Mit ‘Asatru’ getaggte Artikel

„Irminsul“ auf den Externsteinen – kein harmloser Streich! geschrieben von MartinM

Samstag, 07. Januar 2017

Am Neujahrstag 2017 thronte eine Holzsäule, die offenkundig eine Nachbildung der Irminsul sein sollte, auf dem höchsten Felsen der Externsteine. Die Feuerwehr Horn-Bad Meinberg baute sie am Sonntagabend mit großem Aufwand wieder ab. Die Denkmalstiftung des Landesverbandes Lippe hat Anzeige erstattet.

Unbekannte installieren in Silvesternacht „Irminsul“-Symbol auf den Externsteinen

Staatsschutz ermittelt wegen „Irminsul“-Symbol auf den Externsteinen

Eine Überreaktion auf einen gelungenen Streich? Keineswegs!
Es ist auch kein Anlass zur klammheimlichen Freude.

Die Säule, die die unbekannten Täter auf Fels II der Externsteine installierten, war wahrscheinlich nicht zufällig in den „Reichsfarben“ schwarz, weiß und rot bemalt. Wenn der Landesverband Lippe einen „eindeutig rechtsradikalen Hintergrund“ sieht, dann dürfte er recht haben. Die Irminsul in der dargestellten Form ist in der Tat ein charakteristisches Symbol völkischer Heiden und ein beliebtes „legales Ersatzsymbol“ für Nazis. Sie war zudem ein Emblem der „Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe“ der SS.
Frederic Clasmeier von der „Mobilen Beratung gegen Rechts“ kamen nicht von ungefähr unsere „besonderen Freunde“, die „Nazitrus“ der ultra-rassistischen und antisemitischen „Artgemeinschaft – germanistische Glaubensgemeinschaft“, in den Sinn, deren Symbol die Irminsul in der von den „Scherzbolden“ verwendeten Form ist.
(Dass die „Irminsul“ auch von nicht-rechten Heiden und unter Esoterikern verwendet wird, dürfte der Unkenntnis oder bewusster Ignoranz „schulwissenschaftlichen Wissens“ geschuldet sein – mehr dazu weiter unten.)

Selbst wenn es keinen „rechten Hintergrund“ geben sollte, ist der „Streich“ als Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Denkmalschutzgesetz strafrechtlich relevant. Und, wenn man an die erheblichen Kosten des aufwendigen Feuerwehreinsatzes denkt, ein teurer „Streich“. (Hoffentlich für die Täter!)

Für demokratisch gesonnenen Heiden – und auch für „harmlose Esoteriker“ – ist der „Streich“ ein echtes Ärgernis.
Der Landesverband Lippe zeigt schon seit Jahren eine klare Haltung den Misssbrauch der Externsteine für rechte, reaktionäre Positionen, und zwar erfreulicherweise über eindeutig erkennbare Nazi-Ideologie hinaus. Zum anderen wendet er sich auch gegen wissenschaftlich nicht belegbare Deutungen der Externsteine, etwa als heidnische bzw. germanische Kultstätte. Und genau hier droht unter Umständen Ärger: Jene, die schon seit eh und je fordern, heidnische Kulthandlungen und Sonnenwendfeiern an den „Steinen“ müssten endlich verboten werden, dürften mit dieser strunzdämlichen Aktion Auftrieb erhalten.

Die Irminsul

Einigermaßen sicher ist nur bekannt, dass die Irminsul ein Stammesheiligtum der Sachsen war. Unbekannt ist, ob es nur diese eine Säule gab oder doch mehrere „Irminsulen“.

Die in den fränkischen Reichsanalen als „Ermensul“ bezeichnete Säule wurde auf Veranlassung Karls „des Großen“ 772 zerstört.
Es gibt nur wage Hinweise darauf, wo diese Säule stand. Nach den „Reichsannalen“ stand sie in einiger Entfernung von der Eresburg beim heutigen Obermarsberg. Das liegt bekanntlich im Hochsauerland, und damit wäre es ausgeschlossen, dass die von den Soldaten Karls zerstörte Säule auf den Externsteinen stand.
Die Befürworter der „Externsteinhypothese“ berufen sich deshalb auf (unsichere) Überlieferungen, nach denen das Heer Karls am Bullerborn, einer intermittierenden Quelle bei Altenbeken, lagerte, bevor es an den darauffolgenden Tagen das Irminsul-Heiligtum eroberte und zerstörte. Das wäre immerhin von der Marschleistung her möglich gewesen, ist aber mit den als einigermaßen zuverlässige Quelle bekannten Reichsannalen nur dann vereinbar, wenn es, entgegen dem Wortlaut der Annalen, mehrere Irminsul-Heiligtümer gegeben hätte.

Über die kultische Funktion und das Aussehen der Irminsul ist sehr wenig bekannt. Die „ausführlichsten“ Angaben hierzu finden sich in Rudolf von Fuldas „De miraculis sancti Alexandri“ aus dem Jahre 863, also einer nicht mehr zeitgenössen Quelle. Demnach war sie ein unter freiem Himmel senkrecht aufgerichteter großer Baumstamm. „Irminsul“ bedeutet nach Rudolf columna universalis, also „Säule des Universums“ und trägt gewissermaßen das All. „All-Säule“ ist daher eine mögliche Deutung von „Irminsul“; von der Entymologie wahrscheinlicher ist „Große Säule“. Ein Bezug zum aus der altnordischen Mythologie bekannten „Weltenbaum“ Yggdrasil liegt nahe, ist aber mangels weiterer Quellen nicht beweisbar.

Alles, was über diese mageren Fakten wesendlich hinaus geht, ist pure Spekulation!
Und damit sind wir bei den „völkischen Esoterikern“ des 19. und 20. Jahrhunderts. Das u. A. bei der neonazistische „Artgemeinschaft“ und dem ariosophischen „Armanenorden“ verwendete „Design“ der am Neujahrstag auf den Externsteinen“ aufgestellten Säule geht auf den völkischer Laienforscher Wilhelm Teudt zurück. In seinem 1929 erschienenen Buch „Germanische Heiligtümer“ behauptete er, das Kreuzabnahmerelief an den Externsteinen zeige mit dem gebogenen Gegenstand am Fuß des Kreuzes die Kultsäule der Sachsen. Als Symbol für den Sieg des Christentums über das Heidentum sei sie dort allerdings gebeugt dargestellt worden. Einen Beleg für diese kühne Vermutung hatte Teudt nicht, trotzdem wurde die „wiederaufgerichtete Irminsul“ schnell populär, vielleicht auch wegen ihrer „gefälligen“ Formgebung.
Die Form dieser vermeindlichen „Irminsul“ findet sich auch bei Säulenkapitellen in einigen romanischen Kirchen, ist also keineswegs einmalig. Diese Kapitellform geht wahrscheinlich auf silisierte Dattelpalmen zurück, die die Kunsthandwerker der deutschen Romanik wohl nur von vereinfachten Abbildungen her gekannt haben dürften. Wieso es eine geknickte Dattelpalme als Leiterersatz in ein Kreuzabnahmerelief schaffte, ist mangels weiterer Indizien das Geheimnis des unbekannten mittelalterlichen Bildhauers.

Wenn man so will, haben die mutmaßlich völkischen und sicherlich germanentümelnden „Scherzbolde“ am Neujahrsmorgen eine Dattelpalme auf den Felsen II der Externsteine gepflanzt!

Ja, und noch etwas: Dafür, dass die Externsteine in „germanischer Zeit“ *), also zwischen dem Beginn der Eisenzeit und den „Sachsenkriegen“ als Kultstätte genutzt wurden, gibt es in der Tat keine tragfähigen Hinweise.
Wenn man bedenkt, wie umfangreich die Fundlage bei den bekannten eisenzeitlichen Kultstätten ist, und dass das „Ahnenerbe“ trotz gezielter Suche keine germanischen Artefakte fand, dürfte das mit aller gebotener Vorsicht bedeuten, dass die „Steine“ keine bedeutende Kultstätte der alten Sachsen gewesen sein können.

Und ohne viel benutzten Kultplatz würde eine Irminsul auf den Externsteinen irgendwie keinen Sinn ergeben.

*) Ergänzung: „Germanische Zeit“ in „völkischer“ Lesart. Tatächlich gab es im „Teuteburger Wald“ Höhenfestungen, die der Latènekultur zugeordnet werden können, mithin also „keltisch“ waren.

Hass, Solidarität und Strukturen

Samstag, 25. Juli 2015

Ásatrúarfélagið, eine isländische Ásatrú-Organisation, erhielt
Hassmails von reaktionären Heiden aus dem Ausland.

Nach Angaben des Alsherjargoði („Obervorsitzender“, „Hohepriester“ trifft es nicht ganz) der Ásatrúarfélagið, Hilmar Örn Hilmarsson, begann die Welle der Hassmails im Februar 2015, kurz nachdem die Nachricht über den Bau eines Tempel auch außerhalb Islands für Aufmerksamkeit sorgte. Obwohl Ásatrúarfélagið auch vorher schon gelegendlich Hassmails erhalten hatte, ist diese Flut beispiellos.

Noch beunruhigender sind jedoch angebliche Pläne von mehreren heidnischen Gruppe aus Deutschland und den Vereinigten Staaten, den isländischen Tempel „umzuweihen“. Nach Hilmars Angaben gehen drei Gruppen so weit, zu behaupten, es sei ihr Tempel, ihr Erbe – und diese isländischen Idioten würden alles falsch machen.
Wegen dieser ernst zu nehmenden Bedrohungen sorgt sich Ásatrúarfélagið um die Sicherheit ihres Tempels.

Der Artikel auf Iceland Magazine rief die Sympathisanten der Isländer auf den Plan. Am 15. Juli startete die Facebook-Aktion Ásatrúarfélagið – we are at your side! Diese von den Haimo Grebenstein (Verein für germanisches Heidentum) ins Leben gerufene Aktion, die noch bis zum 15. August läuft, hatte schon nach drei Tagen über 2000 Teilnehmer. Weitere Solidaritätsaktionen kommen u. A. vom Kindred Irminsul aus Costa Rica und von Heathes United Against Racism; es gibt außerdem eine von Yvonne Aburrow gestartete Solidariäts-Petition – und viele Solidaritätbekundungen von heidnischen Organisationen und heidnischen und nicht-heidnischen Einzelmenschen. Icelandic Pagan Association high priest moved by the outpouring international support (Iceland Magazine).

Was löste die Hass-Welle aus?

Schon seit Jahren schwelt ein Konflikt zwischen der Ásatrúarfélagið, die schon seit langem für gleichgeschlechtliche Ehen eintritt, und Anti-LGBTQ-Heiden (LBGTQ = „Lesbian, Gay, Bi, Trans, Queer“). Seit 2003 ist Ásatrúarfélagið befugt gleichgeschlechtliche Ehen zu schließen, also bevor die Republik Island 2010 ihr geschlechtsneutrales Eherecht einführte.
Gerade unter „völkischen“ Heiden – also jener Richtung, für die Ásatrú eine Frage der richtigen, sprich nordeuropäischen, Abstammung ist – gibt es zahlreiche ausgesprochene Schwulenhasser (Lesben nehmen sie interessanterweise kaum wahr, Bi-, Trans- und Queer-Personen existieren ihrer Weltsicht buchstäblich nicht). Von diesen tendenziell rassistischen und oft nationalistischen und militaristischen Gruppen distanziert sich Ásatrúarfélagið energisch. Seitdem aber der Tempel im Bau ist, sind „die Isländer“ deutlich wichtiger geworden, weil sie quasi das Image des Ásatrú in der Weltöffentlichkeit bestimmen.
Daneben gibt es selbstverständlich auch christlich-konservativ motivierte Hassmailer, die allerdings schwerlich auf die Idee kämen, den Tempel „umzuweihen“ (es sei denn in eine Kirche) oder Hilmar „Verrat an den Ahnen“ oder „Verrat an unserer Art“ (sprich: „Rasse“) vorzuwerfen.

Denkstrukturen hinter den Anfeindungen

Aus der Sicht von Ásatrúarfélagið steckt hinter vielen der jüngsten Angriffen der falsche Eindruck, die isländische Organisation wolle die Regeln des Ásatrú für jeden „germanischen Heiden“ festlegen. Einen Anspruch den Ásatrúarfélagið keineswegs hat. Wie die meisten Ásatrú-Organisationen und -Gemeinschaften missioniert sie nicht und legt nicht einmal ihren eigenen Mitgliedern Dogmen auf. Allerdings ist das Denken vieler Menschen, auch solcher die sich als „Heiden“ verstehen, stark von der Erfahrung mit missionarischen Religionsgemeinschaften mit Alleingültigkeitsanspruch geprägt. Anders gesagt: Ein anderes Modell als jenes dogmatisch auftretenden „Kirchen“, die allen Gläubigen moralische Maßstäbe diktieren, können sie sich buchstäblich nicht vorstellen. Für sie ist „Island“ quasi der „Ásatrú-Vatikan“, und sie ertragen es nicht, wenn von dort Ansichten kommen, die sie nicht teilen mögen.

Obwohl „das Heidentum“ im Großen und Ganzen nichts gegen nicht-heterosexuelle sexuelle Präferenzen hat, gibt es vor allem völkisch gesonnenen „nordisch-germanischen“ Heiden, die Homosexualität für unehrenhaft halten. Dabei stützen sie sich auf altisländische Quellen, in denen Homosexualität als feige, unmännlich, übel, als „arg“, bezeichnet wird.
Vor allem „Altheiden“, die sich auf die bereits christlich überformten Snorra-Edda und den auch zu christlichen Zeiten niedergeschriebenen Codex Regius alias „Lieder-Edda“ wie auch auf Sagas und Heldenlieder so beziehen wie sich fundamentalistische Christen auf die Bibel beziehen, berufen sich auf diese Textstellen. Sie betrachten es oft als „Zumutung“, dass Menschen, die sich wie Hilmar mit diesen Texten hervorragend auskennen, es wagen, sie anders zu interpretieren. Ganz abgesehen davon, dass Hinweise darauf, dass Aussagen, die von Christen stammen, die vor fast 1000 Jahren über heidnische Ansichten und Bräuche schrieben, eventuell für Menschen des 21. Jahrhunderts nicht das letzte Wort sein können, bei „Heiden-Fundis“ dieser Art nicht auf offenen Ohren stoßen.

In einem besonders bizarren Fall argumentierte ein deutscher „Altheide“ fast wörtlich so gegen die „Homo-Ehe“, wie dies konservative Katholiken tun. Ein echter „Heidenpfaffe“!

Neben diesen „sittenchristlich“ denkenden Anhängern der „Alten Sitte“ gibt es auch solche, die bei Tacitus nachschlagen, und dort Aussagen über die unwahrscheinlich mustergültige „eheliche Treue“ der Germanen finden, nebst Schilderungen, dass diese „edlen Wilden“ Ehebrecher und Schwule kurzerhand im nächsten Moor versenkt hätten. Auch sie übersehen dabei, dass das, was vor langer Zeit, in diesem Fall fast 2000 Jahren, vielleicht von einigen Germanen praktiziert wurde, schwerlich der ethische Maßstab für „alle Heiden“ sein dürfte.
Außerdem wären da noch Heiden, die eine Art spirituell überhöhtes „Dauer- und Alltags“-LARP betreiben („Life Action Role Playing“, Rollenspiel, bei dem die verkleideten Spieler ihren Spielcharakter selbst darstellen). Sie stellen dabei den Chraktertyp „Barbar“, vorzugsweise „Wikinger-Barbar“, dar, und vergessen dabei, dass sie spielen. Ähnlich drauf sind die in Skandinavien weit verbreiteten „Viking-Biker“ bzw. „Wikinger-Rocker“. Wie in den meisten Männer-Gruppen mit übergroßem Männlichkeitsanspruch haben sie panische Angst vor „dem Schwulsein“ bzw. dafür, wegen ihrer intensiven Männerfreundschaften für „Schwuchteln“ gehalten zu werden. Das gilt auch für „Nazitrus“, die sich offen oder heimlich am „Männerorden“ SS orientieren.

Konsequenzen

Solidaritätsbekundungen sind wichtig. Um dem Ásatrúarfélagið den Rücken gegen gewaltbereite Fantiker zu stärken, aber auch in Hinblick auf die Außenwirkung. Sicherlich sind die wenigsten Feinde der liberalen Haltung der Ásatrúarfélagið Nazis – aber der Eindruck, dass „die germanischen Heiden“ außerhalb Islands und insbesondere die Deutschen unter ihnen Nazis seien, könnte sich leicht festsetzen.

Ich kann nur vor dem Versuch warnen, die „sittenchristlich“ denkenden Heiden dadurch auszugrenzen, in dem man sagt „sie denken nach monotheistischem Schema, also sind sie keine Heiden“.
Außenstehende erkennen nämlich den Unterschied meistens nicht. Im Gegenteil, es ist eher so, dass Journalisten, aber auch Sektenbeauftragte, dazu neigen, „Gurus“ und „Heidenpäpsten“ besonders viel Aufmerksamkeit zu schenken. Eine Distanzierung nach dem Motto „das sind doch keine richtigen Heiden“ klingt aus dieser Perspektive wie eine rein innerheidnische „Konfessionsstreitigkeit“, also völlig irrelevant.
Außedem können „wir“ heidnische Unterstützer der Ásatrúarfélagið ihnen nicht einfach wegen des christlichen Einflusses auf ihr Denken absprechen, dass sie Heiden wären. Damit würden wir uns tatsächlich eine „Deutungshoheit“ anmaßen: „Wer Heide ist, bestimmen wir!“

Wichtiger ist es für „uns“ allemal, es nicht bei reinen Solidaritätsbekundungen zu belassen, sondern mindestens die viel beschworene „polytheistische Toleranz“ auch im Alltag zu praktizieren. Besser noch: „LGBTQ“ (und übrigens auch Menschen, die nicht „typisch europäisch“ aussehen, oder auch Menschen mit Behinderungen) wirklich respektieren, sie ernst nehmen, ihnen zuhören – und sie, wenn sie es wünschen, ohne „Wenn“ und „Aber“ in unsere Gemeinschaften aufnehmen. Was die Nornirs Ætt, der Eldaring und auch der Verein für germanischen Heidentum (VfgH) ja wirklich so halten.

Die Anti-LGBTQ-Heiden sind „unser“ Problem, und zwar nicht nur, weil „unser“ Image unter ihnen leidet!

MartinM

Gedanken zur APA-Meldung: Inspirierte heidnischer Götterglaube die NSU-Morde? geschrieben von MartinM

Samstag, 13. Juni 2015

Ein überaus ärgerliches Detail brachte der Prozess gegen Beate Zschäpe wegen der Morde des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ mit sich. Mehrere Zeitungen und Online-Medien berichteten über einen wahrscheinlichen „heidnisch-germanischen“ Hintergrund des NSU, z. B. die österreichische Nachrichtenagentur APA (epa):
Inspirierte heidnischer Götterglaube die NSU-Morde?

[..]Im deutschen NSU-Prozess soll die Begeisterung des Terrortrios für nordische Gottheiten ausgeleuchtet werden. Dabei könnten obskure Details ans Licht kommen und womöglich die Antwort auf die Frage, warum die meisten Morde des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ mittwochs verübt wurden.

Einige Nebenkläger bereiten Beweisanträge zum „Germanenkult“ des NSU vor und folgen damit einer Anregung des Vorsitzenden Richters Manfred Götzl. Einer von Ihnen, Rechtsanwalt Yavuz Narin, argumentierte im Prozess, die Täter könnten ihre Verbrechen bewusst auf Mittwoche gelegt haben, um versteckte Signale in die Szene zu senden. Mit dem Mittwoch als Tattag könne es sich ähnlich verhalten wie mit dem Ziffernpaar „88“, das in der Szene für „Heil Hitler“ steht.

Überraschend ist das nicht, denn dass viele militante Neonazis zum germanischen oder meistens eher pseudo-germanischen Mystizismus neigen, ist nun wirklich nichts Neues. Die NSU-Morde waren offensichtlich germanisch-rassistisch motiviert – die Opfer wurde ermordet, weil sie die im Weltbild ihrer Mörder „falsche“ Abstammung hatten. Dass die NSU-Terroristen sich als germanisch-heidnisch begriffen, ist plausibel – man denke nur an den Einfluss, den der glücklicherweise verstorbene „Nazitru“ und Neo-Nazi-Multifunktionär Jürgen Rieger auch auf die gewaltbereiten „Kameradschaften“ hatte. Sogar dafür, dass die Anschläge des NSU Mittwochs stattfanden, liegt eine „mythologische“ Erklärung keineswegs fern.

Dennoch ist die Berichterstattung, zumal die, die über die kargen Zeilen der Agenturmeldungen hinaus geht, für demokratisch gesonnenen „Neuheiden“ äußerst ärgerlich. Da heißt es zum Beispiel, der Glaube an germanische Götter entspringe direkt der „Ideologiewelt des Dritten Reiches“. Was für alle, die sich ein wenig mit germanischer Mythologie und NS-Ideologie auskennen, als offenkundiger Unsinn erkennbar ist. Hitler hielt vom „Germanischen Götterglauben“ nicht viel, SS-Reichsführer Himmler war zwar völkischer Esoteriker und Germanenschwärmer, aber selbst er wollte die Verehrung der alten Götter nicht restaurieren. Außerdem war die Bündnispolitik mit den großen christlichen Konfessionen für die Nazis machtpolitisch viel zu wichtig, als dass sie ernsthaft versucht hätten, das Christentum durch ein Neuheidentum zu ersetzen. Statt dessen versuchten sie, völkische und „deutschgläubige“ Vorstellungen in die weiterhin christlich geprägte Fest- und Alltagskultur einzubringen.

Trotzdem ist es wieder einmal da: das alte Klischee, dass schon Begeisterung für die „alten Germanen“ ein Indiz für rechtsradikale Gesinnung sein müsse.

Es ist belegt, dass sich das „NSU-Trio“ für die germanische Mystik begeisterte. Beate Zschäpe besuchte Sonnenwendfeiern und ein Wikingerfest. Gut, das gilt auch für hundertausende unverdächtiger Deutscher. Aber ein Misstrauen ist einigen Artikel, die derzeit unter Schlagzeilen wie „Tötete NSU-Trio für nordische Gottheit?“ erscheinen, anzumerken.
Einer ihrer früheren Gesinnungsgenossen, der Gründer des „Thüringer Heimatschutzes“ (THS), Tino Brandt, bescheinigte Zschäpe in seinem Zeugenauftritt vor Gericht, sie habe gut über die germanischen Bräuche Bescheid gewusst. In einigen Kommentaren kehrt das sich um: Nicht eine mutmaßliche Terroristin kannte sich mit germanischen Bräuchen aus, sondern: Wer sich mit germanischen Bräuche so gut auskennt, ist mußmaßlich Terrorist. „Nazis sind Heiden und Heiden sind Nazis“ – so einfach ist das! Und so herrlich bequem. Extremismus der Mitte? Rechtsblinde Ordnungshüter? Zynische „Verfassungsschützer“, die Nazis unterstützten? Alltäglicher Rassismus? All das, und noch viel mehr, ist „kein Thema“, und die Nazi-Terroristen sind halt ein paar durchgeknallte Spinner, die „allen Ernstes an germanische Götter“ glauben und für Odin mordeten.

Es passiert den „germanischen“ Heiden das, was mehr oder weniger jedem Moslem hier in Deutschland und Österreich passiert. Die Mehrheit der eingesessenen Bevölkerung reflektiert nicht und stellt alle Moslems unter Generalverdacht. Es geht nicht mehr um Terroristen, die sich selbst als islamische Kämpfer verstehen, sondern „der Islam“ bedroht „uns“. Wobei Moslems allerdings anders als wir zusätzlich unter kulturellem Rassismus zu leiden haben – und Moslems, die als „nicht weiß“ wahrgenommenen werden, außerdem noch unter „biologischem“ Rassismus.

Dabei sind die Beweisanträge der Nebenklage zum „Germanenkult“ des NSU an sich gerade für uns demokratisch gesonnenen Heiden wichtig. Sie könnten, über das enge Umfeld der Mörder hinaus, etwas Licht in die Art und Weise bringen, wie „moderne Nazis“ das alte Thema „Germanen“ für ihre Zwecke missbrauchen.

Im Blog „NSU-Nebenklage“ heißt es zur Vernehmung von Edda Schmidt, einer langjährigen NPD-Aktivistin (sie ist Mitglied der „Artgemeinschaft“ und war dort zeitweise Leiterin des Buchdienstes) :

(…)Die Vernehmung machte aber auch deutlich, wie in der Naziszene die Beeinflussung junger Menschen funktioniert: sie habe über zwei Tage einen Vortrag zum „Brauchtum“, zu heidnischer Religion gehalten, habe den jungen Menschen etwas „Kultur“ beibringen wollen. Unter solcher Tarnung wurden dann junge Menschen mit einer angeblich heidnischen Pseudo-Religion vertraut gemacht, die im Wesentlichen auf Rassismus und Antisemitismus beruht und die „Germanen“ als überlegenes Volk darstellt. Menschen wie Edda Schmidt, deren Vater bekennender SS-Mann war, deren Mutter im NS-Bund deutscher Mädels aktiv war, die selbst von Kind an in Nazikreisen verkehrte, brachte jungen Menschen die „kulturellen“ Grundlagen näher, die diesen als vermeintliche Rechtfertigung für ihre rassistischen Gewalttaten dienen konnten.(…)

Womit man dieser Propaganda den Wind aus den Segeln nehmen könnte, ist offensichtlich: Mit mehr Wissen über germanische Mythologie. Die nicht einmal Ansätze von Rassismus oder Antisemitismus enthält.

Thorshammer ist ein Hammer

Samstag, 05. Juli 2014

Das ist doch der Hammer! Nachdem ein Thorshammer mit der Runeninschrift „Das ist ein Hammer“ gefunden wurde, ist entgültig klar, dass die als Thorhammer bezeichnenten Amulette tatsächlich Hämmer darstellen. (mehr …)

Anders und doch nicht: eine interreligiöse Erfahrung (Teil III geschrieben von Myriad und Sati)

Samstag, 17. Mai 2014

Hier geht’s zu Teil I und Teil II

5. Habt Ihr das Gefühl, dass ihr einander beeinflusst habt? Wenn ja, wie?

Sati: Also der größte Einfluss den ich gefühlt habe war Stärke. Es bestärkt mich in meiner eigenen Praxis eine andere Person ebenso liebend, respektvoll ihren Göttern  gewidmet zu sehen wie ich den meinen. Ich meine, mal ehrlich, religiöse Hingabe wird doch heute eher belächelt. Leute die religiös sind werden entweder als „extrem(istisch)“ oder irgendwie als naiv, unreif und der Eigenverantwortung unfähig angesehen und was es sonst noch für öde Vorurteile über Religiosität gibt.

Myriad: Ich glaub’ schon , dass wir einander beeinflusst haben. Für mich war es besonders überraschend, dass ich mit jemandem über meine Erfahrungen und das, was gerade in meinem Leben passiert, reden konnte. Eines der besten Gespräche überhaupt war eine Diskussion über Zweifel, Ängste, und darüber, was eigentlich die Wirklichkeit wirklich macht. Dieses Gespräch hat mir die Augen geöffnet, weil es vorgekommen war (und zum Teil immer noch vorkommt, aber seltener und seltener), dass ich aber auch wirklich jedes noch so kleine Detail meines religiösen Lebens in Zweifel zog. Sati war da außerordentlich hilfreich und konnte mit ihrer weit größeren Erfahrung als Polytheistin sehr gute Denkanstöße geben.

Sati: Ein weiterer Aspekt ist, dass es oft zu tieferen Einsichten in der eigenen Tradition führt sich mit anderen paganen Religionen zu befassen, wenn die Kommunikation offen und respektvoll ist, was definitiv der Fall war. Die Tatsache, dass wir beide streng polytheistisch sind vermied jeden Zweifel darüber, dass Loki und Seth beides verehrbare Gottheiten sind und nicht irgendein seltsames philosophisches Konzept oder gar Archetypen. Und es bestätigte mich wiederholt in der Erkenntnis Vielheit als grundlegende Sichtweise zu adaptieren so tröstlich one-source-theories oder universalistische Konzepte manchmal scheinen mögen.

Myriad: Wir ermuntern einander, zu studieren, und das bezieht auch vergleichendes Studieren mit ein. Das darf man jetzt nicht falsch verstehen: es handelt sich um getrennte, verschiedene Traditionen. Keine von uns ist synkretistisch. Aber wir erkennen beide an, dass nichts im Vakuum passiert, und dass sich religiöse Traditionen entsprechend der kulturellen Situation entwickeln. Und wenn die kulturelle Situation vorgibt, dass wir auf engem Raum mit Anhängern einer anderen Tradition zusammenleben, dann wäre es nur lachhaft, nicht auch mal auf den metaphorischen Teller der anderen zu gucken.

Sati: Eine wichtige Erfahrung für mich ganz persönlich war in meiner religiösen Identität gemocht zu werden. Ich meine, sicher, ich habe meine Kemetics im Internet, doch als Kemetic UND als Seth Verehrerin hat man nicht gerade viele Fans in der deutschsprachigen Heidenszene. Seth ist meist nur im ritualmagischen oder sonst wie okkulten Kontext bekannt, was so gar nicht mein Ding ist. Ich bin im Prinzip daran gewöhnt allein zu sein zumal ich ohnehin nicht außerordentlich gesellig bin. Und natürlich macht mich Seths Einfluss auch zuweilen ein bisschen impulsiv und schwer einschätzbar. Daher war ich sehr positiv überrascht über Myriads Vertrauen mit mir UND Seth in meinem Zuhause Zeit zu verbringen und sowohl ihre Zugewandtheit zu mir sowie ihren Respekt für Seth zu erleben.

Myriad: Wir schätzen beide aneinander unsere religiöse Hingabe. Unser Alltag ist unseren Göttern gewidmet, und wir haben beide erfahren, wie selten das in einem Menschen ist.

Myriad

Sati: Und anscheinend haben Myriad und ich einen ziemlich Eindruck bei Leuten hinterlassen. Ich bin mehrfach gefragt worden, ob wir Schwestern sind, dabei sind wir so grundverschieden. Myriad ist extrovertiert, witzig, klug, eloquent und unglaublich hübsch. Sie trägt immer bunte Kleidung und ihre leuchtend roten Haare sind ein echter Hingucker. Sie lacht und lächelt viel und fängt auch mal an spontan mit Leuten zu tanzen oder zu singen (da sie Opernsängerin ist, kann sie auch unglaublich schön singen). Ich fühle mich eher wie das glatte Gegenteil. Ich trage meistens schwarz und bin eher die dunkle, stille, mysteriöse Gestalt in der Ecke, die die Leute beobachtet, aber dennoch aus unerfindlichen Gründen Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ich bin ja auch Aspie, daher habe ich in Gesellschaft manchmal meine Probleme, aber mit Myriad zusammen habe ich mich sehr sicher und ruhig gefühlt und vieles fiel mir deutlich leichter, so dass es mir sogar gefiel unter Leuten zu sein.

Sati

Myriad: Wir bringen gegenseitig unsere Schokoladenseite zum Vorschein, wenn man will. Wir sind zweimal ausgegangen (dreimal wenn man die Feierlichkeiten zum Abschluss meiner Promotion mit einbezieht). Jedes Mal waren wir ungeschlagen die beiden schönsten Menschen im Raum – und nicht etwa, weil der Raum leer oder mit besonders hässlichen Menschen gefüllt gewesen wäre. Ich glaube wir bringen an einander zum Vorschein, wie unsere Götter uns beeinflussen [LOL klingt das albern, aber so sieht es aus, Leute].

6. Hat Euch irgendetwas gefehlt oder habt Ihr Euch in Euer Praxis irgendwie eingeschränkt gefühlt?

Sati: Ehrlich gesagt kaum. Als ich Myriad besucht habe, hat mir natürlich meine Wohnung gefehlt, da sie sozusagen mein Tempel ist. Alle meine Schreine sind dort, mein großer Schrein für mehrere Gottheiten, mein Seth Schrein, mein Akhu (=Ahnen) und Heka (=Ägyptische Magie) Schrein. Aber wenn ich verreise habe ich immer meinen kleinen Reiseschrein dabei, den ich bei Myriad auf Lokis Altar stellen durfte, also war da gar nicht mal viel, was mir fehlte. Meine Katze habe ich aber arg vermisst. Und was mir auch ein bisschen abging war der Kontakt zu den anderen Kemetics und unsere Gespräch über Geschichte, unsere Tradition oder auch einfach nur das Gescherze auf Facebook. Das mag sich seltsam anhören, aber ich empfinde die Zeit die ich mit meinen Mit-Kemetics verbringe auch ein bisschen als Teil meiner Religiosität und ich versuche ihnen so viel meiner Aufmerksamkeit wie möglich zu widmen auch wenn’s nur ums Spaß haben geht.

Myriad: Ich habe meine Meditation vermisst, und die längeren Gebete, als ich zum ersten Mal zu Besuch war, aber die ganzen tollen anderen Sachen, die passierten, haben das mehr als wettgemacht. Während meines zweiten Besuchs und während Satis Besuch bei mir kam ich viel besser zu Allem.

7. Welche Ideen und Inspirationen habt Ihr aus der gemeinsamen Zeit gewonnen?

Sati: Viele kreative Dinge. Wir sind beide handwerklich begabt und Myriad hat mich auf einige tolle neue Ideen für Opferungen sowie Handgearbeitetes zu Ehren Seths gebracht. Wie z.B. eine Devotionalien-Halskette, die mit sieben handgemalten Perlen für sieben von Seths überlieferten Beinamen bestückt ist. Ich bin ja auch Schneiderin und habe schon lange nicht mehr geschneidert, doch nun habe ich eine lange Liste von Kleidungsstücken, die ich für Myriad machen möchte.

Myriad im Bliaut made by Sati :)

Myriad: Sati ist diejenige, die mich dazu inspiriert hat, Brettchenweben zu lernen – etwas, das bei meinen Göttern ziemlich gut ankam und wofür ich auch möglicher Weise eine Art Talent habe.

Brettchenborten-Lesezeichen (von Myriad)

Ich war natürlich auch von Satis kultischer Praxis beeindruckt. Als ich heimkam, wollte ich unbedingt mehr Schreine, und Statuen, jede Menge Statuen. Das Problem ist, dass ich die Ästhetik der meisten kommerziell verfügbaren Statuen der nordischen Götter wirklich nicht ausstehen kann. Daher habe ich bisher immer meine eigenen Darstellungen verwendet: Acrylgemälde auf Leinwand. Das funktioniert gut, und meine Götter finden sie schon an sich ganz schick (obwohl ich immer wieder gefühlt eine Million Perspektivenfehler ausmache). Jedenfalls wollte ich Statuen, und Skulpturen, und geschlossene Schreine, als ich heimkam. Tatsächlich will ich auch immer noch manches davon, obwohl ich mir nicht mehr sicher bin, wie gut geschlossene Schreine mit den nordischen Göttern funktionieren. Aber Skulpturen möchte ich nach wie vor, und werde wohl meine eigenen anfertigen. Und neulich fanden auch zwei kleine Portraits von Seth und Ma’at ihren Weg in mein Wohnzimmer.

Sati: Und wir hatten außerdem das Gefühl, dass wir unsere Erfahrung teilen sollten und haben begonnen an einem Seminarkonzept zu arbeiten um über polytheistische Religion und Praxis zu berichten. Da es uns beiden wichtig ist historisch gut informiert und gebildet zu sein bin ich guter Dinge, dass wir einen vernünftigen Einblick vermitteln können, was es bedeutet inmitten der Gesellschaft Polytheist zu sein. Sowohl Myriad als auch ich sind ja keine seltsamen Freaks oder gesellschaftlichen Randfiguren (mal abgesehen von meinen Asperger-bedingten Einschränkungen). Myriad hat einen Doktortitel in Informatik und ich bin gerade mitten in meiner Ausbildung zur Osteopathin, die ich hoffentlich mit einem M.Sc. abschließen können werde; und ich kümmere mich um Patienten und gehe osteopathischer und medizinischer Forschungsarbeit nach.

Myriad: Aufgrund unserer Interfaith-Tempel-Situation, und unserer geteilten Leidenschaft für unsere Götter kamen wir auf die Idee, Seminare über polytheistische Religionen in unserer Region anzubieten. Im Moment haben wir beide ziemlich viel um die Ohren, aber wir denken es ist wichtig, dass wir das machen. Ich denke, es ist wichtig, zu zeigen – und zwar am gelebten Beispiel – was Polytheismus beinhaltet, wie eine religiöse Praxis aussehen kann, und dass es Menschen gibt, die die Götter als Gott-Personen verehren.

Loki und Seth

8. Was war für Euch anders als erwartet?

Sati: Also grundsätzlich hatte ich mir alles viel befremdlicher vorgestellt und uns eher schüchtern hinsichtlich unserer Praxis. Aber letztendlich war alles unerwartet einfach und toll. Es war einfach wunderschön gemeinsam bei unseren Schreinen zu sitzen, Wein und Speisen mit unseren geliebten Göttern zu teilen und die morgendlichen Opferungen gemeinsam zu begehen. Und ich bin mir sehr sicher Seth und Loki hat das auch gefallen.

Myriad: Ja, absolut. Komisch, wie man sowas manchmal einfach weiß.

(Ende letzter Teil)

Myriads Blog „Weaving the Net“ Satis Blog „Kemetic Insights“