= Wellenlänge) der Strahlung zu teilen ist.

Hier ist gleich zu sehen, dass niedrig frequente Strahlung oder Lichtquanten mit einer großen Wellenlänge weniger Energie tragen können wie hochfrequente Fotonen. Denn je kleiner der Wert unter dem Bruchstrich wird, um so größer wird das Produkt aus h und c, eben der Energiemenge. Und jetzt stellen wir uns vor, wir setzen die aus unserem Beispiel mit dem Elektron und dem Positron bekommene Energie von ca. 200.000 Joule in diese Formel ein.

Dann erhalten wir eine Wellenlänge, die genau jenem Gamma-Quant entspricht, welches ent­standen ist. Das ist sog. „harte“ -Strahlung, die so energiereich ist, dass sie aus einem Molekül der Erb­masse eines Menschen Elektronen heraus schießen kann, wenn sie darauf trifft! Und was dass bedeutet, vor allem, wenn nicht nur ein solches Quant entsteht, sondern – wie bei der Explosion einer Plutoniumbombe – un­zählige, das wissen wir seit Hiroshima und Nagasaki leider nur zu genau!

Ende Teil IV

Tragbarer Mini-Schrein, geschrieben von Sat Ma´at

Samstag, 10. Juni 2017
Eine Frage, die sich kemetisch Praktizierende recht häufig stellen ist:

„Wie mache ich mein tägliches Schrein-Ritual, wenn ich auf Reisen bin?“

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Wie viele anderen Kemeten, habe auch ich hier meine ganz persönliche Lösung erdacht und mir einen kleinen Reise-Schrein kreiert. Das macht durchaus nicht jeder so, andere behelfen sich auch einfach mit dem was sie vor Ort vorfinden und durchaus nicht alle machen tägliche Rituale. Mir persönlich ist es aber wichtig meine göttlicher Begleiter auf diese Weise bei mir zu haben, wenn ich für längere Zeit mein Haus sowie meinen Hausschrein verlasse.

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In einem kleinen Beutel aus festem schwarzen Damast, befindet sich die kleine Holzbox. Sie ist außen dunkelbraun lasiert, außerdem habe ich sie noch mit einer Lösung aus ätherischen Ölen (Zimtrinde und Myrrhe) bestrichen um dem Holz etwas Duft zu verleihen und die Box gleich ein wenig einzuweihen.

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Innen ist die Box mit goldener Effektfarbe gestrichen. Darin befindet sich ein schwarzer Baumwollbeutel mit Räucherwerk in Form von Räucherkegeln (die sind platzsparender als Räucherstäbchen und lassen sich auch leichter mit dem beigefügten Keramikplättchen irgendwo aufstellen). Außerdem ein kleiner Block mit Kärtchen die verschiedene Gottheiten, die mir wichtig sind, darstellen und genau in die Rückwand der Holzbox eingepasst sind. Das heisst ich blättere den Block soweit bis die Gottheit erscheint, die ich ansprechen möchte und setze ihn dann in das Schrein-Innere an die Rückwand. Und ein Teelicht hat auch noch Platz gehabt. Der Beutel dient gleichzeitig als Unterlage für den kleinen Ritualort.

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Nun kann ich entweder von dem was ich unterwegs vorfinde Opferungen machen, manchmal tut es auch reines Wasser, kleine Naschereien oder aber ich entfache etwas Räucherwerk, zünde die Kerze an und spreche ein Gebet.

  • Übrigens eignet sich ein solcher Schrein auch sehr gut als „Anfänger“-Schrein. Er ist recht kostengünstig und mit wenig Aufwand gemacht, benötigt nicht viel Platz, erfüllt aber seinen Zweck und kann jederzeit wieder weggeräumt werden.

„Fantasy und Neuheidentum – Teil XIII, geschrieben von Mara“ ist gesperrt Fantasy und Neuheidentum – Teil XIII, geschrieben von Mara

Samstag, 03. Juni 2017

Im letzten Teil wurden insbesondere die positiven Aspekte der Matriarchatsromane von Mary Mackey herausgestellt, also insbesondere die Darstellung einer längst vergangenen Gesellschaft, in der die Menschen, Männer und Frauen gleichermaßen, glücklicher und freier leben konnten, als in allen folgenden Gesellschaften und die Beschreibung einer Welt mit großen, unberührten Naturlandschaften. Jetzt geht es um Kritik an diesen Romanen, sowohl um eigene als auch um Kritik aus der Wissenschaft.

Das bisher Gesagte bedeutet nun nicht, dass es in den Romanen nicht auch Probleme und Anachronismen gäbe. Bisher habe ich die positiven Aspekte herausgestellt, weil sie in ihrer Art einmalig sind. So wird die längst vergangene Welt Alteuropas wieder zum Leben erweckt und wir können erkennen, was wir verloren haben. Allerdings sind diese Romane und wohl auch die anderen von Mary Mackey als typische „Frauenromane“ konzipiert, in denen eine romantische Liebesgeschichte im Mittelpunkt der Handlung steht. Das ist hier auch nicht anders und darin sehe ich das Hauptproblem. Romantische Liebe ist ein Anachronismus und passt überhaupt nicht in die Zeit, weder bei den Menschen Alteuropas, noch bei den Indoeuropäern. Im Roman wird ja selbst beschrieben, dass es in Alteuropa üblich war und auch erwartet wurde, dass die Menschen, sowohl Männer als auch Frauen, in ihrem Leben mehrere Liebhaber haben, denn Liebschaften halten äußerst selten ein ganzes Leben lang. Auch sahen sie die Liebe eher pragmatisch. An bestimmte Festen war es auch üblich, mit Fremden die „Lust zu teilen“, wie Marrah sich ausdrückte. Marrah erklärt Stavan warum: „Lust mit Fremden zu teilen ist eine von den vielen Arten, wie mein Volk die Göttin verehrt. Wir tun es nicht oft – einmal im Jahr vielleicht –, aber wir tun es mit Ehrfurcht. Wenn wir tanzen und singen und Liebe machen, kommt ihr Geist über uns und läßt uns zu einem einzigen Wesen verschmelzen. Nicht nur untereinander, sondern mit allem auf Erden: mit den Tieren, den Bäumen, mit unseren Vorfahren […]“ (Mackey 1997a, S. 262)

Auch bei den Indoeuropäern gab es so etwas wie romantische Liebe nicht. Dort ging es den Männern ohnehin nur darum, ihre Lust zu befriedigen und Söhne zu zeugen, mit welcher Frau war relativ egal und die Frauen hatten in Liebesdingen wie sonst auch ohnehin nichts zu sagen.

Dennoch werden hier Marrah und Stavan als Liebespaar beschrieben, dass „ewig“, also das ganze Leben lang zusammenbleibt. Da Stavan rasend eifersüchtig ist, verzichtet Marrah schließlich endgültig darauf, mit anderen Männern „die Lust zu teilen“, auch in Ritualen. Es wird also die patriarchale monogame Ehe auch nach Alteuropa eingeführt, was positiv dargestellt wird. Die Konstellation am Ende von Kornmond und Dattelwein ist ähnlich, eher noch schlimmer. Damit wird der gewalttätige Charakter bei der Etablierung der patriarchalen monogamen Ehe geleugnet und verdeckt. Deren Etablierung war in Wirklichkeit das Resultat eines weltgeschichtlichen Umschwungs allerersten Ranges und zwar der Etablierung des Patriarchats. Sie wird aber hier so dargestellt, als hätte die Frau ihre Freiheit aus Liebe zu einem Mann aufgegeben. Dass es in Wirklichkeit nicht so war und vor allem die Frauen gegen die ihnen auferlegten Beschränkungen rebellierten, belegen unter anderem die zahlreichen Aitheda (Flucht)-Geschichten aus Irland (Näheres dazu siehe unten).

Es ist kein Wunder, dass sich KritikerInnen der Matriarchatstheorie auf die Schwächen der Romane stürzen, um die Theorie an sich lächerlich zu machen. So die Schweizer Ethnologin Meret Fehlmann. Da sie das Matriarchat als rein fiktiv betrachtet, ist es für sie einerlei ob sie Schriften der Archäologin Marija Gimbuts, des Nazi-Wissenschaftlers Herman Wirth oder der Schriftstellerin Mary Mackey analysiert. In ihrem einflussreichen Artikel Das Matriarchat: Eine vermeintlich uralte Geschichte, erschienen im Schweizerischen Archiv für Volkskunde 106 (2010) führt sie die Romane als Beispiel dafür an, dass der „Matriarchatsdiskurs“ immer wieder aktuelle Themen integriert, was seinen fiktiven Charakter belege. Zudem bezeichnet sie ihn auch unter Verweis auf diese Romane als eurozentrisch und antisemitisch.

Während Meret Fehlmann am Anachronismus der romantischen Liebe nichts auszusetzen hat, kritisiert sie eine bestimmte Darstellung der Sexualität in den Romanen, die ganz und nicht alt sei, sondern auf Konzepte des späten 20. Jahrhunderts zurückgehe. Meret Fehlmann bezieht sich auf eine Stelle im ersten Roman, als die drei Reisenden im Dorf Lezentka am Blauen Meer einen Winter lang auf ihre Überfahrt zur Insel Gira warten müssen (Im Jahr der Pferde, 8. Kapitel). Dort kommen sich Marrah und Stavan näher.

Meret Fehlmann beschreibt die Stelle wie folgt: Nachdem Stavan und Marrah sich gegenseitig ihre Anziehung und Zuneigung versichert haben, tauchen neue Probleme auf, die im unterschiedlichen Geschlechterrollenverständnis der beiden Herkunftskulturen basieren. Marrah erklärte Stavan, dass in ihrer Kultur bereits der Austausch von Zärtlichkeiten die Einwilligung beider Parteien braucht und dass dies nicht zwingend zum Koitus führt sowie dass es nicht wie bei den patriarchalen Nomaden um die Befriedigung der männlichen Sexualität allein geht (vgl. Fehlmann 2010, S. 273).

Sie ergriff seine Hand und hielt sie einen Augenblick, dann begann sie sanft auf ihn einzureden, ihm die einfachen Dinge zu erklären, die er hätte wissen müssen: Dass man immer um Erlaubnis fragte, sich niemals einem anderen Menschen aufzwang, dass man seiner Lust langsam, ganz langsam folgte, bis sie stark genug war, um beide Partner in Verzückung zu stürzen.“ (Mackey 1997a, S. 230)

Diese Instruktion reflektiert nach Fehlmann die Debatte um Date Rape, die in den frühen 90er Jahren in den USA aktuell war. Nach Zahlen aus Colleges wurden in dieser Zeit 10 bis 25% aller Studentinnen Opfer sexueller Übergriffe. Nach Fällen von Date Rape wurde am Antioch College, Ohio auf Anregung von Studentinnen ein Regelwerk über den sexuellen Umgang der Studierenden erarbeitet. Nach diesen Regeln haben beide Parteien der jeweiligen Intimität mündlich zuzustimmen. Diese Einwilligung soll für jede weitere Ebene der sexuellen Interaktion wiederholt werden. Die Einschätzungen über dieses Regelwerk gingen weit auseinander. Vom Einsetzen einer Verhandlungsmoral in Sachen Sexualität, die beide Beteiligten in der Verantwortung sah, bis hin zu Einschätzungen, die darin einen Aufschwung neo-victorianischer, puritanischer Ansätze sahen und jede frei und ungezwungen ausgelebte Lust im Keim erstickt sahen, reichten die Einschätzungen. Als Feministin kannte Mary Mackey die entsprechenden Diskussionen an den Universitäten (vgl. Fehlmann 2010, S. 273).

Meret Fehlmann greift mit ihrer Einschätzung jedoch viel zu kurz. Die Sexualwissenschaft beschreibt mit dem Begriff Verhandlungsmoral den neuen moralischen Standard im Bereich der Sexualität, der sich in den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts herausgebildet hatte. Dem voraus ging die Zeit der Sexuellen Revolution in den 70er Jahren, in der die alte, vor allem von den Kirchen propagierte sexuelle Zwangsmoral hinweggefegt wurde. Diese war im Kern patriarchal und verbietend. Sexualität war nur innerhalb der Ehe erlaubt und auch da nur zum Zwecke der Fortpflanzung und in einer einzigen Stellung, der Missionarsstellung. Sexuelle Selbstbestimmung hatte keinen Stellenwert. Vielmehr waren die Ehepartner, in der Praxis vor allem die Ehefrau, verpflichtet, sich sexuell „benutzen“ zu lassen.

Die sexuelle Revolution machte radikal Schluss mit dieser menschenfeindlichen Moral, ohne dass sich zunächst eine neue Sexualmoral herausbildete. Dies geschah erst in den folgenden Jahrzehnten vor allem durch die Intervention der Frauenbewegung, die sexuelle Gewalt in all ihren Formen öffentlich machte und skandalisierte. Die neue Sexualmoral wird als Verhandlungsmoral bezeichnet, da sie nicht die Akte als solche in erlaubte und unerlaubte einteilt, sondern ihr Zustandekommen bewertet. Entscheidend ist, dass sie ausgehandelt wurden und in beiderseitigem Konsens erfolgen. Wenn dies gegeben ist, sind auch Sexualpraktiken wie Sadismus oder Masochismus in Ordnung. Nur diejenigen Praktiken, die die Verhandlungsmoral inhärent verfehlen, wie die Pädophilie, sind moralisch nicht vertretbar und werden unnachsichtiger verfolgt als früher (vgl. Schmidt 2014, S. 8ff).

Insofern hat die von Meret Fehlmann erwähnte Sexual Offense Prevention Policy des Antioch College nicht zum „Einsetzen einer Verhandlungsmoral“ geführt, sondern ist bereits das Resultat einer solchen Moral in der Gesamtgesellschaft, die nun auch im College angesichts zahlreicher Fälle von Vergewaltigungen mit typisch US-Amerikanischen, also autoritär-polizeistaatlichen Mitteln durchgesetzt werden sollte.

Die Verhandlungsmoral konnte sich herausbilden aufgrund einer zunehmenden Gleichberechtigung der Geschlechter. Deshalb ist die Vermutung naheliegend, dass sie auch im Matriarchat in der einen oder anderen Form bestanden hatte. Denn in den matriarchalen Gesellschaften waren ja beide Geschlechter gleichberechtigt.

Wie diese genau aussah, darüber wissen wir nur wenig. Das gilt insbesondere für die alteuropäischen Kulturen der Donauzivilisation, in der die Romane von Mary Mackey spielen. Diese sind uns nur durch Ausgrabungen bekannt. Dadurch lässt sich viel über die materielle Kultur, Religion und die Sozialstruktur herausfinden. Unmittelbare Auskünfte über das Sexualverhalten lassen sich so freilich nicht gewinnen.

Es gibt aber Hinweise aus der Frühzeit des Patriarchats. Das sind die bereits oben erwähnten so genannten Aitheda (Flucht)-Geschichten aus Irland, deren bekannteste die Erzählung von Tristan und Isolde ist. Es gibt aber in Irland zahlreiche weitere Erzählungen nach demselben Muster, wie Naisi und Deirdre aus dem Zyklus Der Rinderraub von Cooley. Tristan und Isolde beschreibt die verbotene Liebe zwischen den beiden Hauptfiguren. Sie ist nach patriarchalem Verständnis deswegen verboten, weil Isolde mit dem patriarchalen König Marke von Cornwall verheiratet wurde, dem Lehnsherren Tristans.

Die Dramatik dieser Geschichte stammt ja gerade von der Gegenüberstellung zwischen der alten matriarchalen, egalitären Sexualmoral und der neuen patriarchalen Zwangsmoral. Nach der älteren matriarchalen Ordnung ist es die Frau, die frei ihre Liebhaber wählt. Ihre Liebeskraft ist die Lebenskraft schlechthin, der Eros das weltschöpfende und welterhaltende Prinzip. Nach dieser Vorstellung kann der Mann nicht anders, als dem Werben der Frau nachzugeben (vgl. Göttner-Abendroth 2011, S. 254). In archaischen matriarchalen Gesellschaften waren sexuelle Grenzüberschreitungen des Mannes deswegen vermutlich unvorstellbar.

Weitere Hinweise darauf, wie Sexualität in Matriarchaten gelebt wird, lassen sich aus Beobachtungen in rezenten matriarchalen Gesellschaften gewinnen. In der Arte-Dokumentation „China, im Reich der Mosuo-Frauen“ von 2013 wird dargestellt, dass die Frauen bei einem großen Tanzfest zu Ehren der Berggöttin Lamu ihre Partner durch Blicke und Gesten erwählen, um später mit ihnen auch intim zu werden. Die von Heide Göttner-Abendroth und anderen Frauen befragten Mosuo-Männer versichern, dass Gewalt gegen Frauen in ihrer Kultur undenkbar ist und dass sie diese, wenn sie bei anderen, patriarchalen, Ethnien vorkommt, stark verurteilen (vgl. Göttner-Abendroth 1998, Interview Nr. 9).

Allerdings ist die in den Romanen von Mary Mackey beschriebene Form der Verhandlungsmoral wahrscheinlich ein Anachronismus: Wenn eine Frau während des Geschlechtsverkehrs auf ihre Schenkel klopft, bedeutet das Erlaubnis zur Penetration, wenn nicht, dann ist diese nicht gegeben. Das ist eher eine Sicherung gegen eine als grenzüberschreitend gedachte männliche Sexualität, die typisch für das Patriarchat ist, aber im Matriarchat wahrscheinlich außerhalb jeder Vorstellung lag. Insofern war diese Sicherung vermutlich nicht notwendig.

Dem entspricht, dass die Autorin das Wesen der Männer an sich negativ zu sehen scheint. Sie beschreibt, dass es die alleinige Aufgabe der Männer des Küstenvolkes war, die großen Menhire in Carnac aufzustellen. Nur so könne die große Kraft der Männer sinnvoll eingesetzt werden, während sie sonst gefährlich sei. Dem widerspricht allerdings, dass Mary Mackey sonst in den Romanen immer ausdrücklich betont, dass auch anstrengende Tätigkeiten von Männern und Frauen gemeinsam ausgeführt werden, so die Schifffahrt auf den Raspas im Blauen Meer und der Erzabbau am Rauchfluss.

Die Existenz einer Verhandlungsmoral im oben definierten Sinne im Matriarchat ist also weit davon entfernt, ein Anachronismus zu sein, sondern sie ist vielmehr zu erwarten. Demnach ist ihr Vorkommen in den Romanen von Mary Mackey auch kein Beleg dafür, dass Matriarchate nicht existieren.

Den Vorwurf des Eurozentrismus begründet Meret Fehlmann damit, dass Marija Gimbutas und in ihrem Gefolge auch Mary Mackey das Bild einer nachhaltigen und friedlichen Ursprungskultur Europas entwarfen. Das friedliche Alteuropa wurde von kriegerischen, aus den russischen Steppen stammenden Kurganvölkern überrannt. Diese These habe in den Zeithorizont des Kalten Krieg gut hereingepasst, ebenso wie in die Biographie von Marija Gimbutas, die mehrmals in ihrem Leben auf der Flucht vor den „Russen“ war. An dieser Stelle ist genauso wie bei Stefanie von Schnurbeis Analyse der Nebel von Avalon die Tendenz sichtbar, Forschungsergebnisse als reine Ideologie zu lesen. Damit wird die beeindruckende wissenschaftliche Leistung von Marija Gimbutas einfach so vom Tisch gewischt. Denn sie kam zu ihren Schlussfolgerungen aufgrund von zahlreichen Ausgrabungen in Osteuropa, die sie teilweise selbst geleitet hatte. Zudem kann ihr Antikommunismus nicht so extrem gewesen sein, wie hier behauptet, denn sie unterhielt gute Beziehungen zu ArchäologInnen aus Jugoslawien, Rumänien, Bulgarien und der Sowjetunion (vgl. Fehlmann 2010, S. 278). Diese „Kritik“ ist noch nicht einmal originell, sondern wurde 1995 erstmals von der Archäologin Lynn Meskell geäußert, die damals als wissenschaftliche Assistentin für Gimbutas „Erzrivalen“ Colin Renfrew arbeitete (vgl. Spretnak 2011, S. 33).

Ein zweiter Beleg für den angeblichen Eurozentrismus der Matriarchatstheorie ist die Annahme von Marija Gimbutas, dass die Menschen Alteuropas bereits eine Schrift kannten und dass diese, und nicht die sumerische, die älteste Schrift der Welt sei. Die alteuropäische Schrift spielt ja auch in den Romanen von Mary Mackey eine Rolle.

Meret Fehlmann dagegen spricht abschätzig von Symbolen und Kritzeleien auf Fundgegenständen, die Marija Gimbutas irrtümlicherweise für eine Schrift halte, die zudem auch noch einen edleren Charakter gehabt habe als die nachfolgenden Alphabete, da sie auf das Numinose, nicht auf das Merkantile ausgerichtet gewesen sei (vgl. Fehlmann 2010, S. 279).

Meret Fehlmann ist überzeugt: „Das Pochen auf eine frühe Schriftlichkeit hängt mit der Überzeugung zusammen, dass das matriarchale Wissen im Verborgenen überlebt habe und darauf warte, entschlüsselt zu werden, um die Menschheit auf den richtigen Weg der matriarchalen Weisheit zurückzuführen.“ (Fehlmann 2010, S. 279).

Ein Beleg dafür sieht sie in der Meldung der NZZ vom Juli 2005 wo Toby Griffin, ein emeritierter Linguistikprofessor beansprucht, die alteuropäische Schrift entschlüsselt zu haben, was freilich von der Fachwelt nicht anerkannt wurde und auch als unwahrscheinlich zu werten ist (vgl. Fehlmann 2010, S. 280).

Der Sprachwissenschaftler Harald Haarmann weist demgegenüber darauf hin, dass viele alte Primärschriften religiöse Ursprünge haben, so die altägyptische, die altchinesische und die Indusschrift. Alle genannten Altschriften sind wahrscheinlich logographische Schriften, bei denen ein Zeichen eine Idee bzw. einen Begriff repräsentiert, wie heute noch die chinesische Schrift.

In dieses Szenario passt die alteuropäische Schrift gut hinein. Diese Schrift ist vor allem als Inschrift auf sakralen Gegenständen gefunden worden. Es dominieren bei weitem kurze Texte von nur wenigen Zeichen. Längere Texte, wie auf den Täfelchen von Tartaria, sind selten (vgl. Haarmann 2001, S. 191ff).

Die Behauptung, dass Maria Gimbutas die alteuropäische Schrift für edler hält, ist eine Interpretation einer mehrdeutigen Stelle, die genauso gut als Beschreibung der Unterschiede im Schriftgebrauch zwischen den Sumerern und den Alteuropäern gelesen werden kann (vgl. Gimbutas 1991, S. 320). Das gilt erst recht für den englischen Text.

Schließlich ist sich Marija Gimbutas wie andere Schriftspezialisten bewusst, dass eine Entzifferung der alteuropäischen Schrift unwahrscheinlich ist, da die zugrundeliegende Sprache nicht mehr bekannt ist. Die einzige Möglichkeit wäre ihrer Meinung nach die Auffindung eines neuen „Rosetta-Steins“ (vgl. Gimbutas 1991, S. 308).

In den Romanen von Mary Mackey wird beschrieben, dass auch auf Leder und Baumrinde geschrieben wurde und dass in den längeren Texten Rezepte und Mythen niedergelegt sind. Belege für diese Form von Schriftgebrauch finden sich in der Tat nicht. Wenn es sie wirklich gegeben hatte, sind sie wegen ihres Materials nicht erhalten geblieben. Ein solcher Schriftgebrauch ist auch nicht unbedingt wahrscheinlich für das erste Stadium der Nutzung einer Schrift wie in Alteuropa.

Warum das alles nicht nur eurozentristisch, sondern auch noch antisemitisch sein soll, erschließt sich mir nicht. Eine Möglichkeit wäre höchstens, dass Meret Fehlmann versucht, das Werk von Marija Gimbutas mit dem Nazi und damit wohl auch Antisemiten Hermann Wirth zusammenzubringen, allerdings ohne viel Erfolg.

Fazit

Diese Romane sind nicht perfekt, aber sie entwerfen das faszinierende Panorama einer längst vergangenen Welt mit einer matriarchalen Gesellschaft, in der die Menschen – Männer und Frauen gleichermaßen – glücklicher und freier leben konnten, als in den nachfolgenden patriarchalen Kulturen. Es war zudem eine Welt, in der es noch große, vom Menschen weitgehend unbeeinflusste Naturlandschaften gab, deren Schönheit Mary Mackey ebenfalls beschreibt.

Meret Fehlmann weist zwar auf einige nicht ganz gelungene Konzepte der Romanserie hin, was ihrem Wert aber keinen Abbruch tut. Ihr geht es ohnehin nur darum, die Matriarchatstheorie an sich zu kritisieren und sie in die Nähe zu den Nazis zu stellen. Eine Beschäftigung mit den Romanen von Mary Mackey ist da nur Mittel zum Zweck.

Besprochene Romane

Mary Mackey: Kornmond und Dattelwein, Frankfurt am Main 1987 (Erstveröffentlichung 1983 unter dem Titel The Last Warrior Queen)

Mary Mackey: Im Jahr der Pferde, München 1997 (Erstveröffentlichung 1993 unter dem Titel The Year the Horses Came)

Mary Mackey: Die Schmetterlingsgöttin, München 1997 (Erstveröffentlichung 1995 unter dem Titel The Horses at the Gate)

Mary Mackey: Das Lied der Erde, München 1999 (Erstveröffentlichung 1998 unter dem Titel The Fires of Spring)

Sekundärliteratur

Meret Fehlmann: Das Matriarchat: Eine vermeintlich uralte Geschichte, in: Schweizerisches Archiv für Volkskunde 106 (2010), S. 265-288

Marija Gimbutas: The Civilization of the Goddess, San Francisco 1991

Heide Göttner-Abendroth: Das Matriarchat in Südchina, Stuttgart 1998

Heide Göttner-Abendroth: Die Göttin und ihr Heros, Erweiterte Neuausgabe, Stuttgart 2011

Harald Haarmann: Das Rätsel der Donauzivilisation, München 2011

Gunter Schmidt: Das Neue Der Die Das, Gießen 2014

Charlene Spretnak: Anatomy of a Backlash, in: The Journal of Archaeomythology, 7/2011

Im nächsten Teil wird der Roman Rheingold von Stephan Grundy vorgestellt.

Von der Magie, geschrieben von Veleda Alantia

Samstag, 03. Juni 2017

Die Frauen sahen die Dämmerung kommen.
Eine letzte, kleine Geschichte sollte den Abend der Geschichten beenden.
Zumindest für diese Nacht.

Eine junge Frau, die gewandet in eine weisse Leinenrobe am Feuer gesessen hatte, fing nun an zu erzählen.

‘In einer Zeit, die weit voraus liegt, wird mit dem Magischen seltsam umgegangen. Ein regelrechter Handel mit magischen Gegenständen. Man kann sie überall kaufen und auch Lehrer gibt es zuhauf.

Statt Zeit und Hingabe tauschen sie Geld für Wissen. Und manche fliegt lieber frei nachdem sie ausgenutzt wurde.

Eine junge Frau, die am Anfang ihres Weges stand, wurde von den ganzen glitzernden Dingen, die sie erwerben konnte verführt.

Sie kaufte weise Bücher, wertvolle Kessel und Stäbe. Sie lernte auswendig,
was in den Büchern stand.
Vollführte die aufgegebenen Rituale …doch schien keine Magie bei ihr einzuziehen.

Ihr Leben wurde härter..dunkler.

Sie suchte Erleuchtung bei einer professionellen Hexe, die gut von sich schrieb.
Doch statt echter Hilfe beutete die andere sie aus, machte sie nieder, weil sie vor ihr nicht ein Ritual aufführen konnte.

Sie verliess die Hexe, unsicher geworden.

Ein paar Wochen verstrichen und sie haderte mit allem.

Der Göttin, die die Erde und das Meer war, sah dies.

Die einfachen Dinge…Steine vom Meer…Zeichen in den Bäumen..Geister der Flüsse begannen mit ihr zu sprechen.

Statt grosser glitzernder Magie geschahen kleine Wunder. Sie erschuf kleine Altäre draussen…lebte mit der Magie anstatt sie krampfhaft zu erzeugen.

Die Magie wurde Teil ihres Lebens. Denn so wie wir hier, lebt die Magie nicht in den grossen Festen sondern in der Gemeinsamkeit mit den unsichtbaren Welten.’

Von der Magie (Märchen aus Avalon 10)
Autorin: Veleda Alantia.