Archiv für die Kategorie ‘HeidenSterz’

Meine blutroten Lieblingsknollen – Ronen

Samstag, 17. Oktober 2015

Der Herbst ist für die meisten Menschen die typische Kürbiszeit. So habe ich das auch immer gehalten, bis mich und den Kürbis ein paar Schwangerschaftsgelüste mit eher ungünstigem Ausgang, für immer entzweit haben. Also musste ein neues Herbst- und Wintergemüse her und so habe ich die Ronen für mich entdeckt. Ja, jetzt geht’s rund in den Köpfen unserer deutschen Leser – was bitte sollen Ronen sein? Nichts anderes als Rote Rüben bzw. Rote Beete. Ronen sind ein Knollengemüse und gehören zur Familie der Gänsefußgewächse. Sie sind mit Mangold, sowie den Zucker- und Futterrüben verwandt. Ronen sind gerade in der kalten Jahreszeit zu empfehlen, da sie Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor, Kalium, Magnesium, Eisen sowie Vitamin B und C, ebenso wie Folsäure, enthalten. Sie können je nach Zeit der Aussaat von Juli bis Oktober geerntet werden. Da sie bei einer Lagerung in dunklen, kühlen Räumen problemlos haltbar sind, sind sie auch in roher Form oft das ganze Jahr über erhältlich.

Schnell, einfach, aber eine ziemliche Küchensauerei: Der Ronensalat

Da es ja nicht schaden kann, zwischendurch auch mal etwas Gesundes zu essen, gibt es hier für euch ein Ronensalat-Rezept.

Wir brauchen dazu:
– 1 Kilo Ronen
– 1-2 Knoblauchzehen
– Salz, Pfeffer
– Essig, Öl (Welches Öl ihr verwendet, ist Geschmackssache. Ich finde zum Beispiel, dass Olivenöl überhaupt nicht zu Ronen passt, meine Mutter sieht das völlig anders. Ich verwende immer einfaches Maiskeimöl.)
– 1 Schuss Wasser

Ronensalat

Kauft entweder rohe oder bereits vorgekochte (aber nicht marinierte) Ronen. Die Vorgekochten Ronen haben den Vorteil, dass ihr euch in etwa 1 – 1 1/2 Stunden Zeit erspart. Habt ihr euch für die nicht vorgekochten Ronen entschieden, müsst ihr die nun ca. 1-1,5 Stunden lang kochen. Die tatsächliche Garzeit hängt natürlich von der Größe ab. Stecht einfach mit einer Gabel in die Ronen, bleibt die Gabel darin stecken wie in Zement, dann brauchen sie wohl noch etwas. Sind sie dann aber endlich weich gekocht, könnt ihr die Ronen kurz abschrecken (das heißt kurz mit kaltem Wasser abspülen) und schälen. Dann die Ronen je nach Größe entweder zuerst halbieren und in dünne Scheiben schneiden, oder – falls sie ohnehin nicht allzu groß sind – gleich in Scheiben schneiden. Auch in kleine Stiftchen reiben ist eine Möglichkeit. Ronen zu verarbeiten, ist meistens eine ziemliche Sauerei, weil diese Dinger einfach alles rot einfärben. Sie färben nicht so schlimm ab wie Kurkuma, aber sie färben ab. Die geschnittenen Ronen etwas abkühlen lassen. Jetzt den Knoblauch fein hacken bzw. auspressen und über den Salat geben. Mit Salz, etwas Pfeffer, Öl, Essig und einem Schuss Wasser würzen. Viele rühren die Marinade in einem separaten Gefäß an und gießen sie dann erst über den Salat. Das ist vor allem dann zu empfehlen, wenn ihr noch nicht viel Übung im Marinade Mischen habt. Es kann nämlich dann leicht passieren, dass ihr es mit der einen oder anderen Zutat übertreibt (meistens mit dem Essig). Mischt ihr alles vorher schon zusammen, könnt ihr so lange experimentieren, bis die Mischung perfekt passt. Die Marinade dann über den Salat gießen und alles gut durchmischen. Den Salat für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen, er muss nämlich erstmal schön durchziehen, damit das Knoblaucharoma auch richtig rauskommt.

Variationen:
Ihr könnt auch etwas fein gehackten Ingwer oder einen Schuss Honig zur Marinade geben. Mit dem Honig würde ich aber sparsam umgehen, da die Ronen selbst schon sehr süß sind.

Hitzebooster für kalte Tage: Ronensuppe

Ich verspreche euch, dass diese Suppe in etwa den gleichen Effekt hat, wie einen kleinen Ofen in sich anzuzünden. Sie ist also bestens geeignet für alle, die des Öfteren wie kleine Frostbeulchen herumlaufen.

Zutaten:
– ca. 1 kg Ronen
– 4-5 Erdäpfel
– 2 Zwiebeln
– 2 EL Öl zum Zwiebel anbraten
– 3-4 Karotten
– 1 grüner Paprika
– 2 Gemüsesuppenwürfel (gibt es auch in Bioform)
– 2-3 Tomaten (frisch)
– 1 TL Tomatenmark
– Salz, Pfeffer
– 1 TL Majoran
– 1,5 – 2 Liter heißes Wasser
– 1 EL Sauerrahm pro Teller Suppe

Ronensuppe im Topf

Zubereitung: Zuerst müsst ihr mal die Ronen 1- 1,5 Stunden kochen. Der Einfachheit halber könnt ihr aber auch bereits vorgekochte Ronen verwenden. Hier ist nur darauf zu achten, dass sie nicht bereits im Glas mariniert wurden. Sobald die Ronen weich gekocht sind, werden sie geschält, halbiert (bei sehr großen Ronen empfehle ich sie zu vierteln) und in Scheiben (ca. 0,5 cm dick) geschnitten. Die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Jetzt könnt ihr auch schon die noch rohen Erdäpfel schälen und würfeln. Etwas Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebelringe darin anbraten. Währenddessen die Karotten und den Paprika in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Wenn die Zwiebeln schon etwas bräunlich sind, werden die Karotten sowie der Paprika hinzugefügt und alles noch ein paar Minuten weiter angebraten. Mit heißem Wasser aufgießen (ich empfehle ca. 1,5 Liter Flüssigkeit) und alles zum Kochen bringen. Sobald die Suppe kocht, könnt ihr die geschnittenen Erdäpfel und Ronen hinzufügen. Die Tomaten vierteln und ebenfalls der Suppe hinzufügen. Jetzt noch mit den Gemüsesuppenwürfeln, einer Prise Salz, etwas Pfeffer und ca. 1 TL Majoran würzen. 1 TL Tomatenmark beimengen, alles gut umrühren und in etwa 45 Minuten kochen lassen. Vor dem Servieren die Suppe noch mit einem EL Sauerrahm garnieren.

Ronensuppe

Die Backschule Teil III – Der Brandteig

Samstag, 27. Juni 2015

Bezogen auf die Temperaturvorlieben des Teiges, ist der Brandteig das Gegenteil vom Mürbteig. Soll man beim Mürbteig ja darauf achten, dass sowohl die Zutaten als auch die Hände, die den Teig kneten, stets kühl sind, mag es der Brandteig im Gegenzug dazu lieber heiß. Er wird auf dem Herd in einem Topf zubereitet und man darf ihn sogar ruhig ein wenig „anbrennen“ lassen. Wofür ist Brandteig geeignet? Zum Beispiel für Windbeutel, Profiteroles oder Eclairs.

Brandteig ist nach einem Grundrezept extrem einfach zuzubereiten, also – wie in den Backeinführungen gedacht – für Backanfänger bestens geeignet. Für den Teig braucht ihr:

– ¼ Liter Wasser
– ½ TL Salz
– 100 Gramm Butter
– 150 Gramm Mehl
– 4 Eier.

Ihr könnt statt des Wassers auch Milch nehmen. Der Unterschied ergibt sich in der Farbe der fertigen Bäckerei. Während mit Wasser gerührter Brandteig nach dem Backen eher hell und blasser ist, wird mit Milch gemischter Brandteig nach dem Backen eher goldgelb aussehen. Mir persönlich sagt die Milch-Variante mehr zu, eine Alternative ist natürlich auch, Wasser und Milch einfach zu mischen. In diesem Fall wären das dann 1/8 Liter Wasser und 1/8 Liter Milch. So habt ihr die Vorteile beider Zutaten, das Wasser macht den Teig leichter rührbar, die Milch gibt ihm dann die schöne Farbe und einen feineren Geschmack.

An Equipment benötigt ihr (abgesehen von einer Küchenwaage):
– einen größeren Topf (ab 3 Liter),
– eine Schüssel,
– eine Handrührmaschine mit Knethaken,
– einen Kochlöffel,
– einen Spritzsack (Spritzbeutel)
– Backpapier oder Butter zum Einfetten und
– ein Backblech.

Zubereitung Grundteig

Stellt gleich alle Zutaten bereit und geht sicher, dass ihr auch genügend Zeit habt, den Teig sofort zu verarbeiten, denn was Brandteig gar nicht mag ist, wenn man ihn sehr lange stehen lässt. Das macht ihn zäh und krustig und die Weiterverarbeitung wird unglaublich mühsam bis unmöglich. Nehmt den Topf und bringt darin das Wasser (bzw. die Milch oder das Wasser-Milch-Gemisch) zum Kochen. Löst das Salz darin auf und fügt die Butter hinzu. Die Butter sollte sich vollständig im heißen Wasser (bzw. in der Milch oder dem Wasser-Milch-Gemisch) auflösen. Nun könnt ihr das Mehl auf einen Satz zur Wasser-Butter-Mischung schütten, dabei aber ständig rühren.

Weiter geht es jetzt aber bei mittlerer Hitze, damit euch der Teig nicht sofort komplett anbrennt. Ihr rührt also so lange weiter, bis sich ein paar Klumpen bilden bzw. am Ende ein großer Teigkloß entsteht. Nun kommt der Teil, der dem Brandteig seinen Namen gibt, ihr solltet den Teig nämlich nun „abbrennen“. Das heißt ihr lasst ihn ca. 1-2 Minuten von allen Seiten „anbraten“. Am Boden des Topfes wird sich jetzt wahrscheinlich ein bisschen Teig anlegen, das ist vollkommen in Ordnung so. Gedanken solltet ihr euch nur machen, wenn dieser angelegte Teig dunkel bis schwarz wird. Dann habt ihr es vermutlich mit der Hitze übertrieben und fängt am besten noch einmal von vorne an – in einem anderen sauberen Topf versteht sich. Nun kommt der Teig für ca. 15 Minuten in eine Schüssel. Das ist die einzige Zeitspanne, in der der Teig stehen gelassen werden kann. Der Sinn dabei ist, dass er abkühlt, weil später noch Eier untergemischt werden. Würdet ihr die Eier sofort auf den noch heißen Teigklumpen geben, hättet ihr aufgrund der Hitze natürlich eine Eierspeise und euer Einrührversuch bliebe chancenlos. Nachdem der Teig also etwas abgekühlt ist, fügt ihr nun ein Ei nach dem anderen hinzu. Die Eier werden am besten mit einem Knethaken eingerührt. Immer erst das nächste Ei dazugeben, wenn das vorige vollständig eingerührt ist. Da der Brandteig ist ein eher zäher Teig, empfehle ich hier dringend das Handrührgerät mit dem Knethaken. Das Rühren mit der Hand könnte zu Sport ausarten, obwohl ihr gesamt nur ein paar Minuten rühren müsst. Nun wird der Teig in einen Spritzsack gefüllt und auf ein – mit Backpapier ausgelegtes oder mit Butter eingefettetes – Backblech gespritzt. Ihr könnt euch da Formentechnisch austoben und von einfachen Teighäufchen (sehr zu empfehlen bei Windbeuteln) über Herzen bis hin zu Sternen oder Brezen alles machen, was euch so einfällt. Achtet nur darauf, dass ihr genügend Abstand zwischen den einzelnen Portionen lässt, da der Teig beim Backen noch aufgeht (er kann 3 Mal so groß werden!). Nun bei 200 Grad im (unbedingt) vorgeheizten Backrohr ca. 25 Minuten backen und die ersten 15 Minuten das Backrohr auf keinen Fall öffnen, da es sonst passieren kann, dass der Teig wieder in sich zusammenfällt. Gebäck aus Brandteig solltet ihr am besten noch am gleichen Tag verzehren, da es bereits am zweiten Tag schon zäh und trocken sein kann.

Hier noch ein paar einfache Variationen – keine Sorge, nach den Grundrezepten werden in Zukunft auch bald noch etwas ausgefeiltere Kreationen folgen.

Schnell – einfach – und dennoch eine süße spanische Versuchung: Churros

Den Grundteig wie oben beschrieben herstellen. Dann ca. 10 cm lange Streifen/Stangen auf das Backblech spritzen und wie angegeben backen. Sobald die Churros fertiggebacken sind, werden sie in einer Mischung aus Zimt (1/2 TL) und Kristallzucker (grob, 2 EL) gewendet, so dass sich das Zimt-Zucker Gemisch schön darauf verteilt. Passt perfekt zu Espresso.

Ein Brandteig-Klassiker: Windbeutel mit Oberscreme

Alles wie oben angegeben herstellen und backen. Für Windbeutel macht ihr – wie bereits erwähnt – am besten einfache Teighäufchen von ca. 2 cm Durchmesser. Stellt aus ½ Liter Schlagobers und 2-3 EL Zucker eine  Creme her. Dafür wird der Schlagobers mit dem Zucker einfach so lange geschlagen bis er steif ist. Nun schneidet ihr die Windbeutel horizontal in der Mitte (= „daquer“) durch und befüllt diese mit der Creme. Die Windbeutel sollten unbedingt noch warm sein. Sind sie bereits abgekühlt, können sie beim Durchschneiden leichter brechen. Die einfachste Methode die Creme auf die Windbeutel zu bekommen ist, sie (die Creme) ebenfalls in einen Spritzsack zu füllen und sie nun auf die Windbeutel aufzuspritzen. Seid ihr damit fertig, kommen wieder die Deckel drauf und noch etwas Staubzucker darüber – fertig. Wer ein bisschen Abwechslung bei der Füllung braucht, kann auch Himbeeren oder Erdbeeren passieren und diese dann gemeinsam mit dem Schlagobers aufschlagen. Das geht natürlich auch mit Vanillezucker, Schokopudding oder Kakaopulver. Oder ihr bestreut die Windbeutel kurz vor dem Backen noch mit Staub- oder Hagelzucker und/oder Schokostückchen.

Kraftsuppen – oder wie ich meiner Grippe den Laufpass gebe

Samstag, 21. März 2015

Der Frühling steht vor der Türe und da lag es nahe, mal über ein paar wunderbare Frühlingsgefühle, äh ich meine natürlich Frühlingsgerichte zu schreiben. Leider wurde dieser Plan – betreffend sowohl die Frühlingsgefühle als auch die Frühlingsgerichte – gerade von der überall anhaltenden Grippewelle jäh durchkreuzt. Also habe ich in Omas Rezepten gestöbert und für uns alle, die wir noch darniederliegen die altbewährten „wenn du krank bist hilft nur eins“-Suppen heraus gekramt. Jeder hat ja da wohl so seine eigene „Aufbausuppe“ auf die er/sie Stein und Bein schwört. Für alle die noch auf der Suche sind, hier also drei Suppen zur Auswahl.

Worauf mein Mann schwört – Die Rindssuppe oder „Der Wiener Suppentopf“

Zutaten:

– Ca. 1 Kilo Rindfleisch inkl. Knochen (z.B. Beinfleisch)
– 1 Bund Suppengrün
– 1 Zwiebel (nicht geschält, aber halbiert)
– Salz, Pfeffer
– Nach Bedarf Rindssuppenwürfel (gibt’s auch in der Bio-Variante)
– Schnittlauch (in kleine Röllchen geschnitten)

Eine Rindssuppe ist in der Tat eine Kraftbrühe und an sich nicht schwer zuzubereiten, aber es erfordert etwas Geduld, da die Suppe am besten schmeckt, wenn man sie lange kochen lässt. Ihr könnt euch auch jetzt schon entscheiden, ob ihr die Suppe eher klar oder etwas uriger trüb mögt. Die Zutaten sind immer die gleichen, aber wer eine klare Suppe möchte, muss sie vor dem Essen abseihen, damit sich eventuelle Würz- oder Suppengrün-Reste im Sieb fangen und nicht mehr in der Suppe schwimmen. Es empfiehlt sich hier ebenfalls, das Suppengemüse nicht klein zu schneiden, so gehen auch weniger Stückchen ab. Ich habe es immer gerne urig, also macht es mir auch nichts aus, wenn die Suppe trüb ist.

Rindssuppe

Hier nun also die Zubereitung: Zuerst müsst ihr das Suppengemüse waschen und in Scheiben schneiden. Diese können ca. einen halben cm dick sein. Karotten oder Rüben mit einem besonders starken Durchmesser, könnt ihr auch einfach nochmal halbieren. Die Zwiebel mit der Schale halbieren. Jetzt nehmt ihr einen großen Topf und röstet darin das klein geschnittene Gemüse ohne Öl (!) bei mittlerer Hitze an. Die beiden Zwiebelhälften legt ihr mit der Schnittfläche nach unten in den Topf. Ihr solltet immer mal wieder umrühren. Nach 3-5 Minuten hat sich am Topf-Boden höchstwahrscheinlich schon ein brauner Belag angelegt, dieser sorgt später unter anderem für ein kräftiges Aroma. Nun wird alles mit Wasser (heiß oder kalt) aufgegossen, der Belag löst sich so vom Topfboden. Gebt ca. 2 Liter Wasser dazu. Deckel drauf und aufkochen lassen. Sobald das Wasser mit dem Gemüse darin kocht, kommt das Fleisch dazu. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten: Ihr könnt entweder gleich würzen (je nach Geschmack Salz, Pfeffer oder auch 1-2 Suppenwürfel – diese gibt es auch in Bio-Varianten in Reformhäusern) oder ihr mögt es lieber, wenn der Eigengeschmack des Fleisches zuerst mal in die Suppe übergeht und würzt erst kurz vor dem Essen. Wer es nicht gerne stark gesalzen mag, kann auch auf das Würzen mit Salz und Pfeffer verzichten. Fleisch und Gemüse geben ohnehin sehr viel Aroma ab. Mir reicht das ehrlich gesagt nicht, daher würze ich sobald das Wasser, in das ich gerade das Fleisch gegeben habe, wieder kocht. Jetzt könnt ihr euch entspannt zurücklehnen und die Suppe erst mal kochen lassen. Für eine richtige Kraftbrühe empfehle ich 1,5 – 2 Stunden Kochzeit. Achtet darauf, dass die Suppe nicht zu stark kocht. Ich brauche dazu nicht mal eine Suppeneinlage, da ohnehin schon Gemüse und Fleisch in der Suppe ist. Vor dem Servieren noch mit Schnittlauchröllchen bestreuen.

Worauf Oma, Opa, Mutter & Vater schwören – Die Hühnersuppe

Da ich als Kind bei jeder erdenklichen Krankheit immer gleich eine Hühnersuppe bekommen habe, ist sie natürlich auch meine erste Wahl an Grippetagen. Die Hühnersuppe ist im Grunde genauso zuzubereiten wie die Rindssuppe, ihr nehmt aber natürlich Hühnerfleisch statt Rindfleisch und Hühnersuppenwürfel statt Rindssuppenwürfel. Ich würde eine Kombination aus etwas fettigeren Stücken, wie zum Beispiel „Hendlhaxen“ (für alle deutschen Leser: Hühnerkeulen) und dem Brustfleisch nehmen. Wenn ihr nur die Brust verwendet, dann schmeckt die Suppe etwas langweilig finde ich. Den Zwiebel lasse ich bei der Hühnersuppe immer weg, aber auch das ist aber natürlich Geschmackssache. Ihr kocht also alles so wie oben angegeben. Wenn die Suppe fertig ist, könnte ihr sie mit einer Ei-Zitronensauce verfeinern. Diese Sauce nennt sich „Avgolemono“ und verleiht der Suppe eine sehr erfrischende Note. Ihr braucht dazu:

– 2 Eier
– 1 – 2 Tassen  klare Suppe
– 1 Zitrone (für alle die es besonders sauer wollen empfehle ich 1,5 – 2 Zitronen)

Hühnersuppe

Die Suppe vom Herd nehmen, damit sie ein bisschen auskühlen kann. Jetzt müsst ihr das Eiklar vom Eigelb trennen und in einen größeren Suppenteller geben. Hebt das Eigelb bitte auch auf, das werdet ihr später noch brauchen. Jetzt wird das Eiklar geschlagen, bis es leicht schaumig ist, es muss nicht völlig steif sein. Die Zitrone auspressen und den Zitronensaft zum Eiklar schütten, noch ein wenig weiterschlagen. Nun Löffelweise klare Suppe hinzufügen und immer gleich einrühren. Das macht ihr, damit sich das die Sauce langsam erwärmt. Würdet ihr das Eiklar gleich zur heißen Suppe schütten, würde es natürlich sofort fest werden und das wollen wir auf jeden Fall vermeiden. Wenn der Teller halbvoll und alles schon ein bisschen warm, aber noch nicht heiß ist, könnt ihr das Eigelb vorsichtig einrühren. Gebt nun weiter löffelweise die Suppe dazu, bis der Teller schön voll und alles schön erwärmt ist. Nun alles in euren großen Suppentopf gießen und abschmecken. Bei Bedarf noch Zitronensaft hinzufügen.

Worauf meine vegetarische Freundin schwört – Die Apfel Karotten Suppe mit Curry & Ingwer

Zutaten:

– 1/2 Kilo Karotten
– ca. 6 Äpfel
– Suppengewürz für Gemüsesuppen (gibt es auch in Bioform)
– 1/2 – 1 TL Curry
– 1 TL frischer geriebener Ingwer
– Petersilie zum Drüberstreuen

Apfel Karotten Suppe

Zuerst die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die Karotten in Scheiben schneiden und gemeinsam mit den Apfelstücken in einem Topf ohne Öl anrösten. Nach ca. 5 Minuten mit Wasser aufgießen. Alles zum Kochen bringen. Mit dem Suppengewürz und der Hälfte des Currys sowie dem Ingwer würzen. Die Suppe ca. 30 Minuten kochen lassen. Dann pürieren und mit dem restlichen Curry abschmecken. Wem es schmeckt, der/die kann vor dem Servieren noch fein gehackte Petersilie drüberstreuen.

Zutaten:

– Ca. 1 Kilo Rindfleisch inkl. Knochen (z.B. Beinfleisch)
– 1 Bund Suppengrün
– 1 Zwiebel (nicht geschält, aber halbiert)
– Salz, Pfeffer
– Nach Bedarf Suppenwürfel (gibt’s auch in der Bio-Variante)
– Schnittlauch (in kleine Röllchen geschnitten)

Die Backschule – Teil II – Der Mürbteig

Samstag, 13. Dezember 2014

Die Zubereitung eines Mürbteigs erfordert vor allem zwei Dinge: Kühle Zutaten und kühle Hände. Der Rest geht wie von selbst, wenn man bereit ist ca. 10 Minuten fest zu kneten. Zuerst solltet ihr mal alle Zutaten abwiegen und bereit stellen. Der Grundteig besteht aus:

– 300 Gramm Mehl
– 200 Gramm Butter
– 1 TL Zucker
– 1 Ei
– 1 Prise Salz

Nun wird das Mehl auf die Arbeitsplatte gesiebt. Dann drückt man mit einem Esslöffel in die Mitte des Mehls eine Mulde. In diese Mulde kommen nun der Zucker, das Ei sowie die Prise Salz. Die Butter sollte gut gekühlt sein und wird jetz in kleine Stücke geschnitten. Diese Butterstückchen verteilt man rundherum auf dem Mehlberg.

Mürbteig Mehlberg

Mit einem Messer (Vorsicht: Scharf!) oder einer Backpalette wird nun alles vorsichtig durchgehackt und dann sofort geknetet, bis alle Brösel zu einer schönen Teigkugel geworden sind und diese auch nicht mehr auseinanderfällt. Nun die Teigkugel in Frischhaltefolie wickeln und ab damit in den Kühlschrank. Der Mürbteig hat es recht gerne kühl.

Diesen Teig könnt für Quiches oder Tartes verwenden, aber auch für Mürbteigkekse ist dieser Teig ideal. Bei den Keksen empfehle ich aber etwas mehr Zucker zu verwenden (ca. 100 Gramm). Bereitet den Teig wie oben beschrieben zu. Nun bemehlt ihr die Arbeitsfläche – das heißt ihr streut ein bisschen Mehl auf die Fläche, damit der Teig beim Ausrollen nicht kleben bleibt. Ebenso bemehlt ihr ein Nudelholz. Der Teig wird jetzt mit diesem Nudelholz dünn (ca. 5 mm Dicke) ausgerollt. Bis ihr etwas mehr Übung habt könnt ihr den Teig auch zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie ausrollen, dann bleibt auch ohne Mehl nichts kleben. Ich fange immer zuerst direkt in der Folie an, mache dann aber auf der bemehlten Arbeitsfläche weiter. Wenn ihr den Teig zuvor schön zu einer Kugel geformt habt, wird das mit dem Ausrollen ganz einfach funktionieren. Wenn der Teig ausgerollt ist, könnt ihr mit verschiedenen (Keks-)Formen Kekse ausstechen. Diese legt ihr dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backbleck. Bei ca. 180 Grad in etwa 10 Minuten backen. Jetzt noch mit Staubzucker bestreuen und fertig sind die einfachsten Weihnachtskekse der Welt.

Apfel-Tarte

Zuerst einen Mürbteig nach dem oben angegebenen Grundrezept herstellen.

Weiters braucht ihr noch:

– 800 Gramm Äpfel
– 3-4 EL Staubzucker

Den Teig dann aus dem Kühlschrank nehmen, die Äpfel schälen, halbieren und entkernen. Dann die Äpfel in Spalten schneiden. Nun den Teig wie oben angegeben ausrollen. Ziel ist, den Teig flach und rund wie eine Pizza hin zu bekommen. Sollte er beim Ausrollen an den Rändern etwas auseinanderbrechen, klebt ihn einfach wieder zusammen. Jetzt die Form (am besten nehmt ihr dafür eine Tarte- bzw. Quicheform) mit Butter einfetten und leicht mit Mehl bestäuben. Den Teig vorsichtig in die Form legen und zwar so hoch, dass auch der Rand der Form mit dem Teig bedeckt ist. An allen Seiten leicht in die Form hineindrücken. Den Teigboden ein paar Mal mit einer Gaben einstechen. Nun die Apfelhälften darauf verteilen. Dabei könnt ihr sie anordnen, wie es euch gefällt, am Ende soll es eben hübsch aussehen (es sei denn ihr wollt, dass es nicht hübsch aussieht, das ist für mich auch in Ordnung ;-) ). Noch mit Staubzucker bestreuen und bei 180 Grad für ca. 30 – 40 Minuten ins Backrohr damit. Die fertig gebackene Tarte nochmal mit Staubzucker bestreuen und warm servieren. Wenn ihr wollt, könnt ihr die Tarte nach dem Backen auch noch mit Marmelade bestreichen, das verleiht ihr auch noch einen schönen Glanz. Ich verwende dazu Marillenmarmelade.

Apfel Tarte


Mürbteig für Pikantes – Schinken Paprika Quiche

Zuerst für die Quiche einen wie oben angegebenen Mürbteig machen.

Zutaten für die Füllung:

– 150 Gramm gekochter Schinken
– 1 roten Paprika
– 1/2 Tasse Petersilie und/oder Basilikum und/oder Rucola
– 1 Bund Frühlingszwiebeln
– 100 Gramm geriebener Hartkäse
– 125 ml Schlagobers
– 3-4 Eier (kommt auf die Größe an, meistens reichen 3 Eier)
– Salz, Pfeffer, nach Geschmack eine Prise Paprikapulver süß oder scharf

Schinken und Paprika in kleine Würfel, die Frühlingszwiebel in kleine Ringe schneiden und alles vermengen. Die Kräuter hacken und ebenfalls untermischen. Nun den Käse reiben und in einer anderen Schüssel mit dem Schlagobers vermischen. Die Eier dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und nach Geschmack auch mit Paprikapulver würzen. Alles schön verquirlen.

Den bereits zuvor zubereiteten Quiche-Teig jetzt ausrollen und in die mit Butter eingefettete Quiche-Form legen (eine normale Auflauf-Form tut es auch, ihr müsst nur den Teig dann beim Ausrollen in Größe und Form daran anpassen). Der Teig sollte auch den Rand der Form bedecken. Dann die Schinken-Mischung gleichmäßig auf dem Teig verteilen und anschließend die Obers-Eier-Mischung langsam drüber gießen. Hier auch darauf achten, dass diese sich schön gleichmäßig verteilt. Das ganze kommt dann bei 180 Grad für ca. 40 Minuten in den Backofen.

Schinken Paprika Quiche

Die Zubereitung eines Mürbteigs erfordert vor allem zwei Dinge: Kühle Zutaten und kühle Hände. Der Rest geht wie von selbst, wenn man bereit ist ca. 10 Minuten fest zu kneten. Zuerst solltet ihr mal alle Zutaten abwiegen und bereit stellen. Der Grundteig besteht aus:

– 300 Gramm Mehl

– 200 Gramm Butter

– 1 TL Zucker

– 1 Ei

– 1 Prise Salz

Nun wird das Mehl auf die Arbeitsplatte gesiebt. Dann drückt man mit einem Esslöffel in die Mitte des Mehls eine Mulde. In diese Mulde kommen nun der Zucker, das Ei sowie die Prise Salz. Die Butter sollte gut gekühlt sein und wird jetz in kleine Stücke geschnitten. Diese Butterstückchen verteilt man rundherum auf dem Mehlberg. Mit einem Messer (Vorsicht: Scharf!) oder einer Backpalette wird nun alles vorsichtig durchgehackt und dann sofort geknetet, bis alle Brösel zu einer schönen Teigkugel geworden sind und diese auch nicht mehr auseinanderfällt. Nun die Teigkugel in Frischhaltefolie wickeln und ab damit in den Kühlschrank. Der Mürbteig hat es recht gerne kühl.

Die Backschule – Teil I

Samstag, 13. September 2014

Backen war für mich früher immer ein Mysterium. Wo man beim Kochen doch einfach nach Gefühl alles in den Topf schmeißen kann – vorausgesetzt man hat ein bisschen Gespür für die richtige Zusammensetzung der Zutaten – ist es beim Backen durchaus empfehlenswert sich an bestimmte Mengenangaben zu halten. Seltsam, dass für mich genau diese Tatsache das Mysterium darstellte, weil in meiner Vorstellung von Küche alles irgendwie nach Gefühl gehen musste. Jetzt sollte doch nichts leichter sein als ein Rezept raussuchen und sich exakt an dessen Angaben zu halten. Aus einem mir bisher unerfindlichen Grund macht aber so ein Kuchen doch ab und zu einfach was er will. Genauso lange gebacken wie beim letzten Mal und trotzdem in der Mitte noch roh? Ein Soufflé, das im letzten Moment zusammenfällt? Kekse die man eher als Wurfgeschosse als zum Essen verwenden kann? Falls das nun ein paar Leuten bekannt vorkommen sollte: Keine Sorge, alles eine Frage der Übung. Ach und fast hätte ich die Geduld vergessen. Und die Hingabe und Liebe zum Backen? Oder war es doch nur die Übung und Geduld? Nicht gerade mit diesen beiden Eigenschaften gesegnet, kam mir so ein Backzeug jahrelang nicht in die Küche. Bis mich doch einmal der Ehrgeiz packte. Irgendjemand behauptete doch tatsächlich, dass Backen mit viel Gefühl für das richtige Timing zu tun hat. Keine Geduld, aber ein Gefühl für das richtige Timing? Das sollte zu schaffen sein.

Aller Anfang ist schwer? – Nein: Aller Anfang braucht Equipment

Wir fangen hier mal mit ein paar einfachen Rezepten an, um uns später Schritt für Schritt etwas aufwendigeren Kreationen zuzuwenden. Für alle die schon wahre Backmeister sind: Sorry, das hier wird euch jetzt vermutlich etwas langweilen. Am besten fangen wir gleich mit einem Rührteig an, da kann am wenigsten schief gehen.

Grundsätzlich sollte man aber seine Küche vorher noch mit einigen Utensilien ausstatten, die beim Backen hilfreich sein können. Dazu gehört auf jeden Fall einmal
(1) eine Rührschüssel oder am besten 2-4 Schüsseln in unterschiedlichen Größen und Ausführungen. Mindestens eine der Schüsseln sollte aber von der Größe her eher einer großen Salatschüssel als einer Müslischale entsprechen. Weiter geht es mit:
(2) einer Küchenwaage,
(3) einem Messbecher,
(4) einem Schneebesen,
(5) einem (Hand-) Rührgerät,
(6) einem Kochlöffel,
(7) einer Kuchenbackform (für das gleich folgende Rezept brauchen wir für Variante 1 eine Gugelhupfform, für Variante 2 ein Backblech mit einem etwas höheren Rand oder eine Auflaufform).

Alle weiteren hilfreichen Utensilien wie zum Beispiel ein Backpinsel, ein Spritzbeutel, eine Teigspachtel oder ein Nudelholz, folgen dann mit der Zeit und den weiteren Rezepten.

Ein Rührteig ist deshalb so wunderbar für Backanfänger geeignet, weil man im Grunde alle Zutaten einfach zusammen in eine Schüssel geben und ihn dann kräftig durchrühren kann. Im Gegensatz zum Biskuitteig, den man sehr behutsam behandeln sollte damit er nicht zäh und trocken wird, scheint der Rührteig das „durchgeschleudert“-werden irgendwie zu mögen. Zumindest aber schadet es ihm nicht. Für unseren ersten Rührkuchen brauchen wir folgende Zutaten:

Rührkuchen in 2 Variationen

– 300 Gramm Butter
– 300 Gramm Zucker
– 300 Gramm Eier (ca. 4-5 Stück)
– 300 Gramm glattes Mehl
– 1 Prise Salz
– 1 Messerspitze Backpulver
– 1-2 Löffel Kakaopulver und etwas Staubzucker für Variante 1 (Marmorkuchen) + Sirup für Variante 2 (Kleine Abwandlung von Revani)

Zutaten für den Sirup in Variante 2:

– 3 Tassen Zucker
– eine halbe bis eine Tasse Wasser (je nach Geschmack: mehr Wasser = flüssiger Sirup, weniger Wasser = zähflüssiger Sirup)
– Saft und Schale einer halben bis zu einer ganzen Bio-Zitrone (wieder nach Geschmack)

Die Butter in der Rührschüssel weich werden lassen (schneller geht es, wenn man sie in kleine Stückchen schneidet) und mit dem Zucker verrühren. Die Eier aufschlagen, dazu mischen und weiter rühren. Hier ist es wichtig so lange zu rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Das kann je nach Zucker eine kürzere oder längere Prozedur sein (brauner Zucker beispielsweise braucht etwas länger um sich beim Rühren aufzulösen als feiner, weißer Zucker). Ich würde empfehlen, das mit einem Handrührgerät zu machen, für besonders sportliche Gesellen eignet sich natürlich auch ein Schneebesen. Jetzt nach und nach das Mehl, Salz sowie das Backpulver untermischen und rühren – rühren – rühren. Nun kann man sich entscheiden, ob man Variante 1 oder 2 des Kuchens machen möchte.

Für Variante 1 wird der Teig nun in zwei Teile geteilt. Die eine Hälfte bleibt unangetastet, die andere wird mit 2 Esslöffel Kakaopulver vermischt. Jetzt die Gugelhupfform mit Butter einfetten (innen!) und abwechselnd einen Löffel von der ersten (hellen) Teigmasse und einen Löffel von der zweiten (mittlerweile durch das Kakaopulver dunklen) Teigmasse nebeneinander Schicht für Schicht in die Form füllen. Ist alles drinnen, kann man mit dem Löffel oben noch einmal vorsichtig alles glattstreichen. Nun wird der Kuchen bei 150 Grad ca. 1 Stunde auf mittlerer Schiene gebacken. Um festzustellen ob der Kuchen fertig ist, sticht man mit einer dicken, langen Nadel (sehr gut eignen sich Spieße oder auch Stricknadeln) in den Kuchen. Bleibt an der Nadel kaum mehr etwas bis nichts mehr vom Teig kleben, ist der Kuchen fertig. Mit der Zeit bekommt man ei Gefühl dafür, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist um ihn rauszunehmen. Den Kuchen dann noch mit Staubzucker bestreuen.

Gugelhupf

Für Variante 2 sparen wir uns das Teilen der Teigmasse und streichen den Teig gleich auf ein mit Butter eingefettetes Backblech bzw. füllen diese in eine eingefettete Auflaufform. Hier variiert die Backzeit etwas, da der Kuchen viel flacher und daher schneller durch ist. Es wird bei 150 Grad auf der mittleren Schiene in etwa 20 – 30 Minuten dauern. Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt um aus den oben genannten Zutaten den Sirup zu machen. Dazu einfach alle Zutaten in einen Kochtopf füllen, aufkochen lassen und 5-7 Minuten kochen. Der Sirup wird dann im Anschluß nach und nach über den fertig gebackenen Kuchen geschüttet und immer wieder leicht (bis in alle Ecken) verstrichen. Der noch warme Kuchen sollte den Sirup gut aufsaugen. Auch diesen Kuchen kann man nach Belieben noch mit Staubzucker und/oder Kokosraspeln bestreuen – auf Grund der Feuchtigkeit durch den Sirup empfehle ich das aber erst kurz vor dem Servieren. Fertig!

Revani

Und hier noch ein schnelles Rezept für Zitronenmuffins (ebenfalls ein Rührteig):

– 1 Päckchen Backpulver
– 1 Ei
– 200 Gramm Joghurt (mit Zitronengeschmack oder Natur)
– 250 Gramm Mehl
– 80 ml Öl
– 1 Päckchen Vanillezucker (ich bevorzuge hier echten Vanillezucker und kein Vanillin)
– Die Schale und den Saft einer Bio-Zitrone
– 120 Gramm Zucker (ich würde braunen Zucker empfehlen)

Den Zucker, Vanillezucker und das Ei fünf Minuten schaumig schlagen (wenn vorhanden wieder das Handrührgerät verwenden). Die Schale der Zitrone abreiben, den Saft auspressen und beides unterrühren. Das Öl beimengen. Mehl, Backpulver und Joghurt nach und nach hinzufügen und alles ein paar Minuten lang schaumig schlagen. Beim Backen der Muffins hat man mehrere Möglichkeiten: Entweder man verwendet ein Muffinbackblech. Dieses kann man entweder mit Butter einfetten und die Teigmasse direkt einfüllen oder man gibt in die einzelnen Vertiefungen noch jeweils ein Papier-Muffinförmchen und füllt den Teig in diese ein. Hat man kein Muffinbackblech zur Hand, kann man auch 2-3 Papierförmchen ineinanderstecken und diese dann mit dem Teig einzeln auf das Backblech stellen. Bei allen Varianten sollte man bedenken, dass der Teig durch das Backpulver im Ofen noch aufgeht, daher nicht bis ganz oben hin vollfüllen. Die angegebene Menge reicht für ca. 12 Muffins. Wenn alles mit einem Löffel in die Förmchen oder das Muffinbackblech eingefüllt wurde, kommt es bei 160 Grad ca. 30 Minuten in den Backofen. Auch hierzu passt der Zitronensirup perfekt.

Ende Teil 1

Bildquelle: http://denenmispastatariflerim.blogspot.co.at/2011/01/revani.html