Zwei Märchen, geschrieben von Veleda Alantia

Das Märchen von der Rabin und der Eule (oder den zwei Schwestern)

Dieses Märchen vertraute mir an einem Morgen mein Kristallgefährte an.
Er nannte Namen die ich ihm versprach nicht zu wiederholen.
Folgendes sagte er mir in der Sprache und im Gesang der Stille…

Bild: Veleda Alantia

Es war einmal zu einer Zeit die war und noch ist, daß sich mitten in den grünen Hügeln eine heilige Stadt erhob.

Die grosse Halle und ihre Türen standen allen offen die gerufen waren und lernen wollten.

Das Volk welches dort lebte wurde ‘die Strahlenden ‘ genannt und ihre Weisheit aus den Hainen war weit über die Grenzen bekannt.

Dort lebte am Hof des hohen Königs eine Frau mit Sternenseele. Sie und ihr Gemahl und Bruder lebten als Dreiheit.

Doch wo Frieden und Weisheit herrscht, konnte die Schattenseite im Geheimen ihre Wurzeln schlagen.

Von der Insel der Nebel in einem heiligen See kam eine junge Tochter an den Hof des hohen Königs.
Ihr Stand war schwer, den Misstrauen hatte bereits gewuchert und einige der reinen Herzen vergiftet.

An einem Abend, als sie den Heilergott gelauscht hatte, traf sie die hohe Gemahlin und Schwester des Königs. Sie fühlten, daß sie aus anderen Zeiten verwandt waren und es immer sein würden.

Die vergifteten Strahlenden wollten durch diese beiden Schwestern das Königreich einreißen. Ein Kriegshorn des Verrats war erklungen.

Den beiden Schwestern wurde es unmöglich gemacht gemeinsam sich zu wehren so schlossen sie einen Treuepakt indem die Sterne der Weisen Zeuge waren.

Und die Sterne und ihre Herren gaben ihnen die Fähigkeit ihre Gestalt im Laufe der Zeiten zu verändern.

Viele Jahre gingen vorbei…vieles geschah was vergessen wurde in den Leben.

Die Tochter der Nebel und die hohe Sternenfrau trafen sich gemäß ihrer eigenen Wege und Prophezeiung wieder.

Sie wurden zur weißen Rabin und der Eule der Nacht und gaben alles um ihre Völker zu versöhnen und zu retten, den der Krieg und Verlust hatten sie entzweit.

So leben sie nun in dieser Zeit und wandeln und handeln.

Ende

Die Geschichte von der Mondperle

Bild: Veleda Alantia

Diese kleine Geschichte hab ich erfahren, als ich mit meiner Hündin durch den Wald nach einem Regen ging.
Der Geruch von nassem Holz und feuchter Erde, die Spiegelungen in einem Regentropfen, schickten meinen Geist auf Reise..zu einem Ort wo das Flüssige kostbarer und magischer ist als jedes Juwel…

In einer Zeit im Anderswo, irgendwo zwischen hier und dort lag ein kleiner Ort. Ein junger Mann, der von vielen gemieden wurde, lief viel durch die Wälder und Felder und auch in die Stadt. Er verstand nicht warum die Leute ihn mieden, mobbten. Er hatte eine Birke als Freundin und der klagte er daß er das nicht verstand. Die Menschen achteten weniger das was mit ihnen lebte, sie umgab. Aus der Birke trat eine schöne Frau. Ihr Kleid glich der Rinde der Birke. “Suche die Mondperle. Ihre Schönheit liegt im Verstehen der Menschen und der der Anderswelt.” Sie strich ihm übers Gesicht und zeigte ihm den Schimmer der Perle. Es musste eine Kostbarkeit sein. Entrissen dem Meer.. Also ging er voller Mut zum Meer. Seine Reise dauerte viele Tage und vielen Menschen erzählte er von dieser Perle um sie zu finden..Sie schickten ihn zu Juwelieren und Messen doch auch dort war sie nicht und dem Jungen dämmerte das man diese Einzigartigkeit nicht kaufen konnte. Ja, nur zu finden aber nicht zu erwerben und zu besitzen.

Als er am Meer ankam war er traurig. Das Meer war aufgewühlt, der Himmel bedeckt. Wie sollte er da die Perle finden?

Ein junger Mann entstieg dem Meer. Ihn umgab etwas daß ihn den Jungen als Gott erkennen liess. Er sprach ihn mit Namen und um Hilfe an. Der junge Gott lächelte wissend. “Ich helfe dir. Doch erwarte daß du es dann findest wenn du es nicht mehr erwartest.” Und der Gott der Wellen gab ihm eine Brille. Als er diese aufsetzte sah er Gras..Grün. War diese Perle doch ein Teil der Erde? Lag sie in einem Feld?

Er dankte mit einer kleinen Zeremonie den Mächten des Meeres, männlich wie weiblich, und als er ging fand er noch einen Lochstein..Dies sah er als Segen und ging nun Richtung Städte und Felder. Dort hin wo viele Menschen durch ihr Leben hetzten.

Als er schon am Verzweifeln war blieb er stehen und sah auf Regentropfen auf eine Pflanze.

Der Schein war so kostbar..da war sie! Die Mondperle..Mitten im grössten Gewirr. Ein Geschenk des Wassers, der Erde. Doch nicht zum in die Hand nehmen. Nur zum Bestaunen. Diese Botschaft trug er in seinem Herzen und gab dies in weisen Worten weiter. Der Junge wurde zum geachteten Mann. Und diese Botschaft

‘Das Kostbare ist nicht zu bezahlen, da es eine Begnung der anderen Reiche mit uns im Alltag ist’  trug mir der Regen auf seine Art zu.

Ende.


Text: Veleda Alantia

Bild: Veleda Alantia

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