Archiv für den 02. September 2017

Editorial

Samstag, 02. September 2017

Well met, alle zusammen!

Spätsommer ist es geworden … der Holler ist abgeerntet (bis auf das was den Vögeln zugedacht ist), die Nächte werden schon sehr kühl und Babs hat uns dafür ein wunderbares Bild gespendet.

Spätsommer copyright Babs Bärlauch

In unserem heutigen Update findet Ihr eine – fast schon witzige – Mischung. Im Teil VII von „NATuQuTAN“ bringt uns Magister Botanicus diesmal die wissenschaftlichen Grundlagen von DNS, Biofotonen, Foto-Repair und Enzymstrukturen nahe.
Ich hingegen hab mir einen DrachenSabber angetan – weil mir unnötig mystifizierte Sichtweisen immer noch sauer aufstoßen: „Verschwurbeltes Denken = Spiritualität!?

Wie immer wünschen wir Euch viel Lesevergnügen und uns Eure Kommentare bzw Eure tätige Mithilfe beim Finden oder Schreiben der Artikel.

Für nächste Woche habe ich leider nur mehr einen Artikel im Speicher und da ich nicht schon wieder selber einen Artikel schreiben mag (sonst hätte ich mir gleich einen privaten Blog einrichten können *g* wenn es mir vornehmlich um Präsentation meiner Meinung ginge …) wird es dann ein Ein-Artikel-Update, falls nicht noch etwas dazu kommt!

Bright blessings
Anufa, fürs WurzelWerk Team

NATuQuTAN – Teil VII, geschrieben von Magister Botanicus

Samstag, 02. September 2017

Biochemische und biophysikalische Grundlagen

Der Aufbau der DNS

Unsere Erbinformation, die DNS, chemisch mit der Bezeichnung Desoxyribonuclein­säure beschrieben, besteht im Prinzip aus sich immer wiederholenden Einzelteilen. Die Struktur, um die es dabei geht, setzt sich aus einem Zuckermolekül (Desoxy­ribose), einem Phosphatmolekül und einer Base zusammen. Wobei nur vier (bzw. fünf) verschiedene Basen sozusagen für die Vielfältigkeit der Erbinformation sorgen.

Diese einzelnen Molekülverbände, nämlich das Zuckermolekül, das Phosphat und die Base, bilden ein kettenförmiges Riesenmolekül. In der Mitte dieser Molekülkette befinden sich die Basen, die sich zu Basenpaaren – eins Rechts, eins Links (is dat´n Strickmuster? Ja, Red. Elch!) – zusammenschließen, vergleichbar etwa mit einer Art Reißverschluß. Die Namen der Basen sind Adenin, Cytosin, Guanin und Tymin – dabei können sich nur bestimmte Basen miteinander verbinden, es gibt also die Kombinationen AC oder CA, GT oder TG; dies ist die erste Stufe der Information.

Innerhalb der DNS bilden diese Basenpaare dann in Dreiergruppen (sog. Tripletts) als weitere Informationseinheiten, und die Vielfältigkeit der Kombinationsmöglichkeiten wird damit erhöht; wobei nur die „linke“ Seite der DNS angegeben wird, da sich die rechte Seite ja daraus ergibt. Beispiele AAT oder CCG und so fort. Die so gebildete DNS wird zusätzlich spiralig im Zellkern aufge-rollt und entwickelt sich nur dann, wenn die Zelle sich nicht gerade teilt.

Entwirrt jedoch steht über die DNS jede notwendige Information zur Synthese von Enzymen zur Verfügung und wird über verschiedene biochemische Mechanismen abgelesen, entcodiert und im „Klartext“, sozusagen als Handlungsanweisung für die Ribosomen, an diesen angedockt. Die Ribosomen produzieren dann entsprechend dieser Handlungsanweisung aus Aminosäuren die Enzyme, welche die Zelle gerade benötigt.

Zurück zur DNS, denn da gibt es eine Besonderheit, die nicht unerwähnt bleiben sollte. Nämlich, dass die oben genannten Basen sich nicht fest aneinander lagern, wie bei einer normalen chemischen Verbindung. Sondern sie teilen sich ein Atom, genauer gesagt ein Wasserstoffatom, dessen einziges Elektron die Verbindungskraft zwischen den Basen herstellt – dies nennt man im Fachjargon Wasserstoffbrücke. Außerdem kann man die DNS als eine Art Kristall organischer Stoffe betrachten, ähnlich Quarzkristallen oder Metallkristallen, bei welchen die Elektronen frei be­weglich erscheinen.

Die Biofotonenstrahlung

Die spezielle Kristallstruktur der DNS erzeugt ein Phänomen, welches zum ersten Mal von Gurwitsch und in neuerer Zeit von Popp näher erforscht wurde, das Phänomen wird Biolumineszenz oder auch Biofotonenstrahlung genannt. Die DNS kann nämlich in ihrer im Zellkern vorliegenden Arbeitsform, d.h. nicht spiralig, wie ein LASER-Kristall Fotonen aufnehmen, für eine Zeit lang speichern und einen be­stimmten Energiebetrag zufügen – und dann spontan wieder abgeben, eben als so­genannte Biofotonenstrahlung.

Bei diese Vorgang werden die thermischen Fotonen, also die durch chemische Arbeit der Zellorganellen erzeugte Wärmestrahlung (Infrarotfotonen, die z.B. in den Mito­chondrien entstehen) von dem DNS-Kristall „eingefangen“ und beständig in ihm hin-und-her gespiegelt. Die Spiegelung erfolgt dabei natürlich nicht – wie beim normalen LASER – durch einen halbdurchlässigen Spiegel. Sie erfolgt vielmehr durch die Besonderheit der Wasserstoffbrückenbindung, die das Foton solange „ge­fangen“ hält, bis es einen bestimmten Eigenenergiebetrag erreicht hat.

Dieser Vorgang der Energieübertragung wird, wie beim normalen LASER-System, durch die ständig gelieferten thermischen Fotonen gepumpt und synchronisiert damit auch alle im DNS-Kristall „gefangenen“ Fotonen. Es folgt daraus eine kontinuierliche Ab­gabe von Fotonen (die jetzt Biofotonen genannt werden) entlang der Achse der DNS, die in ihrem Energieniveau über den thermischen Fotonen liegen und im grünen Be­reich des Spektrums angesiedelt sind.

Der Foto-Repair

Es gibt ein Phänomen, welches die nur die Erbstruktur, also in unserem Fall die DNS einer menschlichen Zelle, aufweist. Bei der identischen Reduplikation der DNS kann es natürlich auch zu Fehlern kommen, die sich für den Lebensprozess der Zelle als fatal erweisen und ihren sofortigen Tod bedeuten würde. Für diesen Fall gibt es in der Zelle spezielle Reparatur-Enzym-Systeme (RES), die eine DNS auf Fehler überprüfen, entdecken und berichtigen. Dies können diese Enzyme durch die Tatsache, dass sie „falsche“ und „richtige“ Basenpaarungen dadurch erkennen, in­dem sie quasi die „alte“ DNS-Kette ablesen und mit der „Kopie“ vergleichen.

Ein Fall dieses Mechanismus ist für unsere Betrachtungen von besonderer Bedeu­tung, nämlich der sog. „Foto-Repair“. In einem ganz besonderen Fall können nämlich die RES nicht auf die Information einer „alten“ DNS zurückgreifen, nämlich beim sogenannten Kopplungsbruch der DNS-Struktur, etwa hervorgerufen durch die Einwirkung von UV- oder hochenergetischer -Strahlung. Wird die DNS jedoch während einer ganz bestimmten Zeitspanne nach diesem Ereignis mit Fotonen be­strahlt, die im grünen Spektralbereich liegen, so werden die RES aktiv und können den Schaden wieder reparieren.

Die Strukturen der Enzyme

Enzyme, auch Fermente genannt, sind biochemische Letzteinheiten der Zelle, die den Lebensprozess erst möglich machen. Sie spalten z.B. aus unserem Essen komplexe Zucker in Glucose, die von der Zelle – ebenfalls durch Enzyme – zur Energieproduktion verwertet wird; körperfremde Eiweiße in Aminosäuren, die wiederum für den Zellaufbau oder die Produktion von DNS verwendet wird; und Fette in Lipide, die ebenfalls für die Energiegewinnung durch andere Enzyme her­angezogen werden.

Für unsere Betrachtungen sind vor allem jene Enzyme wichtig, die bei der Synthese von Hormonen beteiligt sind bzw. die Enzyme, die für die identische Reduplikation einer Zelle und vor allem unserer DNS verantwortlich sind. Diese Enzyme besitzen nämlich zum größten Teil die Eigenschaft, dass sie durch Fotonen, welche einen be­stimmten Energiebetrag be­sitzen und in bestimmten Berei­chen des Spektrums liegen, be­einflusst werden können. Diese Beeinflussung kann vor allem dazu betragen, ob Enzyme letztlich aktiviert werden oder durch die diese Lichtein­wirkung gehemmt werden.

Man kann sich das etwa so vor­stellen, dass ein Enzym eine ganz bestimmte räumliche Struktur aufweist, wenn es in­aktiv in der Zell herum­schwimmt. Wird es durch einen Energieübertragungsprozess aktiviert, verändert sich diese räumliche Struktur zum aktiven Zustand. Substrate, also chemische Stoffe, die dieses Enzym spalten oder binden kann, können nur dann von dem Enzym in seinem sog. aktiven Zentrum gespalten oder gebunden werden, wenn es genau diese räumliche Struktur besitzt.

Dabei ist es unerheblich, ob diese der Aktivierung nachgeschaltete Konformations­änderung (= räumliche Strukturänderung) durch Übertragung von Elektronen (also chemisch) oder Fotonen (also physikalisch) erfolgt ist. Das auch die physikalische Aktivierung funktioniert, sehen wir z.B. an den in Grünpflanzen enthaltenen sog. Chloroplasten, wobei hier die Strahlung der Sonne für diesen Prozess verantwortlich ist.

Ende Teil VII

Verschwurbeltes Denken = Spiritualität!?

Samstag, 02. September 2017

Ich bin ja vielfach als Pessimist verschrien und aus der „Licht und Liebe“ Ecke heraus betrachtet, mag das durchaus auch seine Berechtigung haben. Viele Dinge ertrage ich einfach nur mit einer gehörigen Portion Sarkasmus und Ironie …

Als Hexe bewege ich mich (für mich völlig natürlich und unausweichlich) seit gut dreissig Jahren auch in der Anderswelt. Genauso wie ich mich in der materiellen Welt als Körperarbeiter mit den knochentrockenen materiellen Gegebenheiten auseinander setzen muss und auch will! Diese Mischung hat sich nicht zufällig ergeben, sondern quasi der Not gehorchend.

Verschwurbel, verschwurbel, … verschwurbel

Durch die Beschäftigung mit spirituellen Themen, schaut es für mich so aus, als ob eine der ersten Konsequenzen wäre, zu verschwurbeln … sich selber und alles rundherum. „Verschwurbelt“ ist für mich, wenn jemand an jeder Ecke, auf Schritt und Tritt, den ganzen Tag, einen Geist, einen Verstorbenen nach dem anderen trifft, die natürlich alle etwas von ihm wollen.

http://www.entities-r-us.com/tag/ouija-board/

Oder auspendeln zu müssen ob der Wocheneinkauf heute oder doch besser morgen zu erledigen wäre, es zum Abendessen Suppe oder Toast geben sollte und die Oma heute noch angerufen werden muss oder es morgen auch noch reicht. Als verschwurbelt sehe ich aber auch an, in einer Badewanne „heiliges Wasser“ zu fabrizieren und dann noch selber zu glauben, dass das magische Kräfte hätte – was dem einen oder anderen vielleicht aus den 80ern bekannt vorkommen dürfte …

Athrumwasser zubereitet von Uriella

In Worte, ohne meine übliche Bildersprache, gefasst: wenn jemand in einer Phantasiewelt unterwegs ist, die sich durch die (allgemein wahrnehmbare) Realität nur unter heftigsten Verrenkungen bestätigen lässt, das bezeichne ich dann als „verschwurbelt“.

Damit ist auch klar, dass ich der Ansicht bin, dass jeder (egal jetzt ob spirituell aktiv oder nicht) Phasen von Verschwurbelung haben kann und es wohl kaum jemanden gibt, der das nicht schon hatte. Problematisch wird es erst dann, wenn diese Phantasiewelt , wie immer sie auch aussehen mag, die Oberhand über die Realität bekommt und auch behält.
Für mich macht das aber keinen Unterschied, ob jemand eine Fettphobie entwickelt (tatsächlich aber anorektisch ist) oder jemand meint von Ufo-Strahlen gesteuert zu werden (sich in der Arbeit nicht konzentrieren kann) oder ob jemand das neue Gedankenkonstrukt für die ganze Menschheit in der Tasche hat (real aber Unzusammenhängedes, Unverständliches von sich gibt). Da hätten wir sie dann die Phantasiewelten.

Ein – wohl schon etlichen von uns geläufiges Beispiel: in Lokalen trifft mensch hie und da auch Leute, die nach reichlichem Alkoholgenuss die Lösung für die Probleme der Welt gefunden haben und die auch in Diskussionen schärfstens verteidigen. Genau diese Gespräche auf Sprachmemo aufgenommen bringen dann den wieder Nüchternen schier zum Verzweifeln, welchen Schmarrn er da verzapft hat. Während der Diskussion im Rausch hätte er sich aber für seine Ideen steinigen lassen … Manche brauchen dafür keinen Alkohol!


Wie meine Oma immer sagte …

„ a bissl deppat san ma alle – aber irgendwo is a Grenz“.

Für mich ist die Grenze erstens dort erreicht, wo ein sinnvolles Miteinander nicht mehr möglich ist … sofern das überhaupt möglich ist,  vorausgesetzt! Und zweitens dort, wo ich von außen (auch wenn es mich nicht betrifft!) Massen an Inkongruenzen entdecken kann aber versucht wird der Umwelt die eigene Denke als einzig wahre Lebensweise aufs Auge zu drücken. Wer in seinem Schwurbel glücklich ist und anderen damit nicht auf die Nerven fällt, dessen gutes Recht ist es auch, weiter in diesem Schwurbel zu leben.
Zwei wunderschöne Beispiele aus der täglichen Praxis kann ich dem werten Leser auch vor Augen führen.

Der Anlassfall, der mich überhaupt zu diesem DrachenSabber angestiftet hat, mit Genehmigung des Autors.

„kennt ihr einen guten heizungsinstallateur?“
die antworten:
-„ich kenne jemanden, der hat schon mal mit einem telefoniert.“
-„im nachbarort soll einer wohnen.“
-„nein, kenne ich nicht will ich nicht, sollen mich am arsch lecken.“
-„das sind die mit der latzhose….und mit werkzeugkoffer. nein, keine ahnung.“
-„ich hab schon mal einen gesehen. echt jetzt. der hat so ausgeschaut.
wird dann wohl ein heizungsinstallateur gewesen sein.“
-„ich hab ein buch gelesen darüber, ich kann das selber.“
-„ich glaube, es gibt auch frauen, die installateure sind.“
-„ich hab damit nichts zu tun. warum auch. ich heize mit strom.“

ersetze „heizungsinstallateur“ mit einem beliebigen esobegriff.
hurra.

Ein täglich in den Gruppen/Foren/Diskussionslisten stattfindendes Frage- und Antwortspiel. Mit leider meistens genau diesem Ergebnis. Nur dass das Ergebnis im Bezug auf „Installateur“ seine Skurrilität wohl mehr als deutlich macht, wenn es um Schamanen/Hexen/Priester/Druiden geht, scheint das irgendwie aber den wenigsten aufzufallen.

Warum ist das so?

Wenn spiritueller Outcome genauso merk- und messbar wäre, wie der reale Outcome eines Installateurs, dann wäre das wohl nicht so! Ob die Leitung dicht is, das Klo wieder spült und die Rechnung bezahlbar ist, bzw. der Fachmann, ned nur überhaupt sondern sogar pünktlich, aufgetaucht ist, das zeigt einem die Realität. Zugegeben früher oder später, weil manch Hoppala sich erst nach Tagen oder Monaten wirklich bemerkbar macht – den tropfenden Heizkörper merkt mensch halt erst dann, wenn der Radiator wieder aufgedreht wird. Dann aber ganz sicher und die Heizung selber hat auch noch was davon.
Auf spirituellem Gebiet fängt das Jammer meist damit schon an, dass sich kaum einer sicher ist, was denn nun überhaupt gefragt/gwünscht ist. Sollte es davon eine Idee geben, dann gibt es aber meist keinen Plan für eine Erfolgskontrolle. Woher will ich den wissen, ob mich das, was ich da tu, glücklicher gemacht hat. Woran mach ich das fest? Keine Idee – blöd! Beim tropfenden Rohr steht mensch irgendwann in der Lacke …

Ah, ok! Wenn ich unglücklich bin, dann hat das mit der Spiritualität halt nicht funktioniert? Leider ist das auch nicht so einfach. Wenn der Installateur einen Rohrbruch in der Wand beseitigt, dann schaut das zu Beginn auch eher nach Bombenangriff aus – solang er eben noch nicht fertig ist. Wann aber ist Spiritualität fertig?

Wann ist das Leben fertig?

 

Leben copyright XVII