Leuchtend rote Mohnblumen, geschrieben von Michaela

IMG_4659 Seit ich denken kann, gehören Mohnblumen zu meinen Lieblingsblumen. Es liegt an dem leuchtenden Rot, der Zartheit der Blätter, die doch dem Wind standhalten und der Kurzlebigkeit der Blüte, die uns erinnern möchte, jeden Moment zu genießen, denn zu schnell vergeht das Leben. Ich bin Gott dankbar für die vielen schönen Momente in meinem Leben und für die Natur. Er hat sie erschaffen, um uns körperlich und seelisch gut zu tun, damit wir eine Beziehung zu ihm haben können und Dankbarkeit erleben. Und ich genieße es, die Heilpflanzen der Natur zu nutzen, anstatt von Medikamenten oder dem Zucker süchtig zu werden, die wir Menschen erfunden haben.

Deshalb kam der Moment, an dem ich diese Pflanze nicht nur anschauen, sondern auch nutzen wollte. Ich recherchierte und kostete und fand einige tolle Anwendungsmöglichkeiten. Doch nun erst einmal ein paar allgemeine Informationen:

Artenvielfalt

Mohn gehört zu den ältesten Kulturpflanzen weltweit. Es gibt zwischen 50 und 120 Arten von Mohngewächsen –roter Klatschmohn ist am bekanntesten. Weiterhin gibt es Schlafmohn, türkischen Mohn oder Staudenmohn (mehrjährige Pflanze), Islandmohn, Alpenmohn, Arktischer Mohn, Sandmohn, Goldmohn oder kalifornischer Mohn und viele mehr.

Die ersten Blüten kannst du ab Ende Mai bestaunen. Allerdings sieht man heute an den Feldern nicht mehr so viel Mohn, denn die Pflanze überlebt den hohen Einsatz von Herbiziden nicht. Im Kraut und speziell in dem Milchsaft der Pflanze finden sich Alkaloide.

Schlafmohn

Der Schlafmohn ist eine einjährige Pflanze und bis auf den Samen ist alles giftig! Vor allem der Milchsaft bildet in getrockneter Form das Rauschgift Opium. Es gibt verschiedene Zuchtformen, meist ist die Blütenfarbe rosa. Die Samen werden als Lebensmittel oder für die Ölgewinnung genutzt.  Aufgrund von verschiedenen Erntemethoden schwankt der Morphingehalt in den Samen und deshalb gibt es eine maximale tägliche Aufnahmemenge. Der Anbau von Schlafmohn ist in Deutschland genehmigungspflichtig – das war mir auch neu….

kalifornischer Mohn

  • im Kraut mehr, in den Blüten weniger Alkaloide
  • Kraut wird deshalb als giftig bezeichnet
  • Blätter wurden von amerikanischen Ureinwohnern als Heilmittel genutzt – Schlaf und Beruhigungsmittel sowie Schmerzmittel wurden daraus hergestellt
  • abgekochte Blüten waren Heilmittel gegen Kopfläuse
  • Er hat eine andere Wirkung auf das Gehirn als der Schlafmohn. Deshalb finden die Inhaltsstoffe heute Verwendung in der Homöopathie und der Pflanzenheilkunde.
  • Weiteres findest du bei Wikipedia.

Mohnsamen

Die Mohnsamen des Schlafmohns gehören zu den calziumreichsten Lebensmitteln und enthalten viel Vitamin B, Aminosäuren, Magnesium und Kalium. Sie finden Verwendung als Gewürz und Öl oder in Süßspeisen wie Kuchen, Germknödeln und Mohnbrötchen.

Es gibt folgende Mohnsamenarten:

  • Blaumohn – eher herb und intensiv
  • Graumohn – zart und eignet sich für Mohnsüßspeisen
  • Weißmohn – eine seltene Sorte mit nussartigem Geschmack

 

Mohnsamen werden nur aus Schlafmohn gewonnen, andere Mohnsamen gelten als unbekömmlich. Gemahlenen Mohn solltest du schnell verbrauchen, weil er durch den hohen Ölgehalt schnell ranzig wird. Ganze Mohnsamen sind sehr lange haltbar.

KlatschmohnIMG_4668

Klatschmohn ist die bekannteste Mohnpflanze. Sie wächst viel an Feldrändern und am Wegesrand, zumindest, wenn dort keine Herbizide genutzt werden.

Früher wurden die Blüten für einen Sirup gegen Husten und als Beruhigungs- und Schlafmittel genutzt. Die Wirksamkeit wurde leider schulmedizinisch nie belegt. Die Volksheilkunde spricht dem Mohn aber beruhigende Wirkung zu. So kann er innerlich als Tee oder Hustensaft und äußerlich als Umschlag für Hautprobleme und Furunkel angewandt werden.

Ich habe mir letztes Jahr selbst den Sirup hergestellt und bin beeindruckt von der Farbe und den Anwendungsmöglichkeiten in der Küche. Du kannst selbst gemachte Gummibärchen wunderbar damit einfärben und alle möglichen Süßspeisen damit verzieren………

Die Blütenblätter kannst du hübsch dekoriert essen oder für Teemischungen nutzen, die jungen Blätter vor der Blüte kannst du im Salat essen oder wie Spinat kochen, allerdings ist nach nach der Blüte der Alkaloidgehalt zu hoch. Dann wird es auch bei Klatschmohn nicht mehr empfohlen.

Mohnsirup herstellen

Ich habe hier (http://www.kochbar.de/rezept/189329/Mohnblumensirup.html) ein Rezept gefunden, aber es geht auch einfacher:

Zutaten:

  1. ca. 20 g rote Mohnblüten
  2. 100 ml kochendes Wasser
  3. 100 g Rohrohrzucker
  4. einige Spritzer Zitrone
  • Mohnblüten mit kochendem Wasser übergießen, einige Stunden stehen lassen
  • die Blüten abseihen, Zitronenspritzer und Rohrohrzucker zugeben
  • einkochen lassen, bis die Flüssigkeit dickflüssig wird und das Wasser zu großen Teilen verdampft ist
  • in sterilisierte kleine Flaschen abfüllen

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Der Sirup eignet sich toll für leckere Farbkleckse auf dem Essen. Und falls du Zweifel hast, lies ruhig hier bei Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Klatschmohn ) noch weiter. Ich habe jedenfalls gute Erfahrungen damit gemacht.

Tinte aus Mohnblüten herstellen

Du kannst aus den Blättern auch eine Tinte herstellen – besonders geeignet für große Kinder die mit einem Federkiel und Tinte schreiben möchten:

  • Dazu füllt man frische Mohnblüten in ein Glas mit Schraubdeckel,
  • darüber werden 3 Teile Wasser und 1 Teil Essigessenz geschüttet
  • dann läßt du es einige Tage im Sonnenlicht stehen
  • Flüssigkeit durch´s Sieb gießen und schreiben
  • Es wird nur nicht so knallrot, sondern eher lila und sollte nur für Federkiele verwendet werden, denn z.B. Füller und die Haut von kleinen Kinderhänden greift die Essigessenz an.

Für kleine Kinder gibt es hier eine Tinte zum Malen mit Pinsel aus Sand, Wasser und Mohnblüten – einfacher geht es nicht. Weitere Herstellungsmöglichkeiten von Tinte findest du hier.

Aus den gepressten Mohnblütenblättern habe ich auch schon tolle Unruhen für Babys gebaut, sie staunen immer so schön, wenn die Blütenblätter im Wind schweben. Allerdings verblassen die Blätter mit der Zeit.

Ich wünsche dir, dass du immer mehr in der Schöpfung Gott entdeckst und ausprobierst, wie gut er für deinen Körper und deine Seele ist. Ich habe erlebt, dass mich die Dankbarkeit ihm gegenüber sehr zufrieden macht. Das ist etwas Wertvolles in einer Konsumgesellschaft, die immer in Eile und unzufrieden ist.

Alles Gute für deinen Weg, Gott segne dich

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