NATuQuTAN – Teil X, geschrieben von Magister Botanicus

Telepathie

Person A hegt den Wunsch, zu wissen, was Person B gerade denkt, wobei für dieses Beispiel eine starke emotionale Bindung zwischen beiden Personen bestehen soll. Dieser Wunsch fasst als stringenter und ständig bewusst wiederholter Gedanke in den dafür zuständigen Gehirnzentren von Person A Fuß. Zusätzlich versucht sich Person A ebenso beständig Person B vorzustellen – und zwar in allen ihren materiellen wie auch emotionalen Ausprägungen (Aussehen, Sprechen, Essen, Trinken, Gefühle usw.).

Diese Gedanken manifestieren eine kontinuierlichen Aktivität von Nervenzellen im Gehirn von Person A, die zum einen dem Wunsch und zum anderen ihrer Sicht von Person B entsprechen. Des weiteren werden analog zu Nervenzellaktionen Bio­fotonenströme von der Nervenzelle produziert, welche ihrerseits imaginäre In­formationsstrukturen tragen. Letzteres ist natürlich auch bei Person B der Fall, auch wenn Person B sich nicht auf Person A konzentriert.

Werden nun die imaginären Informationsstrukturen der Biofotonen im Bereich der Entelechie wirksam, so können sich durch wahrscheinlichkeitsverändernde Faktoren diese Informationsstrukturen an die von Person B angleichen. Dies hat zur Folge, das Person A und Person B auf der entelechalen Ebene gleiche oder ähnliche imaginäre Informationen gleichzeitig miteinander teilen, was zur Folge hätte, dass sich auch die imaginären Trägerstrukturen – also die Biofotonenströme – aneinander angleichen können. Dies bewirkt dann auch eine spontane Änderung der Nerven­zellaktivität, allerdings nicht in dem Maße, das tatsächlich völlig gleiche Gedanken­inhalte zur gleichen Zeit von Person A und B empfunden werden. Vielmehr führen die geringfügigen Änderungen der Spontanaktivität zu Assoziationen und Assoziationsketten, die sich gegenseitig rückkoppeln und wahrscheinlich eine ge­meinsame Grundassoziation bilden.

Telepathie würde dann in diesem Beispiel Person A die Möglichkeit bieten, zunächst einmal die psychische Grundgestimmtheit von Person B zu erfassen und über seine spontan auftretenden Assoziationen zu Person B – aufgrund der Kenntnis von Person B in allen Bereichen – ein wahrscheinliches Gedankenmuster entwerfen. Dies würde auch erklären, warum eine telepathische Verbindung zwar die Gefühle eines anderen Menschen transportiert und auch noch mehr oder weniger genaue Umrisse der Situation, in welcher er sich momentan befindet – nicht aber oder nur in ganz extremen Ausnahmefällen konkrete Gedankeninhalte.

Wichtig ist, dass bei diesem Vorgang keine Energien übertragen werden müssen oder andere als imaginäre Teilchen für die Informationserlangung in Betracht kommen. Wären nämlich materielle Elemente der Raum-Zeit an dem Vorgang der Telepathie betei-ligt (etwa Elektro-nen), so müssten sie oder ihre Auswirkungen auf das Gesamtsystem Mensch messbar sein.

Psychokinese

In einer Experimentalsituation soll Person C berührungsfrei eine piezokristalline Folie psychokinetisch so beeinflussen, das sie ein geringer Stromfluss erzeugt. Der Person wird gezeigt, dass Druck auf die Piezofolie ein angeschlossenes Messgerät ausschlagen lässt, d.h. ein geringer Stromfluss durch diesen Druck erzeugt wird.

Person C konzentriert sich in diesem Fall darauf, dass ein imaginärer Druck auf die vor ihm liegende Folie ausgeübt wird. Wiederum manifestiert sich eine kontinuier­lichen Aktivität von Nervenzellen im Gehirn von Person C, die dem Wunsch und ihrer Interpretation des Vorgangs entsprechen. Des weiteren werden ebenfalls wie im ersten Beispiel analog zu den Nervenzellaktionen Biofotonenströme von der Nervenzelle produziert, welche ihrerseits wieder imaginäre Informationsstrukturen tragen. Würden diese imaginären Informationsstrukturen im Bereich der Entelechie tatsächlich wirksam, was nachweislich gerade im Falle der Psychokinesephänomene selten genug geschieht, so können sich gleichzeitig verschiedenste wahrscheinlich­keitsverändernde Faktoren ausbilden und als Möglichkeit in die Raum-Zeit abge­bildet werden.

Zum einen wäre eine, auf einen Teil der Piezofolie begrenzte Veränderung des Luft­drucks denkbar; ebenfalls vorstellbar wäre es, dass die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines spontanen Stromfluss in der Folie soweit erhöht würde, das tat­sächlich ein Induktionsstrom fließt oder das der Zeiger des Messgerätes bewegt wird, ohne dass jedoch tatsächlich ein Stromfluss vorliegt.

Im Falle der Formbeeinflussung eines Gegenstandes, etwa einem Metallstab, durch Psychokinese, würde es genügen, durch die imaginären Informationsstrukturen das Wahrscheinlichkeitsfeld des Kristallgitters dahingehend zu verändern, das die ge­bogene Form in der Raum-Zeit wahrscheinlicher ist, wie die gerade Form. Somit er­scheint der Metallstab in der Raum-Zeit gebogen worden zu sein, aber ohne tat­sächlich für diesen Vorgang Energie aufzuwenden. Wären wägbare Teilchen am Vorgang der Psychokinese beteiligt, so müssten diese – wie bei anderen Energie­übertragungsvorgängen – gemessen werden können.

Präkognition

Vorauswissen, also die raum-zeitlich frühere Erfahrung eines zeitlich erst später stattfindendes Ereignis, kann nur unter Voraussetzung einer wie auch immer ge­arteten Futuralpotenz erklärt werden. Beispielsweise kann etwa die Voraussage über einen Flugzeugabsturz nur dann eine bestimmte Wahrscheinlichkeit besitzen, wenn besagtes Flugzeug auch tatsächlich fliegt. Das hört sich logisch an, bedarf aber trotz­dem näherer Erklärung.

Wenn auf der imaginären Informationsebene Äon alle Ereignisse (die jetzt nur dieses Flugzeug betreffen) in der Raum-Zeit stattfinden können vorliegen, so tun sie das zunächst als völlig gleichberechtigte Wahrscheinlichkeiten. Neben einer problem­losen Reise des Flugzeugs liegen also auch alle anderen Möglichkeiten, vom Defekt und der damit verbundenen Negierung einer Reise mit diesem Flugzeug überhaupt bis hin zum Absturz der Maschine nebeneinander.

Startet der Jet nun, so ergeben sich bestimmte, wahrscheinliche Zukunftsmöglich­keiten, die Futuralpotenzen, die von Makro- und Mikrokausalfaktoren abhängen. Da sich die Raum-Zeit anhand der wahrscheinlichsten Möglichkeit dieser Potenzen ständig neu manifestiert, kann ein stromführender, lockerer Draht im Triebwerk des Flugzeugs die Futuralpotenz eines Absturzes hervorrufen – als mögliches Ereignis.

Person D hat nun tatsächlich präkonitive Fähigkeiten und prophezeit einen Flug­zeugabsturz eines ganz bestimmten Jets. Dann hat diese Präkonition nur für eine der vielen möglichen Futuralpotenzen des Jets Gültigkeit und unterliegt den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit. Passiert die Katastrophe tatsächlich, stimmt die Prä­kognition und Person D hat über ihre imaginären Informationsstrukturen die Zukunftsmöglichkeit erfahren, die sich dann auch in der Raum-Zeit manifestiert hat.

Entdeckt ein Techniker bei der Wartung vor dem Flug des Jets den lockeren Draht und repariert er das Triebwerk, stimmt die Präkognition von Person D ebenfalls, nur das Ereignis, welches er wahrgenommen hat, manifestiert sich in nicht in der Raum-Zeit.

Es dürfte damit klar sein, dass eine Präkognition umso unschärfer wird, je weiter das erfahrene Ereignis in der Zukunft liegt und sich die verschiedenen Ereignis­wahrscheinlichkeiten potenzieren (deswegen Futuralpotenzen!). Zu erfahren, welche Spielkarte auf einem Stapel die nächste ist, ist demnach wahrscheinlicher, als eine ganz spezifische, raum-zeitlich definierte Katastrophe vorherzusagen.

Homöopathie

Das Homöopathie als Heilmittel wirkt, steht mittlerweile außer Frage. Alleine, ein Erklärungsmodell für die Wirkungsweise ist nur im Ansatz gefunden, gerade von Hochpotenzen, in welchen sich theoretisch nur noch ein Molekül der tatsächlichen Arznei befindet. Es scheint sich also beim Einsatz von homöopathischen Mitteln um eine Informations-übertragung zu handeln, die auf imaginären Informations­strukturen beruht. Neuere Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass sich niedrige Potenzen auf zellulärer Ebene in einer Frequenz-Harmonisierung der Bio­fotonenstrahlung äußern, Hochpotenzen die Amplituden dieser Strahlung beein­flussen können. Das heißt also, dass die imaginären Informationsstrukturen der Bio­fotonen mit den in der Flüssigkeit enthaltenen imaginären Informationen inter­agieren.

Hier handelt es sich augenscheinlich um wahrscheinlichkeitsverändernde Faktoren, die einen Gesundungsprozess nicht über eine direkte chemische Reaktion mit dem Organismus auslöst, sondern durch Beeinflussung der Biofotonen, die ihrerseits offensichtlich als ursächliches Regulativ für den Gesamtorganismus agieren können.

Krankheit wäre somit erweitert zu definieren, als ein Zustand der von einer idealen, aber imaginären, Funktionalstruktur eines Individuums abweicht. Dieser Ideal­zustand kann durch die Anwendung verschienener Methoden wieder erreicht werden, sowohl auf materiell-energetischer Ebene (Immunsystem, Chemikalien etc.) als auch auf informatorischer Ebene (Homöopathie, psychische Heiler). Anzuregen wäre eine Kombination aller Möglichkeiten die sich je nach Schwere der Erkrankung zu richten hat.

Morphogenese

Noch immer ist die Morphogenese von Organismen nicht vollständig aufgeklärt. Es gibt zwar in der einschlägigen Fachliteratur Hinweise auf Mechanismen, die die Morphogenese beeinflussen, jedoch keine ursächliche raum-zeitlich Struktur, an­hand derer sich die Gene orientieren könnten, den Organismus zu gestalten. Ein morphogenetisches Feld zu postulieren, wie es Sheldrake vor einigen Jahren getan hat, löst zwar das Problem, hat aber leider den Nachteil, das dieses Feld quantifi­zierbar sein müsste, was aber nicht der Fall ist.

Es kann sich demnach als Ursache einer Morphogenese um keine raum-zeitliche Struktur handeln, sondern nur um eine imaginäre Informationsstruktur von quali­tativem Charakter. Anhand dieser Struktur und über die imaginären Anteile der Biofotonen wird ein morphogenetisches Wahrscheinlichkeitsraster zur Verfügung gestellt, anhand dem die Gene sozusagen eine Vorlage für die Form eines Organis­mus besitzen und mit welcher sie durch die speziellen Eigenschaften der Biofotonen wechselwirken können.

Über Konformitätsänderungen von Enzymen und die Beeinflussung der extra- und interzellulären elektrochemischen Eigenschaften, wird dann die Morphogenese ge­steuert – immer in Rückkopplung mit der imaginären Matrize, die in Äon vorliegt, über die Entelechie in der Raum-Zeit manifestiert wird und so Futuralpotenzen aus­prägen kann.

Hinterlasse eine Antwort