NATuQuTAN – Teil V, geschrieben von Magister Botanicus

Einheitliche Beschreibung der materiellen Strukturen

Kleine Zwischenbemerkung

Entsprechend dem, was ich Ihnen in den letzten Kapiteln gezeigt habe, ist jede Art der Energie­übertragung in unserem Universum an ganz bestimmte Träger und deren defi­nierte Prinzipen gekoppelt und kann nicht von ihnen gelöst werden.

Es geht hier wirklich um Definitionsfragen – wenn also jemand von psychischer Energie redet, so kann er nur den materiellen Teil unserer Psyche meinen oder die Definition des Wortes bedarf einer klärenden Diskussion. Und sollte Ihnen irgend jemand demnächst mal was von „feinstofflichen und grobstofflichen Energien“ erzählen wollen, dann empfehle ich 3 Möglich­keiten der Beurteilung und einer Reaktion:

1. Er/Sie hat keine Ahnung von Physik! Sie können ihm raten, seine Definitionen für Energie und Materie zu überprüfen oder Sie finden gemeinsam andere, treffendere Definitionen für diese Begriffe, die nicht unbedingt naturwissenschaftlich-technisch besetzt sind.

2. Er/Sie ignoriert den Hinweis und faselt weiter, was schon schlimmer ist – aber maximal ist er ein Ignorant – und hier empfehle ich, ihn/sie mit geschicktem Argumentieren aufs Glatteis führen.

3. Nachdem sie nur den leisesten Hauch einer Kritik anbringen, schaut er/sie Sie weise an, nickt und sagt mit sanfter Stimme: „Um das zu verstehen muss Du noch sehr viel lernen.“ Hier ist alle Mühe vergeblich und Sie drehen sich am besten um und geht weg.

(4. Das unerquicklichste, was Ihnen passieren kann ist der Satz: „Das ist geheimes Priester­wissen!“ – der Red.-Elch)

Doch zurück zur Beschreibung der Welt der Materie und der Energie. Was ich bis jetzt erklärt habe, beschreibt, dass es materielle Letzteinheiten gibt, die auf ihre spezielle Art und Weise Träger von Energie sind. Diese Energie wird immer nur transformiert und kann nicht zerstört werden.

Auf der anderen Seite haben wir gesehen, dass es Prinzipien geben muss, die dafür sorgen, dass jede Energie ihr spezielles Trägermedium zugeordnet bekommt. Diese Trägermedien oder Prinzipen sind, wenn sie keine Energie übertragen nicht messbar – können also keine materiellen Strukturen mehr sein. Ebenso wie diese Prinzipien selbst (nennen wir sie vorerst mal Naturgesetze) keine materiellen Strukturen sein können.

(Was aber sind sie dann?! – der Red.-Elch).

Nun, ganz einfach: es sind informative Strukturen, die wahrscheinlichkeits­verändernde Charaktere besitzen !

(Häää??? – der Red.-Elch).

Eines ist klar und tatsächlich beobachtbar: Alle materiellen Strukturen unterliegen den Naturgesetzen der Materie, d.h. sie setzen z.B. einer Beschleunigung einen Widerstand entgegen (= Massenträgheitseffekt) – wir merken das, wenn wir im Auto sitzen und Gas geben. Tun wir das schnell, also setzen wir uns einer schnellen Be­schleunigung aus, merken wir, dass wir in den Sitz gepresst werden. Noch übler wird es, wenn wir diese Beschleunigung schnell abbremsen, z.B. bei einem Zu­sammenstoß (negative Beschleunigung). Der Wagen bleibt zwar stehen, aber unsere Körper bewegen sich trotzdem weiter – und der Sicherheitsgurt bekommt hier seinen physikalischen Sinn.

Die Zuordnungsprinzipien für Energien und die Prinzipien des Trägermediums, sind offensichtlich überall im Universum die selben. Sie unterliegen weder einer Be­schleunigung noch springen sie von einem Ort zum anderen. Ja, sie sind sogar zeit­lich unabhängig, denn sie sind scheinbar immer gültig – egal zu welcher Zeit der Existenz des momentan existierenden materiellen Universums.

Mit anderen Worten unterliegen diese Prinzipien oder Naturgesetze keinen Materie­gesetzen, sondern sie selbst sind diese Gesetze bzw. ordnen bestimmte Gesetz­mäßigkeiten zu Prinzipien an, welche sich dann sozusagen in das Universum als messbare Materie wie Elektronen oder Fotonen „abbilden“.

Kurze Unterbrechung!

Diese Überlegungen sind natürlich nicht auf meinem Mist gewachsen. Sie stammen zum großen Teil von einem einzigartigen Physiker, Burkhard Heim, der 1985 ein Buch veröffent­lichte, welches den Titel hatte „Einheitliche Beschreibung der materiellen Strukturen mittels der metronisch-quantisierten Feldtheorie“.

Diese Buch machte Furore in der Fachwelt und kein Mensch – vor allem kein Physiker – war sich zunächst sicher, wie er dieses Buch beurteilen sollte. Noch dazu war es in einem Verlag erschienen, der normalerweise Literatur über „paranormale Phänomene“ oder „geistlichen Inhaltes“ herausgab. Ein prekäre Situation, wären da nicht einige der – sagen wir mal höflich – weniger ignoranten Herren auf die Idee gekommen, dass Ganze mal nachzuvollziehen.

Und siehe da! Mittlerweile hat die Theorie noch ein paar Feinheiten mehr und an den mathe­matischen Methoden musste noch ein wenig gefeilt werden, aber dafür ist sie mittlerweile eine Standardliteratur in den Bibliotheken von CERN und DESY, wenn es um die Berechnungen von Elementarteilchen geht.

Ende der Unterbrechung!

Das besondere an Heims Theorie ist der Ansatz; eben die Geschichte, dass es materielle Letzteinheiten geben muss, die nicht nur eine gewisse raum-zeitliche Stabilität aufweisen, son­dern auch quantifizierbar, also messbar sind. Zum anderen muss es aber auch qualitative (virtuelle = vorstellbare) Struk­turen geben, die ihrer­seits zwar nicht messbar, aber in ihren Auswirkungen nachweisbar sind.

Eine solche qualitative Struktur wäre das Prinzip des Fotons, wenn es keine Energie trägt. Es ist nur vorstellbar vorhanden, also virtuell, und kann zunächst nicht quanti­fiziert oder gemessen werden. Aber es ist ohne Zweifel die Informationsstruktur eines Fotons, welches als Wahrscheinlichkeit existiert.

Jetzt „tunnelt“ irgendwo im Universum ein Elektron von einem höheren auf ein tieferes Energieniveau und die Energie wird frei. Ohne Zeitverzögerung – eben weil keine raum-zeit­liche Struktur sondern virtuelles Prinzip – greift das Gesetz der Energieerhaltung und verändert die Wahrscheinlichkeit in der Umgebung des „tunnelnden“ Elektrons. Von der Wahrscheinlichkeit 0, d.h. dort ist kein Foton, springt die Wahrscheinlichkeit um auf 1, d.h. hier muss ein Foton existieren. Und tatsächlich, wie im beschriebenen Beispiel, hier ist ein Foton, welches ein Äquivalent zu dem vom Elektron abge­gebenen Energiebetrag darstellt. Für den unbedarften Be­obachter erscheint dieses Foton aus dem Nichts – was ja auch nicht ganz so falsch ist.

Eine einfache Modellbeschreibung soll die Zusammenhänge in einem Gesamtbild für sie deutlicher machen:

Nehmen wir an, dass Universum sei auf einem Diafilm abgelichtet. Solange, wie ich das Dia nicht durchleuchte, erscheint auf einer Leinwand (= der Raum-Zeit-Ebene) kein Bild. Führe ich dem System Energie zu (Licht) wird auf der Leinwand ein Bild sichtbar, die Prinzipen (das Diapositiv) werden innerhalb des Universums, inner­halb der Raumzeit abgebildet. Natürlich lässt dieses Modell keine Dynamik zu, aber zu dem dynamischen Modell kommen wir etwas später.

Heim geht davon aus, dass es verschiedene Ebenen geben muss, denen ganz be­stimmte Prinzipien oder die Manifestationen dieser Prinzipien zugeordnet sind. Da wären zunächst einmal tatsächlich stattfindende Ereignisse, welche durch 2 An­gaben quantifizierbar sind: Die Ortsangabe (Länge, Höhe, Breite) und die Zeit­angabe (wann).

Mit anderen Worten haben wir jetzt drei räumliche Dimensionen und eine zeitliche Dimension definiert, die für alle Quantitäten, also alle materiell-energetischen Er­eignisse, als Erklärungsmodell aus­reichen. Oberhalb der Zeit als Dimension, müssen aber noch weitere Dimensionen liegen, in welchen die Prinzipien der materiell-energetischen Strukturen sowie deren Zu­ordnungsprinzpien verborgen sind. Diese Dimensionen können kein Raum-Zeit-Gefüge besit­zen, weil deren Inhalte rein in­formativer (virtuelle, vorstellbarer, qualitativer) Struktur sind.

Heim nannte diese beiden Dimensionen Entelechie und Äon – ich habe sie für mich mit „Ideenreservoir“ = Äon und „Kritik“ = Entelechie bezeichnet, weil ich so ihre Funktionen besser beschreiben konnte. Denn im „Ideenreservoir“ existieren alle Möglichkeiten, alle Er­eignisprinzipien, die jemals in einem Universum stattfinden können. In der Dimension „Kritik“ werden die Prinzipien der aktuell stattfindenden Ereignissen bewertet und anhand der Zuordnung von Wahrscheinlichkeiten im Rahmen der Naturgesetze der Raumzeit neu bewertet.

Die philosophischen Hintergründe oder evt. religiöse Konsequenzen einer solchen Be­trachtungsweise möchte ich hier noch nicht diskutieren.

Doch ein kurzer Einschub: Es darf allerdings an dieser Stelle nicht der Eindruck ent­stehen, dass hier ein „deterministischer“ (vorherbestimmter) Plan verfolgt würde, oder eine Art starres Kochrezept für das Universum, wo alles und jedes vorbe­stimmt ist. Es gibt zwar bestimmte Prinzipien und Naturgesetze, die (noch) nicht außer Kraft gesetzt oder manipuliert werden können. Aber nur die Art der Naturgesetze oder Prinzipien sind es, die für die Raumzeit determiniert sind.

Alle stattfindenden Ereignisse unterliegen immer einem Wahrscheinlichkeitsraster – was bedeutet, wenn mir ein Glas aus der Hand fällt, ist es sehr wahrscheinlich, dass es zerbricht. Aber es ist eben nicht sicher! – wie wir alle sicher aus Erfahrung mit ähnlichen Situationen und ähnlichen Gegenständen wissen.

Aus diesen Betrachtungen heraus müssen wir also unser Modell mit dem Dia modi­fizieren, denn dieses Modell würde eine solche Welt mit determinierten Ereignissen beschreiben. Also greifen wir zur modernen Fotografie und wenden uns dem Holo­gramm zu.

Ende Teil V

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