Mit ‘Liebe’ getaggte Artikel

Du bist ein Teil von mir! – Teil III

Samstag, 19. September 2015

Du ist mein Seelenzwilling!

Jetzt komme ich zu einem Phänomen, das gerade in „Esokreisen“ – zumindest wellenweise – sehr beliebt ist: der Seelenpartner/-zwilling. Gemeinst ist damit meistens, dass jemand einem selber so ähnlich/so nahe/so innig verbunden ist, dass es näher garnicht geht, quasi wie eineiige Zwillinge. Kaum hat der eine etwas noch nichtmal fertiggedacht, weiß der andere schon, worum es geht. Kaum hat der eine Lust auf irgendwas, ist der andere schon unterwegs um das erledigen. Sprache hat mehr oder minder ausgedient, weil das Verstehen ja auf der Herzebene und völlig ohne Worte sowieso viel authentischer ist …
Erklärt wird das meistens entweder mit den wohlbekannten „karmischen Verbindungen“, Marke „wir waren ja schon in umzig früheren Leben Bruder/Schwester, ein Liebespaar (natürlich in gemischter Besetzung, damit das ja auch schön ausgeglichen ist, mensch kann ja ned immer ein Weib oder ein Mannsbild gewesen sein), Eltern/Kind, Schüler/Meister“ oder dass „wir“ sogar nur eine Person gewesen wären (was weniger modern zu sein scheint, das gab es vor 30 Jahren wesentlich öfter).

Für mich ist dieses Seelenzwillingsding allerdings nicht viel etwas anderes als eine Art der unbewussten Bindung.

Unbewusste Bindungen entstehen meiner Erfahrung nach aus vielen Gründen. Ab dem Zeitpunkt an dem ich mit jemandem ein wirkliches Problem habe z. B. Also wenn mir jemand von hinten ins Auto knallt, dann noch aussteigt und mich wüst beschimpft. Wenn ich mich eventuell sogar bedroht fühle und dann noch ein paar Tage „Nacharbeiten“ dieses Vorfalles zu erledigen habe – dann stehen die Chancen gut, dass ich mich an diesen Unfallgegner schon unbewusst gebunden habe. Und der Clou daran ist, dass ich zukünftig auf jeden Menschen, der mit diesem Unfallgegener optische, stimmliche, „energetische“ oder auch nur irgendjemand in ähnlicher Situation (!) mit der Brille der vergangenen Situation sehen werde. Diese Menschen werden mir dann voraussichtlich ad hoc unsympatischer sein als der „Durchschnittsmensch“. Wie an meinem Beispiel gut sichtbar, sind Bindungen damit nicht immer nur positiv!!
Je intensiver der Eindruck ist, auf dem eine Brille basiert, desto heftiger wird auch der Effekt sein. Verbrechensopfer können davon Horrorstories erzählen und zu dem Thema wurden viele Krimis geschrieben. Genauso aber können „Liebesfixierte“, deren Partner beispielsweise verstorben ist, darüber Romane schreiben … viele sind nach einer glücklichen Beziehung dieser Art auf das „Ebenbild“ ihres vorherigen Partners fixiert. Erst mit der Zeit lässt die Stärke der Bindung nach (durch die Trauerarbeit, die geleistet werden muss um das eigene Leben weiterführen zu können)

Also Outcome dieser kurzen Betrachtung der unbewussten Bindungen könnte gelten:
Je bewusster ich mit meinem Erleben umgehe, je bewusster ich mir selber bin, was ich warum wie denke desto weniger unbewusste Bindungen habe ich und desto eher kann ich mit der schon erwähnten Nähe auf meine Umwelt zugehen oder diese auf mich zugehen lassen. Je klarer meine Brille ist und je weniger „gefärbt“, desto klarer sehe ich die Welt um mich herum. Manchmal hilft es aber auch schon ganz viel weiter, die Farbe, in der meine Brille eingefärbt ist, zu kennen und dann den Intellekt als zeitweilige Krücke zu verwenden, diese Farbe „wegzurechnen“.

Zurück zur magischen Ecke

Mit diesem riesigen Rucksack aus Erfahrungen, Verletzungen und Erwartungen steht also jeder von uns im Leben und ich gehe davon aus, dass alles, was ich mache, von genau diesem Rucksack und dessen Inhalt profund beeinflusst wird.

Ein Liebeszauber gefällig? Unter diesen Voraussetzungen wäre es wohl angebracht noch ein bisserl drüber nachzudenken … Aber ist ja nicht für mich und das ist der/dem so eine Herzensangelegenheit? Kann gut sein, nur sollte klar sein, dass das dann im Normalfall bindungsmässig auch für den Wirker der Zaubers Auswirkungen hat. Auf der Suche nach einem „Meister“ von dem mensch alles was es magisch so braucht lernen kann? Alles ist da ein sehr wahres Wort, auch wenn viele sich das so nicht vorgestellt haben, dass dieses Alles gemeint hätte sein können …

Damit kommt dann noch ein nicht so neuer Faktor ins Spiel, der mir im heute üblichen Sprachgebrauch meistens leichten Würgereiz verursacht – Wir sind alle verbunden!!. Wir sind tatsächlich mit allem verbunden und mit dem Alles auch, zumindestens in meiner Weltsicht und in einem magischen Weltbild! Allerdings schaut diese Verbindung eher nach einer „Ursache- und Wirkungsmechanik“ aus als nach rosarotem „Wir-haben-uns-alle-lieb-und-Mutter-Natur-liebt-uns-auch“.
Natürlich sind wir Teil der Natur, auch wenn wir im technologischen Machbarkeitswahn diesen Punkt öfter schon mal zu vergessen scheinen. Mit romantischer Liebe, wie sich das vielleicht der eine oder andere vorstellt, hat das aber herzlich wenig zu tun. Natürlich sorgt Mutter Natur für uns! Sie gibt uns die Möglichkeit hier auf ihrem Boden zu leben, unsere Nahrung anzubauen oder zu züchten, die Luft zum Atmen und das Wasser, ohne das wir schon garnicht überleben könnten. Aber das ist ein Geben und Nehmen. Sie bewegt sich und atmet auch selbst – damit erleiden wir Erdbeben. Ihre Eismassen reagieren auf die (diesmal von uns) veränderte Atmosphäre und von Menschen bewohnte Inseln gehen, durch den steigenden Meeresspiegel, unter. Mutter Natur ist nicht liebevoll im Sinne von „ich tue alles für meine Kinder“ sie ist liebevoll in dem Sinne, dass sie uns Ressourcen zur Verfügung stellt, die wir verwenden dürfen. Was wir damit wie machen, das liegt an uns und die Folgen dürfen wir dann auch selber tragen.

Ende Teil III

Beltane – Walpurgis – Maifest für Kinder und mit Kindern

Samstag, 02. Mai 2015

Eines der meistgefeiertsten und wohl das bekannteste Fest im heidnischen Umfeld, scheint Beltane zu sein. Aber für manch einen ist gerade das ein Fest, das nicht gar so einfach ins Leben mit Kindern zu übersetzen ist.

„Osmia rufa couple (aka)“ von André Karwath aka Aka - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 2.5 über Wikimedia Commons.

Das hat nichts mit Moral zu tun

Im traditionellen Bereich sind Kinder in den seltensten Fällen bei Ritualen zugegen. Ein Thema das durchaus diskussionswürdig ist, das ich aber zu einem späteren Zeitpunkt aufgreifen möchte. Im „freifliegend“ organisierten Gruppen oder gemeinsam praktizierenden Familien dürfte das völlig anders sein und das bietet natürlich auch einige Vorteile, wenn es auch Herausvorderungen mit sich bringt.
Gemeinsam gelebte Spiritualität kann ein sehr verbindendes Element für und in Familien sein. Für heterosexuell orientierte Menschen werden im Ritual die unterschiedlichsten Elemente des menschlichen Daseins durch sexuelle Symbolik darstellbar und erfahrbar. Gerade bei Beltane wird es aber schwierig – sofern sich der Inhalt des Rituals auf die sexuelle Komponente beschränkt – dieses Fest Kindern nahe zu bringen, um sie in die gelebte Spiritualität der Eltern mit einzubinden.

Sexuelle Symbolik kann natürlich nur dann ihren Zweck erfüllen, wenn die realen Erfahrungen dazu bereits gemacht wurden. Daher benötigt die Familie mit vorpubertären Kindern andere Zugänge. Abgesehen vom Nichtverstehen der Symbole werden kleine Kinder auch keinen Bezug zu ihrem eigenen Leben herstellen können – aus Erfahrung gesprochen, ist das schon für die Erwachsenen vielfach schwer zu bewerkstelligen.

Damit sollten wir uns die unterschiedlichsten Aspekte von Beltane einmal ansehen …

Liebe

Die offensichtlichsten Punkte, Liebe und Sexualität, habe ich ja bereits erwähnt. Natürlich ist Sex nur eine Form von Liebe und auf kindgerechte Weise kann durchaus mit einem Bruder/Schwester- FreundesGötterpaar gearbeitet werden. Ebenso ist eine Eltern/KindGötterpaarung möglich. Liebe ist vielfältig und bunt und das kann und soll auch hier mit einfließen deshalb könnte auch ein geliebtes Haustier (mit „dazugehörigem“ Gott) in der Ritualplanung seinen Platz finden.

Leidenschaft

Dafür ist sehr hilfreich die Vorlieben und Leidenschaften des Kindes zu kennen. Was machen die Nachwüchslinge besonders gerne? Wofür interessieren sie sich besonders? Womit verbringen sie die meiste Zeit? All das kann im Ritual seinen Platz finden – wofür brennt dein Kind?

Kreativität
Kreativ sein, etwas selber herstellen, erschaffen – das ist für Kinder in sehr plakativer Ansatz, der ins Ritual gut eingearbeitet werden kann. Aus (möglichst ökologisch verträglicher) Knetmasse die Götter des Rituals verkörpern oder Saatbomben basteln und die als Opfergabe in die Natur bringen – der Möglichkeiten sind viele. Wichtig ist dabei die Schöpfungskraft des Kindes ins Licht zurücken. Unter welchen Bedingungen was wie „zum Leben erwacht“, wächst, gedeiht … und dass diese Magie auch ein Teil dessen ist, was uns Menschen ausmacht.

Verbundenheit

Mit wem fühlen sich die Kinder verbunden? Was bedeutet Verbundenheit und wie kann mensch sie greifbar machen?

Blümchen und Bienchen?!

Als Beispiel könnte diese kleine Skizze für ein Ritual dienen …
Bienen leben im Bienenstock in einer großen Gemeinschaft. Ohne Bienen gäbe es viele Nahrungsmittel nicht, die wir Menschen täglich benötigen. Also sind wir in gewisser Weise von den Bienen abhängig. Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, sind wir mit ihnen verbunden. Die Bienen untereinander sind aber auch verbunden. Es gibt die Königin, die für den Nachwuchs sorgt, die Arbeitsbienen (die Pollen sammeln und einlagern, dass das Volk auch über den Winter kommt) und die Soldaten (die das Volk verteidigen)

und die Drohnen, die für den Nachwuchs benötigt werden.
Damit haben wir dann gleich das Männlein-Weiblein-Prinzip aufgebrochen. Drohnen entstehen durch Parthenogenese (die Königin legt unbefruchtete Eier, die dann zu Drohnen werden) und diese Drohnen sorgen dann ihrerseits für die geschlechtliche Fortpflanzung der neuen Königin.
Die Arbeiterinnen, die Pollen sammeln, befruchten ihrerseits dabei Blüten und damit erhalten wir Früchte und Gemüse als Nahrung.

Damit haben wir die Hauptpunkte des Festes abgedeckt.
Bienen erschaffen und ermöglichen Leben an allen Ecken und Enden – Kreativität, Schöpfungskraft
Bienen sorgen für ihr Volk, jede einzelne tut das, und auch für uns – Verbundenheit
Bienen sind beim Pollensammeln unermüdlich, kämpfen bis zum Tod (wenn nötig) – Leidenschaft
Bienen und Blumen sind für viele meiner Generation das Paradebeispiel für Sexualaufklärung … was brauche ich mehr dazu zu sagen (außer, dass ich schon darauf hingewiesen habe, dass die Sache soooo heterosexuell nicht ist!).

Natürlich muss die jeweilige Ritualgestaltung an das Alter der Kinder angepasst werden. Je jünger sie sind, desto spielerischer werden ein oder zwei Schlüsselinfos zu verpacken sein und je älter sie werden, desto genauer kann in die Breite gegangen werden. Wir, als Erwachsene, gehen dann oftmals von der Breite wieder Punkt für Punkt in die Tiefe …
Ich finde, dass das ein schöner Kreislauf ist! Jetzt seid ihr gefragt, für euch und eure Kinder Rituale zu entwickeln, die ihr vielleicht sogar mit uns teilen könnt.

Die rechte Weise des Hörens und Studierens, geschrieben von Uhanek

Samstag, 13. Dezember 2014

Wenn wir Belehrungen hören und den Dharma studieren, dann sollten wir von dem Wunsch motiviert sein, allen empfindenden Wesen zu helfen, den Zustand der Buddhaschaft zu erlangen. Wir sollten uns wünschen, dass wir zu diesem Zweck die Belehrungen empfangen und praktizieren werden. Es wird gesagt, dass die eigene Praxis von der Motivation abhängt, die man hat. Wenn man also Belehrungen hört, über sie nachdenkt oder sie praktiziert, so sollte dies auf einer guten Motivation gegründet sein. Liebe, Mitgefühl und Bodhicitta sind eine gute Motivation. Fehlen uns hingegen diese Eigenschaften und denken wir nur an unseren eigenen Vorteil, so ist das eine negative Motivation. Stützen wir uns auf Liebe, Mitgefühl und Bodhicitta, so wird alles, was wir tun, eine gute Handlung, weil es gut motiviert ist. Dies gilt ganz besonders auch für das Studium und die Ausübung des Vajrayana.

So halten wir uns vor Augen, dass in diesem unermesslichen, uferlosen Ozean des Leidens, den wir als Samsara bezeichnen, kein Wesen existiert, das im Verlauf der anfangslosen Zeiten nicht schon einmal unser Vater oder unsere Mutter gewesen ist. Wir können uns dies an einem Bild verdeutlichen: In einer riesigen, mit Reis gefüllten Schüssel befindet sich ein einziges schwarzes Reiskorn. Wird die Schüssel mit dem Reis geschüttelt, so gerät alles in Bewegung, das schwarze Korn wandert von oben nach unten und wieder zurück und nach einiger Zeit wird das schwarze Korn jedes andere Korn wenigstens einmal berührt haben. In gleicher Weise waren wir wenigstens schon einmal mit allen Wesen als ihr Kind verbunden, das von ihnen geliebt und beschützt, mit der besten Nahrung und Kleidung versorgt wurde.

All diese Wesen, die so gut zu uns waren, streben nur danach, glücklich zu sein. Sie wissen jedoch nicht, wie man das ausübt, was Glück bewirkt. All diese Elternwesen wünschen sich kein Leid, sind aber dennoch davon geplagt und wissen nicht, was die Wurzeln all ihrer Leiden sind und wie sie durchschnitten werden können. Das, was ihnen so sehr am Herzen liegt, das Glück, wird doch immer aufs Neue von dem durchkreuzt, was sie tun. Diese armen Wesen sind so verloren, orientierungs- und hilflos wie Blinde, die man in einer Wüste ausgesetzt und sich selbst überlassen hat.

So entwickeln wir eine reine Motivation, indem wir uns sagen, dass wir zu ihrem Wohl den Dharma studieren und praktizieren. Wir wollen unsere von den Leiden der sechs Daseinsbereiche gequälten Väter und Mütter zur allwissenden Buddhaschaft führen und sie von den Illusionen und Verhaltensmustern der sechs Daseinsbereiche befreien

Bereits das Hören und Lernen des Dharmas kann Teil unserer Dharmapraxis sein und uns helfen, Qualitäten zu entwickeln. So üben wir Konzentration, indem wir unabgelenkt zuhören. Wir üben Achtsamkeit und Geduld, indem wir nicht jedem eigenen Redeimpuls rücksichtslos und selbstsüchtig nachgeben. Wir üben Geduld, indem wir offen bleiben, statt uns selbst, den Lehrer und andere mit der unerfüllbaren Erwartung zu beschränken, wir müssten jetzt sofort und ohne Umschweife alles verstehen. Wir üben freudige Anstrengung, indem wir uns konzentriert bemühen, das Gelehrte zu verstehen und ggf. auch Unannehmlichkeiten wie Hitze, Kälte o.ä. klaglos ertragen. Wir üben geistige Stabilität, indem wir bei der Sache bleiben und sie nicht durch Gedankenfetzen, abschweifende Konzepte und unzusammenhängende Begriffe verunreinigen und verwirren. Wir üben Präsenz, indem wir gegenwärtig bleiben. Wir üben Weisheit, indem wir das Gelehrte reflektieren und in ein Verhältnis zur Wahrnehmung und Erfahrung setzen und zur rechten Zeit Fragen stellen, um Zweifel, Missverständnisse u.ä. zu klären.

Während des Hörens von Belehrungen sind die so genannten drei Mängel der Kristallvase zu vermeiden:

  1. Nicht hinhören bedeutet, wie eine umgedrehte Vase zu sein. Wenn man also Unterweisungen zuhört, soll man verstehen, was gesagt wird, und sich nicht ablenken lassen, sonst ist man wie eine umgedrehte Vase, auf die Flüssigkeit gegossen wird: Auch wenn man körperlich anwesend ist, versteht man doch kein Wort.
  2. Nicht behalten, was man hört bedeutet, wie eine durchlöcherte Vase zu sein: Soviel auch hineingegossen wird, bleibt doch nichts drin.
  3. Das Gehörte mit negativen Emotionen, falschen Vorstellungen, Verwirrungen u.ä. zu vermischen bedeutet, wie eine Vase mit Gift zu sein. Wenn man also mit der falschen Gesinnung zuhört oder der Geist während des Hörens von Gedanken beherrscht wird, die von den fünf Giften durchtränkt sind, dann werden die Belehrungen wie Nektar, der in eine Vase mit Gift gegossen wird, d.h. er wird zu etwas anderem als Dharma. Der Dharma kann dann nichts mehr bewirken.

Die fünf Gifte oder fünf negativen Emotionen sind:

  1. Verblendung (Unwissenheit, Verwirrung)
  2. Anhaftung (Begierde)
  3. Abneigung (einschließlich Wut und Hass)
  4. Eifersucht
  5. Hochmut

Stattdessen sollen wir Belehrungen hören wie eine reine, unbeschädigte Kristallvase. Und Padampa Sangye gibt folgenden Rat:

Höre den Lehren zu, wie Rehwild einer Melodie lauscht;

Kontempliere sie so, wie ein Nomade aus dem Norden seine Schafe schert (d.h. peinlich genau, in ihrer Gänze und unzerstreut);

Meditiere über sie gleich einem Stummen, der Nahrung schmeckt (d.h. ein Stummer schmeckt zwar, zerredet und zerschwatzt aber den Geschmack nicht);

Praktiziere sie gleich einem hungrigen Yak, das grast;

Erlange ihre Frucht gleich der Sonne, die aus den Wolken tritt.

Die ALLES IST LIEBE – LÜGE, geschrieben von Christine Salopek – Teil III

Samstag, 06. Dezember 2014

Denn die eigene Meisterschaft ist dann erreicht wenn ich aufhöre zu glauben dass ich sie habe!

Was wir für uns behaupten zu haben ist: WIR FOLGEN BEDINGUNGSLOS unserem Gefühl und lassen und von nichts und niemandem etwas aufschwätzen….mit einem Unterschied zu vielem was wir bisher erlebt haben! Wir haben gelernt die Menschen die uns nicht lieben, die uns angreifen oder verurteilen – weil wir eben HANDELN wie wir HANDELN –  NEUTRAL STEHEN LASSEN ZU KÖNNEN.

Und das – glaubt mir – das war jahrelange Arbeit.

Denn das 1. Gefühl zählt. Das 1. Gefühl wenn mir Menschen verbal ins Gesicht schlagen, wenn ich hinten rum beschimpft werde und sich Lügen über uns verbreitet haben. Wenn Menschen taktisch und mit Kalkül vorgehen und ich genau weiß und spüre wie sie es wirklich meinen…. Und vieles mehr…schaut in Eure Leben.

Und dann?

Was ist das 1. Gefühl in mir…

Verletztheit, Trauer, Wut, Hass….Mordgelüste :-)

Fortgeschrittene in der spirituellen Szene können dieses erste Gefühl schnell wegdeckeln – es unter den Deckmantel der Liebe – stecken. Und ALLES IST GUT…weil ich die Liebe bin…blablabla..

Doch das 1. Gefühl zählt und das will gesehen werden und dort ist Veränderung und Heilung notwendig. Alles andere ist wiederum Selbstbetrug! Wer das erste Gefühl verleugnet, verleugnet sich selbst.

Dann gibt es Menschen, so wie Robert und ich, die VIELES NEUTRAL stehen lassen können. Das heißt ich kann einen Menschen oder einen Situation die mich verletzt sehr schnell NEUTRAL werden lassen. Durch alles was ich einfach in mir trage und erlösen durfte. Doch noch nicht in letzter perfekter Ausführung…auch ich habe Gefühle die sich vorab zeige…die DA SIND. Das schau ich mir dan in mir an…und geh weiter in Richtung Neutralität. So das es MIR GUT GEHT…ICH FRIEDEN FINDE / FÜHLE.

ALLERDINGS heißt das nicht, das ich diese Person oder Situation die mir Schaden zugefügt hat….LIEBEN MUSS. NEIN…im Gegenteil, es ist so wichtig für die eigene Entwicklung KLAR SEINEN PLATZ EINZUNEHMEN und somit zu signalisieren für was ich stehe! Es gibt Menschen mit denen möchte ich nichts mehr zu tun haben und das kommuniziere ich auch. Oder wende mich ab! Authentisch und meinem Gefühl folgend, egal wie sehr ich diesen Menschen vielleicht mal geliebt habe. Wenn die Zeit der Spiegelung vorbei ist…hat es einen Sinn.

So oft habe ich die letzten Jahre gehört: JA ABER, das hat nichts mit mir zu tun und auch wenn ich das genauso fühle wie DU….ICH bin für die Liebe. In der Liebe wird alles „heile“ werden und irgendwann können wir alle zusammen wieder lachen.

Ich sage bei manchen Situationen ganz klar NEIN und bei anderen kann ich es neutral offen lassen….und dazu stehe ich! Das bin ich.

Wenn wir tiefer schauen hinter “das sich nicht klar positionieren können”….Dann bleibt nur noch die Energie der Rechtfertigung übrig, weil ich mir in meinem Leben nicht sicher bin, mir selbst nicht so viel VERTRAUEN KANN um KLAR MEINEN PLATZ EINZUNEHMEN.

Das gilt dann allerdings wieder für alle Bereiche in meinem Leben. Denn wenn ich diese Energie aufgezeigt bekomme….trage ich sie in mir.

Wisst ihr warum ich überhaupt diesen Bericht schreibe?

Weil ich seit BEGINN meines Weges NIE VERSTANDEN habe warum Menschen so in der LIEBE SCHWELGEN KÖNNEN. Dieses Getue und Gedönse in der spirituellen Szene…ich konnte es nicht ertragen. Obwohl ich doch so VIEL LIEBE in mir spüre, wie ein Kind mit allem neu umgegangen bin, was ich aus der geistigen Welt erfahren habe und meinem Herzen folge. So gut ich es eben kann und es fühle… Ich bin immer noch Mensch.

Und ich habe es IMMER SCHON als Lüge empfunden….die Grundenergie der Lüge gespürt. Doch ich wusste nicht WARUM…denn ich hatte keine Erklärung dafür. Es hat doch alles so TOLL GESCHEINT…geschienen im Aussen. UND weil diese Menschen, zumindest VIELE DAVON wirklich und wahrhaftig nach dieser LIEBE suchen…sie spüren wollen und am liebsten für immer besitzen wollen.

UND DANN KANN SICH JA ERST DAS LEBEN VERÄNDERN…

Wenn ich erleuchtet bin…

WENN – DANN….das so sein wird.

Ich habe mich diesen Kreisen schnell entzogen….ich wollte auf keine Kongresse gehen oder mich von Arm zu Arm weiterreichen lassen auf den Festivals des Friedens mit einer Trommel in der Hand wie zugedröhnt in der Liebe schwelgen usw.

Bewertung? Ja wegen mir…aber so ist mein Gefühl dazu! Allerdings nur für die Menschen die es eben als Trend leben…und danach in einen Alltag purzeln der überhaupt gar nichts mit diesen Erlebnissen und „Taten“ zu tun hat.

Ich kann vollkommen verrückt durch mein Leben tanzen, schwelgen….Hardcore Esoterikerin sein – doch ich LEBE ES. IMMER :-) Also ich bin quasi immer auf Drogen. Die göttliche Droge „Authentizität und meine Gefühl leben“…lässt mich nicht mehr los.

JETZT

Den Weg in die Authentizität immer weiter gehen…

Wir gehen schon lange diesen Weg und sind der inneren Überzeugung, dass wir nicht jeden Menschen lieben müssen – JEDOCH eine gesunde NEUTRALITÄT im Innersten MUSS sich einstellen. Ein in Frieden gehen in mir….mit EGAL WAS WAR in meinem Leben auf meinem Lebensfluß.

Und das ECHT und AUTHENTISCH mit meinem Herzen fühlen…

Das ist wahre LIEBE und FREIHEIT…

Echt, das zu fühlen…ist so gigantisch, da kann der Sturm noch so beben im Aussen…es kommt an wie ein Lüftchen, das einen halt mal anbläst :-)

Die ALLES IST LIEBE – LÜGE, geschrieben von Christine Salopek – Teil II

Samstag, 25. Oktober 2014

Weiter …

Wieso muss ich überhaupt irgendwo dazugehören? Mein Gott schaut Euch doch mal um was es mittlerer Weile alles gibt. Die spirituellen Angebote übertreffen sich gegenseitig mit noch besseren und tolleren Methoden und alles führt Dich DIREKT INS GLÜCK und zu Deiner eigenen Meisterschaft.

So viele wollen Dich vor ihren Karren spannen, damit Du genau das vertrittst und lebst, was SIE MEINEN DAS DAS BESTE IST. Wer weiß wirklich was für MICH DAS BESTE IST. Was für Dich das Beste ist. NUR ICH SELBST! Ich kann forschen, mir das eine oder andere im Aussen „anfühlen“ mal rechts gehen und mal links gehen, doch letztendlich sollte mein Herz meinen Weg bestimmen. Nicht der Herzschlag eines anderen, der von meist selbst ermächtigten Meistern gekonnt und ganz gezielt in den Vordergrund rücken kann. JA – so das Du glaubst es SEI DEIN WILLE UND DEIN WEG…dies gilt insbesondere für Menschen die andauernd auf der Suche sind.

Sie suchen und suchen und wenn sie nicht gestorben sind……DANN SUCHEN SIE WEITER.

Die eigene Meisterschaft & Schöpferkraft leben! Die Läden sind voll von Büchern darüber. In der wirtschaftlichen Erfolgsbranche als auch wiederum in der spirituellen Ecke. Millionen von Büchern die Dir Glück, Erfolg, Reichtum und LIEBE versprechen. Ein FREI WERDEN und ein LEBEN DEINER SCHÖPFERKRAFT.

JA wenn das nur alles so einfach wäre? Heute nach intensiven Jahren der Ent-wicklung sage ich es kann einfach sein, ja und doch wirst Du viele Täler durchschreiten und JAHRE der Innenschau vor Dir haben, wenn Du wirklich AUTHENISCH Dein Leben verändern möchtest. Wer schreibt das auf einen Buchtitel? Naja es wird schon ein paar geben…..doch die werden sich nicht so gut verkaufen wie die Glücks- und Erfolgstitel!!!

Und wisst ihr es gibt kein ENDE auf diesem Weg und kein jetzt bin ich FERTIG und habe AUSGELERNT. NEIN wer werklich die Liebe erfahren und leben möchte hat sich in seinem Innersten seinem Herzen hinzuwenden und DIESEM RUF ZU FOLGEN. Dieser Ruf wiederrum wird Dich auch in die tiefsten Abgründe Deiner Selbst führen, in deine dualen Energien, in die Dunkelfeld – Matrix usw. Dort wo die ALLES IST LIEBE GESELLSCHAFT einfach ein Pflaster drüber klebt und am besten noch einen Gips drum rum macht….damit man ja nicht mehr danach gräbt. Aber wehe es kommt jemand von Aussen und stößt versehentlich an den so mühevoll angelegten Verband….

Überlegt mal wie so manche in der Liebe schwelgenden Menschen reagieren? Und ich meine die 1. Reaktion, denn das ist die authentische und die, die ECHT ist und von Innen kommt.

Überlegt mal, was ihr das schon alles erfahren habt, wenn ihr diesen Menschen dann NICHT ZU MUNDE sprecht. Anderer Meinung seid oder es einfach irdische Probleme gibt…egal welcher Art jetzt.

WIE SIEHT ES DANN AUS IN DER ALLES IST LIEBE UND FRIEDEN WELT???

Dann ist Alltag, dann ist kein Seminarmodus und die Krallen werden ausgefahren…

Die vielen Muster und Automatismen in Deinem System, der Matrix und die karmischen Verträge….die kann man nicht in Liebe einhüllen und dann ist alles gut.

Ich sollte die Liebe einsetzen um MICH IN LIEBE zu ergründen mit ALLEN ECKEN und KANTEN die ich habe und mir mein Leben spiegelt. Dafür die Kraft der Liebe einsetzen…

Außerdem gibt es ein paar Naturgesetzte auf dieser Erde. Das Gesetzt der Resonanz und er Dualität usw. Auch durch diese Gegebenheiten wird es NIE MÖGLICH SEIN nur die LIEBE ZU LEBEN! Das wird die Menschen kaputt und krank machen, die das krampfhaft versuchen.

Versuchen, weil es ihnen vorgegaukelt wird. Weil sie wie dumme Schafe den unterschiedlichsten Richtungen und „Führern“ folgen….Wisst ihr was ich für mich dazu bekommen habe. DIESE MENSCHEN WERDEN ES SEIN, die Kriege beginnen ob KLEIN oder GROß, denn durch das ewige ent-täuscht sein und das verzehren nach einem Leben wie es besser sein könnte, dem hinterher hecheln – das Gefühl LIEBE zu leben – sie werden wahrhaftigen Hass fühlen und leben können.

Die Verbitterung wird irgendwann überhand nehmen. Doch trotzdem werden sie an der Liebe festhalten und den Hass leben…Die Käseglocke des Scheins kann immer genutzt werden, denn die Wahrheit tut weh.

Mein Gott – wacht auf und folgt EURER RICHTUNG. Die wiederum ist in DEINEM HERZEN spürbar. Jetzt höre ich gleich:“ JA ABER…und ICH SPÜRE MICH NICHT und und und….x Ausreden um anderen folgen zu können oder sich selbst zu rechtfertigen. JA dann bleib wo Du bist. So sei es.

Vor solchen Menschen solltet ihr die Füße in die Hand nehmen und laufen, wenn ihr noch dazu in der Lage seid und der Verstand nicht schon so vernebelt wurde, dass alles gut ist in der Liebe.

Wie kann ein Mensch der so bedingungslos LEBT wie ich so etwas behaupten?

Robert und ich LEBEN diesen Dienst und das SEIN mit der geistigen Welt und haben in allen Bereichen des Lebens Höhen, Tiefen und Prozesse der Entfaltung zu genüge hinter uns. Und trotzdem lernen wir und lernen wir – tagtäglich aufs Neue!
Ende Teil II