Archiv für den 10. März 2018

Editorial

Samstag, 10. März 2018

Well met, alle zusammen!

Drei, zwei, eins … Frühling?! Und schon ist er bei uns weg, der Schnee und unser kleiner Fluss wird ziemlich groß.

copyright Rothani

Heute beenden wir die von Magister Botanicus gespendete Serie „NATuQuTAN mit dem Teil XIV. Ich hoffe, dass dieser Blick aus wissenschaftlichem Auge, Euch interessanten Input geliefert hat und Dir, MagBot, danke ich nochmals recht herzlich für Deine Spende!
Der zweiten Artikel stammt wieder einmal aus der Feder von Veleda (auch Dir vielen Dank für Deine Mitarbeit!), „Die Geschichte von der Verzauberung„, ein neues Märchen aus Avalon.

Wie immer wünschen wir Euch viel Lesevergnügen und uns (auch weiterhin!) Eure Mitarbeit oder Kommentare.

Bright blessings
Anufa, fürs WurzelWerk Team

NATuQuTAN – Teil XIV, geschrieben von Magister Botanicus

Samstag, 10. März 2018

Zusammenfassen können also folgende Aussagen gemacht werden:

Es gibt tatsächlich Entitäten, die einer Definition des Begriffes Gott jedweder Art und Gestalt entsprechen; diese Entitäten können konstruktiv oder destruktiv auf Wahrscheinlichkeiten einwirken.

Es gibt virtuelle Anderswelten jedweder Art und Ausdehnung, welche virtuelle und/oder tatsächliche Realitäten darstellen und mit ihnen die zugehörigen Be­wohner (Ahnen, Geister, Elementarwesen usw.), die ebenfalls Wahrscheinlich­keiten beeinflussen können und von Menschen erlebbar sind.

Der Begriff des Todes bezieht sich nur auf das Ende einer jetztzeitigen raum-zeit­lichen Existenz, der virtuelle Wesenskern existiert weiter und kann wiederum an ein zukünftig existierendes Lebewesen anbinden; anthropozentrische ethische oder moralische Vorgaben sind jedoch nicht anwendbar. Damit ist die Möglich­keit einer Reinkarnation nicht raumzeitlich gebunden und kann auch in Form einer Retroinkarnation stattfinden (eine Tatsache, die sich in den Beschreibungen bezüglich eines nicht vorhandenen Zeitpfeiles ganz nebenbei auch in Mythen und Legenden wiederfinden lässt).

Es gibt eine okkulte Wissenschaft, ein verborgenes Wissen über die Welt, wel­ches sich mittels der quantifizierenden, materiell-energetisch orientierten Natur­wissenschaft grundsätzlich nicht direkt erforschen lässt.

Kombiniert mensch nun beide Wege, Magie und Naturwissenschaft, miteinander zu einer magischen Wissenschaft, können die Grenzen der Erfahrbarkeit erweitert und unser Wissen kann vermehrt werden. Es ist durchaus denkbar, das wir allein durch einen solch konsequenten Schritt in der menschlichen Entwicklungsgeschichte neue virtuelle Wesenskerne schaf-fen und damit die Wahrscheinlichkeit dahingehend verändert wird, das die Lehrer, die uns dieses Wissen vermitteln können, aus ihrem langen Schlaf erwachen oder gerade geboren werden – ironischer Weise könnten wir sogar unsere eigenen Lehrer sein…

Magister Botanicus, 2010

Kurzes Nachwort

Normalerweise würde eine Abhandlung über Magie und Naturwissenschaft hier enden; alle Erklärungen sind gemacht, Statements wurden abgegeben, man hat wild drauflos definiert und schließlich eine neue Gesamthypothese aufgestellt. Aber ich habe mir überlegt, das da was entscheidendes fehlt: Der Bezug zur Praxis.

Mein Problem ist jedoch, das „die magische Praxis“ in vielen einschlägigen Werken schon beschrieben wird; zum Teil in wunderschönen Metaphern, zum Teil in wild ausufernden Aphorismen und zum Teil in Lehrgängen, welche nach dem reiße­rischen Motto verfasst sind: „Wie werde ich Magier in 3 Wochen?!“ Mein Praxisvorschlag, den ich habe, ist einfach und ich kann dem geneigten Leser tatsächlich nicht garantieren, das sie eine Wirkung zeigen oder ihnen gar das gewünschte Resultat versprechen. Trotzdem habe ich mich entschlossen, dieses kurze Kapitel anzufügen.

Viel Vergnügen!

Die magische Praxis

Um Wahrscheinlichkeiten beeinflussen zu können, ist es nötig, in der dafür adä­quaten Weise denken zu lernen. Man kann das durchaus mit dem Erlernen des Schreibens von Buchstaben vergleichen.

Dazu ist zunächst einmal nötig, das man sich den Prozess der Umsetzung von Ge­danken in Taten bewusst macht. Jede Handlung, die wir ausführen findet ihren Widerhall im Gehirn; ob wir nach einem Glas greifen um daraus zu trinken oder ob wir eine komplizierte mechanische Tätigkeit ausführen.

Diese Bewusstmachung wird mit dem sagenumwobenen Begriff der Visualisierung be­schrieben; was zunächst nichts anderes bedeutet wie, stell Dir vor was Du tun willst und dann tue es genau so – und zwar zunächst in der materiell-energetischen Welt.

Wenn dieser Prozess der Be­wusstwerdung das komplette Spektrum aller Tätigkeiten des Lebens umfasst und zu einem Reflex geworden ist, kommt der nächste Schritt. Für diesen Schritt muss man sich vorstellen, das ein Ereignis eintritt, auf welches man normalerweise keinen Einfluss hat.

Beispielsweise kann man sich hier vorstellen, zu wissen, was der Lebenspartner ge­rade denkt oder indem man sich wünscht; zu einem be­stimmten Zeitpunkt einen Parkplatz an einer ganz bestimmten Stelle zu bekommen oder man einem ganz bestimmten Menschen begegnet.

Durch Versuch und Erfolg oder auch Misserfolg (den es genauestens zu analysieren gilt!), erreicht man im Laufe einer langen Zeit ein Stadium, in welchem sich schein­bar Erfolge und Fehlschläge die Waage halten. Und der nächste Schritt ist dann auch der schwierigste, aber zu meistern, denn er heißt: Durchhalten und nicht aufgeben.

Wenn das materielle Leben lange genug währt – auch das scheint eine Frage der Visualisierung zu sein – wird man an einen Punkt gelangen, an welchem man die Wahrscheinlichkeit für ein beliebiges Ereignis erkennen, bewerten, beeinflussen und in seinem Sinne manipulieren kann – wenn man das möchte…

waram int waroun

alliz ana bi barne in enti

Die Geschichte von der Verzauberung, geschrieben von Veleda Alantia

Samstag, 10. März 2018

Märchen aus Avalon 4

Bild: NASA https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rho_Ophiuchi.jpg http://wise.ssl.berkeley.edu/gallery_rho_ophiuchi.html NASA/JPL-Caltech/WISE Team This file is in the public domain in the United States because it was solely created by NASA. NASA copyright policy states that „NASA material is not protected by copyright unless noted“.

Es war zu einer Zeit als die Welten noch nah beieinander waren, daß ein junger sterblicher Prinz sich in die Prinzessin der Anderswelt verliebte. Ihre Eltern herrschten gleichberechtigt im Land, das umgeben war vom Nebel, erschaffen aus Erde, Meer und Luft. Ihre Tochter Abendstern war die schönste und zauberreichste unter ihren Geschwistern. Sie als Jüngste würde auch alles erben. Der Prinz Morgenstern lebte in einem Land, das voller Wälder war. Oft waren die Beiden beieinander, Abendstern besuchte ihn oft in seiner Welt und sie wandelten gemeinsam umher und viel Freude hatten sie. Eines Tages jedoch fiel dies dem König der Anderswelt auf und er war zornig. Er rief das Paar zu sich am Hof.

„Mein Kind, warum vergeudest du dich an einen Menschen dessen Zeit so kurz ist?“ fragte er die Sternenlichtjungfrau.
„Vater, es ist nicht vergeudet. Uns verbindet etwas über die Zeiten hinweg.“ Tränen benetzten die Wangen des Kindes. Die Mutter und Königin war gerührt von dieser Rede, nur der König blieb starr im Herzen und Sinn. Er verkündete: “Da dir soviel an ihm liegt, sollst du sein Schicksal teilen. Du, Abendstern, wirst zu einem männlichen Wolf und du, Morgenstern, zu einer wilden Stute. So soll es sein!“ Und mit den letzten Worten geschah die Verwandlung. Tiere, die in der Nähe eines Steinkreises lebten und unter dem Schutz des Waldgottes standen hatten all das gehört. Als die beiden Tiere aus dem Tor traten wussten sie das sie nicht beieinander bleiben durften. Sie waren nun Jäger und Gejagte. Noch dazu hatten sie das gegenteilige Geschlecht. Morgenstern beugte seinen Stutenkopf hinab und Abendstern ihren Wolfskopf.

In dem Moment als sie sich berührten leuchtete auf der Stirn des Wolfes und des Pferdes jeweils ein weißer sternförmiger Fleck. Mit schwerem Herzen trennten sie sich. Die Tiere des Cerrunnos hatten dies beobachtet und sich geschworen die beiden tragischen Liebenden zusammenzubringen.
Viele Jahre gingen ins Land.
Abendstern war Anführer eines Rudels geworden, war stark und konnte sich durchsetzten. Morgenstern war Teil einer Herde. Lernte seine Fürsorge kennen, seine Intuition. Die Tiere fanden sie endlich und brachten sie zusammen, es war Herbst und das Feld, wo sie sie hinbrachten war verbrannt um den neuen Samen zu empfangen. Doch ein Jäger hatte von dem seltsamen magischen Wolf und der Stute gehört. Er machte sich auf und fand die Tiere. Da er kalt im Herzen war, gierig und Spass am Jagen hatte, schoss er das Wild nicht aus Hunger sondern aus Gier. Ein Schuss gellte und Abendstern war getroffen. Ihr Fell war rot durchnässt. Die Tiere, ein Hase, ein Dachs und ein Reh zitterten. Was sollten sie jetzt tun? Sollte so alles enden? Alle Mühe?
Aus dem Boden stieg eine Kraft.
Es war die Königin der Anderswelt.
Betroffen sah sie ihre Tochter, löste die Wolfsgestalt auf und erlöste auch Morgenstern.
Ihre Tochter war schwach vom Leben in dieser Welt, doch ihr Wille war durch das Leben als Wolf stark geworden.
Morgenstern hatte gelernt welche Pflanzen heilen konnte und so fand er die Heilkräuter und Abendstern genass. Die Tiere senkten dankbar das Haupt und wurden mit langem Leben belohnt und sie wurden Freunde des Paares, das sie solange begleitet hatte. Selbst der Vater und König musste einsehen, daß er die Liebe nicht aufhalten konnte.
Liebe und Vertrauen besiegte alles.
War die größte Magie.
So erlaubte er seiner Tochter die Heirat mit ihrer Zwillingsseele und gewährte ihnen die Wahl wo sie leben wollten.

Leider ist ihre Wahl nicht überliefert, doch die Magie ihrer Liebe lebt mit jeder verstrichenen Jahreszeit auf. Grade dann wenn die Tore zu den anderen Welten am dünnsten sind.

Ende

by Veleda Alantia