Archiv für die Kategorie ‘Noreia, die Eule’

Ich habe Interesse… – Teil II, geschrieben von Chris

Samstag, 21. April 2018

Im Gespräch

Nehmen wir an, der potentielle Lehrer hat sich zurückgemeldet (etwas, dass ich schon aus Höflichkeit immer tue), und es kommt zu einem tiefer gehenden Gespäch – sei es per E-mail oder in einem Café. Folgende Punkte können dir helfen, das Gespräch in die für dich beabsichtigte Richtung zu bewegen, nämlich als Trainee erwogen zu werden:

1. Hör zu
Der Lehrer hat sich in der Regel Gedanken zu dir gemacht und sagt Dinge nicht einfach so daher, sondern aus einem bestimmten Grund. Wenn du wirklich lernen willst, hör genau hin.

2. Gib keine Widerworte
Das hört sich erst einmal an wie eine Belehrung, die man Fünfjährigen erteilt, aber ich meine es ernst. Im Fall einer Ablehnung mit „Ja aber…“ zu reagieren und all die Gründe aufzuzählen, warum man doch ausgebildet werden muss, ist ziemlich unklug. Frage stattdessen, was du tun kannst, um die Voraussetzungen für das Training zu erfüllen. Das zeigt dem Lehrer, dass du zuhörst, lernwillig bist und mit Kritik umgehen kannst. Bedenke immer, du willst etwas von dem Lehrer, nicht umgekehrt. Mach es dir nicht kaputt, indem du dich wie ein Fünfjähriger benimmst.

3. Lies zwischen den Zeilen
In Wicca wird eine Menge Wissen und Weisheit durch Vorleben und Beobachten weitergegeben, nicht durch formellen Unterricht. Das liegt unter anderem daran, dass Magie so viel mit Erfahrung, Intuition und Einfühlungsvermögen zu tun hat. Ein Mensch, dem man alles haarklein erklären muss, wird im Wicca schnell seine Frustrationsgrenze erreichen. Zeige dem Lehrer am besten gleich, dass du in der Lage bist, versteckte Hinweise zu erkennen und zwischen den Zeilen zu lesen. Oder tu zumindest so, frei nach dem Motto Si tacuisses, philosophus mansisses.*

4. Sei bescheiden
Zeige Bereitschaft zu lernen. Traue dem Lehrer zu, die Tradition besser zu kennen als du. Warum sonst solltest du überhaupt von ihm lernen wollen?

5. Und, besonders wichtig: Sei selbstbewusst
Das mag sich etwas widersprüchlich anhören, wenn man den vorhergehenden Punkt als Unterwürfigkeit deutet. Was ich als Wicca-Lehrer aber am meisten schätze, ist eine Person, die offen dafür ist, etwas Neues zu lernen, Kritik anzunehmen und zuzuhören, aber dennoch weiß, wo sie selbst steht und mir auf Augenhöhe begegnet. Wicca ist ein Weg der Erwachsenenbildung. Wir wollen keine Anwärter, die jammern oder nörgeln, bei einem Anflug von Kritik gleich in sich zusammenbrechen oder nichts hinterfragen.

No-Gos

Zum Abschluss (jetzt aber wirklich) noch ein paar Stereotypen, auf die ich immer wieder treffe – und die deutlich zeigen, wie man es nicht machen sollte. Wenn ein Anwärter in eine dieser Kategorien fällt, ist es sehr wahrscheinlich, dass ich einen großen Bogen um ihn mache.

„Die Große Hexe“ (oder der Ich weiß schon AllesTyp)**
Die Große Hexe ist in einer Familientradition großgeworden und weiß dementsprechend schon alles über Wicca. Dennoch möchte sie aus unerfindlichen Gründen eine Ausbildung in Gardnerian Wicca. Bei ihrer Bewerbung lässt sie einen gleich wissen, dass sie bereits mit einem Generationen überspannenden Wissen ausgestattet ist und damit schon viel weiter als alle anderen Bewerber. Sie ahnt nicht, dass genau diese Einstellung ihr zum Verhängnis werden wird, denn mal ganz ehrlich – gibt es einen besseren Weg, einem Lehrer zu zeigen, dass man nicht nur ein aufgeblasenes Ego besitzt, sondern wahrscheinlich auch eine absolut beratungsresistente und nervtötende Person ist?

„Die Dienerin der Göttin“ (oder der Ich bin unwürdigTyp)
Dieser Typ ist das komplette Gegenteil der Großen Hexe, leidet wie diese zwar auch an mangelndem Selbstbewusstsein, aber kompensiert dieses nicht durch vorgespielte Größe, sondern durch Opferhaltung. Sie sieht die Göttin (oder die Götter) als hoch über sich selbst – dem unwürdigen Wurm – thronend, deutet aber dennoch jedes fallende Laubblatt oder Werbeplakat als Zeichen der Göttin, die sich herablässt mit ihr zu kommunizieren – häufig um sie zu tadeln. Dabei erkennt sie nicht, dass sie lediglich den strafenden Gott ihrer Kindheit gegen eine andere übernatürliche Richterfigur ausgetauscht hat. An sich stellt die Haltung der Dienerinkein unüberwindbares Problem dar, wenn die Person bereit ist, ihre Projektion zu entlarven und aufzugeben, sich aus dem Staub zu erheben und einen neuen Umgang mit den Göttern – aber vor Allem mit sich selbst – zu lernen. Leider bestehen Dienerinnen oft darauf, dass sie die Welt komplett richtig sehen, und es bedarf einer Menge Arbeit, sie davon abzubringen; Arbeit, die ein Hohepriester möglicherweise nicht zu leisten bereit ist.

„Die Schnäppchenjägerin“ (oder der Darf’s noch etwas mehr sein Typ)
Die Schnäppchenjägerin ist oft eine Variante der Großen Hexe, aber nicht immer. Manchmal ist sie einfach nur ein Opfer unserer kurzlebigen Instant-Gratification-Ära, in der man Alles bekommt was man will, und zwar jetzt sofort und ohne Anstrengung. Die Schnäppchenjägerinhat bereits erfolgreich vierunzwanzig Ausbildungen im spirituell-therapeutischen Bereich absolviert. Sie ist Kristalltherapeutin, Reiki-Meisterin und von südamerikanischen Buschleuten ausgebildete Schamanin, und hat nun beschlossen, dass ihr zur Komplettierung ihres Seins nur noch Wicca fehlt. Frei nach dem Motto Wo ich schon dabei bin, kann ich das auch noch mitnehmen. Nun, was soll ich sagen. Auch das ist ein guter Weg gleich ausgesiebt zu werden. Diese Kandidatin hat offenbar nicht begriffen, dass Wicca mehr ist als ein Wochenend-Workshop in Kerzenmagie. Möglicherweise ist dieser Typ aber irgendwann tatsächlich brauchbar – wenn er begriffen hat, dass eine Wicca-Ausbildung ein Weg ist, der viel Zeit, Einsatz und ein persönliches Vertrauensverhältnis zum Lehrer erfordert und nicht gegen Geld aufzuwiegen ist.

„Die Bequeme“ (oder der Hexen in deiner Nähe Typ)
Viele Interessenten realisieren nicht, dass eine beträchtliche Menge von uns Initiierten viele Stunden des Reisens in Kauf genommen hat, um ausgebildet zu werden. Ich kenne einige, mich selbst eingeschlossen***, die dafür alle paar Wochen in ein anderes Land gefahren sind, und sich nicht nur die Mühe der Reise sondern auch des Sprechens in einer Fremdsprache gemacht haben – immer noch glücklich und dankbar, weil sie als Schüler angenommen wurden. Die Bequeme jedoch verlangt von ihrem Coven, dass er sich möglichst in ihrem Wohnort, am besten irgendwo in einem Zweihundert-Seelen-Dorf in Schleswig-Holstein, zumindest aber im Radius von zehn Kilometern, trifft. Natürlich ist sie ernsthaft interessiert, aber für weite Reisen hat sie gern wahlweise kleine Kinder, Allergien oder die teuren Tickets der Deutschen Bahn als Hinderungsgrund in petto. Sorry, ich kenne genug Hexen, die es trotz dieser Dinge geschafft haben, an der Ausbildung in einer weiter entfernten Gruppe teilzunehmen.

Zuletzt (aber jetzt absolut in echt, versprochen!)

Die Ironie dieses Artikels ist wie so oft, dass die, die wirklich für eine Wicca-Ausbildung in Frage kommen, ihn nicht benötigen, weil sie ohnehin ein gutes Gespür dafür haben, was sinnvoll ist. Die, die die Tipps gebrauchen könnten, werden sie oft nicht beherzigen, weil sie sich lieber beleidigt und unverstanden fühlen möchten, statt die Hilfestellung zu erkennen. Ich wünsche beiden Gruppen alles Gute auf ihrem Weg, wo immer er sie hinführen mag.
Wie immer Blessed Be

*Als Wicca kommt man nicht darum herum Dinge zu recherchieren. Also fang am Besten gleich hier an, falls du im Lateinunterricht nicht aufgepasst hast.
** Ich habe der Einfachheit halber die weibliche Form gewählt, aber natürlich gibt es diese Typen bei allen Geschlechtern.
*** Zugegeben, die Niederlande sind vom Ruhrgebiet aus nicht sehr weit.

Ich habe Interesse… – Teil I, geschrieben von Chris

Samstag, 07. April 2018

Du hast die Gruppe oder Person gefunden, bei der du gern um Aufnahme für ein Wicca-Training bitten möchtest. Was nun?

Im Netz gibt es eine Menge Artikel darüber, wie man die für sich richtige Tradition oder Gruppe findet und dabei die „faule Eier“ von vornherein aussortiert. Ein Neuling erfährt jedoch nur sehr wenig darüber, wie man sich seinem potentiellen Lehrer am Besten vorstellt und was man dabei besser vermeiden sollte, um ernst genommen zu werden. Seit ich einen Wicca-Fernkurs als Tutor betreue, habe ich eine Menge Gesuche von Menschen bekommen, die in der Kunst ausgebildet werden möchten, und möchte daher meine Erfahrungen mit euch teilen – vor Allem, um zukünftigen Interessenten wichtige Hilfestellungen zu geben.

Lass uns beginnen…

Gut. Du hast die Gruppe oder Person gefunden, bei der du gern um Aufnahme für ein Training bitten möchtest. Was nun? Zunächst einmal möchte ich dir eine wichtige Sache zu bedenken geben: Wicca ist eine Tradition, die nicht aktiv nach Mitgliedern sucht. Ganz im Gegenteil – nur bestimmte Menschen, die gewisse Voraussetzungen erfüllen, kommen für uns in Frage. Es heißt nicht umsonst, dass Wicca nicht für jeden gemacht ist. Das heißt jedoch nicht, dass wir uns als Elite empfinden und auf andere hinabsehen. Ein potentieller Kandidat kann falsch für diese bestimmte Hexentradition sein, aber eine echte Bereicherung für eine andere – oder eine hervorragende Solohexe! Wir würden ihm also keinen Gefallen damit tun, ihn in eine Richtung zu zwingen, die sich nicht mit seiner Grundpersönlichkeit verträgt. Ich bin stets bemüht, einem Anwärter genau das mitzuteilen, wenn ich diesen Eindruck habe.

 

Wo finde ich einen Lehrer?

Der Komplettheit halber möchte ich kurz darauf eingehen, wie man mit verschiedenen Gruppen in Kontakt kommt.

Wiccas mögen nicht aktiv nach Mitgliedern suchen, aber viele Gruppen und Lehrer haben sich bereit erklärt für Suchende offen zu sein. Zu diesem Zweck haben sie Webseiten erstellt oder ihre Kontaktdaten sind auf offen zugänglichen Listen oder in Foren zu finden. Im Fall von Silver Circle Deutschland ist es einfach. Man kann uns über unsere Webseite anschreiben. Auch andere Netzwerke, wie Wicca Berlin sind einfach zu kontaktieren. Ein weiterer Weg, in Deutschland traditionelle Wicca zu finden, bietet das Forum Hexenzirkel.info. Außerdem gibt es auf Facebook Gruppen wie Gardnerian Wicca Seekers and Initiates, wo man eine Liste von Covens und Lehrern findet, die gern Neulinge annehmen.

 

Wie verfasse ich mein Gesuch?

Zunächst einmal: all diese Gruppen erwarten, dass Leute auf sie zukommen – also keine falsche Zurückhaltung! Es ist okay, etwas von ihnen zu wollen, aber gib dir ein wenig Mühe beim Verfassen deiner ersten Nachricht. Das sollte eigentlich selbstredend sein, ist es aber im Zeitalter von WhatsApp und Snapchat wohl nicht mehr. Ich habe in der Vergangenheit E-Mails bekommen, in denen wortwörtlich „Ich habe Interesse…“ stand. Kein Hallo, kein Betreff, kein Gruß.

Also hier meine Tipps, was du tun kannst, um nicht gleich an den kleinen Dingen zu scheitern:

Sei formell. Ein wenig Form hat noch niemandem geschadet. Anrede, Betreff und ein Gruß am Ende sollten selbstverständlich sein. Ebenso sollte eine E-Mail in ganzen Sätzen und möglichst fehlerfrei formuliert sein. Ein Korrekturprogramm über einen Text laufen zu lassen, ist heute eine Sache von Sekunden. Du findest das überzogen? Vielleicht. Aber es macht definitiv einen besseren Eindruck und kostet kaum Zeit.

Sei höflich. Du möchtest etwas von der Person, die du anschreibst, nicht umgekehrt, also sei nett. Ich verstehe nicht, warum so viele Menschen sich selbst jegliche Chance auf eine Annahme verderben, indem sie auf gut Deutsch gesagt kackendreist daher kommen, und eine Ausbildung regelrecht verlangen. Vielleicht denkst du, ich habe nur auf dich gewartet? Glaub mir, das habe ich nicht, denn ich kenne dich höchstwahrscheinlich nicht einmal. Und abgesehen vom potentiellen Lehrer selbst hat auch die Tradition einen gewissen Respekt verdient, findest du nicht auch? Es stimmt, dass Höflichkeit eine schwindende Kunst ist, aber das ist die Hexerei auch.

Sei eindeutig. Sag was du willst, wofür du dich interessierst, was du erwartest. Das hilft dem Lehrer zu erkennen, wie er dir helfen kann.

Sei informiert. Mach deine Hausaufgaben. Es kommt immer gut, über die Tradition des Lehrers informiert zu sein und am besten darüber hinaus auch schon eine Menge über Wicca im Allgemeinen zu wissen. Ein Anwärter, der Gardnerian Wicca nicht von Reclaiming oder O.T.O. unterscheiden kann, wird von mir erst einmal wieder auf die Wiese gesetzt (so bezeichne ich den Ort, wo er erst einmal das nötige Vorwissen in sich aufnehmen und in aller Ruhe wiederkäuen kann, bis ein gewisses Verständnis vorhanden ist).

Sei authentisch. Schreibe etwas über dich selbst, um dem Lehrer ein Gefühl für deine Persönlichkeit zu geben. Es ist übrigens ein Trugschluss, dass man dafür gut schreiben können muss. Ich achte weitaus mehr darauf, ob ein Gesuch authentisch, sympathisch und persönlich wirkt, als darauf, dass jede Formulierung ausgefeilt ist.

Und zuallerletzt, nachdem du dein Gesuch abgeschickt hast: Sei geduldig! Die Person, der du schreibst, hat vermutlich noch ein Leben außerhalb von Wicca, und da kann es schon mal dauern, bis du eine Antwort erhältst. Ganz wichtig: in der Zwischenzeit mit den Hufen zu scharren ist nicht schlimm. Aber lass den Lehrer deine Ungeduld nicht spüren. Wicca ist ein Weg, auf dem man sich ohnehin viel in Geduld üben muss, und wenn du es nicht schon zu Anfang aushältst, vierzehn Tage auf eine Antwort zu warten, ist dieser Weg vielleicht grundsätzlich nichts für dich.

Ende Teil I

Ein Treffen mit Dayonis – Teil V , geschrieben von Morgana, übersetzt von Anufa, bearbeitet von Chris

Samstag, 24. Februar 2018

Über Seelenrückholung und Schamanismus

Einer der einflussreichsten Wege ihres Lebens war aber der Schamanismus. „Er hat mir einen Weg nach innen zu gehen aufgezeigt. Den Geist zu gebrauchen hat ist relevant für die Art und Weise, wie ich Wicca erlebt habe. Wie der Geist die Fähigkeit besitzt eine Lebenswelt zu erschaffen. In Wicca erschafft er einen Kreis als sicheren Ort, einen getrennten heiligen Raum. Und du kannst dort alles tun.
Ich bin fasziniert davon, wozu der Geist imstande ist. Der Kreis birgt die Kraft in diesem „Ort zwischen den Welten“. Schamanismus bietet diese Art des sicheren Raumes in deinem Geist ebenfalls.“

Obwohl Dayonis und ihr Ehemann Schamanismus zuerst durch Michael Harner entdeckten, war es Sandra Ingerman – die bei Harner gelernt hatte – die ihnen etwas beibrachte und sie inspirierte. „Es war Sandra, die mich am meisten inspirierte. Besonders ihre Herangehensweise an die Seelenrückholung erregte meine Aufmerksamkeit.“ 1991 schrieb Sandra „Soul Retrieval – Mending the Fragmented Soul”. (herausgegeben von Harper Collins San Francisco ISBN 0-06-250406-01)“

In der Einleitung beschreibt sie das „Konzept des Seelenverlusts – als – das Verlieren lebenswichtiger Teile von uns selbst, die uns mit Leben und Vitalität versorgen. Diese Teile gehen durch Traumata verloren und wer hat die meisten Traumata erlebt, wenn nicht die Kinder, die in uns leben? Hier biete ich einen Einblick in die Seelenrückholung, eine alte Technik des Schamanismus, die diesen Kinder helfen kann nach Hause zu kommen.“
Mit Sandra lernten sie nach unten, in die „unteren Welten“ zu gehen. Dayonis beschrieb es als „einen Wasserfall aus Feuer hinunter zu fliegen, wie im Zentrum eines Vulkans. Es war wunderbar frei, an all dieses wunderschönen Plätze gehen zu können.“ Durch die Technik der Seelenrückholung war es möglich diese Plätze zu bereisen. Sie erinnert sich an eine Erfahrung, als sie sich während einer Übung mit ihrem Übungspartner in diesem Workshop(,) an einem wunderschönen Strand wiederfand und dort einige Goldmünzen sah. Dann fand sie heraus, dass ihr Partner finanzielle Probleme hatte!
Natürlich war ich neugierig, wie Dayonis die Craft heute sieht. Wir sprachen ausführlich über unsere eigenen Erfahrungen der letzten 35 Jahre und Dayonis war begeistert zu hören, wie sich in Europa alles gewachsen war und sich entwickelt hatte. Sie hatte allerdings einige Ansichten über gegenwärtige Trends, besonders bezüglich dessen, was man als „Dogmatisierung“ des initiatiorischen Wicca sehen könnte.

Sie kommentierte dies und hatte auch einige Tipps:

„Die Craft hat sich so sehr verändert, dass ich denke, dass was ich auch vorschlagen würde, nicht wirklich von Wert wäre. Die einzige Sache, die ich vorschlagen würde, ist „Keep It Sweet and Simple, KISS.“

Ja, halte es einfach. Je komplizierter du die Dinge machst, desto weniger an Wert haben sie. Je mehr du hinzufügst, desto weniger bekommst du heraus. Was wir in Bricket Wood gemacht haben, das haben wir, wie ich es nenne, in aller Unschuld getan. Wir waren wie die Kinder und das alles war völlig neu. Die Craft war das Zuhause, zu dem wir alle fühlten, zurückgekehrt zu sein. Wir waren alle so glücklich in unserem „Spielzimmer“, dass wir nicht wirklich an etwas anderes dachten als an das, was wir im Moment machten. Das war alles sehr, sehr fokussiert.

Es war alles voller Staunen! Das Staunen ist von allen wirklich die wichtigste Sache, die wir in der Craft an die Leute weitergeben sollten. Verkompliziert das nicht! Haltet es einfach. Ich habe schon Bücher der Schatten gesehen, die viele Zentimeter dick und gefüllt mit was auch immer waren. Meines waren nur sechs Seiten lang, vielleicht maximal zehn.“ Sie lachte, als ich ihr sagte, das der „Kern“ von meinem Buch der Schatten ungefähr zwölf Seiten habe…

Auf das Buch der Schatten zurück kommend fügte Dayonis noch hinzu: „Natürlich spreche ich nur von meinen eigenen Erlebnissen, die ziemlich am Anfang waren. Nachher kamen dann noch andere Sachen dazu und nicht alles davon ist schlecht. Warum sollte es keine Entdeckungen geben, dass andere Dinge auch funktionieren? Gerald sagte immer zu uns, „wenn etwas funktioniert, dann ist das gut.“ Aber du solltest es als etwas kennzeichnen, das du hinzugefügt hast. Die Menge an intellektueller Arbeit, die vom Beginn an geleistet wurde, ist gewaltig. Wir dachten, dass wir eine ganze Menge wussten, aber wir hatten gerade mal an der Oberfläche gekratzt. Die Forschung, die da gemacht wurde, versetzt mich in Ehrfurcht. Das ist wirklich faszinierend.“
Natürlich ist Forschung und ein Verständnis, wo die Dinge herkommen, von Wert. Wir kamen beide überein, wie wichtig es ist, über die eigene kulturelle Geschichte Bescheid zu wissen. Zu wissen, woher wir kommen und das große Bild zu sehen, mit der Absicht zu verstehen, was heute in der Welt passiert. Man sollte aber auch kritisch sein!

Als ich Dayonis nach ihrer Verbindung mit den Göttern fragte und wo sie ihre Inspiration hernimmt, war sie sehr deutlich, was den Einluss der Natur angeht. „Sie sind die Gesamtheit des Lebens. Ich mag „Old Hornie“ weil das meine Lieblingsfacette von Ihm ist. Wann immer ich das Symbol zeichne, zeichne ich es immer mit Hörnern nach oben, weil ich nie herausgefunden habe, wie man es anders herum zeichnet. Die Göttin aber ist vielschichtiger. Sie ist die wundervolle Erdmutter, aber in ihrem Inneren gibt es auch ein gewisses Feuer. Ich habe keine wirklich konkrete Vorstellung von Ihr, aber ich kann Ihn sehr klar als eine waldige Version von Gerald sehen!“

Bei meinem Besuch fragte Dayonis mich, ob ich die Canyons in Südutah besuchen wollte. Ja, natürlich, wollte ich! Und was für ein wundervolles Wochenende wir beim Besuch vom Bryce Canyon und dem Zion National Park hatten. Ich kann wirklich behaupten, dass ich nie etwas so Atemberaubendes gesehen habe. Die Geschichte der Entstehung dieses gesamten Gebietes ist faszinierend und äußerst sehenswert. Hier einige Fotos:

Während wir nach Südutah reisten, sahen wir die sich verändernde Landschaft. Von trockener Savanne bis zu überwältigenden Bergen, der Heimat der Ute und Navajo. Wir sprachen über die Wichtigkeit des Naturschutzes und den Respekt für Mutter Erde. Während wir durch den Zion National Park fuhren, machte ich einige Bilder. Ich war plötzlich von einem bestimmten Schnappschuss gefesselt, auf dem es so aussah, als ob die Göttin über den Bergen wachen würde … fast im Schlaf … aber immer aufmerksam. Wir konnten sehen, wie diese Canyons mit ihren „Hoodoos“ die Indianer beeinflusst haben mussten. An diesem Wochenende war auch Vollmond. Wir nennen ihn „Blutmond“ – und das Panorama der Berge in rot, rosa und orange erinnerte mich an das „Feuer im Inneren“ und daran, wie Dayonis beschrieben hatte, wie sie die Göttin wahr nahm. Auch an das Eisen das unser Blut rot färbt und die Rosa- und Weißfärbung den weißen Kalksteins verursacht.

Der Indianische Name für den Bryce Canyon lässt sich sinngemäß als „Rote Felsen, die wie Männer in einer schüsselförmigen Vertiefung stehen“ übersetzen

Auf unserem Weg zurück nach Salt Lake City sprachen wir über die wunderbaren Dinge, die wir gesehen hatten, und wie belebend das gewesen war. Wie Dayonis gesagt hatte, „Wenn wir die Dinge einfach halten, können wir das Wundersame sehen!“
Was für eine wunderbare Art diese gemeinsame Woche abzurunden!

Beschreibung „A Goddess Arrives“

Gardners erster Roman entstand als Resultat eines Traumes oder besser einer Reihe von Träumen, in denen er für den Bau einer Verteidigungsmauer zuständig zu sein schien, um Eindringlinge abzuwehren. Er nahm an, dass es sich um die Erinnerung aus einem vorherigen Leben irgendwo im Mittelmeerraum oder dem Mittleren Osten gehandelt habe. Die Träume waren so lebensnah, dass Gardner dazu inspiriert wurde, „A Goddess Arrives“ zu schreiben.
Der Roman handelt zur Zeit der Ägyptischen Invasion Cyperns 1450 und erzählt wie sie schlussendlich zurückgeschlagen wurde. Die Heldin der Geschichte, Dayonis, wird als Hexe beschrieben, aber sie scheint in ihren Ritualen Tier- und in manchen Fällen – Menschenopfer zu benötigen. Er wurde Ende 1939 veröffentlicht, knapp nach der Einweihung Gardners in die Craft. Das zeigt, dass er schon vor dieser Zeit an Hexentum und Ritual interessiert war, obwohl er dazu gezwungen war, einige seiner Ideen zu ändern, beispielsweise über Menschen- und Tieropfer, nachdem er tatsächlich einige Hexen kennen gelernt hatte.
Anna Korn hat mir gesagt: „Es war Gerald, der ihr ihren Craftnamen gegeben hat und er schrieb den Namen auf eine Armspange, die er für sie gemacht hatte. (Sie wusste nicht, dass „Dayonis“ die Hauptfigur in „A Goddess Arrives“ war, bis ihr das von uns Ur-ur-ur etc Enkeln erzählt worden war)“. (privates Gespräch)

„Ein Treffen mit Dayonis – Teil IV , geschrieben von Morgana, übersetzt von Anufa, bearbeitet von Chris“

Samstag, 11. November 2017

Die Erwähnung der vier Richtungen und Dinge einfach zu halten, erinnerte mich an einen Kommentar, den sie ein Jahr früher über die Kerzen für die Richtungen gemacht hatte. Ich fragte mich, welche anderen Werkzeuge verwendet wurden?

„Es gab das Athamen, ein Schwert, einen Stab, ein Werkzeug um das Salzwasser zu versprengen, ein Teller für Kuchen und Wein, Kerzen, ein Messer mit weißem Griff und eine wunderschöne Statue einer Göttinnenfigur, die Freddies erste Frau gemacht hatte.“

Wir begannen mehr über die Praxis und über Magie und Ritual zu reden. Dayonis sagte,

„Craftrituale sind etwas, das mit der Intention etwas zu erschaffen gemacht wird. Das heißt einen Keis zu erschaffen, diesen und die, die sich darin befinden zu reinigen, und dann „die Arbeit tun“, wie wir es für gewöhnlich nannten.
Meiner bescheidenen Meinung nach bedarf es die Wiederholung der gleichen Worte, der gleichen Aktionen etc., da der magische Geist es einfacher findet, die Arbeit des Erschaffens zu tun und dann mit der Arbeit fortzufahren.“

Sie fügte noch hinzu,

„Ja, ich war eine effektive Hohepriesterin und wir haben einige gute Magie gemacht. N. hat meine Regenmagie auf seiner Farm sehr gut gefallen.“

Kraft aufzubauen und das zu verwenden, was wir Sympathiemagie nennen, ist etwas an dem Dayonis noch immer viel liegt. Ihr Umweltbewusstsein ist immer noch offensichtlich dadurch, dass sie organische Nahrungsmittel essen und umweltfreundliche Reinigungsmittel etc. verwenden. Obwohl sie Wicca 1959 verlassen hat, glaube ich nicht, dass sie aufgehört hat, eine Hexe zu sein. In den darauf folgenden Jahren reisten sie und ihr Ehemann nicht nur nach Kanada sondern auch in die Karibik. Sie erzählte mir, dass sie siebzehn Mal umgezogen waren, bevor sie sich endgültig in Utah niederließen. Umgeben von Bergen lieben sie es, wo sie jetzt sind.

Ich fragte mich, wie sie das Leben im Herzen und Zentrum des Mormonentum empfunden hatten. Ich fragte, „Würdest Du Salt Lake City beispielsweise als tolerante Stadt beschreiben?“ Dayonis antwortete, dass sie nie irgendwelchen wirklichen Problemen begegnet sei, aber sie habe nie offen über ihre Verbindung zu Wicca gesprochen.

Tatsächlich hatte sich ihre spirituelle Ausrichtung in Richtung transzendentaler Meditation verschoben und später befassten sie sich mit den Lehren von Sai Baba.

Viele Jahre lang unterhielten sie einen Treffpunkt für Sai-Baba-Anhänger. Sie besuchten auch bei mehreren Gelegenheiten den Ashram in der Nähe von Bangalore, Indien. Und natürlich waren es die Mormonen, die 2015 das Parlament der Weltreligionen in Salt Lake City ausrichteten. Also war es dort nicht allzu schwierig eine alternative Form der Spiritualität zu praktizieren.
Meditation war immer wichtig … und ist es noch

Dayonis erinnerte sich an eine Erfahrung während einer Meditation:

„Ich hatte eine sehr bewegende Erfahrung, während ich im Haus meiner Tochter meditierte. Das war zu einer Zeit in meinem Leben als ich noch transzendentale Meditation praktizierte. Meine Tochter und ihr damaliger Ehemann hatten gerade ein Haus gekauft. Ihr und mein Mann waren draußen Skifahren und meine Tochter und ich waren zuhause und strichen die Wände. Ich ging in den Keller um die Farbrollen auszuwaschen und ich hörte wie die Stimme meines verstorbenen Bruders mich rief. Er hatte eine unverkennbare Stimme. Ich konnte fühlen, wie sich die Haare auf meinem Kopf aufstellten! Er rief mich erneut und ich schaute, dass ich so schnell wie möglich aus dem Keller kam. Am nächsten Morgen beschloss ich, mich während meiner Meditation darum zu kümmern. Ich ging auf eine Meditationsreise und fand meinen Bruder in einem „Rattenloch“ – es gibt eine Geschichte zu einem wohlbekannten Platz. Er war auf der falschen Seite gefangen und versuchte heraus zu kommen, aber anstatt dessen grub er sich tiefer ein. Ich konnte ihn erreichen und sagte, „Okay, folge mir!“ Ich brachte ihn hoch in die mittlere Welt und da bemerkte ich, dass das nicht länger er war und ich in meinen erhobenen Armen einen Körper aus Licht hielt. Und so schubste ich ihn in die obere Welt hinauf und sagte ihm, „Geh jetzt und finde eine andere Mama.“

Dann tauchte ich aus der Meditation auf. Ich merkte, dass ich geweint hatte, obwohl es mir nicht aufgefallen war, als es passiert war. Mein Bruder war in mancher Hinsicht keine besonders nette Person. Er war frauenfeindlich, nicht verheiratet, hatte sich keine Freunde gemacht und lebte allein in einem Haus, das unsere Eltern gekauft hatten als sie geheiratet hatten. Er war eine sehr schwierige Persönlichkeit und für mich war es eine wirkliche Erleichterung fähig zu sein, ihn an einen besseren Ort zu schicken. Und ich glaube nicht, dass ich dazu fähig gewesen wäre wenn ich nicht mit der Craft angefangen hätte und dann zu anderen spirituellen Dingen weiter gegangen wäre.“

Rückblickend sieht Dayonis ihre Erfahrungen und Zeit im Bricket Wood als Katalysator. Obwohl sie als orthodoxe Jüdin aufgewachsen war, sagte sie dass „das mir nie wirklich sinnvoll vorgekommen ist…“.

Sie fühlte sich mehr angezogen vom alten Ägypten, beispielsweise. Einer ihrer Lieblingsautoren zu dieser Zeit war Joan Grant, die über ihre „vergangenen Leben“ schrieb. Ja! Ich musste zustimmen, Bücher wie „The Winged Pharaoh“ aber auch auch so facettenreiche wie „Scarlet Feather“. Sie ist immer noch eine begeisterte Leserin.

Ende Teil IV

„Ein Treffen mit Dayonis – Teil III , geschrieben von Morgana, übersetzt von Anufa, bearbeitet von Chris“

Samstag, 12. August 2017

Wie so oft ist britisches praktisches Denken und Pragmatismus am Werk. Das ist für mich einer der Aspekte des Gardnerischen Wicca, den viele Leute schwer zu begreifen finden. Wir sorgen dafür dass „es funktioniert“ und erfinden Dinge aus dem Stehgreif. Wir veräppeln gern Leute aber wir haben auch eine gewisse Überheblichkeit, die sich oft in unserem Sprachgebrauch zeigt. Jeder, der schon einmal die Online-Listen „Was Briten sagen … und was sie meinen“ gesehen hat, wird genau wissen, wovon ich hier spreche. 

Also, nein, wir haben keine standardisierte „spezielle rote Kerze“ – wir können aber eine rote Kerze haben, die speziell ist …

Aber ich schweife ab, noch eine typisch britische Gewohnheit.

Dayonis und ich verstanden uns so gut, dass sie mich einlud, sie länger zu besuchen – was ich im Oktober 2016 tat. Was für eine wunderbare Woche wir hatten! Vierzig Jahre Neuigkeiten aufzuholen war eine Herausforderung, aber wir konnten eine ganze Menge teilen. Ich muss an dieser Stelle sagen, dass ich vorher noch kein so außerordentliches Paar getroffen habe! Seit 60 Jahren verheiratet und sich immer noch so zugetan. Sie interessieren sich immer noch beide für die Welt und lesen jeden Tag die Zeitungen. Ich war während der Endphase der Präsidentenwahl im November dort und wie sprachen über die unterschiedlichen Kandidaten, die Skandale und die Schlammschlachten, aber auch über den Effekt des Brexit und den erstarkenden Rechtspopulismus in Europa.

Obwohl Dayonis jetzt Amerikanerin ist, ist sie in ihren Anschauungen immer noch sehr britisch. Wir ähneln uns in dieser Hinsicht sehr – wir haben beide das Vereinigte Königreich in unseren Zwanzigern verlassen – und haben beide in unserer Wahlheimat eine neue Nationalität angenommen. Wir sprachen auch eine Menge über unsere englische Erziehung, obwohl wir beide in Wales geboren waren. Und auch über unsere ununterbrochene Liebe für BBC Dramas, beispielsweise.

Dayonis wurde am 20. März 1931 in Cardiff geboren. Nach Fred Lamond, den Dyonis zu Imbolc 1957 einweihte, hat Gerald Gardner Reportern einmal erzählt, dass Dayonis „aus einer Hexenfamilie stammte. Sie sah mit ihrem Elfengesicht auch so aus, als ob sie geradewegs aus einem Arthur Rackham Bild käme.“
Zufällig war es auch Fred, der Dayonis ihrem späterem Ehemann vorstellte. Sie trafen sich alle bei „Mensa“ (in England 1946 gegründet), als Dayonis dort bei der Gesellschaft einen Vortrage hielt. Er und Fred waren zwei Gründungsmitglieder der Mensa Gesellschaft. Dieses Treffen war 1959. Sie heirateten im September 1959, eine Woche, bevor sie nach Kanada auswanderten.

Als Dayonis in die Craft kam, war sie jedenfalls die Freundin von Jack Bracelin und er wurde später ihr Hohepriester. Sie wurden beide 1955 eingeweiht. Jack wurde von Barbara Wickers initiiert und Dayonis von Gerald Gardner. Sie war 24 Jahre alt. Sie wurden Teil von dem was später der „Bricket Wood Coven“ genannt werden würde.

Sie erinnert sich:

Wir waren nur eine Gruppe an Leuten, die etwas gefunden hatte, das zu ihnen passte und wir folgten „ihm“ dorthin, wohin „es“ uns führen sollte. Das war so eine Menge an Zufällen, die alle auf einmal passierten. Wir schienen alle nach etwas zu suchen und die Craft wurde genau das, was wir gesucht hatten. Das war das Gefühl der Gemeinschaft und des sich sehr, sehr Mögens, im Großen und Ganzen eine gute Zeit zusammen zu haben. Die Craft war damals sehr intim, weil wir nur sehr wenige waren, die sie ausübten.

Bricket Wood fing wirklich mit Jack an. Er war derjenige, der Geralds Buch „Witchcraft Today“ (herausgegeben 1954) gefunden hat. 
Jack sprach mit Gerald und das war der Anfang des Bricket Wood Coven. Er und ich waren zu dieser Zeit zusammen und wir hatten beide Geralds Buch gelesen. Wir fühlten, dass die Craft zu finden, ein „nach Hause Kommen“ war. Als Jack mich Gerald vorstellte, fiel alles an seinen Platz. Wir gingen nach Bricket Wood hinauf, sahen das Hexenhaus und Gerald sagte uns, wie wir uns organisieren könnten um die Leitung des Five Acres Club zu bewerkstelligen.
Tatsächlich war es Jack, der die Basisarbeit leistete. Er war der Arbeiter und er arbeitete unglaublich hart. Im Hexenhaus legte er den Fussboden; er malte die Begrenzung des Kreises, den wir benutzten, auf den Boden und markierte die Himmelsrichtungen. Er war eigentlich der Leiter.“

Über Jack sagte sie: „Er war nett, ein bisschen anders als die meisten Leute. Er trank sehr viel Tee und war wirklich sehr angenehm. Jack war freundlich und freigiebig, wirklich eine nette Person. Er suchte, er suchte wirklich, nach etwas Spirituellem. Er war sehr unterstützend. Wenn man etwas brauchte, etwas erledigt werden sollte oder man etwas wissen wollte, dann fragte man Jack.“

Wenn sie von Jack redete, dann erinnerte sich Dayonis auch wie er dabei half, das berühmte Hexenhaus, „Witch´s Cottage“ herzurichten. – „ Es war sehr schlicht. Es war ein einziger Raum. Jack legte einen neuen Fußboden, strich diesen dann schwarz und malte dann in weiß einen Kreis mit 9 Fuß Durchmesser auf, mit Markierungen, wo die Himmelsrichtungen waren. Die Außenbegrenzung war zwei Inches breit und gab mir die Begrenzung an, wenn ich herumging um den Kreis zu erschaffen. Es gab eine Truhe, die wir als Altar nutzten, und in der wir die Dinge aufhoben, die für den Altar benutzt wurden. Das war´s. Wir hielten es einfach.“

 

Ende Teil III