Archiv für die Kategorie ‘All-Sinn’

Von wegen „uralt“: Von Adventskränzen und Dirndln – Teil I, geschrieben von MartinM

Samstag, 23. Dezember 2017

Es gibt angeblich uralte „Traditionen“, die vor gar nicht so urlangen Zeiten mehr oder weniger frei erfunden wurden. Es aber auch Traditionen, die relativ neu und trotzdem authentisch sind. Sie sind echte neue Traditionen, sogar dann, wenn sie auf „kulturelle Innovationen“ zurückgehen.

Adventskranz, in der von Wichern eingeführten FormMädchen im Dirndl, ca 1933

Erfundene Tradition (oder auch: konstruierte Tradition) ist ein ideologiekritisches Konzept, das von den Historikern Eric Hobsbawm und Terence Ranger mit der Aufsatzsammlung „The Invention of Tradition“ (1983) in die Geschichtswissenschaft eingeführt wurde. Allerdings war die Erkenntnis, dass nicht alles, was unter dem Label „altes Brauchtum“ firmiert, wirklich „alt“ und wirklich „Brauchtum“ ist, schon damals ein „alter Hut“. Kritischen Volkskundlern war das sogar schon im 19. Jahrhundert aufgefallen. Unter Historikern sah man das lange Zeit allenfalls als ein Problem der Quellenkritik. Vor allem Hobsbawm kommt das Verdienst zu, in den 1980er Jahren eine überfällige, ebenso ideologiekritische wie selbstkritische, Debatte unter Historikern angestoßen zu haben. – übrigens deutlich später als die entsprechenden Debatten unter Soziologen.

„Erfundene Traditionen“ werden in ihrer jeweiligen Gegenwart konstruiert, und in eine bestimmte Vergangenheit zurückprojiziert. Diese „Traditionen“ gab es, nach Auskunft ihrer Erfinder, also „schon immer“ oder „von altersher“ und sie werden in der Regel als „wiederentdecktes Brauchtum“ getarnt.
Hobsbawm, als marxistischer Historiker, betonte, dass Traditionen dazu dienen, gesellschaftliche Normen und Strukturen gesellschaftlich zu legitimieren. Traditionen verkörpern das Erkennungszeichen einer Volksgruppe, ein Ritual und der nationalen, regionalen und auch lokalen Geschichte. Ein Stück Identität. Also ist es auch kein Wunder, dass erfundenen Traditionen vor allem deshalb erfunden werden, um das Zusammengehörigkeitsgefühl einer Gruppe zu stärken.

MITTEL ZUM ZWECK

Es gibt allerdings auch „Traditionen“, die aus anderen Interessen erfunden wurden, wie der „Sirtaki“, ein erst 1964 für den Film „Alexis Sorbas“ erfundener „traditioneller griechischer Volkstanz“. Der Sirtaki fördert das Zusammenheitsgefühl der Griechen nur insofern, als dass sie sich weitgehend einig sind, dass Anthony Quinn, der Hauptdarsteller des Films, ein miserabler Tänzer war. Für die griechische Tourismuswerbung ist er hingegen so unverzichtbar wie der Ouzo beim „Griechen“ um die Ecke.

Das „traditionelle südafrikanische Blasinstrument“ Vuvuzela gibt es erst seit den 1990ern. Von Anfang an war es ein Lärminstrument südafrikanischer Fußballfans, das sich zur kollektiven Gehörschädigung ähnlich wirksam erwies wie die beliebten, aber verbotenen, Böller, und das sich in seiner originalen Ausführung mit aus einem Stück bestehendem Rohr auch als Argumentationsverstärker gegenüber Fans der gegnerischen Mannschaft eignete.
Die Gerüchte über eine alte folkloristische Tradition des technisch zu den Blechblasinstrumenten zählende Plastikhorns tauchten sicher nicht zufällig zuerst auf, als sich Südafrika für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 bewarb.

„Es war schon immer so“ ist eine beliebte Verteidigung der Anhänger bestehender Normen und Strukturen gegenüber einem gegenwärtigen Wandlungsdruck.
Die „traditionelle Familie“, die von rechtskonservativen Kreisen gegen Kinderkrippen, „Schwulenehe“, „Frühsexualisierung“, Frauenemanzipation und vieles andere, was ihnen nicht passt, angeführt wird, ist ein Musterbeispiel dieses Traditionsgebrauchs- bzw. -missbrauchs. Das funktioniert sogar dann, wenn die „gute alte Zeit“, zu der die Tradition Kontinuität herstellt, gar nicht so „gut“ war. Im Falle erfundener Traditionen ist diese Kontinuität künstlich, aber wirksam. Und manchmal ist auch die dazugehörige „gute alte Zeit“ erfunden.

DIE ERFINDUNG DER HEXEN ALS „UNTERGRUND-HEIDEN“

Übrigens sind sehr viele vielleicht sogar die meisten jener „Traditionen“, auf die sich Neu-Heiden und moderne Hexen berufen, um ihre spiritueller Orientierung historisch zu unterfüttern, relativ neuen Datums. Ein Beispiel ist die Tradition der Hexen-Coven aus Margaret Alice Murrays „Der Hexen-Kult in Westeuropa“ (1921). Ihre Hypothesen von einer von der Steinzeit bis in die Frühe Neuzeit fortbestehenden Hexen-Religion sind gut ausgedrückt und wirken plausibel. Sie sind aber das Ergebnis von Fehlinterpretationen, Wunschdenken und Überspitzungen, unter reichlicher Verwendung unbestätigter Quellen und gelegentlicher absichtlicher Verfälschungen. Ich halte das Werk der wohl zu recht in ihrem eigentlichen Fach einen guten Ruf genießenden Ägyptologin für ein hervorragendes Fantasy-Epos in Form eines Fachbuchs, in dem außer Phantasie auch viel Recherchearbeit und Sachkunde steckt. Das lässt sich allerdings auch über Tolkiens Silmarillion sagen. Murrays These vom universalen heidnischen Kult, der parallel zum christlichen in Westeuropa existiert hätte, hat mit der historischen Wirklichkeit etwa genau so viel zu tun.

Liebe Mithexen und -heiden: Bitte spart Euch Eure Bannflüche. (Die wirken eh nicht, jedenfalls bei mir.) Ich bin der Letzte, der leugnen würde, dass es Überreste der vorchristlichen Zeit im überlieferten Volksbrauchtum gibt. Sehr wahrscheinlich „überlebte“ auch die Verehrung einiger heidnische Gottheiten in der Form christlicher Heiliger oder als Volksglauben an Feen, Dämonen usw. . Aber das sind eben Überreste vergangener Traditionen, keine im Untergrund fortlebenden heidnischen Kulte.

Dass erfundene Traditionen an reale überlieferte Objekte anknüpfen, ist eher die Regel als die Ausnahme. Sogar der für einen Film erfundene „Volkstanz“ Sirtaki lehnt sich an überlieferte griechische Tänze an.
Auch den etwas klobigen aus Schweden stammenden Turmleuchter gab es schon, bevor das „Ahnenerbe“ der SS die entsprechende „alte Tradition“ zum weder mittelalterlichen noch heidnischen Kerzenständer alias „Julleuchter“ hinzudichtete.

Weiter: 2. Eine im 19. Jahrhundert neu begründete „echte“ Tradition: Der Adventskranz.

NATuQuTAN – Teil XI, geschrieben von Magister Botanicus

Samstag, 16. Dezember 2017

Magie

Bisher haben wir uns von der naturwissenschaftlichen Seite an verschiedene Phä­nomene angenähert, auch wenn scheinbar „magische“ Ereignisse kurz angerissen wurden. Jetzt also kommen wir mal von der anderen Seite und betrachten uns die Welt mit magischen Augen. Dafür sollten ich den Begriff Magie zunächst definieren, damit alle wissen, wovon ich spreche.

Magie bzw. die Definition von Magie erscheint vordergründig direkt abhängig von den Erkenntnissen über die Welt und dem daraus erwachsenden individuellen Weltbild. Aus Steinen Eisen herzustellen war für unsere Vorfahren ein magischer Akt, eine magische Transmutation an welchem die Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft auf geheimnisvolle Weise beteiligt zu sein schienen und die vom Magier (dem Schmied) nach seinem Willen Neues schaffen konnten. Heute lernt jedes Kind, das man Eisen aus Eisenerz gewinnt, man lehrt die chemischen und physikalischen Prozesse, die dafür nötig sind und bezeichnet das im weitesten Sinne als Werkstoff­kunde.

Die Gedanken eines anderen Menschen im Detail zeitgenau zu erfassen, ist heute Magie, in ein paar Jahrzehnten wird dies vielleicht ein Gehirnscanner leisten können, welcher aus einem Kernspintomografen und einem damit gekoppelten Quantencomputer entwickelt wurde.

Eine kulturell geprägte oder technische Beschreibung von scheinbar magischen Vor­gängen kann also nicht die tatsächliche Grundlage einer Definition des Begriffs Magie sein, weil diese keine wahren Aussagen zulässt. Bleiben wir aber dabei, Magie ist eine individuelle Erfahrung. Ausserdem bewirkt Magie Ereignisse – wel­cher Art auch immer – die sich einem rein raumzeitlichen Erklärungsmodell ent­ziehen, m.e. nicht stringent quantifizierbar sind.

Definition des Begriffs Magie

Magie bezeichnet die Zuschreibung von qualitativen (virtuellen) Kräften an Gegenstände, Wesenheiten und Individuen, sowie das Verfügbarmachen dieser virtuellen Kräfte durch bestimmte Handlungen, Praktiken, Riten oder besondere Kenntnisse; in deren Folge quantifizierbare Ereignisse ausgelöst werden, welche einer Wahrscheinlichkeit für ihr Auftreten nicht entsprechen1.

Das magische Bild der Welt

Eine magische Weltsicht beinhaltet nicht nur das materiell/naturwissenschaftlich sichtbare, erfahrbare und berechenbare Universum, sondern erweitert sich um mannigfaltige Dimensionen der Existenz, welche in einem permanenten Prozess der Veränderung eingebettet sind.

Die magische Weltanschauung ist geprägt von einem Willen der Erfahrung und Nutzbarmachung aller Erfahrungen und kann sich in letzter Konsequenz als eine tiefe Spiritualität in der tatsächlichen Wortbedeutung einer „Gottesschau“ – oder besser formuliert – in einem tatsächlichen und persönlichen „Erfahren der Natur“ ausdrücken. Außerdem beinhaltet ein solches Weltbild zwingend eine Art der „ani­mistischen“ Weltschau. Dies kann sich als eine Betrachtung der Welt im Sinne eines qualitativen Wissens äußern, das alles in der Natur bzw. im Universum auf irgend­eine Art „belebt“ sein kann und damit eine Art eigenes „Bewusstsein“ besitzt.

Die magische Handlung – am Bespiel der Heilung erläutert

Von einer „magisch“ induzierten Heilung zu sprechen wäre zu trivial und vorder­gründig, deswegen müssen wir den Begriff der Heilung wesentlich differenzierter betrachten, indem wir den Begriff der Krankheit näher definieren. Was bedeutet es, wenn ein Mensch krank ist?

Modern betrachtet heißt das nichts anderes, als das der betroffene Mensch „arbeits­unfähig“ ist, im Gegensatz zu zeitgenössischen Definitionen, die von „genuss­unfähig“ über „glaubensun-fähig“ bis zu „überlebensunfähig“ reichen. Diese Art der Beschreibungen bietet keine zureichende Befundung des Begriffs Krankheit; also zäumen wir das Pferd mal andersherum auf.

Krankheiten können durch physische, psychische, seelische oder magische Stressoren initiert werden, die sich ihrerseits wiederum im betroffenen Lebewesen in physischen, psychischen. seelischen und magischen Auswirkungen manifestieren können. Ist diese Manifestation nur kurzzeitig, können wir von akuten Erkran­kungen sprechen, eine längerfristige Auswirkung kann als chronische Erkrankung definiert werden.

Dementsprechend gibt es für die jeweiligen Stressor-Manifestations-Paare klare Handlungsanweisungen, die zur einer Beseitigung des Stressors, der Manifestation oder Beidem führen müssen. Diese Handlungsanweisungen müssen in diesem Fall jedoch im Licht der animistischen Weltschau betrachtet werden, welches eine ganz­heitliche Be-Handlung des erkrankten Menschen auf allen Ebenen notwendig macht.

Die physische Behandlung ist selbstverständlich einem Arzt oder Mediziner vorbe­halten, ebenso wie eine psychologische Behandlung von den entsprechenden Fach­kräften durchgeführt wird. Eine zusätzliche Unterstützung des Heilungsprozess (physischer oder psychischer Erkrankungen) durch Magie oder Seel­sorge/Lebensberatung ist selbstverständlich im Detail mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

Das bedeutet, das es viele physische und psychische Erkrankungen gibt, die auf physischen, psychischen und seelischen Stressoren beruhen; z.B. Bakterien, Stress oder ähnlichem. Dementsprechend sind die grundlegenden Behandlungen der Symptome und Ursachen auf (phyto-)pharmakologischer Basis völlig in Ordnung und auch sinnvoll. Jedoch ist es ebenfalls sinnvoll, die Heilung durch magische Handlungen wie Heilungsrituale oder magische Kräutertees zu unterstützen und zu fördern, wenn der Erkrankte dies will.

Wie sich die Behandlung durch Medikamente, psychologische Beratung oder Seel­sorge/Lebensberatung auf die Krankheit auswirkt, ist hinlänglich bekannt: Anti­biotika töten Bakterien, Chemotherapeutika wirken gegen Krebszellen, Gesprächs­therapien können bei psychischen Erkrankungen helfen und die Seelsorge hilft oft über Verlustängste nach Todesfällen hinweg.

Wie aber wirken magische Rituale, Räuchermischungen oder Tees zur Unter­stützung der Heilung?

Wissenschaftstheoretisch erklärt, wären magische Rituale solche Handlungen, bei denen bestimmte Informationsinhalte direkt oder indirekt auf den erkrankten Menschen übertragen werden sollen. Der magisch arbeitende Mensch benötig dem­nach ein Medium, mittels dessen er diese Informationen auf den Erkrankten über­tragen kann und der Erkrankte benötigt seinerseits ein Medium, durch das sich diese Information in seiner Ganzheit manifestiert und in Reaktionen des Körpers umsetzen lässt.

Setzen wir an dieser Stelle die Überlegungen an, die wir schon bei den para­normalen Phänomen zur Erklärung verwendeten:

Völlig unabhängig von der Methode der magischen Arbeit oder des Rituals lösten die Gedanken des Menschen bestimmte Reaktionen aus, die mit einer Aktivität der Nervenzellen einhergeht. Diese Aktivität hat ein ganz bestimmtes Muster, welches durch ständiges Wiederholen noch verstärkt werden kann. Mit der Aktivität der Nervenzellen findet eine Erhöhung der Biofotonenstrahlung statt, die dieses Muster auch in den virtuellen Dimensionen nachzeichnet.

So entwickeln die wahrscheinlichkeitsverändernden Strukturen der Fotonen ein be­stimmtes Muster, entsprechend jener Informationsgehalte, und liegen als mehr­dimensionale Informationsstruktur vor. Diese Informationsstruktur ist nicht an die Raum-Zeit gebunden, daher kann sie überall und jederzeit existieren.

Der Gedanke eines Menschen, der Wille des Schamanen, Magiers oder einfach des Magic Users wird somit zur wahrscheinlichkeitsverändernden Informationsstruktur, welche jetzt ihrerseits die Biofotonenstrahlung eines anderen Menschen – in diesem Falle des Patienten – beeinflussen kann. Wie in den vorangegangenen Kapiteln ge­zeigt, beeinflusst die Biofotonenstrahlung alle physiologischen Vorgänge im Körper – ergo: ein Heilungsprozess kann dadurch unterstützt oder sogar in Gang gebracht werden.

Natürlich muss auch das Ritual, welches nur für den Patienten eine immense Be­deutung hat, als eigenständige Struktur mit wahrscheinlichkeitsverändernden Qualitäten für diese Betrachtung mit einbezogen werden.

Auch soll an dieser Stelle deshalb nicht unerwähnt bleiben, das es die Möglichkeit von magischen Erkrankungen gibt, die sich gänzlich einer Diagnose im physischen, psychischen oder seelischen Bereich widersetzen. Ein Mensch zeigt dann meist sehr subtile Krankheitssymptome, aber kein Arzt weiß, wo sie herkommen und sie widerstehen einer Behandlung durch Medikamente.

11Oops, da hab ich ja gleich die Definition für Zauberei mitgeliefert!

Libum – römisches Opferbrot, geschrieben von Quinta Albia Corvina

Samstag, 16. Dezember 2017

Kleine römische Opferbrote für besondere Anlässe

KLEINE RÖMISCHE OPFERBROTE FÜR BESONDERE ANLÄSSE

Das „Libum“ ist mehr als ein Brot – es spielte in der römischen Antike als traditionelles Opferbrot eine wichtige Rolle. Es wurde zu besonderen Anlässen gebacken und geopfert, zum Beispiel anläßlich des Rituals zum eigenen Geburtstag.

Daneben war es auch eine beliebte Beilage zum Essen, die würzig oder süß serviert werden konnte.

Das Libum wird in mehreren antiken Quellen erwähnt und, was ein besonderer Glücksfall ist, darüber hinaus existiert ein vollständiges überliefertes Backrezept: Marcius Porcius Cato beschreibt in „De Agricultura“ (75-76), wie das Opferbrot hergestellt wird.

„Libum hoc modo facito: casei p. II bene disterat in mortario; ubi bene disteriverit, farinae siligineae libram aut, si voles tenerius esse, selibram similaginis solum eodem indito permiscetoque cum caseo bene; ovum unum addito et una permisceto bene. Inde panem facito, folia subdito, in foco caldo sub testu coquito leniter.“

„Ein Libum mache so: Man zerreibe 2 Pfund Käse in einem Mörser; wenn man das fein zerrieben hat, gib ein Pfund sehr weißes Weizenmehl oder, wenn du es zarter willst, nur ein Halbpfund Weizenmehl dazu hinein und vermische es gut mit dem Käse; gib ein Ei hinzu und mische es gut mit hinein. Daraus forme einen Laib, lege Blätter darunter, backe es langsam auf warmem Herd unter einer Schüssel.“ (Übersetzung aus: O.Schönberger, „Marcus Porcius Cato – Vom Landbau – Fragmente“)

Lararium mit Libum als Opfergabe

LARARIUM MIT LIBUM ALS OPFERGABE

Hierzu muß man wissen, daß das römische „Pfund“ („pondus“) nicht mit dem modernen Pfund übereinstimmt, sondern ein Pondus entspricht 327,45 g.

Wie dem Rezept zu entnehmen ist, handelt es sich beim Libum nicht um ein „klassisches“ Brot, sondern eher um eine Art Käsegebäck. Es kann nach dem Backen mit Honig bestrichen werden, schmeckt aber auch hervorragend, wenn man es warm zu Kräuterbutter oder Moretum serviert.

Die Technik des Abdeckens mit einer Schüssel ist nicht sonderlich geheimnisvoll – hier wird, ganz pragmatisch, ein Backofen ersetzt, so daß man das Opferbrot auch dort backen kann, wo man keinen aufwendigen Backofen in der Nähe hat, sei es in einer kleinen Küche oder draußen. Wir können deshalb heute problemlos auf einen Backofen zurückgreifen und müssen keine Schüssel-Herd-Experimente machen, nur um es besonders „authentisch“ zu machen. Es sei denn, man möchte diesen mobilen Reisebackofen experimentalarchäologisch ausprobieren 😉

Mit den Mengenangaben muß man etwas experimentieren. Wie geschmeidig der Teig wird, hängt von einigen Faktoren ab: in erster Linie vom Feuchtigkeitsgehalt des verwendeten Käses (wir bevorzugen eingelegten Schafs- oder Ziegenkäse, andere backen das Libum mit Ricotta) und der Größe des Eies. Deswegen empfehlen wir, das Mehl nur sehr zaghaft nach und nach zuzugeben, da der Teig bei zu trockenem Käse schnell bröselig werden kann und beim Formen der Kugeln dazu neigt, auseinanderzufallen. Deshalb lieber etwas weniger Mehl oder mehr Flüssigkeit hinzufügen, als im Rezept angegeben.

Unsere Empfehlung zur Herstellung von 4 kleinen Opferbroten:

Die Zutaten sind sehr einfach!

DIE ZUTATEN SIND SEHR EINFACH!

Zutaten:

  • 200 Gramm Schafs- oder Ziegenkäse (in Salzlake)
  • 200-300 Gramm helles Mehl (abhängig von der Feuchtigkeit des Käses)
  • 1 Ei
  • Lorbeerblätter
  • ggfs. Honig

Die typischen Gewürze, die sich sonst in römischem Brot finden, sind nicht notwendig, da das Brot aufgrund der Verwendung des eingelegten Schafskäses und des Backens auf Lorbeerblättern schon salzig ist.

Zubereitung:

Den Schafskäse in eine Schüssel bröseln und mit einer Gabel zerdrücken.

Den Schafskäse mit einer Gabel zerdrücken

Nach und nach das Mehl hinzugeben und immer wieder vermischen und zerdrücken.

Das Ei hinzugeben und ebenfalls gut untermischen.

Nun beginnt die Kneterei: Den Teig auf ein gemehltes Brett legen und gut durchkneten, bis er gleichmäßig, geschmeidig und glatt ist. Wenn der Teig zu feucht ist, vorsichtig Mehl nachgeben, bis er gut formbar ist.

03_Libum_Kneten

Aus dem Teig vier gleichmäßige, etwa brötchengroße runde Laibe formen. Diese nach Geschmack oder entsprechend des geplanten Rituals sternförmig einschneiden oder mit einem anderen Muster versehen.

08_Libum_2

Ein Backblech mit Lorbeerblättern auslegen und die Laibe auf das Bett aus Blättern legen.

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Bei etwa 200 Grad (Umluft 180 Grad) backen, bis der Teig durch ist und die Laibe eine goldbraune Farbe angenommen haben. Dies dauert bei der beschriebenen Größe etwa 30 Minuten.

Opferbrot für Apollo und Sirona

OPFERBROT FÜR APOLLO UND SIRONA

Für die süße Variante werden die Brote direkt nach dem Backen (noch heiß) mit Honig bestrichen und trocknen gelassen.

Für die würzige Variante entfernt man nur die eventuell an der Unterseite haftenden Lorbeerblätter.

Schmeckt Menschen und Göttern gleichermaßen ;)

SCHMECKT MENSCHEN UND GÖTTERN GLEICHERMASSEN😉

Das Brot kann sowohl heiß als auch kalt verzehrt werden, wird nach einiger Zeit aber etwas hart, so daß man es lieber frisch und warm servieren sollte.

Zur Verwendung als Opferbrot, zum Beispiel beim morgens durchgeführten Geburtstagsritual, kann es problemlos am Tag zuvor vorgebacken werden.

Pookas Samhainzauberspruch, geschrieben von Lora, übersetzt von Anufa

Samstag, 09. Dezember 2017

Pooka schaute grantig aus dem Fenster als seine Hexe Töpfe mit violetten, goldenen und karmesinroten Chrysanthemen auf die Stiegen des Häuschens stellte. Die Küche roch nach Äpfeln und Gewürzen und an diesem Morgen war ihr Freund Nathan mit einem Schubkarren voller Kürbisse, ein Geschenk des Bauern Gellis, angekommen.

Die kleine Katze wusste, was das zu bedeuten hatte. Samhain näherte sich schnell – die Nacht des Erinnerns, die Nacht der Geister und des „Süßes oder Saures“.
Die Geister beunruhigten Pooka nicht. Die „Süßes oder Saures“ Kinder taten das. Tatsächlich versetzten die ihn jedes Jahr in Schrecken. Aber dieses Jahr war er entschlossen, etwas dagegen zu tun.
Er sprang vom Fensterbrett herunter und tappste leise zum hinteren Teil des Häuschens, wo Elsies Kräuterzimmer war. Ihr Grimoire lag offen auf einem langen Holztisch. Pooka blätterte mit seiner Pfote durch die Seiten bis er den Mars-Spruch für Mut und Unerschrockenheit fand. Diesen studierte er sorgfältig.
Da hieß es, der Spruch musste an einem Dienstag gemacht werden. Schön, heute war Dienstag, also ließ ihm das nicht viel Zeit. Wie er durch die Liste an Zutaten las, schielte er auf die Kräuter, die über ihm hingen. Ja, die meisten waren da und für eine sportliche kleine Katze würde es leicht sein, hinauf zu springen und sie herunter zu werfen. Andere, so wusste er, würden im Garten sein. Kein Problem. Er las weiter … Und ein Blutstein?
Er erinnerte sich plötzlich, dass es da im oberen Stock einen Blutsteinring gab, in Elsies Schmuckkasten. Vielleicht wäre es ihr ja egal, wenn er sich den ausborgte? Unglücklicherweise plante die kleine Katze nicht, sie zuerst zu fragen. Er wollte nicht erklären müssen, was er da tat weil er es wirklich müde war, dass ihm jeder sagte, dass die „Süßes oder Saures“ Kinder nichts wären, wovor man sich fürchten musste. Also dachte er, dass er sich den Ring einfach ausborgen und ihn wieder zurückbringen könnte, wenn alles erledigt wäre. Richtig? (Nein! Das war sehr ungezogen von Pooka.)
Die kleine Katze las weiter … ein Quadrat aus roter Seide. Er hatte etwas davon im Nähkorb neben dem violetten Faden, der im Buch als nächstes aufgelistet war, gesehen. Drachenblut Räucherwerk. Elsie hatte das.
Natürlich würde er sie bitten müssen, das gemeinsam mit der roten Kerze, die der Zauberspruch auch noch zu brauchen schien, für ihn anzuzünden. Vielleicht würde sie ja nicht zu viele Fragen stellen.
Pookas Zuversicht wuchs. Er hatte das!

Dann kam er zum letzten Bestandteil des Spruches. Eine Drachenschwinge?
Er versuchte sich erstens vorzustellen einen Drachen zu finden, zweitens, höflich zu fragen, ob er eine seiner Schwingen haben könnte. Wenn eine kleine Katze den Mut aufbringen könnte DAS zu tun, dann würde sie keinen Zauberspruch brauchen!

Mit der Pfote knallte er das Grimoire zu. Er ließ seinen kleinen Kopf hängen und seine Schnurrbarthaare hingen traurig nach unten. Es hatte keinen Sinn. Pooka war verdammt dazu Samhain unter dem Sofa versteckt zu verbringen, mit den Wollmäusen, anstatt mit seiner Hexe zu feiern.
Er sprang vom Tisch herunter und schleppte sich durch die offene Türe in den Garten. Elsie und Nathan saßen auf den Stiegen der Häuschens, lachten und schnitzen Kürbisse.
Pooka hielt es nicht aus, sich zu ihnen zu gesellen. Statt dessen trugen ihn seine Pfoten in den Wald und letztendlich zu Thistles Haus.
Die Fee hatte sich draußen niedergelassen, hämmerte auf einer Eichel herum und rief ihm einen fröhlichen Gruß entgegen: „Hallo, Pooka! Ich bin grad dabei Suppe zu machen. Möchtest Du fürs Abendessen bleiben?“ „Nein danke,“ sagte er. Thistle schaute ihn scharf an und hörte mit ihrem Hämmern auf. „Was is los?“ fragte sie. Da Thistle vielleicht die einzige Freundin war, die sich nicht über seine Angst vor Kindern, die als furchterregende Wesen zu Samhain verkleidet waren, lustig machte, erzähle es Pooka.
„Ich bin es müde mich vor den „Süßes oder Saures“ Kindern zu fürchten!“
Die Fee nickte und flatterte zu ihm hinüber. „Ich habe einen Zauberspruch für Mut nachgeschlagen und ich kann alle Zutaten zusammenbekommen … bis auf eine. Diese eine ist unmöglich!“
„Was ist es?“ fragte Thistle.
„Eine Drachenschwinge“, rief Pooka. „und dann soll ich sie noch in einen kleinen roten Beutel tun! Dieser Spruch is Blödsinn!“

Thistle lächelte. (Naja, eigentlich schmunzelte sie.) „Ich glaube ich kann dir da helfen.“
Pookas Kopf schoss in die Höhe und seine Augen wurden groß. „Wirklich? Wie?“
Die Elfe zwinkerte ihm zu. „Mach den Rest des Zauberspruchs fertig und triff mich heute Abend in Elsies Kräuterzimmer.“
Die Katze hatte noch ihre Zweifel, aber nichts desto Trotz, stimmte er zu. Er sammelte die Zutaten im Garten und dann machte er in Elsies Kräuterzimmer Unordnung, während er den Rest sammelte. Er stahl ihren Blutsteinring aus ihrem Schmuckkästchen, entwendete ein Quadrat der roten Seide und violetten Faden aus ihren Nähkorb.
Dann fand er seine Hexe in der Küche beim Keksebacken und hatte die Nerven zu sagen: „Ich brauche eine rote Kerze und Du musst sie für mich anzünden. Oh, und auch ein wenig Drachenbluträucherung, bitte.“
Elsies Augenbrauen gingen in die Höhe. „Wirklich! Mmmmmh … okay.“
Sie folte ihrer Katze in das Kräuterzimmer und tat, worum sie gebeten worden war. Ihr Blick fiel auf die Seite des offenen Zauberbuches.
„Magst Du mir sagen, was wir hier tun?“ frage sie.
„Nein!“
„Okay,“ nickte sie. „Sag mir nur, wie ich helfen kann.“
„Du könntest die Kerze und die Räucherung für mich anzünden,“ sagte Pooka. „Und vielleicht mir dabei helfen einen Kreis zu ziehen?“

Elsie wusste, dass ihre Kekse fertig waren um aus dem Ofen genommen zu werden. Sie murmelte einen Spruch an die Küchengötter und stimmte zu, ihrem Familar zu helfen.

Der Kreis war gezogen, die Richtungen gerufen und die Kerze brannte. Der Rauch vom Räucherwerk kringelte sich durch den Raum. Pooka wartete dann noch auf die letzte Zutat für seinen Spruch und Elsie wartete mit ihm.
Sie warteten und warteten. Trotz ihres Spruches konnte Elsie riechen, wie die Samhain Kekse anfingen zu verbrennen …
Die kleine Katze war schon fast bereit aufzugeben, als Thistle durch die offene obere Hälfte der Türe schoss.
„Da – bitte schön!“ rief sie siegessicher. Sie ließ eine kleine schillernde Schwinge auf den Holztisch fallen.
Pooka schloß ein Aug und untersuchte sie aus der Nähe. „Sie ist wunderschön, aber so klein!“ Bist Du sicher, dass sie von einem Drachen ist? Das war doch kein Babydrachen, oder?“
Die Fee kicherte. „Das ist von einer Libelle, Dummerchen. Das ist, was der Spruch meinte!“
„Tat er das?“
Die Katze schaute beunruhigt. „Du hast doch nicht …?“
„Würde ich doch nie! Diese Libelle hat nun Geistflügel und hat diese nicht mehr nötig.“
Er nickte und dann gab Pooka die Schwinge zu den Kräutern und dem Blutsteinring (den Elsie vorgab nicht zu sehen) und sammelte sie alle auf dem Stoff, den er aus ihrem Nähkästchen genommen hatte.
Er chantete dann:
Bei Kräuterrauch und Kerzenflamm,
Rufe ich den Gott der Mutes an.
Stark und mutig will ich sein.
Mars ist hier. Er wird jetzt bei mir sein!

Er drehte sich zu Elsie. „Würde es Dir etwas ausmachen, daraus ein Päckchen zu machen und es mir an mein Halsband zu binden, bitte? Ich würde es ja selber machen …“
„Keine Daumen?“, beendete sie den Satz. Pooka nickte.
Sie machte, was er verlangt hatte und fragte: „Möchtest Du mir sagen, wofür das alles gut ist?“ „Nein.“ Pooka schüttelte seinen Kopf.

Elsie lächelte und band das Päckchen an sein Halsband. Natürlich wusste sie es sowieso schon. Und wenn der Spruch wirken würde, dann rechnete sie sich aus, dass ein Blech voller verbrannter Kekse dafür ein kleiner Preis sein würde!

Das Lied der Banshee, von Veleda Alantia

Samstag, 02. Dezember 2017

Geschichten aus den Nebelreichen

 

 

Diese Geschichte erzählte mir meine Freundin, die Banshee..-
Jedes Jahr zu Samhain sitzen wir ein paar Tage zusammen.
Teilen Met und Brot und erneuern unsere Freundschaft.
Folgendes vertraute sie mir an einem nebeligen Morgen an…

Vor Urzeiten wurde aus Erde und Wasser und der sanften Wärme der Herbstsonne die Banshee geboren. Mit ihr wurden noch acht weitere Schwestern aus Nebel erschaffen. Das Geschenk, das sie von der alten Göttin erhielten war die Kraft ihrer Stimme. Da ihre Erscheinung flüchtig war konnten sie bei dem Menschen weilen und wenn ihre Zeit, durch die Schere der Norne, in diesem Leben endete, so begleitete sie die Totenklage der Banshee in die Anderswelt.

Doch gab es einst eine Banshee, die die Menschen nicht nur betrachten wollte. Sie wollte mit ihnen sein. Die Sonne fühlen, zu der Musik tanzen und lachen und lieben.

So ging sie ans Meer. Der Wind ließ ihre Gewänder wie Nebelfahnen aussehen. Ihre Schwestern sagten, daß sie hier Hilfe bekäme. Doch schien sie ganz allein. Sie brauchte Hilfe um ihre Sehnsucht zu stillen!

“Hör mich, du tiefe See! Ich brauche deine Hilfe!”

“Ich habe gehört.” Ein Mann mit den Augen der Nordsee, farblich zwischen sturmgrau und grün schwankend, stand vor ihr. Er war alterslos, doch waren seine Augen uralt. Die Banshee sank nieder. Der Mann lächelte. Hob sie auf.

”Ich habe den tiefen Wunsch gehört. Ich werde ihn dir gewähren doch wisse, daß Leid dich begleiten wird.”
“Das ist mir gleich, unerwarteter Gott. “
So nickte er und verwandelte ihre Gestalt, so dass sie aus Fleisch und Blut war.
”Geh nun..doch höre die Bedingung. Kein Mensch darf deinen Gesang vernehmen. Denn das grosse Lied darf nicht durch dein Fehlen verändert werden. Zu jedem Neumond solltest du alleine singen dürfen. Kein Mensch darf dich hören. Tut er das verlierst du deinen Körper.” sagte der Gott sanft aber mit Melancholie. Er erahnte den  Fortgang.

Die Banshee dankte ihm dafür und begab sich in die Stadt am Meer. Mit ihrer aussergewöhnlichen Art, der schlichten Schönheit aus dem Inneren und ihrem Geschichtenreichtum die sie aus der Anderswelt mitgebracht hatte, war sie bald ein wichtiger Teil des Lebens der Menschen. Doch ..bald verlief ihr Leben anders. Sie verliebte sich und heiratete einen Menschenmann. In der Weihenacht hatte sie ihn gebeten ihr zu jedem Neumond ihre Zeit allein zu lassen und sie nie zu fragen warum.

Im ersten Jahr konnte die Banshee zu jedem Neumond mit ihren Schwestern singen und das grosse Lied webte das Gleichgewicht von Leben und Tod.

Im zweiten Jahr wurde ihr Mann misstrauisch. Seine Frau verschwand nächtelang. Spurlos. Keiner konnte sie finden.

Im dritten Jahr reichte es ihm. Statt sich um die Familie zu kümmern und um ihn, ihren Herren, war die Banshee draussen. Bei Nacht und Nebel am Meer. Dort hatten manche der Stadtbewohner sie gesehen. Allein mit dem Nebelreich, den Elementen.

Eines Nachts, die Kinder schliefen, folgte er ihr zum Strand. Ein Lied flog mit dem Wind, rauschte in den Wellen, ruhte im Stein. Dort war seine Frau und sang! Doch sang sie nicht allein. “Hier bist du, Hexe! Beschwörst du den Sturm herauf, der die Fischer zum Kentern bringt?!” Unbedacht hatte er diese Worte gesprochen, doch waren sie gehört und nicht zurückzunehmen.

Mit traurigem Blick sah die Banshee zu ihrem Mann während ihr Fleisch sich nach und nach zum Nebel verwandelte. Fleisch zu Geist wurde.

Der unerwartete Gott mit den Meeraugen tauchte als Silhouette hinter ihr auf. Legte mitfühlend die Hand auf ihre Schulter.

“Durch deine eigene Unsicherheit hast du das beendet. Ich werde unsere Kinder ihr Leben lang begleiten. Doch Mensch werd ich nicht mehr werden können.“
Und die Banshee wurde zu Nebel.

In der Anderswelt begrüssten ihre acht Schwestern sie. Sie hatten sie vermisst und teilten ihr Leid.

Die Kinder wurden erwachsen, gründeten selber Familien.
So ist es, daß das Blut des Anderweltlichen und Fernen sich in vielen Menschen dieser Zeit bewahrt hat.

Ende

 

Autorin: Veleda Alantia

Bilder: Veleda Alantia