Jimmy feiert Yule geschrieben von Evelien Ros, übersetzt von Witch2be

Für dieses Jahr kommt unserer Yule-Geschichte zwar ein wenig spät – aber unser Archiv ist ja beständig und so kann sie vielleicht für nächstes Jahr bei euch zum Einsatz kommen.

Jimmy feiert Yule

Der kleine Igel Jimmy kletterte aus seinem warmen Körbchen, weil er im Wohnzimmer Geräusche hörte. Er ging dem Lärm nach und sah Isobel, wie sie einen Baum ins Haus schleifte. Besorgt lief er auf sie zu und fragte: “Was machst Du da? Glaubst Du ich habe Sehnsucht nach dem Wald? Habe ich nicht, wenn ich den Wald brauche, gehe ich hinaus.”

Isobel stellte den Baum aufrecht in ein Eck und lachte. “Nein, Du Dummkopf … das ist unser Yulebaum für dieses Jahr! Ich bringe ihn ins Haus, damit wir ihn schmücken können.”
Jimmy schaute ein bisschen skeptisch “ Wie für Samhain?” Offensichtlich hatte er sich noch nicht ganz von dem Schrecken von den geschnitzten Kürbissen erholt. Isobel tat er leid und sie kniete sich zu ihm herunter. “Ein bisschen wie Samhain,” gab sie zu, “ aber viel weniger unheimlich”. Jimmy seufzte erleichtert auf. “Kann ich mithelfen?” bot er an, aber Isobel lehnte ab. “Der Schmuck wird oben hingehängt, aber Du kannst mir helfen, die Dekoration für den Waldtierbaum auszusuchen. Das ist der kleine Baum am Waldrand. Ich habe darüber in einem Pagan Newsletter gelesen. Diesen Baum will ich auch schmücken, aber nur mit Dingen, die die Waldtiere essen können.” Diese Idee fand Jimmy wundervoll, weil er wusste, dass viele seiner Waldfreunde im Winter hungrig waren. Sie machten aus, dass Isobel zuerst das Haus schmückte und dann würden sie rausgehen. Später am Abend machte Jimmy sich ein bisschen Sorgen, ob die Waldtiere auch wussten, dass der Baum für sie war. “Wenn Du Dir ganz sicher sein willst, dann gehe morgen zu ihnen und sag es ihnen”. Damit zufrieden kuschelte Jimmy sich an Isobel und schaute wie sich die Flammen im Yuleschmuck spiegelten.
Am nächsten Morgen trotzte Jimmy der kalten Winterluft und ging hinaus um seine Freunde zu finden. Zuerst glaubten sie ihm nicht, aber als er ein paar tapfere Waldtiere überredete sich den Baum anzuschauen, sprach es sich wie ein Lauffeuer herum. Schon bald war er von neugierigen Waldtieren umgeben, die diesen wundersamen Baum sehen wollten. Jimmy erzählte ihnen, dass es ein Geschenk von “seinem Menschen” war und dass sie eingeladen waren sich richtig satt zu essen. Isobel hatte ein Lager mit essbaren Dekorationen angelegt und konnte den Baum mindestens noch vier Mal nachschmücken. Als er zurück ins Haus trippelte, konnte er in der Dämmerung gerade noch den Baum und die Gruppe von Waldtieren sehen. Dieser Anblick wärmte sein Herz und machte ihn sehr glücklich.
Als er in die Küche kam, roch es wunderbar nach warmen Äpfeln und Gewürzen. Isobel hatte warmen Apfelcider gemacht. Sie sah aus dem Fenster  zum Wald und lächelte. Als sie Jimmy hereinkommen hörte, drehte sie sich zu ihm. “Es scheint, sie freuen sich über ihr Geschenk” meinte sie. Jimmy nickte und gemeinsam sahen sie seinen Freunden zu, wie sie die Leckereien am Baum genossen, bis es schließlich zu finster war und sie nichts mehr erkennen konnten.
Dann hob Isobel Jimmy hoch und trug ihn ins Wohnzimmer. Dort setzte sie ihn neben ihren eigenen Baum und sagte: “Ich habe auch ein Geschenk für Dich”. Sie gab ihm ein hübsches kleines Halsband aus kunstvollen Silber. Es sah aus wie eine Kette aus Stechpalmenblättern und –beeren. Auf seinen Wunsch legte sie es ihm an und er lief zum Yulebaum um sich in einem niedrig hängenden Silberschmuck zu bewundern. Er drehte sich um zu Isobel und sagte: “Ich liebe es! Aber ich habe kein Geschenk für Dich…..” Da lächelte Isobel, hob ihn hoch und kuschelte mit ihm. “ Doch, das hast du, Du gibst mir Deine Freundschaft und Deine Liebe. Du hast meine Einsamkeit vertrieben. Das ist Dein Geschenk für mich. Danke!” Und sie gab ihm einen zärtlichen Kuss auf die Nasenspitze


Ganz herzlich bedanken wollen wir uns bei den „Pooka´s Pages“ und bei Lora, die uns erlaubt hat diese Geschichte für Euch zu übersetzen

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