Archiv für den 01. April 2017

Editorial

Samstag, 01. April 2017

Da haben wir sie wieder, die Grünexplosion. So schnell kann mensch gar nicht schauen, wie das Frühlingsgrün aus dem Boden schießt. Was wir „Unkraut“ nennen wuchert ebenso wie, was wir als Nutz- oder Zierpflanzen benamsen und manchmal stellt sich heraus, das es sich einfach um Pflanzen handelt *zwinker*.

Unser heutiges Update bietet Euch wieder einen unserer GastAutoren, Dreamdancer, der uns ein paar Worte zum Thema „schön sprechen“ gespendet hat. Er fasst damit mal wieder ein „Heisses Eisen“ an …
Den zweiten Artikel bestreitet der Teil II  von Magister Botanicus „NATuQuTAN„.
Wie immer wünschen wir Euch viel Lesevergnügen und uns Eure Kommentare oder auch weiteren Input im Blog oder auf fb.

NATuQuTAN – Teil II, geschrieben von Magister Botanicus

Samstag, 01. April 2017

Physikalische Grundlagen

Definition von materiellen Letzteinheiten

Was ist Materie? Nun…

…allein um nur diese Frage erschöpfend beantworten zu können, gibt es eine unüber­schaubare Menge von Fachbüchern. Ich möchte versuchen, Ihnen diese Grundbegriffe um die es hier bei dieser Definition geht, mit den einfachsten Mitteln zu erklären. Denn diese Defini­tionen brauchen wir später wieder für die ganzheit­liche Betrachtung der Welt.

Als erstes sollten wir uns darauf einigen, dass es tatsächlich materielle Letzteinheiten gibt, was nichts anderes heißt, dass es definierte Teilchen gibt, die nicht mehr geteilt werden können – und da geht es schon los!

Diese Letzteinheiten setzen sich selbstverständlich aus weiteren Einheiten zu­sammen, die mit den Bezeichnungen Quarks, Gluonen (oder Leimteilchen), Flavor´s (oder Geschmacksteilchen) und anderen, noch exotischeren Namen belegt wurden. Diese „Teilchen“ sind experimentell nachgewiesen und existieren tatsächlich – dies soll hier nicht in Abrede gestellt werden. Und rein theoretisch wäre es möglich, dass sich diese Teilchen wiederum aus anderen, noch kleine­ren Teilchen, zusammen­setzen würden usw. usf.

Jedoch nicht in ihrer Eigenschaft tatsächlich Materie oder materielle Letzteinheiten sein zu können!i Quarks, Gluonen oder Flavor`s können nur unter extremsten Be­dingungen und nur künstlich erzeugt werden, z.B. im deutschen Elektronen­sychrotron (DESY). Sie kommen in unserer Welt als frei beobachtbare Zustände der Materie nicht vor! Um es bildhafter zu machen:

Stellen Sie sich bitte vor, alle materiellen Letzteinheiten wären bunt angemalte Murmeln, kariert, uni, gepunktet, geblümt („Hä?“ – der Red.-Elch). Es gibt dann zwar viele unterschied­liche Murmeln (= nicht mehr teilbare Materieteilchen), aber der Lehm aus dem sie gemacht sind (= die Zusammensetzung der intraatomaren Strukturen, Quarks, Gluonen ect.) ist der Gleiche!

Was wären also diese materiellen Letzteinheiten? Es sind z.B. die Kernteilchen eines Atoms, die Elementarteilchen genannt werden. Es gibt mittlerweile einen richtigen und auch so be­zeichneten „Teilchenzoo“, in dem sich vielfältige Vertreter der Elementarteilchen tummeln und mit Namen Leptonen, Hadronen, Neutrinos usw. bezeichnet werden.

Wir wollen uns aber nicht weiter als nötig in die komplexe Welt der Elementar­teilchen und der physikalischen Beschreibungen begeben. Jeder Stoff egal ob fest, flüssig oder gasförmig, besteht aus Molekülen. Diese sind aus Atomen aufgebaut, und deren Baustoff wiederum sind die Elementarteilchen. Wir wollen bei den be­kanntesten dieser Teilchen bleiben.

Die drei wichtigsten Vertreter dieser Gattung möchte ich Ihnen gleich vorstellen: Das elektrisch neutrale Neutron und das elektrisch positive Proton – der Stoff, aus dem die Atomkerne sind. Während diese beiden fast die gleiche Masse haben, um­kreist den Kern das, mit wesentlich geringerer Masse ausgestattete, Elektron. Je nach der Anzahl der Protonen haben im Normalfall die Atome genau die gleiche Anzahl an Elektronen, wobei die Neutronen in ihrer Zahl variieren können. Die verschie­denen Varianten eines be­stimmten Elementes nennt man dann Isotope. Von der elektrischen Ladung her gleichen sich somit Elektronen und Protonen aus und das Atom ist – normalerweise – in einem stabilen Zustand.

Weiterhin – sagen wir mal flapsig und im klassischen Sinne – umläuft den Atomkern das Elektron (oder mehrere Elektronen, je nach Element) in einer elliptischen Um­laufbahn. Diese Kreisbewegung hört niemals auf, nicht einmal in der Kälte des Welt­raumes. Allerdings gibt es nur ganz bestimmte Bahnen, auf welchen Elektronen den Atom­kern umlaufen können – und die dürfen auch nur mit Elektronen in einer ganz bestimmten Anzahl oder in bestimmten Zuständen besetzt sein.

Ganz wichtig ist auch noch, dass Elektron, Proton und Neutron eine sogenannte Ruhemasse haben, d.h. auch wenn sie sich nicht bewegen, haben sie eine Masse. Wie gesagt, normaler­weise ändert sich an dem stabilen Zustand des Atoms nichts, aber durch eine Zufuhr von Energie, die, in welcher Form auch immer, von Außen in ein Atom gelenkt wird, passieren dann abgefahrene Sachen…


Die Definition von Energie

Energie ist jede Form der bewegten Materie!

Als ein Beispiel möchte ich hier die elektrische Energie anführen. Diese Energie wird von Elektronen, den negativ geladenen Teilchen der Atomkerne übertragen. Lassen Sie uns dafür mal in das Kupferkabel eines normalen Haushaltstoaster schauen (Energiefresser!!! – der Red.-Elch), der an ein öffentliches Stromnetz angeschlossen ist. Toaster aus – kein Stromfluss, Toaster an – Strom fließt.

Und mittels der Begriffe, die ich benutzt habe, ist auch schon das Prinzip, welches hinter der elektrischen Energie steht, erkennbar. Elektrische Energie im Stromnetz, ist wie Wasser, das in ein Röhrensystem geschüttet wird. Macht man dann eine Röhre auf und gießt man oben immer nach, fließt das Wasser.

Nur dass es hier im Kupferkabel die Elektronen sind die Fließen und die Elektronen dies nur tun, weil Kupfer die besondere Eigenschaft hat, ein guter Leiter für freie Elektronen zu sein. Lassen wir also unsere Elektronen in die feinen Glühdrähtchen fließen, die sich im Toaster befinden: Wieder soll Wasser als Modell herhalten. Hatten wir vorher einen dickes Rohr, so ist es jetzt ein Röhrchen, eine haarfeine Kapillaren, durch die das Wasser durch muss. Wenn ich auf das ganze Röhren­system auch noch Druck ausübe, so knallen die Wassermoleküle ständig gegen die Wände des Röhrchens.

Die Elektronen machen das Gleiche, sie geben ihre Bewegungsenergie, die sie von einem Kraftwerk bis in den Toaster gepumpt haben, an den dünnen Draht ab. Dessen Atome nehmen diese Energie auf und die Moleküle des Drahtes fangen ebenfalls an, sich zu bewegen. Nur sie können nicht weg, sie sind in der festen Struktur des Kupferdrahtes eingefangen. Also begin­nen sie damit, hin und her zu schwingen, immer schneller und schneller, um die aufgenom­mene Bewegungs­energie wieder abzugeben. Von außen betrachtet beginnt dadurch der Draht sich zu erwärmen und schließlich zu glühen. Die schwingenden Moleküle des Kupfer­drahtes geben ihrerseits die Bewegungsenergie an die Luftmoleküle weiter. Hinzu kommt, dass Lichtenergie freigesetzt wird in Form von Hitze- oder sog. Infrarot­strahlung.

Ich könnte jetzt endlos weiter machen, wie sich durch die Wärme die chemische Zusammen­setzung des Brotes im Toaster ändert oder dass die erwärmte Luft aus dem Toaster austritt, und zu Erhöhung der Gesamtwärmemenge des Universums beiträgt (die Physiker sagen dazu „…die Entropie wird gesteigert…“

Doch ich möchte Ihnen noch ein anderes Beispiel vorstellen, vor allem weil hier Teil­chen ins Spiel kommen, die keine Ruhemasse besitzen. Einfacher ausgedrückt, wenn diese Teilchen jemals zur Ruhe kommen, sind sie nicht mehr nachweisbar bzw. haben ihre Bewegungs­energie komplett an andere Teilchen übertragen.

Die Fotonen, jene Teilchen, die elektromagnetische Energie transportieren, sind solche Teilchen ohne Ruhemasse. Elektromagnetische Energie oder Strahlung ist z.B. sichtbares Licht, Wärmestrahlung, kann auch Infrarotlicht oder in Form von Rönt­genstrahlung auftreten. Fotonen heißen auch Licht­quanten – ein Begriff den ich ab jetzt benutzen werde, der er beschreibt genau das, was sie sind: eine Portion elektromagnetische Strahlung.

Ende Teil II

Heisses Eisen, geschrieben von Dreamdancer

Samstag, 01. April 2017

Ich habe vor langer Zeit einmal einen Artikel zum Thema “Licht und Liebe” geschrieben, der auch auf den Seiten des Blogs zu finden ist: und zwar HIER (falls es Dich interessiert) Es ist inzwischen doch ganz schön die Zeit vergangen; einige Erlebnisse/Beobachtungen meinerseits aber auch im Kollegenkreis haben ihn mir aber kürzlich in Erinnerung gerufen und ich habe ihn noch mal gelesen und mir die Frage gestellt: sehe ich das heute auch noch so? Und ich darf sagen: “Ja”. Ich sehe das immer noch so, auch wenn die Jahre natürlich auch Veränderungen in mir bewirkten und die lustvoll provokative Persona die damals so gerne aktiv war, heute eher im Schlummerzustand verweilt.

Im Zeitalter der “politischen Korrektheit” und einer extremen und kommunikativen Vernetzung haben sich jedoch einige Verhaltensweisen verstärkt und auch die Verdrängungen von als “negativ” empfundenen Emotionen sich weiter ausgeprägt. Und damit baut sich oft ein Druck auf, der so manche Maske ziemlich unschön zerdeppern kann wenn es nur ein kleines bisschen zu viel wird. Der aber manchmal auch unschöne Resultate im Aussen nach sich ziehen kann wenn er sich subtil den Weg an die Oberfläche sucht.

So findet man auf immer mehr esoterischen Diskussionsplattformen zunehmend Rassismus und rechtes Gedankengut sowie Finger die auf Andere zeigen, während man sich selbst in engelsgleichen Sphären wahrnimmt und damit natürlich auch den Anspruch auf die “alleinige Wahrheit” stellt.

Passt für mich nicht zusammen. Man kann nicht von sich behaupten tolerant und verständnisvoll zu sein und in bedingungsloser Liebe im Einklang mit den Heerscharen des Himmels zu schweben aber dann auch nur eine Gruppe, Rasse, Religion, sexuelle Orientierung davon auzusschliessen und als minderwertig oder “niedriger schwingend” zu betrachten.

Aber es ist gewaltig wie dann oft die “Engelsgleichen” extrem aus sich rauskommen und aufbauschen wenn sie nicht mehr diskutieren oder argumentieren wollen oder können. Ich habe Kolleginnen und Kollegen die schon aus so manchem “lieben” Forum geworfen wurden weil sie die falschen(?) Fragen stellten. Ich übrigens nicht. Ich tu mir Foren schon lange nicht mehr an. Hatte da aber auch meine Macken als ich es noch tat (meine Macke war der Versuch immer Frieden stiften und nicht zwischen die Stühle fallen zu wollen, auch wenn man selber eigentlich durchaus einen Standpunkt vertrat —- laaaang ist´s her, und das ist gut so, auch wenn ich immer noch aufpassen muss in manchen Situationen es nicht wieder jedem recht machen zu wollen)…

Sicher, es ist eine Zwickmühle: denn soll man nichts mehr kritisieren dürfen nur weil man sich gewissen Werten verschrieben hat? Mitnichten! Aber wenn man von sich behauptet alles zu verstehen und ein soooo weites Bewusstsein zu besitzen dann passt es einfach nicht zusammen wenn man Sündenböcke sucht oder gar Hetze gegen jemanden betreibt. Oder bewusst jemanden vorsätzlich verbal verletzt oder blossstellt, um das eigene (angeblich aufgelöste) Ego zu beschützen.

Bei gleichwohl unerwünschter (in)Fragestellung kommt die Nr. 1 Waffe zum Vorschein:


Du projizierst!

Nichts wird von “spirituellen” Menschen öfters ins Feld geführt als dieses Argument. Manchmal mag es sogar stimmen, aber oft dient es nur dazu dem anderen den Wind aus den Segeln zu nehmen und sich nicht selbst in Frage stellen zu müssen.

Und ein Verhalten hat sogar stark zugenommen: nämlich das passiv/aggressive Reagieren. Dann wird hinter Witzchen und liebevollen Seitenhieben ein ganzer Tsunami von unterdrückten Emotionen in Gang gesetzt weil ein anderer eine individuelle Meinung zu einer Sache hat die der eigenen Sichtweise oder Wahrnehmung widerspricht. Oder man wird ironisch und verletzend, wähnt sich selber als der/die Gute während die anderen “einfach nicht verstehen” wollen oder können “weil sie einfach noch nicht so weit sind”… Und das muss man ihnen natürlich unterschwellig beibringen und klar machen…

Naja, wir sind Menschen und kochen alle mit Wasser (in der westlichen Magie steht das Wasser unter anderem für die Gefühlswelt)… Aber wenn man seine eigenen Ideale so untergräbt und dann nicht bereit ist zumindest mal bei sich nachzuschauen, dann läuft was schief. Egal was von wo aus gechannelt wird. Denn sogar das läuft durch den eigenen Bewusstseinsfilter, weshalb der klar gehalten werden sollte, was schon eine Herausforderung an sich ist in diesem Dauerfeuer and Informationen, “Fakten”, Emotionen und Meinungen.

Das Gegenteil davon sind dann jene die sich ständig hinterfragen und/oder in Frage stellen. Die Schattenarbeit zum Lebensinhalt machen und darüber etwas vergessen…… nämlich zu leben. Dann wird nämlich alles hinterfragt, jede eigene Meinung zurückgedrängt, und man hat immer das Gefühl “noch mehr” machen zu müssen. “Noch mehr Lehrer” zu brauchen um weiterzukommen, weil man alleine ja nie ganz raus kommt aus dem Dilemma und an sich arbeiten muss.

 

Leute, ich gebs zu, es ist nicht einfach! Auch für mich nicht.

Wie oft muss man – gerade als Blogger der sich auch kritischen Themen widmet – aufpassen das man nicht aus dem Glashaus mit Steinen wirft.

Alleine das Verfassen eines solchen Beitrages wird heutzutage zum Risiko. Das Internet vergisst nicht und alles das man vielleicht auch nur aus einer Laune oder Befindlichkeit heraus veröffentlicht bleibt lange irgendwo gespeichert und ist abrufbar. Jedes einst gesagte Wort, jede einmal veröffentlichte Meinung bleibt “drin” egal ob man sich vorwärts, rückwärts oder im Kreis bewegt hat.

Aber ich nehme für mich auch nicht in Anspruch “heilig”, “perfekt” oder “hochschwingend” zu sein. Das gibt hoffentlich mildernde Umstände wenn ich selber mal wieder Mist baue, selber passiv aggressiv bin oder aus einer Laune heraus “Seich” schreibe der eigentlich mehr über mich als über die anderen aussagt. Und das kann – und wird vermutlich – irgendwann wieder vorkommen. Und in den Augen mancher vielleicht sogar recht oft.

Aber die projizieren sicher nur *frechgrins*… Ganz bestimmt 

Spass beiseite: dann werde ich hoffentlich weiter daraus lernen oder zumindest eine Menge Freude dabei gehabt haben 

Und alles nur mehr an- und hinzunehmen ohne auch einen kritischen Blick zu wagen würde sowohl die Diskussion als auch die Entwicklung unserer Spezies ziemlich ausbremsen und vielleicht Kräften Raum schaffen, die nicht wirklich in eine konstruktive Zukunft steuern wollen und glauben sie hätten den Anspruch auf “die Wahrheit” und alles das dieser nicht entspricht ist “das Andere”. “Das Gefährliche”… Oder man redet es anderen so ein um die eigene Macht auszubauen.

Ein heisses Eisen… immer wieder und heute – in Zeiten zunehmender Polarisierung auch im esoterischen Bereich – wieder mehr denn je… Ein Grund mehr sich damit auseinanderzusetzen…

Prost