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Auf den Schwingen des Gesangs – die vielen Gesichter der Rhiannon – Teil II, geschrieben von Kris, übersetzt von Anufa

Samstag, 02. Juli 2016

Nach Will Parker, dem Mabinogi-Wissenschaftler, ist das Erscheinen der Vögel eine Manifestation des Durchganges zwischen den Welten der Lebenden und der Toten. Die Vögel der Rhiannon sind mit dem Mysterium von thedwfn, den tiefsten Tiefen des Meeres, einer Qualität die symbolisch für das höchste Mysterium, die Einheit und den Ursprung gleichgesetzt. Sie heiratet das Meer in Form von Manawyan und sie ist innig mit Teyrnon verbunden, der wieder selbst mit den wellenähnlichen, ozeanischen Qualitäten behaftet ist. Der Name „Terynon Twryf Liant“ kann mit „Großer König/Monarch der tosenden See“ übersetzt werden. Ein sehr passender Name als Gegenpart zu Rhiannons Namen „Große Königin“. Er wird mit Pferden und der Schwellenzeit, Calan Mai (Beltane) assoziiert.
Nun, besehen wo er lebt, Gwent ys Coed, im Severn-Tal, auch besehen, dass „thwrf“ von „twryf/twrf“ ein altes Wort für Flutwelle, wie in „Severn Bore“ stammt. Die Flutwellen und Wellen des Meeres werden oftmals als Pferde bezeichnet.

Wissenschaftler verwerfen sofort, ohne Diskussion, die Bedeutung von Liant als Lliant, was Meeresströmung gedeutet, einfach deshalb weil es nicht mit der Funktion im ersten Zweig übereinstimmt. In Ordnung, es ist nicht alleinig ihre Schuld, weil sie ja wie kleine Schafe ihren Vorgängern folgen. Aber wir haben noch eine weiter Waffe im Arsenal der Götterbelästigung … die visionäre.

Im dritten Zweig, nach ihrer völligen Vermenschlichung, heiratet Rhiannon das Meer (Manawydan). Sie kehrt zu dem ungreifbaren Unbewussten zurück aus dem sie kam – Annwfn. Der erste Zweig verbindet ihren Namen aber doch durch seine Bedeutung und Natur mit der omnipräsenten Magie und dem Geheimnis des Meeres – in diesem Fall, wenn sich das Meer tatsächlich mit dem Süßwasser vermischt – Teyrnon.

Während Rhiannon im zweiten Zweig körperlich nicht auftaucht, ist ihre Qualität als Seelenführer doch ziemlich offensichtlich.

Wenn wir das im Gedächtnis behalten, dann können wir herausfiltern, dass der gesamte Ablauf des Geschehens im Ende des zweiten Teiles, Zeichen für eine Einkehr, einen Rückzug und Assimilation ist, der körperliche Rückzug nach einer schamanischen Wunde, wenn man so will.
Dieser Prozess der Katharsis ist unbedingt nötig für uns um das Verständnis des im vierten Zweig liegenden Mysteriums zu erhalten. Dort werden die gesamten Zweige magisch eingebunden in tatsächliche Erfahrungen. Auf jeden Fall befinden sich die sieben Überlebenden in einem Zwischenstadium zwischen Leben und Tod, das erfordert, die Attribute der Rhiannon anzuwenden. Zu dieser Zeit ist der Vorgang der Assimilation eine Notwendigkeit um die weitere Transformation zu sichern. Der Adept ist eine verblüffende, reinigende und oftmals traumatische Straße bereist.

Allerdings muss ich hier eine Pause einlegen und zu einem Wort zurück kommen, das in diesen Diskurs geworden wurde und keinen oder nur wenig Aufmerksamkeit erregt haben mag – Überlebender. In dieser Abhandlung bezieht sich das auf die Sieben, die aus Irland zurückkehren. Die Kraft der Worte ist gewöhnlich trügerisch, denn im Originaltext finden wir das walisische Wort für „Überlebender“ nicht, „goroeswyr“. Stattdessen finden wir das alt-walisische Wort „dihengis“ umgewandelt in walisisches „di hangdod“. Beide bedeuten „Ymgais new duedd I ffoi o ran y meddwl a’r dychymyg oddiwrth ddiflastod ac undonedd bywyd fel y mae“ das sich als „Die Anstrengung oder der Versuch durch Benutzung des Geistes und der Vorstellungskraft aus der Langeweile und der Monotonie des Lebens zu entfliehen“. Faktisch ziehen sich die Sieben an einen Platz zwischen den Welten zurück, sie sind nicht einfach nur Überlebende, sondern freiwillige Teilnehmer an einer Andersweltreise. Wir können aus diesem Blickwinkel, auf die Versammlung des wundersamen Hauptes auf der Insel Gwales, einigen Einsichten gewinnen. Zwischen den Welten, getrennt von Zeit, Raum und allen Sorgen, bis die Türe geöffnet wird in die Welt, die wir bewohnen.

Wenn wir das Vorhergehende mit einbeziehen, dann wird offensichtlich, dass die Abfolge von Einkehr, Assimilation, Verstehen der Mysterien der Schwellenzustände, von Tod und der Rückkehr fundamental für die in den vier Zweigen liegenden Mysterien ist.
Einer der ersten Archetypen, dem wir begegnen und der uns dabei hilft dieses Dilemma aufzunehmen, ist Rhiannon. Arawn, Pwyll und Hafgan machen uns mit der Realität von dwfn bekannt, aber es sind die Verbindung und die Erfahrung der Rhiannon, die uns dazu bringen die Verwirklichung einer tieferen Verständnisebene zu erreichen.
Rhiannon ist vielschichtig und einer der ersten Seelenführer, den wir kennen lernen. Sie ist viel mehr als eine sexuell selbstsichere Frau. Alle Religionen und spirituellen Traditionen dienen dazu eines der erstaunlichsten menschlichen Paradigmen verständlich zu machen – was passiert mit uns, wenn wir sterben.

Für mich macht das sehr viel Sinn, dass einer der ersten Archetypen, dem wir begegnen, dazu dient uns mit den Antworten auf die großen Fragen zu versorgen. Damit wird es uns ermöglicht weiter zu gehen, die Zweige zu erfahren, ohne die Verstümmelung durch unsere Existenzängste.

In ihrer Gestalt als Königin, als Rigantona, ist sie das Potential in uns allen, und bekannt als die Seele des Landes, bringt sie Wünsche und Verlangen mit sich. Sie rüttelt das Herz auf, zu lieben. Als verleumdete Ehefrau ist sie die Verletzlichkeit und ein Ausdruck tiefer menschlicher Gefühle und der Macht des Verlusts, der Aufgabe und Annahme.
Als Pferd ist sie das Symbol des animistischen Geistes, der im Land verborgen ist – unsere Verbindung zur Einheit mit dem Land. Als Vogel ist sie die Türe, der Durchgang zwischen den Welten und die Rückkehr in die Tiefe.
Wir sind nicht darauf beschränkt mit dem einen oder anderen Aspekt zu arbeiten, sondern wir können uns mit ihr in all ihrer bunten, vielfältigen Pracht zu verbinden, sie anzusprechen und mir ihr zu arbeiten. Wir können uns dazu bewegen lassen die Mysterien zu verstehen, nicht als intellektuelle Übung sondern so, dass unser Herz davon bewegt wird, unser Geist und unsere Seele.

Auf den Schwingen des Gesangs – die vielen Gesichter der Rhiannon – Teil I, geschrieben von Kris, übersetzt von Anufa

Samstag, 16. April 2016

A fe fyddwch yn ciniawa yn Harlech am saith mlynedd ac Adar Rhiannon yn canu ichwi…..Ac yna fe gyrchasant hwy I Harlech a dechreuasant eistedd a fe ddechreuwyd eu digoni eu hunain o fwyd a diod. Cyn gynted ag y dechreuasant hwytha I fwyta ac yfed, death tri aderyn a dechreu canu rhyw gerdd iddynt, ac o’r cerddi a glywesant erioed yr oedd pob un yn anhyfryd o’I cymharu a hi. A rhaid oedd iddynt syllu ymhell allan uwch ben y weilgi I’w gweld. Ac yr oedynt mor amlwg iddynt hwy a phe byddent gyda hwy. Ac ar y cinio hwnnw y buont am saith mlynedd. (Pedeir Keinc y Mabinogi, Williams)

Und Du sollst in Harlech sieben Jahre lang dein Dasein verbringen und die Vögel der Rhiannon werden dir singen … Sie gingen nach Harlech, setzten sich nieder und fingen an sich mit Speis und Trank zu versorgen. Als sie zu essen und zu trinken begannen, kamen drei Vögel und sangen ihnen ein ganz bestimmtes Lied. Von all den Liedern, die sie jemals gehört hatten, waren selbst die schönsten hässlich im Vergleich dazu. Weit müssten sie blicken um sie auf den tiefen Ozean hinaus zu begleiten und doch war es ihnen so klar als ob sie ganz nahe wären. So feierten sie sieben Jahre lang.

Mabinogion_art

Dieser Artikel versucht die subtilen Attribute der Rhiannon anzusprechen, die anfänglich oft übersehen werden oder in der Übersetzung verloren gehen. (Die Vögel der Rhiannon) The Birds of Rhiannon, man bemerke die Großbuchstaben, die auch in den Texten erscheinen, haben eine Eigenschaft, die Rhiannons Natur bestätigt, nicht nur als die einer Königin, die souveräne Repräsentantin des Landes aber auch der Anderswelt und der Attribute des Annwfn. Gleichzeitig ist sie Andedion (eine Gottheit nicht aus unserer Welt) und eine landesbezogene Gottheit. Sie erscheint als komplexes Paradoxon aber ihre Natur kann recht einfach durch die Betrachtung des Puzzles ihrer Mythen erforscht werden, die ihre Geschichte ausmachen. Die Bande die sie an Annwfn binden werden durch die einzelnen Zweige stetig wiederholt, sofern wir wissen, wo wir suchen sollen.

Zu diesem Zeitpunkt ist es mir sehr wichtig noch einmal an die nicht lineare und nicht sequentielle Natur der vier Zweige zu erinnern. Bevor ich weiter der Besprechung folge, ist essentiell zu beachten, dass es nicht vier individuelle Zweige sind, mit denen wir hier arbeiten, sondern eher ein Mabinogi mit vier Zweigen. Sie sind verbunden, sie teilen sich den selben Stamm, existieren am selben Baum und können somit unmöglich völlig getrennt sein. Die Widersprüche und Paradoxien zeigen das auch.

Man beachte, dass das obenstehende Segment des Mabinogi im zweiten Zweig erzählt wird, Branwen, die Tochter des Llyr. Die sieben Überlebenden des Krieges in Irland sind zurückgekehrt. Vergessen wir aber nicht, dass zwei davon aufs Engste mit Rhiannon verbunden sind – Pryderi, ihr Sohn und Manawydan, ihr Ehemann. Es ist sehr einfach hier im linearen Denken gefangen zu werden und zu meinen, dass die Heirat zwischen Rhiannon und Manawydan erst statt zu finden hat aber wir bemerken noch einen absichtlichen Widerspruch in der Geschichte. Pendaran Dyfed, Pryderi´s Ziehvater im ersten Zweig, wird im zweiten Zweig als junger Bursche, ein Halbwüchsiger, beschrieben. Das scheint sich der Logik zu verweigern, was alle Zweige wunderbar hinbekommen. Sie sind keine aufeinander folgende Geschichte sondern eine Interpretation der eigenen inneren mythologischen Landschaft.

Im populären neuheidnischen Gedankengut ist Rhiannon generell mit sexueller Unabhängigkeit und Macht verknüpft, einer Qualität, die durchaus an der Oberfläche ersichtlich ist. Wie aber mit allen Archetypen der Zweige, können wir sie nicht allein nach der Oberfläche als bare Münze nehmen. Sie alle bilden die Eigenschaften der dwfn nach – der Tiefe. Um sie und ihre Funktion in unseren Leben besser verstehen zu können müssen wir an der Oberfläche kratzen.

Schauen wir uns also die Walisische Version oben an und wir finden am Ende des dritten Satzes „A rhaid oedd iddynt syllu ymhell allan uwch ben y weilgi I’w gweld.“ (Weit müssten sie blicken um sie auf den tiefen Ozean hinaus zu begleiten). Das Wort weilgi wird herkömmlich mit Meer oder Ozean übersetzt, die Richtung aus der der Vogelgesang kommt. Der Begriff weilgi ist aber keine gebräuchliche Bezeichnung für Ozean oder Meer, das wäre Môr. Es stammt von Gweilgi, das ein alt walisisches Wort für die Tiefe, für dwfn, ist. Wenn wir das im Gedächtnis behalten, dann ist die Richtung aus der der Vogelsang kommt, nicht von über dem Meer in Harlech, sondern aus der Tiefe.

Rhiannons wirkliches Zuhause ist dwfn, die Tiefe. Sie stammt aus Annwfn, was sie zur Andedion macht, einer andersweltlichen Göttin/Archetyp. Ihre Tiefe und Annwfn-igkeit (falls es ein solche Wort geben sollte) werden durch die Zweige hindurch ununterbrochen wiederholt. Der unaufdringliche Gebrauch unüblicher Worte um gewöhnliche Dinge zu beschreiben ist nicht ungewöhnlich. Das ist möglicherweise ein Hinweis auf die Fähigkeit des Barden die Mysterien zu verschleiern. Menschen sehen selten was sich genau vor ihren Nasen befindet bis sie darauf hingewiesen werden. Wenn das allerdings der Tücke der Übersetzung anheim fällt, dann ist die Magie verloren.

Stellen wir uns Pryderis Gefangenschaft in Annwfn vor. Wiederholt im dritten Zweig, als er und seine Mutter in einem Fort verschwinden, durch einen Kessel, ein einer Nebelwand, begleitetvon einem weißen Tier. Betrachten wir auch die Funktion der Vögel der Rhiannon, wie in der Geschichte Culhwch ac Olwen aus dem neunten Jahrhundert , die fähig waren Tote zu erwecken und die Lebenden in tröstenden Schlaf sinken zu lassen. Aber auch hier kommt die blöde Geschichte mit der Übersetzung ins Spiel. Das Wort, das verwendet wird um diese Qualität, die den Schlaf verursacht zu beschreiben, ist huno, das cwsg entgegen steht. Huno ist viel ähnlicher in einen todesähnlichen Schlaf zu fallen als nur einfach einzuschlafen. Der Tod, oder wohl eher der Zustand des Todes und seiner Mysterien sind für diese ganze Sequenz zentral. Schauen wir ein wenig weiter, bis in die irischen Sagen und dort wird man etliche magische Vögel mehr finden, die Eigenschaften aus der Anderswelt spiegeln. Im Mabinogion haben sie offensichtlich die nötige Funktion als Türöffner in eine andersweltliche Realität, in der die Schmerzen der sieben Überlebenden und ihre Kriegsnarben gelindert werden. Während diese erste Periode sieben Jahre dauert (sieben Jahre, sieben Überlebende … überlegt mal), der erstmalige Andersweltkontakt dauert schlappe 80 Jahre, ausgelöst durch Rhiannon und ihre Vögel. Um mit der Anderswelt beschäftigt zu sein, ist es offensichtlich, dass Tiere, die mit entweder physischen Besonderheiten ausgestattet sind oder übernatürliche Kräfte haben, bestellt werden um die Tore zu öffnen, wie es ja war. Das ist nicht unüblich in der keltischen Mythologie. Oft sind Tiere und Bäume die Urheber der Mysterien aber das benötigte weitere Besprechung und Erforschung, die weit über diesen Artikel hinaus gehen würde.

Ende Teil I

Menstruation in der Wildnis, geschrieben von Line

Samstag, 10. Oktober 2015

Nach sehr langer Zeit gibt es endlich wieder einmal ein Update für die WeiberCraft. Ein Beitrag von Line, die sich mit dem Thema „Menstruation“ beschäftigt und wie das unsere Vorfahren gehandhabt haben könnten.

Dieses Thema betrifft in erster Linie uns Frauen. Es geht um unsere Menstruation.
Was macht Frau eigentlich, wenn es keine Binde, Tampon oder Mooncup gibt?
Wie haben unsere Vorfahren das gehandhabt?
Was mach ich nur in der Wildnis, wenn ich keine Tampons oder Binden mitnehmen kann?


Mit diesen Fragezeichen in meinem Kopf, bin ich in die Wildnis abgetaucht.
In der Wildnislehrerausbildung, die wir absolviert haben,  war es uns Frauen nicht erlaubt, zivilisatorische Hilfsmittel für die Periode mitzunehmen. Zum einen konnten wir in der Wildnis keinen Plastikmüll entsorgen und gerade bei Binden und Tampons wäre Plastikmüll angefallen.  Doch selbst ein Mooncup oder ein Schwamm waren nicht zugelassen. Wir sollten an das Wissen unserer Vorfahren herangeführt werden. Und das Material, aus dem Mooncups hergestellt werden, gab es schlicht weg nicht für unsere Vorfahren und Schwämme wären in dem Klima, indem wir lebten, höchstwahrscheinlich durch die Luftfeuchtigkeit verschimmelt.

Ich war sehr skeptisch, wie es mir ohne Tampons ergehen würde.
Umso erstaunter war ich, als ich merkte, wie gut das mit dem Wildnistampon funktionierte, den ich mir (in meiner Verzweiflung)  selbst entworfen habe. Denn ich mag Binden überhaupt kein bisschen. Not macht bekanntlich erfinderisch und Du kannst meinen Naturtampon/Moostampon und seine Herstellung im Video anschauen.

Moos, ein wunderbares Naturmaterial!

Moos ist ein unwahrscheinlich saugendes Naturmaterial und ich habe ihn für meine Tampons verwendet.
Alternativ kann man jedoch auch mit einer Socke eine Art Binde basteln. Ich zeige das in dem unten verlinkten Video genauer.

Man sollte, wie bei herkömmlichen, zivilisatorischen Tampons auch, darauf achten, dass sie nicht zu lange in der Scheide verbleiben oder Frau sie gar vergisst.

Bitte achtsam sein im Umgang damit. Teilweise steht es unter Naturschutz. Die Philosophie der Indianer: Nur das nehmen, was man wirklich benötigt und nicht mehr.
Man kann das Moos auch auswaschen und wiederverwenden –

Moos hat eine antiseptische Wirkung! Da ein Stoff um das Moos ist, kommt es jedoch auch gar nicht direkt mit der Scheide in Verbindung.

Ungesunde Tampons

Ich finde diese Moostampons / Naturtampons oder auch Binden eine toller Alternative zu den Tampons, die man gängiger Weise kaufen kann.

  • Es entsteht kein Müll. Im Gegenteil. Man gibt es einfach zurück in die Natur (aus hygienischen Gründen bitte verbuddeln) und es düngt die Erde. Normale Tampons produzieren neben Papier auch Plastikmüll, gar nicht zu sprechen von dem Müll, der bei der Herstellung anfällt…
  • Kein langes Herstellungsverfahren. Moos trocknet sehr schnell
  • Kein genmanipuliertes Material, was in den Körper eingeführt wird, denn viele konventionelle Tamponhersteller verwenden genmanipulierte Baumwolle!
  • Keine Pestizidrückstände wie sie im Baumwollanbau verwendet werden. Ebenso wenig ist Bleichmittel (Dioxin)  nötig bei Moostampons
  • Keine Transportkosten und Umweltverschmutzung durch eben diese Transporte
  • Man bekommt das Moos unentgeldlich, während Frau im Laufe des Menstruationslebens einiges an Scheinen für die Monatshygiene ausgibt
  • Die Größe des Tampons kann man individuell, je nach Stärke der Blutung, anpassen Tampons verbleiben mehrere Stunden im Körper einer Frau. Wenn Frau sich bewusst macht, was da solange in ihr aufbewahrt ist, macht das ganz schön nachdenklich, finde ich..
  • Da erscheint mir die Variante mit dem Moos sehr gesund. Wobei ich zugeben muss, dass ich in der Zivilisation nicht auf das Moos zurückgreife. In Deutschland findet man eher selten den flauschigen Moos.

Das eigene Blut

Nicht jede Frau möchte so direkt mit ihrer Monatsblutung in Kontakt kommen. Das geschieht zwangsweise bei der Verwendung von auswaschbaren Binden und Tampons.

Es wäre ein eigenes Thema, warum Frauen sich vor ihrem eigenen Blut scheuen. Und es muss ja auch nicht jede Frau machen. Doch ich finde es beruhigend für mich, zu wissen, dass ich selbst in einer Notsituation zurecht kommen würde.

Manche Frauen gehen soweit, dass sie das Blut als derart heilig ansehen und sich damit, wie soll ich es ausdrücken, beschmieren? Nun ja – nein! Ich gehöre definitiv nicht dazu. Doch eine Binde auszuwaschen oder besser gesagt, meinen Naturtampon/Moostampon, fand ich nicht so schlimm.

Du willst wissen, wie unser Alltag ansonsten aussah? Wie wir das mit Toilettenpapier gemacht haben? Oder wie wir überhaupt aufs Klo gegangen sind, wie unser Wildniskühlschrank aussah und vor Allem, wie unsere Kinder und Jugendlichen damit klar gekommen sind? Dann besorge Dir unser Buch: EINE FAMILIE ZIEHT IN DIE WILDNIS!

Wir würden uns freuen, wenn Du es direkt bei uns bestellst, denn damit unterstützt Du uns, danke.

Früher hatten die Frauen eine Moonlodge, in die sie sich zurückzogen, während ihrer Tage. Auch dazu steht mehr in meinem Buch.
Für ein Monatsblutungs Ritual kann man meine Baumperlen nehmen. Mädchen, die beginnen zu bluten können darin etwas von ihrer ersten Blutung aufbewahren. Wenn Interesse besteht – ihr findet solche Schatzkisten in meinem
Shop.

Hier geht es zu dem Video.

Wer noch mehr von uns wissen möchte kann uns auf unserem Blog besuchen!

Wo ist hier meine Schublade bitte? – Teil II geschrieben von Karmindra

Samstag, 02. August 2014

Der offene Blick

Ich zähle es zu meinen Stärken mit einer großen Toleranz und Empathie durch die Welt zu schreiten. Dies ermöglichte mir mich mit vielen Traditionen und Lehren zu beschäftigen ohne ihnen vorher einen Stempel aufzudrücken oder ihnen feindseelig gegenüber zu stehen. Es war mir zum Beispiel immer gut möglich christliche Lehren, Mystik und Spiritualität auf mich wirken zu lassen ohne sie mit der Institution der Kirche und den damit verbundenen Gräultaten zu verbinden. Während in meinem heidnisch-religiösen Umfeld oftmals eine sehr starke Abneigung gegen das Christentum vorherrschte konnte ich ihm mit Offenheit gegenübertreten ohne vor zu verurteilen. Dies hat niemals dazu geführt das ich mich dem Christentum wieder zugewandt hätte, aber ich kann die Ausübung dieser Religion mit wohlwollenden Augen sehen, mit meiner sehr gläubigen Tante wunderbare Gespräche über das Leben- und Erleben ihres Glaubens führen und dabei Gemeinsamkeiten erkennen auch wenn wir auf zwei vollkommen verschiedenen Ausgangspunkten stehen. Es ermöglichte mir auch die Beschäftigung mit heiklen Themen wie „Engeln“ die von vielen als durchweg christlich von vorneherein abgelehnt werden. Mich hingegen interessierten die Ursprünge und Hintergründe des Glaubens an Engel, sowie Zusammenhänge und Ähnlichkeiten zu helfenden „engelhaften“ Wesen in anderen Kulturkreisen und Religionen. Ich erlaubte es mir mich von Lehren, Götterbildern und Heilsystemen berühren zu lassen auch wenn sie nicht meinem Kulturkreis entspringen oder zu meiner gewählten Religion gehören. Darf ich kein Reiki anwenden oder mit meinen Chakren arbeiten wenn ich mich als Hexe sehe? Ist die Übertragung von Deekshaenergie falsch, unmöglich oder unglaubhaft weil sie einem anderen Glaubenssystem entspring als dem meiner Religion? Läßt sich eines nicht mit dem anderen verbinden? Darf mir ein elefantenköpfiger Gott namens Ganesha nicht sympathisch sein nur weil ich mich nicht dem Hinduismus zugehörig fühle?

Religion – ein großer Spielplatz

Das Wort Religion kommt vom lateinischen religare – sich „rückverbinden“. Wie wahrscheinlich schon deutlich wurde ist mir persönlich die Art und Weise der Rückverbindung die ein Mensch findet unwichtig. Für mich persönlich bedeutet es die Rückverbindung mit meinem göttlichen Ursprung in einer nicht festgelegten Form. Ich glaube das es der göttlichen Urquelle ziemlich egal sein dürfte ob ich sie Ganesha oder Morrigan nenne, es ist nur für mich persönlich wichtig denn hier habe ich zwei Ausdrucksformen gefunden die mich ansprechen und etwas in mir zum klingen bringen. Dabei ist es mir egal ob sie meinem oder gar dem gleichen Kulturkreis entspringen oder nicht. Ich lebe in einem kostbaren Zeitalter in dem ich Zugang zu den verschiedensten Philosophien, Religionen und Weltansichten habe. Nie zuvor war uns ein Einblick in die Anschauungssystem andere Völker und Kulturkreise so möglich wie heute. Es mag an meinem Fokus auf Gemeinsamkeiten statt auf Widersprüchen liegen, aber ich entdecke auf meinen Ausflügen in Fremde Gefilde andauernd Gemeinsamkeiten. Ein Aha-Erlebnis reiht sich an das nächste, ein Puzzelteil kommt zum anderen. Für mich wirken die Religionen der Menschen oft wie große Spielplätze, irgendwie hat jeder eine Rutsche, eine Schaukel und einen Sandkasten. Wenn ich nun zu einem anderen Spielplatz hinübergehe werde ich dort vielleicht andersfarbige Förmchen finden oder unterschiedlich geformte Klettergerüste, aber im Grunde spielen wir alle das gleiche Spiel.

Naturspirituell – nur die Rosinen?

Wenn ich gefragt werde welcher Religion ich angehöre, so nenne ich mich vorzugsweise „naturspirituell“. Denn dieser Begriff beschreibt für mich am allerbesten. Ich feiere und zelebriere weiterhin den Jahreskreis, beschäftige mich eingehend mit der mich umgebenden Pflanzenwelt, glaube an Naturgeister und Spirits, an die Beseeltheit von Allem, jedes Tier, jede Pflanze, jeder Stein hat sein Wesen. Ich glaube an Reinkarnation und verschiedene Welten, im Grunde ist mein Weltbild sehr schamanisch. Die Rückverbindung und Wiederentdeckung unserer heimischen Spiritualität ist mir wichtig, daher beschäftige ich mich gerne mit unserem versteckten spirituellen Erbe zum Beispiel in Form von Märchen und Sagen. Ich erlebe es für mich als praktikabler im rituellen und schamanischen Handeln Zugang zu dem Gebiet zu finden in dem ich lebe und in Kontakt mit den hiesigen Geistern und Energien zu kommen als blind irgendwelche fremden Riten und Bräuche aus fernen Ländern zu übernehmen, es sei denn ich hätte eine persönlich Bindung dazu aufgebaut. Ich empfinde meine Spiritualität keinesfalls als weichgewaschen oder oberflächlich. Ganz im Gegenteil, sie ist Teil meines täglichen Lebens, sie ist Alltagsnah und immer da. Krankheit, Sterben, Tod, Abschiede, Krisen, Schattenarbeit sind ebenso fester Bestandteil, denn sie sind Teile des Lebens. Ich empfinde es nicht als stimmig mich als Schamanin zu titulieren, denn dafür gehört für mich weitaus mehr als das Studium diverser Bücher und den Besuch von einigen Workshops und Ausbildungsgängen. Ebenso sehe ich mich nicht als Druidin da ich die Zugehörigkeit zum Druidentum für mich nicht über einen Fernkurs und meine vorhandene Mitgliedschaft im OBOD ausmachen kann. Trotz Ermangelung einer offiziellen Religion fühle ich mich in meiner Spiritualität tief verwurzelt und beheimatet. Ich erlaube mir die Yogapraxis mit ihrer dahinterstehenden Philosophie zu studieren ohne Wurzeln in Indien zu haben, ebenso ist es für mich kein Widerspruch ein buddhistisches Mantra während einer Meditation zu rezitieren wenn mir dies bei jener Form der Innenarbeit hilft. Zu Hause habe ich einen Schrein zu Ehren einer meiner höchsten Göttinnen, trotzdem wende ich mich in meinen Gebeten manchmal auch ganz formlos an „Gott“. Einer meiner Lieblingstexte ist auch heute noch „die Offenbarung der Sternengöttin“ welche mir in vielerlei Hinsicht ins Blut übergegangen ist und eine Art stilles inneres Manta bildet.

Verehrt mich mit frohlockendem Herzen,
denn siehe, alle Akte der Liebe und der Freude
sind meine Rituale.

Lasst in euch sein
Schönheit und Stärke,
Kraft und Mitgefühl,
Ehre und Demut,
Heiterkeit und Ehrfurcht.

Und ihr, die ihr mich erkennen wollt, wisset,
dass  all euer Suchen und Sehnen vergeblich sein werden
wenn ihr das Mysterium nicht kennt:
Wenn ihr das, was  ihr sucht, nicht in eurem Inneren findet,
werdet ihr es im Außen niemals finden.

Vor allem die letzten Zeilen finde ich bzgl. meiner religiös-spirituellen Ausrichtung sehr erhellend, denn schlußendlich habe ich mich von einer äußeren Form abgewandt und meinen Frieden mit dem Finden meiner Tradition, Religion und offizieller Zugehörigkeit gemacht um mich meinem Inneren zuzuwenden und dort zu erkennen was wirklich wichtig ist.

Wo ist hier meine Schublade bitte? – Teil I geschrieben von Karmindra

Samstag, 12. Juli 2014

Auf der Suche nach der richtigen Schublade habe ich mich im Laufe der letzten 15 Jahre mit so vielen spirituellen und religiösen Lehren befaßt das ich mehr und mehr das Gefühl habe, in eben keine der vorhandenen hineinzupassen. Bildlich gesprochen fühle ich mich weniger einer Schublade, mehr dem ganzen Schrank zugehörig. Doch was soll man von einer solchen Art der Spiritualität halten? Bedeutet dies nicht eine gewisse Wurzellosigkeit? Früher sprachen wir gerne von „Fluffy Bunnys“ und meinten damit diese freifliegenden Hexen welche sich aus allen Kuchenstücken die Rosinen rauspickten, nur mitnahmen was schön, einfach und bequem ist um allem anderen ignorant den Rücken zu kehrten. Bedeutet ein „sich nicht festlegen“ vielleicht ein „sich nicht einlassen können“? Und wie kommt es das ich mich in einer so unspezifisch wirkenden Definition meiner Spiritualität so zu Hause fühlen kann wir nirgends sonst? Vor einigen Wochen hörte ich in diesem Zusammenhang das erste Mal den Ausdruck „Metrospiritualität“. Wenn es bei Metrosexualität laut Wikipedia um Männer geht die „keinen Wert auf Kategorisierung in ein maskulines Rollenbild legen“, heißt dies im Umkehrschluß das ich metrospirituell unterwegs bin und keinen Wert auf die Kategorisierung in ein religiös/spirituelles System und Rollenbild lege? Darüber nachdenkend kann ich dieser Definition sogar zustimmen, denn mein Bedürfnis mich einem bestimmten System zugehörig zu fühlen und in mich in einer gewissen Rolle zu bewegen ist mir mehr und mehr unwichtig geworden.

Groß geworden bin ich in einem christlich geprägten Elternhaus. Mein Vater evangelisch getauft aber überzeugter Atheist, meine Mutter katholisch, gläubig aber keine Kirchengängerin. Mir wurde eine sehr freie Erziehung zu Teil in der Religion zwar eine Rolle spielte, sich aber mehr an christlichen Werten wie Nächstenliebe orientierte als an verstaubten Ritualen und langen Bibeltexten. Wir gingen meistens nur zu Weihnachten in die Kirche, ab und zu stöberte ich in meiner hübschen Kinderbibel und gemeinsam mit meiner Mutter beendete ich den Tag mit einem „Müde bin ich, geh zur Ruh, mache beide Äuglein zu…“. Doch mein Interesse galt weniger meiner religiösen Praxis sondern vielmehr unserem wundervollen Garten, den Pflanzen und Tieren mit denen ich unaufhörlich sprach, meinen blühenden Fantasiereichen in denen ich auf Pferden durch die Wildnis ritt, Feentau von den Blättern sammelte und mich mit der Natur verbunden fühlte.

Bevor der Bruch kam…

Ich war ungefähr 13 Jahre alt als ich durch pubertäre Auswüchse und Wunschvorstellungen erstmals mit Theorien über Magie, Okkultismus und Esoterik in Kontakt kam. Ungefähr mit 14 Jahren las ich mein erstes Buch über das Hexentum. Gehofft hatte ich auf eindrucksvolle Magie und hochwirksame Zaubersprüche, was ich statt dessen fand veränderte und bereicherte mein Leben bis heute. In jenem Buch fiel zum ersten Mal das die Wörter Wicca, Naturreligion, Göttin und Gott. Mit jeder Zeile dieses Buches prickelte meine Kopfhaut, spürte ich mein Blut heiß durch meine Adern fließen und mein Herz schrie mir förmlich zu: Das ist es! Damals hatte ich das Gefühl jemand beschrieb all dies was ich mir immer zu glauben und leben gewünscht hatte, von dem ich nur nicht ahnte das es wirklich existiert. Damals war mir die Vorstellung einer Muttergöttin um so vieles mehr sympathisch als dieser in meiner Vorstellung ältere Herr von dem im Christentum immer die Rede war. Ich las von der Verehrung der Göttin und ihres Gefährten im Verlauf des Jahreskreises, von den Vorstellungen und Mythen rund um die Hexensabbate. Kurz um – es war um mich geschehen. Es folgten Jahre voller Lektüren über das Hexentum, von freifliegend bis britisch traditionelles WICCA. Ich lernte andere Hexen und Heiden über das Internet kennen, mein Interesse war ungebrochen und wuchs immer weiter.

Neben all der Literatur über das Hexentum studierte ich weitere Bücher über Magie, Kräuterheilkunde, Okkultismus, Esoterik, Runen, Schamanismus, Druidentum, Baumkunde, Chakren… ein nie enden wollender Wissenstrom in den ich eintauchen konnte. Ich besuchte Stammtische, schrieb in unzähligen Foren, traf mich mit Gleichgesinnten zu Ritualen, war für einige Monate in einem Hexenzirkel, trug Pentagramme um den Hals und fühlte mich in meiner Haut und in meinem ganzen Glaubenssytem pudelwohl. In meinem Dunstkreis fanden sich viele Asatru wieder weswegen ich mich längere zeit mit nordischem Heidentum auseinandersetze. Mein Herz schlug jedoch von Beginn meiner Beschäftigung mit vorchistlichen Kulturen an vor allem für den keltisch/irischen Zweig. Nur naheliegend also das ich mich eingehend mit der irischen Götterwelt, den Síde, Ogham und auch dem Druidentum auseinandersetzte. Wann aber kam der Bruch?

Ein jedes hat seine Zeit

Im Grunde kam er nie, nicht in Form eines Sinneswechsels, einer vollkommenden Neuorientierung oder des Abstoßens meiner alten Ansichten. Statt dessen befand ich mich seit Beginn meiner spirituellen Orientierung in meinem zarten Jugendalter immer in Bewegung. Religion, Spiritualität – für mich war und ist dies nie etwas Statisches gewesen. Im Grunde ist es mir wie ein großes Puzzel und ständig kommen neue Puzzelstückchen hinzu. Ich brauchte den Cut vom Christentum hin zur vorchristlichen Naturreligion um in eine neue Welt einzutauchen. Zu meiner Pubertät und dem Auflehnen gegen Althergebrachtes und mein Elternhaus passend wendete ich mich erst einmal vollkommen ab. Jedoch war für mich von Beginn meiner Reise an klar das mein eigentliches Weltbild – im gewissen Sinne eine Form des Panen- und Polytheismus – immer gleich blieb. Ich erinnere mich noch sehr genau daran wie ich in der Buchreihe „die Nebel von Avalon“ einmal das vergleichende Beispiel las, dass Göttliche sei wie ein Licht welches auf einen geschliffenen Kristall fiele und sich dort in unzählige regenbogenfarbene Fragmente breche. Wir Menschen würde einzelne dieser gebrochenen Lichtstrahlen wahrnehmen und uns anhand dessen ein Bild vom Göttlichen machen obwohl es im Grunde nur eine Facette der Quelle ist. Dieses Bild entspricht sehr dem, welches ich im Grunde vom Göttlichen habe. Für mich gab es schon immer die verschiedensten Zugänge zu Gott in Form und Ausdruck vieler verschiedener Religionen und Glaubensrichtungen. Das Bild einer großen Göttin welche sich in viele Namen und Gesichter kleidet sprach mich zur damaligen Zeit am allermeisten an. Es war mein ganz bewußt gewählter Zugang, aber es war für mich niemals der einzig richtige oder einzig wahrhaftige. Ich habe mich vor vielen Jahren der Göttin geweiht und mich ihr als Dienerin und Botschafterin verschrieben. Dieses Gelübde ist für mich ein lebenslanges Versprechen, denn es entspringt ebenfalls meiner Innersten Überzeugung das ich niemals vom göttlichen getrennt bin, sondern das ich selbst Teil des göttlichen – der Göttin – bin wie jede andere Form der Schöpfung dieses Universums auch. Dies wird sich niemals ändern, mir war jedoch ein Versprechen wichtig mir dieser Verbindung bewußt zu bleiben und mich ihr in aktiver Hingabe zu widmen. Es spielt dabei keine Rolle ob ich zur großen Mutter bete, ob ich sie Isis, Astarte oder Diana nenne, ob sie für mich weiblich oder männlich ist oder ob ich sie mit Gott, großem Geist, Schöpfer oder Universum anspreche.

Das Interesse an Heilung als Möglichkeit der Perspektivwechsel

Da ich mich schon früh für heilerische Tätigkeiten interessierte lies ich mich mit 18 in den ersten Reikigrad einweihen und kam somit mit Energieheilsystemen und darüber hinaus erstmals mit indisch-fernöstlicher Spiritualität in Berührung. Durch meinen Reikimeister der neben Anhänger des Hexentums und traditionellem WICCA auch Yogalehrer war, las ich das Buch „Autobiografie eines Yogi“ von Yogananda Paramahansa. Es folgten in den kommenden Jahren noch weitere Auseinandersetzungen mit Yoga, Reiki, Chakrenlehre, Kundalini, vedischer Philosophie, Deeksha und Ayurveda. Über mein Interesse für verschiedenste Ernährungs- und Medizinsysteme erhielt ich Zugang zur traditionell chinesischen Medizin, der fünf Elemente Ernährung, ayurvedische Grundlagen und der Makrobiotik sowie den damit verbundenen Weltbildern. Mein Interesse an Heilwissen brachte mich ebenfalls zum Schamanismus, wobei ich sowohl Praktiken und Lehren aus fernen Ländern als auch aus dem europäischen Raum kennenlernen durfte. Auf Grund meines beruflichen Werdegangs traf ich sogar auf die Anthroposphie, jene Lehren Rudolf Steiners welche auf die Theosophie gründet und in der ich einen Aha-Effekt nach dem anderen verbuchen durfte da mir die Grundlagen dieses Weltbildes auf Grund meiner esoterisch-okkulten Interessen durchweg mehr als bekannt waren. Mein Interesse an Möglichkeiten der Heilung ließen mich mit offenem Blick in viele spirituelle Richtungen blicken. Ohne mich selbst dabei aus den Augen zu verlieren stecke ich meine Nase mal hier, mal dort hinein. Manche Entdeckungen stießen mich ab oder ließen mich kalt, andere kitzelten mich oder gaben mir eine Form von Erkenntnis und Verstehen.
Ende Teil I