NATuQuTAN – Teil VI, geschrieben von Magister Botanicus

Ein holografisches Modell des Universums

Was unterscheidet das Diapositiv vom Hologramm? („Der Geschmack?“ – der Red.-Elch)

Nein, der Aufbau der Bildpunkte. Greife ich mir bei dem Diapositiv einen Bildpunkt heraus, so ist dieser Bildpunkt maximal scharf, weil er alle Informationen für den Bildpunkt enthält, er macht aber keinerlei Aussage über das Gesamtbild, da er keinerlei Informationen darüber enthält. Bei einem Hologramm, einer 3-dimensional erscheinenden Abbildung, verhält es sich prinzipiell anders. Betrachte ich hier einen Bildpunkt, so ist er maximal unscharf, da er nur wenig Informationen über sich selbst enthält, aber er kann auch eine Aussage über das Ge­samtbild machen, da in ihm prinzipiell alle Informationen über das Gesamtbild enthalten sind.

Während ich beim Diapositiv alle Bildpunkte benötige, um das Gesamtbild zu zeigen, wobei der Informationsgehalt mit Zunahme der Bildpunkte steigt, enthält ein Hologramm die Ge­samtinformation eines Bildes, wobei die Schärfe des Bildes mit Zunahme der Bildpunkte steigt. Wenn wir jetzt noch dieses Modell als dynamisch, also sich ständig verändernd, gestalten und weiterhin die Anzahl der Bildpunkte – beeinflusst von Wahrscheinlichkeiten – zwar immer kleiner werden aber beständig erhöhen, so wird das Bild des Universums ständig schärfer.

Was das heißt, liegt aus der Hand: Mit nur einem holografischen Bildpunkt ist das abgebildete Universum ein Konglomerat aus materiell nicht definierten Elementen, ein graues Rauschen sozusagen. Neuere Theorien sprechen vom sogenannten „fluktuierendem Superstring-Schaum“. Bei Heim heißt die geometrische Letzteinheit Metron, die ich hier in meinem Modell als holografisches Element gewählt habe, und sie ist in drei Sphären gegliedert. Wird die Anzahl der Metronen größer und ihre Größe geringer, kann man das etwa mit dem Anwachsen der holo­grafischen Bildpunkte vergleichen.

Es kommt damit zu materiellen Ereignisstrukturen, eben Quanten und Energie – und sozusagen mehreren klei­neren Big Bangs, allerdings im ganzen Universum. Gleich­zeitig „entsteht“ die Raumzeit und die Gravitation, kurzum, es greifen alle Natur­gesetze, die für Materie und Energie Gültigkeit haben. Doch was passiert mit weite­rem Anwachsen der Bildpunkte? Ja klar, es entstehen Atome, Moleküle, Sterne werden geboren.

Schließlich folgen Planeten und auf ihnen finden chemische Reaktionen statt, ge­bären immer kompliziertere chemische Verbindungen, Gas­hüllen und schließlich – Lebewesen! Sie fangen klein an und lassen sich nicht nur als Kohlenstoffverbindung blicken, sondern auch auf Silizium-, Bor- oder vielleicht auch auf Stickstoffbasis ist Leben möglich. Wer weiß das schon, schließlich gibt es wahnsinnig viele Planeten und wenn die Möglichkeit für Leben be­steht…

Wieder ein weiterer Sprung durch eine noch größere Zahl an Bildpunkten und die Natur­gesetze der Evolution greifen, seit Lebewesen entstanden sind. Jetzt tauchen plötz­lich Lebewesen auf, die eine einzigartige, neue Fähigkeit besitzen: auf Er­eignisse in ihrer Umwelt nicht nur instinktiv zu reagieren, sondern über diese Umwelt zu reflektieren, sich Ge­danken darüber machen.

Und wieder einen Schritt weiter, ent­wickeln diese Lebewesen eine Innen­welt, ein eigenes Universum, die jene Außenwelt spiegelt und bewertet. Schließlich können diese Lebewesen Ereignisse produzieren, die gar keinen materiellen, quantitativen Ereignisse mehr sind – sie machen sich Gedanken und haben Träume. Beides, Träume und Gedanken, sind unwiderlegbar Ereignisse, aber ohne dass es mög­lich wäre sie explizit in der Raumzeit rechnerisch zu beschreiben, sie sind tatsächlich qualitativer Natur. So, wie die anderen Prinzipen oder Wahr­scheinlichkeitsfaktoren, die ich bereits beschrieben habe, die materielle Aus­wirkungen zeigen.

Diese Wesen haben nun durch die Entwicklung eines entsprechenden Organs, sowie der da­zugehörenden intellektuellen/intuitiven Fähigkeiten, einen individuellen wie auch kollektiven Zugang zu dem großen Ideenpool und sie beeinflussen ohne Zweifel die Wahrscheinlichkeit. Sie tun das zunächst im Rahmen der Naturgesetze und den Prinzipien der Raumzeit, doch die Wahrscheinlichkeit dafür, dass auch die Grenzen von Raum oder Zeit zu durchdrungen werden können, ist sehr hoch.

Wenn Menschen in der Lage wären, jene, die Wahrscheinlichkeit verändernden Faktoren bzw. Informationsstrukturen zu beeinflussen, dann hätte das weit­reichende Konsequenzen. Denn durch die Kontrolle seiner eigenen materiellen Er­eignisse (Handlungen), kann ein Mensch z.B. eine Uhr bauen. Ist der Mensch jedoch zusätzlich (zu diesen quantifizierbaren Ereignissen) in der Lage, auch qualitative Geschehnisse zu kontrollieren oder für sich erfahrbar zu machen, so hat er explizit Zugang zum Ideenpool bzw. zu den Wahrscheinlichkeitsrastern möglicher qualita­tiver und quantitativer Ereignisse!!!

Selbst wenn der Zugang zu diesen (Heim nennt sie) Dimensionen nur sehr spo­radisch wäre und dafür bestimmte psychische Faktoren nötig (oder zu erlernen!) sind, eines muss uns dabei klar sein: Wenn es nur einem einzigen Menschen gelingt, ein einziges Mal auf diese Art und Weise quantitative oder qualitative Ereignisse willentlich zu beeinflussen, so ist der Beweis dafür erbracht, dass dies tatsächlich möglich ist – und damit jedem Menschen grundsätzlich als Erfahrungsmöglichkeit oder Ereignisebene zur Verfügung steht.

Ende Teil VI

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