NATuQuTAN – Teil XI, geschrieben von Magister Botanicus

Magie

Bisher haben wir uns von der naturwissenschaftlichen Seite an verschiedene Phä­nomene angenähert, auch wenn scheinbar „magische“ Ereignisse kurz angerissen wurden. Jetzt also kommen wir mal von der anderen Seite und betrachten uns die Welt mit magischen Augen. Dafür sollten ich den Begriff Magie zunächst definieren, damit alle wissen, wovon ich spreche.

Magie bzw. die Definition von Magie erscheint vordergründig direkt abhängig von den Erkenntnissen über die Welt und dem daraus erwachsenden individuellen Weltbild. Aus Steinen Eisen herzustellen war für unsere Vorfahren ein magischer Akt, eine magische Transmutation an welchem die Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft auf geheimnisvolle Weise beteiligt zu sein schienen und die vom Magier (dem Schmied) nach seinem Willen Neues schaffen konnten. Heute lernt jedes Kind, das man Eisen aus Eisenerz gewinnt, man lehrt die chemischen und physikalischen Prozesse, die dafür nötig sind und bezeichnet das im weitesten Sinne als Werkstoff­kunde.

Die Gedanken eines anderen Menschen im Detail zeitgenau zu erfassen, ist heute Magie, in ein paar Jahrzehnten wird dies vielleicht ein Gehirnscanner leisten können, welcher aus einem Kernspintomografen und einem damit gekoppelten Quantencomputer entwickelt wurde.

Eine kulturell geprägte oder technische Beschreibung von scheinbar magischen Vor­gängen kann also nicht die tatsächliche Grundlage einer Definition des Begriffs Magie sein, weil diese keine wahren Aussagen zulässt. Bleiben wir aber dabei, Magie ist eine individuelle Erfahrung. Ausserdem bewirkt Magie Ereignisse – wel­cher Art auch immer – die sich einem rein raumzeitlichen Erklärungsmodell ent­ziehen, m.e. nicht stringent quantifizierbar sind.

Definition des Begriffs Magie

Magie bezeichnet die Zuschreibung von qualitativen (virtuellen) Kräften an Gegenstände, Wesenheiten und Individuen, sowie das Verfügbarmachen dieser virtuellen Kräfte durch bestimmte Handlungen, Praktiken, Riten oder besondere Kenntnisse; in deren Folge quantifizierbare Ereignisse ausgelöst werden, welche einer Wahrscheinlichkeit für ihr Auftreten nicht entsprechen1.

Das magische Bild der Welt

Eine magische Weltsicht beinhaltet nicht nur das materiell/naturwissenschaftlich sichtbare, erfahrbare und berechenbare Universum, sondern erweitert sich um mannigfaltige Dimensionen der Existenz, welche in einem permanenten Prozess der Veränderung eingebettet sind.

Die magische Weltanschauung ist geprägt von einem Willen der Erfahrung und Nutzbarmachung aller Erfahrungen und kann sich in letzter Konsequenz als eine tiefe Spiritualität in der tatsächlichen Wortbedeutung einer „Gottesschau“ – oder besser formuliert – in einem tatsächlichen und persönlichen „Erfahren der Natur“ ausdrücken. Außerdem beinhaltet ein solches Weltbild zwingend eine Art der „ani­mistischen“ Weltschau. Dies kann sich als eine Betrachtung der Welt im Sinne eines qualitativen Wissens äußern, das alles in der Natur bzw. im Universum auf irgend­eine Art „belebt“ sein kann und damit eine Art eigenes „Bewusstsein“ besitzt.

Die magische Handlung – am Bespiel der Heilung erläutert

Von einer „magisch“ induzierten Heilung zu sprechen wäre zu trivial und vorder­gründig, deswegen müssen wir den Begriff der Heilung wesentlich differenzierter betrachten, indem wir den Begriff der Krankheit näher definieren. Was bedeutet es, wenn ein Mensch krank ist?

Modern betrachtet heißt das nichts anderes, als das der betroffene Mensch „arbeits­unfähig“ ist, im Gegensatz zu zeitgenössischen Definitionen, die von „genuss­unfähig“ über „glaubensun-fähig“ bis zu „überlebensunfähig“ reichen. Diese Art der Beschreibungen bietet keine zureichende Befundung des Begriffs Krankheit; also zäumen wir das Pferd mal andersherum auf.

Krankheiten können durch physische, psychische, seelische oder magische Stressoren initiert werden, die sich ihrerseits wiederum im betroffenen Lebewesen in physischen, psychischen. seelischen und magischen Auswirkungen manifestieren können. Ist diese Manifestation nur kurzzeitig, können wir von akuten Erkran­kungen sprechen, eine längerfristige Auswirkung kann als chronische Erkrankung definiert werden.

Dementsprechend gibt es für die jeweiligen Stressor-Manifestations-Paare klare Handlungsanweisungen, die zur einer Beseitigung des Stressors, der Manifestation oder Beidem führen müssen. Diese Handlungsanweisungen müssen in diesem Fall jedoch im Licht der animistischen Weltschau betrachtet werden, welches eine ganz­heitliche Be-Handlung des erkrankten Menschen auf allen Ebenen notwendig macht.

Die physische Behandlung ist selbstverständlich einem Arzt oder Mediziner vorbe­halten, ebenso wie eine psychologische Behandlung von den entsprechenden Fach­kräften durchgeführt wird. Eine zusätzliche Unterstützung des Heilungsprozess (physischer oder psychischer Erkrankungen) durch Magie oder Seel­sorge/Lebensberatung ist selbstverständlich im Detail mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

Das bedeutet, das es viele physische und psychische Erkrankungen gibt, die auf physischen, psychischen und seelischen Stressoren beruhen; z.B. Bakterien, Stress oder ähnlichem. Dementsprechend sind die grundlegenden Behandlungen der Symptome und Ursachen auf (phyto-)pharmakologischer Basis völlig in Ordnung und auch sinnvoll. Jedoch ist es ebenfalls sinnvoll, die Heilung durch magische Handlungen wie Heilungsrituale oder magische Kräutertees zu unterstützen und zu fördern, wenn der Erkrankte dies will.

Wie sich die Behandlung durch Medikamente, psychologische Beratung oder Seel­sorge/Lebensberatung auf die Krankheit auswirkt, ist hinlänglich bekannt: Anti­biotika töten Bakterien, Chemotherapeutika wirken gegen Krebszellen, Gesprächs­therapien können bei psychischen Erkrankungen helfen und die Seelsorge hilft oft über Verlustängste nach Todesfällen hinweg.

Wie aber wirken magische Rituale, Räuchermischungen oder Tees zur Unter­stützung der Heilung?

Wissenschaftstheoretisch erklärt, wären magische Rituale solche Handlungen, bei denen bestimmte Informationsinhalte direkt oder indirekt auf den erkrankten Menschen übertragen werden sollen. Der magisch arbeitende Mensch benötig dem­nach ein Medium, mittels dessen er diese Informationen auf den Erkrankten über­tragen kann und der Erkrankte benötigt seinerseits ein Medium, durch das sich diese Information in seiner Ganzheit manifestiert und in Reaktionen des Körpers umsetzen lässt.

Setzen wir an dieser Stelle die Überlegungen an, die wir schon bei den para­normalen Phänomen zur Erklärung verwendeten:

Völlig unabhängig von der Methode der magischen Arbeit oder des Rituals lösten die Gedanken des Menschen bestimmte Reaktionen aus, die mit einer Aktivität der Nervenzellen einhergeht. Diese Aktivität hat ein ganz bestimmtes Muster, welches durch ständiges Wiederholen noch verstärkt werden kann. Mit der Aktivität der Nervenzellen findet eine Erhöhung der Biofotonenstrahlung statt, die dieses Muster auch in den virtuellen Dimensionen nachzeichnet.

So entwickeln die wahrscheinlichkeitsverändernden Strukturen der Fotonen ein be­stimmtes Muster, entsprechend jener Informationsgehalte, und liegen als mehr­dimensionale Informationsstruktur vor. Diese Informationsstruktur ist nicht an die Raum-Zeit gebunden, daher kann sie überall und jederzeit existieren.

Der Gedanke eines Menschen, der Wille des Schamanen, Magiers oder einfach des Magic Users wird somit zur wahrscheinlichkeitsverändernden Informationsstruktur, welche jetzt ihrerseits die Biofotonenstrahlung eines anderen Menschen – in diesem Falle des Patienten – beeinflussen kann. Wie in den vorangegangenen Kapiteln ge­zeigt, beeinflusst die Biofotonenstrahlung alle physiologischen Vorgänge im Körper – ergo: ein Heilungsprozess kann dadurch unterstützt oder sogar in Gang gebracht werden.

Natürlich muss auch das Ritual, welches nur für den Patienten eine immense Be­deutung hat, als eigenständige Struktur mit wahrscheinlichkeitsverändernden Qualitäten für diese Betrachtung mit einbezogen werden.

Auch soll an dieser Stelle deshalb nicht unerwähnt bleiben, das es die Möglichkeit von magischen Erkrankungen gibt, die sich gänzlich einer Diagnose im physischen, psychischen oder seelischen Bereich widersetzen. Ein Mensch zeigt dann meist sehr subtile Krankheitssymptome, aber kein Arzt weiß, wo sie herkommen und sie widerstehen einer Behandlung durch Medikamente.

11Oops, da hab ich ja gleich die Definition für Zauberei mitgeliefert!

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