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NATuQuTAN – Teil II, geschrieben von Magister Botanicus

Samstag, 01. April 2017

Physikalische Grundlagen

Definition von materiellen Letzteinheiten

Was ist Materie? Nun…

…allein um nur diese Frage erschöpfend beantworten zu können, gibt es eine unüber­schaubare Menge von Fachbüchern. Ich möchte versuchen, Ihnen diese Grundbegriffe um die es hier bei dieser Definition geht, mit den einfachsten Mitteln zu erklären. Denn diese Defini­tionen brauchen wir später wieder für die ganzheit­liche Betrachtung der Welt.

Als erstes sollten wir uns darauf einigen, dass es tatsächlich materielle Letzteinheiten gibt, was nichts anderes heißt, dass es definierte Teilchen gibt, die nicht mehr geteilt werden können – und da geht es schon los!

Diese Letzteinheiten setzen sich selbstverständlich aus weiteren Einheiten zu­sammen, die mit den Bezeichnungen Quarks, Gluonen (oder Leimteilchen), Flavor´s (oder Geschmacksteilchen) und anderen, noch exotischeren Namen belegt wurden. Diese „Teilchen“ sind experimentell nachgewiesen und existieren tatsächlich – dies soll hier nicht in Abrede gestellt werden. Und rein theoretisch wäre es möglich, dass sich diese Teilchen wiederum aus anderen, noch kleine­ren Teilchen, zusammen­setzen würden usw. usf.

Jedoch nicht in ihrer Eigenschaft tatsächlich Materie oder materielle Letzteinheiten sein zu können!i Quarks, Gluonen oder Flavor`s können nur unter extremsten Be­dingungen und nur künstlich erzeugt werden, z.B. im deutschen Elektronen­sychrotron (DESY). Sie kommen in unserer Welt als frei beobachtbare Zustände der Materie nicht vor! Um es bildhafter zu machen:

Stellen Sie sich bitte vor, alle materiellen Letzteinheiten wären bunt angemalte Murmeln, kariert, uni, gepunktet, geblümt („Hä?“ – der Red.-Elch). Es gibt dann zwar viele unterschied­liche Murmeln (= nicht mehr teilbare Materieteilchen), aber der Lehm aus dem sie gemacht sind (= die Zusammensetzung der intraatomaren Strukturen, Quarks, Gluonen ect.) ist der Gleiche!

Was wären also diese materiellen Letzteinheiten? Es sind z.B. die Kernteilchen eines Atoms, die Elementarteilchen genannt werden. Es gibt mittlerweile einen richtigen und auch so be­zeichneten „Teilchenzoo“, in dem sich vielfältige Vertreter der Elementarteilchen tummeln und mit Namen Leptonen, Hadronen, Neutrinos usw. bezeichnet werden.

Wir wollen uns aber nicht weiter als nötig in die komplexe Welt der Elementar­teilchen und der physikalischen Beschreibungen begeben. Jeder Stoff egal ob fest, flüssig oder gasförmig, besteht aus Molekülen. Diese sind aus Atomen aufgebaut, und deren Baustoff wiederum sind die Elementarteilchen. Wir wollen bei den be­kanntesten dieser Teilchen bleiben.

Die drei wichtigsten Vertreter dieser Gattung möchte ich Ihnen gleich vorstellen: Das elektrisch neutrale Neutron und das elektrisch positive Proton – der Stoff, aus dem die Atomkerne sind. Während diese beiden fast die gleiche Masse haben, um­kreist den Kern das, mit wesentlich geringerer Masse ausgestattete, Elektron. Je nach der Anzahl der Protonen haben im Normalfall die Atome genau die gleiche Anzahl an Elektronen, wobei die Neutronen in ihrer Zahl variieren können. Die verschie­denen Varianten eines be­stimmten Elementes nennt man dann Isotope. Von der elektrischen Ladung her gleichen sich somit Elektronen und Protonen aus und das Atom ist – normalerweise – in einem stabilen Zustand.

Weiterhin – sagen wir mal flapsig und im klassischen Sinne – umläuft den Atomkern das Elektron (oder mehrere Elektronen, je nach Element) in einer elliptischen Um­laufbahn. Diese Kreisbewegung hört niemals auf, nicht einmal in der Kälte des Welt­raumes. Allerdings gibt es nur ganz bestimmte Bahnen, auf welchen Elektronen den Atom­kern umlaufen können – und die dürfen auch nur mit Elektronen in einer ganz bestimmten Anzahl oder in bestimmten Zuständen besetzt sein.

Ganz wichtig ist auch noch, dass Elektron, Proton und Neutron eine sogenannte Ruhemasse haben, d.h. auch wenn sie sich nicht bewegen, haben sie eine Masse. Wie gesagt, normaler­weise ändert sich an dem stabilen Zustand des Atoms nichts, aber durch eine Zufuhr von Energie, die, in welcher Form auch immer, von Außen in ein Atom gelenkt wird, passieren dann abgefahrene Sachen…


Die Definition von Energie

Energie ist jede Form der bewegten Materie!

Als ein Beispiel möchte ich hier die elektrische Energie anführen. Diese Energie wird von Elektronen, den negativ geladenen Teilchen der Atomkerne übertragen. Lassen Sie uns dafür mal in das Kupferkabel eines normalen Haushaltstoaster schauen (Energiefresser!!! – der Red.-Elch), der an ein öffentliches Stromnetz angeschlossen ist. Toaster aus – kein Stromfluss, Toaster an – Strom fließt.

Und mittels der Begriffe, die ich benutzt habe, ist auch schon das Prinzip, welches hinter der elektrischen Energie steht, erkennbar. Elektrische Energie im Stromnetz, ist wie Wasser, das in ein Röhrensystem geschüttet wird. Macht man dann eine Röhre auf und gießt man oben immer nach, fließt das Wasser.

Nur dass es hier im Kupferkabel die Elektronen sind die Fließen und die Elektronen dies nur tun, weil Kupfer die besondere Eigenschaft hat, ein guter Leiter für freie Elektronen zu sein. Lassen wir also unsere Elektronen in die feinen Glühdrähtchen fließen, die sich im Toaster befinden: Wieder soll Wasser als Modell herhalten. Hatten wir vorher einen dickes Rohr, so ist es jetzt ein Röhrchen, eine haarfeine Kapillaren, durch die das Wasser durch muss. Wenn ich auf das ganze Röhren­system auch noch Druck ausübe, so knallen die Wassermoleküle ständig gegen die Wände des Röhrchens.

Die Elektronen machen das Gleiche, sie geben ihre Bewegungsenergie, die sie von einem Kraftwerk bis in den Toaster gepumpt haben, an den dünnen Draht ab. Dessen Atome nehmen diese Energie auf und die Moleküle des Drahtes fangen ebenfalls an, sich zu bewegen. Nur sie können nicht weg, sie sind in der festen Struktur des Kupferdrahtes eingefangen. Also begin­nen sie damit, hin und her zu schwingen, immer schneller und schneller, um die aufgenom­mene Bewegungs­energie wieder abzugeben. Von außen betrachtet beginnt dadurch der Draht sich zu erwärmen und schließlich zu glühen. Die schwingenden Moleküle des Kupfer­drahtes geben ihrerseits die Bewegungsenergie an die Luftmoleküle weiter. Hinzu kommt, dass Lichtenergie freigesetzt wird in Form von Hitze- oder sog. Infrarot­strahlung.

Ich könnte jetzt endlos weiter machen, wie sich durch die Wärme die chemische Zusammen­setzung des Brotes im Toaster ändert oder dass die erwärmte Luft aus dem Toaster austritt, und zu Erhöhung der Gesamtwärmemenge des Universums beiträgt (die Physiker sagen dazu „…die Entropie wird gesteigert…“

Doch ich möchte Ihnen noch ein anderes Beispiel vorstellen, vor allem weil hier Teil­chen ins Spiel kommen, die keine Ruhemasse besitzen. Einfacher ausgedrückt, wenn diese Teilchen jemals zur Ruhe kommen, sind sie nicht mehr nachweisbar bzw. haben ihre Bewegungs­energie komplett an andere Teilchen übertragen.

Die Fotonen, jene Teilchen, die elektromagnetische Energie transportieren, sind solche Teilchen ohne Ruhemasse. Elektromagnetische Energie oder Strahlung ist z.B. sichtbares Licht, Wärmestrahlung, kann auch Infrarotlicht oder in Form von Rönt­genstrahlung auftreten. Fotonen heißen auch Licht­quanten – ein Begriff den ich ab jetzt benutzen werde, der er beschreibt genau das, was sie sind: eine Portion elektromagnetische Strahlung.

Ende Teil II

NATuQuTAN – Teil I, geschrieben von Magister Botanicus

Samstag, 18. März 2017

Einleitung

Der Versuch, Magie und Naturwissenschaft über den Ansatz einer metronisch quantisierten Feldtheorie und den String- bzw. Brane-Theoremen miteinander zu verknüpfen, wird einigen Naturwissenschaftlern als blanker Unsinn erscheinen, denn an der Universität hat man ihnen beigebracht, dass das, was nicht sein darf, auch nicht sein kann.

Ihnen stehen ebenso viele Gele(e)hrte der „anderen“ Fakultät gegenüber – und ihnen in nichts nach – denn es gibt ebenso viele Menschen, die sich mit Magie und/oder Naturreligionen beschäftigen, die von Naturwissenschaften im Allgemeinen nicht die Bohne verstehen und im Besonderen von Biologie, Chemie oder etwa Physik nichts wissen wollen.

Warum das so ist, kann ich nur mutmaßen, aber die Befürchtung liegt nahe, dass es sich bei diesen Extremhaltungen nicht nur um die natürliche Ignoranz von Fach­idioten handeln kann. Nein, der Grund für diese ablehnende Haltung liegt wohl tiefer, denn eine Haltung haben die Verfechter dieser kurz angerissenen – und ge­wissulent überzogenen – Weltbilder gemeinsam:

Ihr arrogantes Auftreten und der Glaube an die Gültigkeit von unveränderlichen Dogmen, welche hinter dieser Weltsicht steht. Weiterhin nennen sie ein gerüttelt Maß an blindem Fa­natismus ihr eigen – vor allem der eigenen Idee gegenüber, das genau ihr Weltbild eine ultima­tive Gültigkeit habe. Und da ist natürlich kein Platz für eine Koexistenz oder die Diskussion gegensätzlicher Standpunkte.

Glaubt hier der eine Extremist fest an sein rein magisches Weltbild, nur weil er Angst hat, dass bestimmte physikalische Modelle nicht zu seinem Glauben passen – und ihm quasi damit auch noch die Arbeitsgrundlage entzogen würde?

Keine Bange, der andere Extremist hat die gleichen Ängste bezüglich der Konse­quenzen, zöge man die Existenz von Magie auch nur in Erwägung – nur eben dia­metral entgegengesetzt. Und nicht nur mit der Tatsache, dass durch eine Aner­kennung, dass es Magie gäbe, viele der alltäglichen Handlungen in Frage zu stellen wären; sondern auch wegen der religiösen Konsequenzen, die sich aus einem naturwissenschaftlich-magischen Modell von selbst ergäben.

Letztlich sind beide hier beschriebenen Sub-Spezies des Homo sapiens gleich ängst­lich und stets darauf bedacht, sich bei jeder passenden und unpassenden Gelegen­heit gegenseitig in die Pfanne zu hauen, indem jeder das Weltbild des Anderen be­harrlich ableugnet und sein eigenes – s.o. – als das einzig Richtige ins Rampenlicht stellt…

Um es gleich zu sagen: die in diesem Essay entworfenen theoretischen Vorstellungen haben nichts mit solchem Fanatismus oder Dogmen zu tun!

Ich will mit dieser Arbeit den Versuch unternehmen, ein Modell dieser Welt zu be­schreiben, in welchem magische, energetische und spirituelle Phänomene gleich­berechtigt auftreten können ohne sich gegenseitig auszuschließen – und sich manchmal sogar einander bedingen. Ich möchte mit diesem Werk ein Bild der Welt entwerfen, welches einen Kontext zwischen allen Dis­ziplinen des Lernens herstellen kann – ob Geistes- oder Naturwissenschaften, ob Magie oder Naturreligionen – und dabei so offen ist, dass immer ein Platz ist, für ein sowohl – als auch.

Ich habe mir deshalb Mühe gegeben, dass dies kein Essay für eine – in welchem Fachgebiet auch immer angesiedelte – Elite sein soll. Dafür habe ich die Erklärungen der naturwissenschaftlichen und metaphysisch-magischen Sachverhalte so gewählt, dass sie auch ein Laie nachvollziehen kann.

Wer sich auf seinem Fachgebiet auskennt und dem die Leserei der Grundlagen zu langweilig wird, der möge diese Kapitel überspringen und gleich in die Vollen gehen.

Es ist mir einigermaßen schwer gefallen, Prioritäten zu setzen, mit welchem Thema ich beginnen soll und wie ich das Ganze so aufbaue, dass die Darstellungen ei­ner­seits gedanklich nachvollziehbar und andererseits nicht nur langweiliger Theoriekram sind.

Wegen der trockenen Theorie kam ich auf die Idee, manche Sachverhalte durch Cartoons zu beschreiben; ich bin mir sicher dass es eine kosmische Humorformel gibt und wir über uns als Spezies, welche auf einem winzigen Staubkorn durch das Universum rast, viel zu wenig lachen.

Ich habe mit den physikalischen Grundlagen begonnen, damit der interessierte, aber natur­wissenschaftliche Laie weiß, wovon Physiker sprechen, wenn sie mal etwas anderes als nur Formeln von sich geben. Und damit ein Physiker sieht, dass ich mei­nen Einstein nicht nur ge­lesen, sondern auch verstanden habe … was nicht sonderlich schwer war, da ich mit magischen Parallelmodellen zu arbeiten gewöhnt bin.

Warum ich danach die parapsychischen Phänomene gesondert anspreche und von den magischen Grundlagen getrennt habe, hat etwas mit Akzeptanz zu tun. Namentlich damit, dass die – zu­mindest phänomenologische – Akzeptanz der Para­psychologie von Seiten der Meister magischer Disziplinen her ähnlich groß zu sein scheint, wie von der Seite mancher Gelehrten der Na­turwissenschaften. Wer einer Natur­religion angehört, weiß sowieso, dass diese Dinge existie­ren, insofern ist hier die Akzeptanz gegeben.

Und wenn etwas wie eben die parapsychischen oder paranormalen Phänomene – zwar mit Widerwillen, aber dennoch als möglich – akzeptiert werden, dann möchte ich diesen Zustand nutzen; z.B. wie energetische Phänomene und psychische Phä­nomene zu­sammenhängen oder aufeinander einwirken können.

Die magischen Grundlagen habe ich wiederum aus den gleichen Gründen auf­geführt, wie die physikalischen. Nur eben hier im umgekehrten Sinne, damit die magischen Spezialisten unter meinen Lesern sehen, dass ich mein 5. Arkanum; äh, das 7.?, oder war’s Aleister Crowley??? – na, was soll’s, jedenfalls damit klar ist, dass ich auch da meine Hausaufgaben gemacht habe.

Ach ja, natürlich braucht kein Leser eine abgeschlossene Ausbildung in einer magischen oder naturwissenschaftlichen Disziplin, noch muss er einer Naturreligion angehören. Um dem Text gedanklich zu folgen, lassen Sie sich einfach erst einmal auf die beschriebenen Überlegungen ein – und denken Sie daran – nichts ist so, wie wir glauben, dass es ist…

Ende Teil I

Julfest – Teil II, geschrieben von Sardonnyx

Samstag, 07. Januar 2017

Julfestbeginn, Längste Nacht des Jahres (20. Dezember)

Kurz nach dem Frühstück wird der gesamte Haushalt gereinigt und geputzt. Es darf aber keine Wäsche mehr gewaschen werden oder Wäsche auf der Leine hängen, bis die Sonne am übernächsten Tag den Mittag überschritten hat.

Am Abend, denn die Trolle haben an diesem speziellen Tag Zugang zu allen Plätzen, sollte alles sauber, auch die Betten sollten gemacht sein.

DraughrVor den Trollen braucht man aber in dieser Nacht weniger bange zu sein, gegen sie schützt die Anwesenheit der Ahnen. Wer da aber in der Nacht kommt und das Feuer und das Leben stehlen will, sind die Draughr. Das sind Untote, die ähnlich wie die später in den Geschichten beschriebenen Vampire, Menschen das Leben aussaugen, was als Absaugen des Inneren Feuers, verstanden wurde. Menschen, von einem Draughr angefallen, erden willenlos, träge und müde. Wird dieser Zustand nicht behandelt, werden jene Menschen krank und sterben den Un-Tod – sie werden selbst zu Draughr.

Um sich grundsätzlich gegen diese Wesen zu schützen – was aber nicht bedeutet, das sie einen Menschen nicht angreifen! – sollte folgendes Ritual durchgeführt werden:

Man stellt sich in eine große Schüssel, die mit Wasser gefüllt ist und die Knöchel vom Wasser umschlossen sind. Dann beugt man sich herunter und taucht die Hände bis zu den Handgelenken ein.

Als nächstes werden in dieses Wasser drei Stückchen glühende Holzkohle geworfen mit dem Spruch:

„Drei Stück lebendiges Feuer werfe ich ins Wasser auf das die Trolle und die Draughr weder die Kraft meiner Hände noch meiner Füße wegnehmen können.“

Damit ist gewährleistet, das man Holz nachlegen kann, wenn die Nachtwesen das Feuer stehlen wollen und das man Hilfe holen kann, wenn sie den Einzelnen überwältigen wollen.

Nachdem alle sich nun fertig gewaschen haben, das Waschwasser sicher ausgeschüttet und jeder frisch gewaschene Kleidung angezogen hat, vor Mondaufgang alle Haustüren einmal für eine Zeit lang offen stehen lassen, damit die Trolle ungehindert einkehren und wieder aus dem Haus und Hof heraus können. Dabei sollte neben der Eingangs-Türe eine blank gezogene Klinge stehen, damit der Troll durch diese Türe herein und durch die andere herausgeht (weil er sein Spiegelbild nicht ertragen kann!).

Danach wird ein ewiges Licht in das Fenster gestellt, das auf alle Fälle die ganze Nacht brennen muss.

Julritual

Einleitender Text:

Feu froma – Fehu als erstes

Ur anmoth – gefolgt von Uruz

Thurs thri staba – Thurisatz dem dritten Stabe

Os obana – Othala aufrecht oben

Rat rinnit – Raidho rennt

Can cluvit – Kenaz spaltet

Hagal hardo – Hagalaz härtet

Naut nagal – Nauthiz nagelt

Is – Isa

Ar – Algiz

Sol skinnit – Sowilo klärt hell

Tir – Tiwaz

Birka bivit – Berkana zittert

Lagu liotho – Laguz lichtes leuchten

Manna midi – Mannaz inmitten

Yr al – Yr, Iggdrasils Eibe hält sie Alle umfasst

(aus einem mnemnonischen Runengesang, datiert 8. Jahrh., gefunden in Schotten)

Ritualtext

Wintarmanoth – Winterzeit

sunna nathwig sigu – wird die Sonne siegreich sein im Kampf

finstari sigu – wird die Dunkelheit siegen

ungiwis – ungewiss

the thiotha giwanit – die Familie im Pakt

sigar – wird siegreich sein

skrimen the fiur – beschützend das Feuer

huotan the blickfiur – hütend den Blick geschärft

the thiotha inti the altahna giwaren – die Familie im Pakt mit den Ahnen und Urahnen

alliz ana bi barne in enti – wie es war, ist und immer sein wird

wigan – bewacht

skriman – beschützt

houtan – behütet

bisigan the finstari – besiegt die Finsternis

irliothen mittiu nath – erhellt die Nacht in ihrer Mitte

ant the fiuram herda – mit ihren Herdfeuer

vun the intmuota – und dem des Herzens

vun the fera – und dem der Seele

vun the anawalto – und dem des Willens

geban waram int waroun – geben Schutz und Wärme

erdha – dem Land

halla – dem Haus

hoba – dem Hof

liutla – den Menschen

Julfesttag, 21. Dezember, Sonnenaufgang

Bryannas Tag, Vollmond (26. Dezember), Abschied der Toten

Heute werden die Toten wieder verabschiedet, sie ziehen sich nun wieder ins Totenreich zurück. An diesem Tag gibt es in manchen Gegenden Nord-Europas den Brauch, das ein Kuh-Kopf ausgekocht wird und aus dem gewonnen Talg eine Kerze gemacht wird. Der Kopf selbst wird komplett entfleischt, gewaschen und gesäubert und die Kerze dann in eines der Augenlöcher des Kopfes gesteckt und angezündet. Diese Kerze brennt nur während der Zeit der Dämmerung bis der Mond aufgeht, danach wird sie ausgepustet – und mit dem Kopf so lange wieder benutzt, bis die Kerze heruntergebrannt ist.

Tag nach Vollmond, Beginn der Rauhnächte (27. Dezember)

Entgegen vielen Berichten aus christlicher Zeit beginnen die Rauhnächte in der Nacht nach diesem Vollmond und dauern bis zum nächsten Neumond an. Das bedeutet, das es eigentlich 15 Rauhnächte gibt – und zeigt, das die Erklärung der Bedeutung der Rauhnächte, nämlich das eine jede für einen Monat im Jahr steht und was in diesem Monat passieren würde, eine neuere Interpretation ist.

Verabschiedung von Hel, abnehmender Halb- Mond (02. Januar)

Neumond (10. Januar), Letzte der Rauhnächte

Julfest – Teil I, geschrieben von Sardonnyx

Samstag, 24. Dezember 2016

Vorbereitungen und Utensilien

Julbock – ein aus Stroh geflochtener Ziegenbock, auf dessen Rücken die Julgeschenke liegen.

yulelogJulklotz – ein Stück Holz aus dem Wald, welches im Julfeuer verbrannt wird. Mit der Asche des Feuers wird symbolisch der Garten und das Feld gedüngt, um für Fruchtbarkeit und Gesundheit des Viehs zu sorgen.

Symbole – es soll jeder für sich selbst ein persönliches Symbol finden und eines, welches für ihn die Gemeinschaft darstellt, soll von allen gefunden werden.

Julklapp – die verpackten Julgeschenke; am besten ein jedes mit einem kleinen Vers versehen, welcher an denjenigen gerichtet ist, dem das Geschenk zukommen soll.

Julzweige – Stechpalme, Efeu, Eibe,

11.12 (Sa.) – Abend Beginn Schattenarbeit, Federhalter

09.12. (Do.) – Abend Beginn Aufarbeitung, Innenarbeit

18.12. (Sa.) – Rückführung

Julsäule – wird bis Jul geschnitzt und am heiligen Platz aufgestellt

Julplätzchen – kleine Haferkekse mit einem Loch in der Mitte und acht Speichenkerben für das Jahresrad

Was ist Jul?!

Das Julfest ist, ähnlich wie das keltische Samhain, auch ein Totenfest, ein Fest, bei welchem die Ahnen, die Schatten der Vergangenheit, die Ängste und die Furcht, zusammen mit der Familie an einem Tisch sitzen. In vielen Gegenden werden auch an einem speziellen Tag während des Julfestes die Trolle, die Bewohner der Unterwelt und des Totenreiches ins Haus eingeladen.

Das Julfest ist eigentlich kein spezieller Tag, sondern eine Zeitdauer des Friedens zwischen allen Sippen und Familien – und des gemeinsamen Feierns, Essens und Trinkens. Es beginnt mit dem Abend des 12. Dezember und endet am Abend des 13. Januar.

Maunsmass, Neumond (12. Dezember), Abends, Beginn der Julzeit.

An diesem Tag kommen normalerweise die letzten Gäste an, die mit der Familie verwandt sind. Früher legten Alle, die Besucher und die Bewohner des Hofes, vor dem Eintritt ins Haus die Waffen ab, welche in einem separaten Raum abgelegt wurden. Den Schlüssel zu diesem Raum bekam die Hausherrin – aus dieser Handhabung soll sich der Begriff der „Schlüsselgewalt“ ursprünglich ableiten. Die nächsten 2 Tage und Nächte werden mit Erzählen von Geschichten und dem Austausch von Neuigkeiten verbracht; Essen und Trinken soll zwar reichlich sein, jedoch schlicht.

Thule´s Tag, 14. Dezember, Abends, Die Ankunft der toten Ahnen

An diesem Abend kommen die Ahnen aus dem Totenreich und besuchen die Lebenden. Werden sie freundlich empfangen und bewirtet, so bleiben sie über die Julzeit und raunen uns in Träumen alte Geschichten, schützen Hof und Haus vor ungebetenen Besuchern. Dies ist auch die Zeit mit den Ahnen seinen Frieden zu machen und die Zeit für die Frauen der Sippe, die schwanger sind, jene Ahnen, die wiedergeboren werden wollen, einzuladen. Es wird ein Mahl zu ehren der Toten abgehalten, beim welchem auch der „geistreiche“ Trunk nicht zu kurz kommen sollte. An diesem Abend werden ausserhalb des Hofes Lichter an Gräber oder Ahnenstätten gestellt, um denen, die etwas später kommen, den Weg zu weisen.

Dies ist ebenfalls der Tag, an dem die Trolle an die Oberwelt kommen und nicht gerade gut gelaunt sind. Wenn man sich draussen in der Nacht bewegt, sollte man sich der Begleitung eines oder mehrerer Ahnen versichern oder einen Gegenstand bei sich tragen, der einst von einem Ahnen an die Familie übergeben wurde – dies schützt vor unliebsamen Begegnungen mit den Trollen. Wenn man nicht aufpasst und dies nicht beachtet, können einen die Trolle mit einer Krankheit belegen.

Dies ist der erste Tag, den man als die „Zeit des Krieges“ zwischen Winter und Sommer bzw. zwischen der Dunkelheit und dem Licht, bezeichnet.

Hel2Hels Tag, 15. Dezember, Abends, Die Ankunft von Hel

An diesem Tag geht die Herrscherin über Leben und Tod übers Land. Sie sucht alle Höfe und Häuser auf und sammelt jene Kinder um sich, die in dieser Tage sterben werden. In dieser Nacht sind nur jene Kinder geschützt, welche von der ältesten Mutter unter ihre Fittiche genommen werden. Gleichzeitig ist die Ankunft von Hel ein Versprechen, das jene Kinder, die in dieser Nacht sterben, übers Jahr wiedergeboren werden – Hel holt sie nur zu sich, um sie wieder am Thule´s Tag in die Sippe zurückzubringen. Dies erspart ihnen Leid und Schmerzen und so ziehen sie voller Freude mit ihr zusammen übers Land.

Die älteste Mutter der Sippe oder der Familie hält in dieser Nacht eine besondere Zeremonie ab. Sie geht von Wiege zu Wiege, von Bett zu Bett, segnet die Kindeskinder und heißt gleichzeitig Hel willkommen, auf das jene Kinder, die krank sind, entweder geheilt oder von Hel auf ihrer Reise in der Oberwelt – der Wilden Jagd in den Rauhnächten – mitgenommen werden, auf das sie keine Schmerzen mehr leiden. In einer Schrift von 725 wird ein spezieller Trunk erwähnt, welcher von der ältesten Mutter gebraut und jenen Kindern und Säuglingen – aber auch Müttern! – gegeben wurde. Er nahm ihnen die Schmerzen und sie konnten sich entscheiden, ob sie mit Hel nach der wilden Jagd in die Unterwelt gehen oder ob sie in der Oberwelt bleiben wollten.

Sau Tag, 17. Dezember, Abends, Tag des Festschweines

freyaDa jegliches Blutvergiessen in der Julzeit verboten war, wurden alle Tiere, die gegessen oder geopfert werden sollten, vorher geschlachtet. In früheren Zeiten wurde dies mit den Menschenopfern genauso gehandhabt; alle Opfergaben wurden auf einem speziell dafür auf 4 Säulen errichteten Podest „zwischengelagert“.

Der Tag des Festschweins ist zum einen der Tag der Götter Freya und Freyr, denen beiden ein Eber zugeordnet ist (Hildiswin und Gullinborsti). Zum anderen steht diese Tag symbolisch für den Eber Saehrimnir, dessen Name übersetzt Kohlenruß bedeutet – dieses Schwein wird jeden Tag in Walhal von neuem in einem Kessel gekocht und gegessen, und es erneuert sich über den Tag bis zum Beginn der Nacht (also dem Beginn des neuen Tages!) wieder das lebende Schwein entstanden ist und erneut in den Kessel wandert. Die Tradition, das man einem Schwein, welches auf die Tafel kommt, einen Apfel ins Maul steckt, stammt ebenfalls vom Sau-Tag: Der Apfel symbolisiert das Herz des Schweins bzw. ist die Frucht Idun zugeordnet, der Apfel steht für Verjüngung und Wiedergeburt.

Der Eber Gullinborsti (erschaffen von den Zwergen Brokk und Eitri) steht auch als Symbol für die Sonne, er kann schneller rennen wie jedes andere Waldtier und er glänzt in einem goldenen Licht, welches jeden Schatten überstrahlt und die Nacht zum Tag werden lässt.

Ein zum Sau-Tag entsprechend hergerichtetes und serviertes Schwein, bedeutet die Darstellung der mit der Dunkelheit kämpfenden Sonne und die Hoffnung auf den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit. Der Schweinekopf samt dem Apfel ist ein Ehrenmahl und wird vom Hausherrn demjenigen aufgetischt, der der Sippe übers Jahr am meisten Ehre gemacht hat.

Tammasmass, Zunehmender Halb-Mond (18. Dezember), Der Beginn des Friedens

An diesem Tag darf nach Mondaufgang bis Monduntergang nichts gearbeitet werden. Ebenfalls sind keine ausgelassenen Feste mit Musik und Tanz erlaubt. Dieser Tag soll dazu dienen, das jeder einzelne in sich geht, Ruhe findet um sich auf das anstehende Jul-Fest und die längste nacht des Jahres vorzubereiten.

Speziell an diesem Tag ist das Spinnen und weben verboten, in manchen Gegenden für weitere 5 Tage nach Tammasmass – dies deswegen, damit sich die Schicksalsfäden der Lebenden und der Toten nicht miteinander vermischen; Tote sich für Lebendig halten oder Lebende vor ihrer Zeit von der wilden Jagd in die Unterwelt mitgenommen werden.

Ebenfalls verboten ist ab diesem Tag bis nach Jul das Backen und Brauen. Dieses Verbot lässt sich darauf zurückführen, das sowohl gärender Brotteig als auch gärende Maische als etwas Lebendiges angesehen wurde. In beides könnten Totengeister, Trolle oder anderes Geziefer einfahren, mit dem Genuss solcher Speisen in den Körper der Menschen eindringen und ihn krank oder irre machen.

Ende Teil I

Thelemitische Ethik 101 – Teil II, geschrieben von Tawsi Al-Khidr übersetzt von Anufa

Samstag, 10. September 2016

Zurück zum Liber L

Für unser Thema sind einige der oben erwähnten Zitate relevanter als andere. Einige haben mit den/m Them(en)a auch garnichts zu tun. Wir müssen uns die Anweisungen ansehen, die direkt das Wort „Gesetz“ mit der zwischenmenschlichen Ethik verbinden: Sie müssen alle zusammen zur selben Zeit wahr sein! Jede Interpretation, die diese Prinzipien nicht mit einbezieht, wird mit den Intentionen des Liber Al nicht viel zu tun haben. Ohne Kontext wird jede Interpretation in völligem wischi-waschi Relativismus untergehen. Jetzt also zu dem Satz, der für unser Thema am relevantesten sein wird (die anderen bringen einfach keine zusätzlichen Informationen zu unserem kleinen Ausritt, deshalb lasse ich die für den Moment aus)
I/34 … das Gesetz ist für alle.
I/40 … Tue was duwillst soll das ganze Gesetz sein.
I/57 Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen. …
II/21 … das ist das Gesetz der Starken: das ist unser Gesetz und die Freude der Welt.
III/39 … und jedem Mann und jeder Frau die du triffst, sei es um bei ihnen zu essen oder zu trinken, gib ihnen das Gesetz.
III/60 Es gibt kein Gesetz über „Tue was Du willst“ hinaus

Die ethischen Ziele dieses „Gesetzes“ sind folgende:
I/40 sagt, dass der grundlegende und vollständige Aspekt von Ethik ist, dass „man“ tun können soll, was man will. Wer ist „man“?
I/34 sagt, dass das „Gesetz für alle“ ist. Wir merken an, dass es nicht aussagt, dass das Gesetz nur für bestimte Leute wäre, für die besonders starken oder für diejenigen, die einsam mit ihren Raketenwerfern sich im Feindesland verteidigen können. Nein, es sagt, dass „alle“ tun können sollen, was sie wollen.
I/57 sagt, dass Liebe das Gesetz ist, allerdings mit dem Beisatz „unter Willen“. Natürlich ist „Liebe“ hier nicht speziell auf romantische oder sexuelle Weise zu betrachten, sondern als metaphysisches Prinzip der Vereinigung von Gegensätzen. „unter Willen“ bedeutet dass willenlose Liebe eine Abhängigkeit ist und kein Prozess der Vereinigung. Die grundlegende Botschaft ist aber „vereinigen“. Das Gesetz ist für alle – das bedeutet auch, dass jeder das Recht (!) hat zu tun was er will und die Pflicht (!) sich mit Gegensätzen zu einen. Mit anderen Worten: Tu deinen Willen im Geist der Liebe. Das kann, wie Crowley sagte, Wettkampf in der Form von Sport beinhalten – aber wir dürfen nichts tun, was den Willen des Gegeners bricht (dem Gesetz folgend, dass alle Sätze zur selben Zeit wahr sein müssen). Also freundschaftlicher Wettstreit. Mein Wile – und der Wille jeder anderen Person – endet dort, wo der Wille einer anderen Person beginnt. Wenn diese „Willen“ sich zu widersprechen scheinen, dann haben wir uns zu einigen und Wege zu finden, all unser Willen gleichzeitig zu tun. Das ist die Schlussfolgerung.

III/39 sagt sogar, dass es Pflicht ist, jedem, mit dem man auch nur in geringem Kontakt steht, die Möglichkeit zu geben, dieses ethische Konzept zu verwenden. Das macht Sinn, wenn man davon ausgeht, dass dieses Gesetz nur dann funktioniert, wenn man davon weiß und mit so vielen Menschen wie möglich zusammenarbeiten kann, die ebenfalls davon wissen und es verwenden.

III/60 sagt dass es kein höheres ethisches Prinzip als dieses gibt. Wie sollte es das auch – wenn endlich jeder gelernt hat zu tun, was er will und anderen dabei geholfen hat, das auch zu erreichen, dann wären wir auf dem Weg zum Utopia einer sich entwickelnden Menschheit. Alternativ dazu, könnte es so gelesen werden, dass wenn die oben genannten Prinzipien verstanden und universell eingesetzt werden, kein „Gesetz“ mehr nötig ist. Die ethischen Konflikte würden sich unter der Leitlinie von „tue was du willst, soll das ganze Gesetz sein“ selbst regulieren und selbst auflösen.

Nun zu II/21

Diese Sätze sind oft als „sehr spezielle Menschen“ (meistnes ihrer eigenen Ansicht nach) haben das Recht diese „elenden schwachen“ zu kurz Gekommenen im Grund genommen zu zerstören, weil sie nicht so besonders wie sie selbst sind. Das grundlegende Prinzip zeigt sich aber so, dass „tue was du willst soll das ganze Gesetz sein, das Liebe ist und für alle“. Wie können diese Aussagen alle zur selben Zeit wahr sein? Nun ja, Liber L sagt auch, dass dieses Prinzip „ein Gesetz der Starken“ ist. Und es ist „die Freude der Welt“. Man merke, „der Welt“ und nicht einiger auserwählter Leute die das magische Recht haben jedem anderen auf den Kopf zu scheissen, weil sie so besonders sind! Das Gesetz als ethisches Prinzip erlegt uns die Pflicht auf stark zu werden, fähig zu werden in uns und für uns so viel als möglich aufzulösen und neu zu erschaffen. Es gibt Köinge und Sklaven, eigenständige und abhängige Menschen, und es ist die Entscheidung dieser Menschen, wer und was sie sein wollen. Liber L zeigt die Gefahren von Mitgefühl auf (das, man merke, es nicht völlig verdammt sondern vor dem Übertreiben warnt. Ein „Laster“ ist für gewöhnlich etwas, das in zu hoher Dosierung Gift ist, aber Medizin, wenn es homopatisch angewendet wird). Liber L verurteilt Mitleid völlig, was auch Sinn macht, weil das ein emotionales Zustand ist – für einen selber oder für andere – der das kämpferische Potential zur Veränderung um ein Problem zu lösen ableitet in nutzlose und selbstzerstörerische Agression gegen sich selber.

II/21 sagt, dass wir Könige werden sollen, eigenständige Personen und nicht selbstmitleidig oder andere übermässig oder herablassend bemitleidend, sondern stark werden und so unsere Probleme lösen sollen. Wieder kann man so sehen, wie das die „Freude der Welt“ sein könnte – wenn das nur genügend Menschen machen würden. Das anstatt der Feindeslandträume der absoluten Unterdrückung anderer, weniger talentierter.

Die Zusammenfassung

Nach diesem doch recht langen Text, möchte ich meine Argumentation noch einmal zusammen fassen.
Wenn das Liber L als Anweisung verstanden werden soll, dann müssen all seine Anweisungen und Aufforderungen zur selben Zeit gültig sein.
Als Schlussfolgerung kann das Liber L wie eine mathematische Gleichung aufgelöst werden, indem herausgefunden wird, was die Kombinationen seiner Informationen bedeuten.

Liber L vel Legis durch die Kraft seines Namen selbst, ist ein Buch über Gerechtigkeit und eines der zentralen Themen ist nicht das Naturgesetz sondern das ethische Gesetz.
Einige Sätze sind wichtiger als andere um unser Thema hier zu bearbeiten. Aber da auch sie gleichzeitig wahr sein müssen, muss der Rest des Textes des Liber L unter der zugrunde liegenden ethischen Information gelesen werden – was manch ernsthaft dumme Interpretation verhindert.

Das ethische Gesetz, das hier formuliert wird, wenn obiges immer in Betracht gezogen wird, gilt für alle Menschen, gibt ihnen das unabdingbare Recht auf ihren eigenen Willen und Liebe. Dieses Recht endet dort, wo das Recht eines anderen beginnt und es gibt kein „anderes“ oder besseres ethisches Gesetz als das. Jeder hat die Pflicht stark und eigenverantwortlich zu werden und – auch – die Ethik des Liber L unter allen Bekannten die man haben mag, zu verbreiten.

Wenn die ethischen Anforderungen, die ich hier zusammengetragen habe, in Kombination gebraucht werden, dann ist es mehr als offensichtlich, dass Vergewaltigung und Mord niemals mit dem Gesetz von Thelema in Übereinstimmung sein können.

Danke auf jeden Fall, dass ihr bis hierher mitgelesen habt.