Die Elfen und die A2…. ein Test oder was? geschrieben von Roadman

Vor einiger Zeit geisterte (!) ein Bericht durch mehrere Zeitungen und soziale Netzwerke. In diesem hieß es, dass eine „Elfenbeauftragte“ und ihre Kollegin eine Unfallserie an der A2 in der Nähe von Hannover zu stoppen versuchte, indem sie mit dem dortigen Feenvolk Verbindung aufnahm. Das betreffende Amt liess die beiden Frauen tatsächlich zu kritischen Stellen fahren und sie begutachten, allerdings kostenlos. Das geschah schon im Juni, und als es publik wurde, hagelte es in den jeweiligen Kommentarfunktionen überwiegend hämische und spöttische Kommentare. Ich konnte nicht anders als mitmischen und auf die Kommentare mit den mir möglichen Mitteln zu antworten. Irgendwo leider immer vergeblich, da die meisten natürlich nur das glauben, was sie mit physischen Augen sehen. Mich machte das traurig und stinkend wütend. Dabei regt sich ein Zorn in mir, der uralt ist und nach Regeln, die heute nicht mehr sozial anerkannt wären, vorgehen würde. Aber – man kann nicht einfach jeden Ignoranten köpfen und pfählen.

Ich denke, ich lasse mal ein wenig die Hosen herunter: Ich sehe es gar nicht so sehr aus der menschlichen Perspektive, sondern als einer des Verborgenen Volkes. Mir fiel auf, dass ich über die Jahre massive Schwierigkeiten, mit potentiellen Klienten, Seminarteilnehmern oder anderen an meinem Weg Interessierten darüber zu kommunizieren, hatte, und der Grund ist der, dass ich vieles „von der Innenseite des Hügels“ aus wahrnehme und bewerte.

Gehen wir mal die ganzen Argumente von vorne durch: „Geister gibt es nicht!“. Nun, das mag aus Sicht der Naturwissenschaften stimmen, aber: hätte man schon zu Albert Einsteins Zeiten oder früher so gedacht, dann wären Schwarze Löcher oder Antimaterie vielleicht nie entdeckt worden. Ich verweise auf die Historie: https://www.spektrum.de/magazin/albert-einstein-und-die-schwarzen-loecher/823187

Mein Eindruck heute ist, dass die Wissenschaft sich selbstgefällig in ihren Bunker zurückgezogen hat und alles lächerlich macht, was ihr nicht in den Kram passt. Was eigentlich gar nicht zu ihrem eigentlichen Geist passt, der auf Erforschen und Grenzen ausloten besteht. Sie sieht zur Zeit einen bestimmten Ausschnitt der Welt, und wenn sie sich das eingestehen würde, dann täte vieles entspannter ablaufen.

Oft verweise ich Skeptiker darauf, es bitte selber mit der schamanischen Reise oder Remote Viewing* zu versuchen. Wenn man diese Techniken gut beherrscht, ergeben sich verblüffende Aha-Effekte. Besonders Remote Viewing ist in der Hinsicht sehr eindrucksvoll. Da klebt man schon mal unwissentlich an einem Proton oder redet mit seinen Verbündeten, ohne es zu merken. Erstaunlicherweise klemmen bei so einem Angebot die meisten den Schwanz ein und keifen noch ein wenig, wie unwissenschaftlich das sei und überhaupt – dabei hat keiner von denen sich ernsthaft mit dem RV-Protokoll oder der schamanischen Reise beschäftigt. Auch hier: Kleben an einer einzigen Weltperspektive, Nachhecheln, was einem gesagt wird und Angst vor einem neuen Weltbild.

Nächstes Argument: „Für Geister, Elfen, Aberglaube und Schamanismus ist in unserer heutigen Kultur kein Platz mehr. Wir sind aufgeklärte Menschen!“. Dazu muss man sich geschichtlich etwas bilden. Vor der Aufklärung war der Mensch tatsächlich unmündig und im Griff von Religion und Adel. Von daher war die Rettung des Menschen aus seiner „ihm selbst verschuldeten Unmündigkeit“ ein wichtiger und notwendiger Schritt. Allerdings machten die Aufklärung und die Naturwissenschaften genau denselben Fehler wie die Religionsführer und stellten ihre Meinung als die absolute hin – siehe einige Absätze vorher.

Interessant ist, dass kaum jemand eine Synthese aus den beiden Ansichten im Betracht zieht oder gar lebt. Und die ist möglich. Sehr gut sogar. Beispielsweise ist es für mich kein Widerspruch, eine wissenschaftlich orientierte Fachsendung über die Entstehung von Sternen im Weltall zu verfolgen und GLEICHZEITIG darüber nachzusinnieren, ob die Sonnen, die Elemente in sich entstehen lassen, den Engeln, die die Welten erschufen, gleichzusetzen sind (faszinierenderweise gibt es in der henochischen Magie** in etwa so viele Geister oder Engel wie im Periodensystem bekannte Elemente). Die Synthese ist aus der Philosophie und gut geführten Diskussionen bekannt. Da gibt es eine These, jemand anderes stellt eine Antithese auf, man streitet sich und findet am Schluss eine Synthese oder einen Kompromiss aus beiden Ansichten.

Der Wissenschaftler kann somit sagen: „Wir können die Existenz von Elfen mit unseren Mitteln nicht beweisen, aber wir sind auch in einem Bereich, der anders arbeitet als z.B. die Geisteswissenschaften“, und umgekehrt kann die Esoterik (im „alten“ Sinne verstanden, das, was heute so rumkraucht, ist eigentlich keine Esoterik) akzeptieren, dass sie (noch) nicht in die Bereiche der Naturwissenschaft kommt.

Und jetzt kommt der äußerst subjektive Teil, der nicht aus Sicht des „menschlichen“ Matthias geschrieben ist: Diese Tendenzen, die ich „Ent-Seelung“ nenne, und die eigentlich schon mit dem „macht euch die Erde untertan“ begannen, haben meines Erachtens mit zu der ökologischen Krise, in der der Mensch sich heute befindet, geführt. Wenn etwas ein „Ding“ und z.B. keine Erdgöttin mehr ist, dann fällt es leichter, dieses Unbelebte auszubeuten, zu roden oder Schadstoffe reinzupumpen. Den Gegensatz sieht man ganz massiv bei den südamerikanischen Indianerstämmen, denn von denen haben einige noch ein sehr großes Wissen von den Naturzusammenhängen (was ich „Gesetz der Natur nenne“), und sie behaupten, dass ihnen die Geister des Waldes das beigebracht haben. Übrigens trifft dieses ökologische Denken nicht für alle „Naturvölker“ zu. Die Maya haben z.B. ebenfalls den Dschungel gnadenlos abgeholzt, und die Azteken frönten am Schluss einem Blutkult. Aber aus meiner Sicht führt diese Ent-Seelung und das Nicht-Wissen oder Mißachten des Gesetzes der Natur zum Untergang. Und zwar des Menschen.

Der Mensch ist eine intelligente Spezies. Früher war er offensichtlich lernfähiger. Wenn man die Stränge des Schicksals auf der „anderen Seite“ betrachtet, braucht er wieder ein offenes Denken, dass die Gegensätze von Naturwissenschaft und Geisterarbeit vereint und ihn weise macht. Wir sind in dieser Hinsicht schon weit über 5 nach 12 hinaus. In diesem Sinne glaube ich, das die Geschichte mit der A2 ein Test war. Das Ergebnis – nun ja, es ist leider offensichtlich. 6. Setzen.

 

*Remote Viewing ist eine „protokollierte“ Technik der Fernwahrnehmung. Siehe dazu die Bücher von Manfred Jelinski

**Henochische Magie beschäftigt sich mit den Engeln. Siehe hierzu John Dee und http://www.kondor.de

Eine Antwort zu “Die Elfen und die A2…. ein Test oder was? geschrieben von Roadman”

  1. Lieber Roadman
    Ganz meine Meinung. Mir geht die Galle hoch, wenn ich in der Zeitung lese, dass es eine offiizelle Prüfung und Verdammung von „esoterischen“ Methoden an der Uni gibt, wie vor gar nicht allzluanger Zeit wieder…. Wir sind doch aufgeklärt…nicht wahr? Die unendliche Überheblichkeit des wissenschaftlichen Menschen und die trotz aller aufgesetzter Offenheit der heutigen westlichen Gesellschaft so gern auf breiter Front im Kollektiv verspottete Naturverbundenheit fußt auf gefährlicher Dummheit und Ignoranz. Wer nicht dämlich grinst oder die Augen verdreht, wenn es um Götter, Geister und Naturwesen geht, gehört nicht dazu und läuft Gefahr, als kindischer oder deliranter Kretin abgeschasst zu werden.

    Wir Heiden müssen unaufgeregt und besonnen zu unserer Sache stehen. Nicht missionierend, nicht selbstverliebt, sondern fragend, anregend und in die Ruhe jahrtausendealter Erkenntnisse gebettet.
    Wir alle suchen. Egal welche Religion, weclhe Geistesströmung. Und niemand kann von sich behaupten, die Wahrheit gepachtet zu haben. Deshalb sind nur die glaubwürdig, die genau das auch zugeben.
    Ausschließlichkeitsdogmen, wie sie zB. von Schriftreligionen und der modernen Wissenschaft suggeriert werden, sind daher das Gefährlichste und Indiskutabelste, dem man begegnen kann.

    Doch auch die Mixoterischen Strömungen tragen ihren Teil bei, uns alt aussehen zu lassen.

    Mir ist nicht klar, ob ich lachen oder weinen soll, wenn ich, wie in jüngster Zeit überall pllötzlich Bücher sehe, die das angeblich aus Japan kommende „Waldbaden“ als neueste Entdeckung propagieren. Hallo? In den Wald gehen soll gesund und förderlich sein? Ist das schick und hip und und sowas von IN!! Und weil es natürlich aus Japan kommt und wieder mal einen von keinem verstandenen Namen hat ,gleich dreimal soviel.

    Wie blöd und oberflächlich muss man eigentlich sein, frag ich mich, um sich einen derartigen Schmumpf einreden zu lassen und dann auch noch „zertifizierten Waldbademeistern“ das gestresste Managergeld nach zu werfen?
    Was uns Trends und Wissenschaft auftischen ist seit jahrtausenden bekannt. Wir haben es einfach getan und in der Harmonie der Götter Heilung und Einsicht erfahren. Nun finden amerikanische Wissenschaftler plötzlich heraus, dass es gesundheitsförderlich ist, in die Natur zu gehen. Und jetzt glkauben wir es?

    WOW!!!

    Ich weiß nicht, welche der genannten Kreise der größere Widerspruch zum Heidentum ist. Ein aufgeregter Zeuge Jehovas, der einem die Hölle androht, ist in meinen Augen immer noch sympathischer,- und das will was heißen- als ein zynisch grinsender Atheist, der alles, was er nicht versteht in einen Topf wirft, und alles was eine Glauben hat „Religioten“ nennt, oder ein selbsternannter Guru, der als Reiki-Feng Shui-Priester der weißen Büffelfrau Engel channelt und somit dem Atheisten allen Anlass zum berechtigten Zynismus gibt.

    Am allerschlimmsten finde ich aber das, in der Allgemeinheit umgehende Halbwissen, bei dem Alles, was auch nur annähernd nach Heidentum riecht in den schalen Esoscheißtopf geworfen wird, Und das ist eine breite Palette. Von: „Odin ist der Gott der Nazis“, über : „Hexen sind Teufelsanbeter“ ,bis hin zu::“Baumumarmer haben einen an der Klatsche.“

    Und wieder grinsen sich wissenschaftsgläubige Journalisten einen ab und fahren schön auf der Schiene , die ihnen den Beifall der „Bild-der-Frau“ Zielgruppe sichert.—Alles in einen Topf. Und „Mors in olla“

    Unwissenheit und Halbbildung haben auch in der Zeit der großen Hexenprozesse die größte Rolle gespielt. Die Zeiten sind für uns vielleicht harmloser geworden, doch die Bereitschaft nachzufragen, nicht größer.

    Am Ende stehen wir mit andauerndem Erkläruingsbedarf da, zumal die meisten Leute die alten Götter heute nur noch in ihrer Marvel- oder Manga- version kennen, und sich nicht vorstellen können, dass man an sowas ernsthaft glaubt, oder einen für einen Faschisten, Satanisten, Geheimbündler oder bestenfalls eine Spinner halten, wenn man über die Feen in den Hügeln schwadroniert.

    Da sind die Isländer weiter, die immerhin von Staatswegen erlauben, eine geplante Straßentrasse erstmal von Fachleuten auf eventuell anwesende Naturgeister zu untersuchen, bevor wo ein Loch in den Hügel getrieben wird.

    Was zwar den Rest der westlichen Welt wieder mal blöd grinsen lässt, aber uns als Heiden ein Vorbild sein sollte. Stehen wir unirritiert zu unserem Glauben. Dann haben wir uns nichts vorzuwerfen. Und einies Tages vielleicht, können wir zynisch grinsen, wenn es den anderen dämmert, was sie da Jahrtausendelang ignoriert haben. —–Aber—-noch cooler wäre es, wenn wir es nicht tun.

Hinterlasse eine Antwort