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Meine blutroten Lieblingsknollen – Ronen

Samstag, 17. Oktober 2015

Der Herbst ist für die meisten Menschen die typische Kürbiszeit. So habe ich das auch immer gehalten, bis mich und den Kürbis ein paar Schwangerschaftsgelüste mit eher ungünstigem Ausgang, für immer entzweit haben. Also musste ein neues Herbst- und Wintergemüse her und so habe ich die Ronen für mich entdeckt. Ja, jetzt geht’s rund in den Köpfen unserer deutschen Leser – was bitte sollen Ronen sein? Nichts anderes als Rote Rüben bzw. Rote Beete. Ronen sind ein Knollengemüse und gehören zur Familie der Gänsefußgewächse. Sie sind mit Mangold, sowie den Zucker- und Futterrüben verwandt. Ronen sind gerade in der kalten Jahreszeit zu empfehlen, da sie Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor, Kalium, Magnesium, Eisen sowie Vitamin B und C, ebenso wie Folsäure, enthalten. Sie können je nach Zeit der Aussaat von Juli bis Oktober geerntet werden. Da sie bei einer Lagerung in dunklen, kühlen Räumen problemlos haltbar sind, sind sie auch in roher Form oft das ganze Jahr über erhältlich.

Schnell, einfach, aber eine ziemliche Küchensauerei: Der Ronensalat

Da es ja nicht schaden kann, zwischendurch auch mal etwas Gesundes zu essen, gibt es hier für euch ein Ronensalat-Rezept.

Wir brauchen dazu:
– 1 Kilo Ronen
– 1-2 Knoblauchzehen
– Salz, Pfeffer
– Essig, Öl (Welches Öl ihr verwendet, ist Geschmackssache. Ich finde zum Beispiel, dass Olivenöl überhaupt nicht zu Ronen passt, meine Mutter sieht das völlig anders. Ich verwende immer einfaches Maiskeimöl.)
– 1 Schuss Wasser

Ronensalat

Kauft entweder rohe oder bereits vorgekochte (aber nicht marinierte) Ronen. Die Vorgekochten Ronen haben den Vorteil, dass ihr euch in etwa 1 – 1 1/2 Stunden Zeit erspart. Habt ihr euch für die nicht vorgekochten Ronen entschieden, müsst ihr die nun ca. 1-1,5 Stunden lang kochen. Die tatsächliche Garzeit hängt natürlich von der Größe ab. Stecht einfach mit einer Gabel in die Ronen, bleibt die Gabel darin stecken wie in Zement, dann brauchen sie wohl noch etwas. Sind sie dann aber endlich weich gekocht, könnt ihr die Ronen kurz abschrecken (das heißt kurz mit kaltem Wasser abspülen) und schälen. Dann die Ronen je nach Größe entweder zuerst halbieren und in dünne Scheiben schneiden, oder – falls sie ohnehin nicht allzu groß sind – gleich in Scheiben schneiden. Auch in kleine Stiftchen reiben ist eine Möglichkeit. Ronen zu verarbeiten, ist meistens eine ziemliche Sauerei, weil diese Dinger einfach alles rot einfärben. Sie färben nicht so schlimm ab wie Kurkuma, aber sie färben ab. Die geschnittenen Ronen etwas abkühlen lassen. Jetzt den Knoblauch fein hacken bzw. auspressen und über den Salat geben. Mit Salz, etwas Pfeffer, Öl, Essig und einem Schuss Wasser würzen. Viele rühren die Marinade in einem separaten Gefäß an und gießen sie dann erst über den Salat. Das ist vor allem dann zu empfehlen, wenn ihr noch nicht viel Übung im Marinade Mischen habt. Es kann nämlich dann leicht passieren, dass ihr es mit der einen oder anderen Zutat übertreibt (meistens mit dem Essig). Mischt ihr alles vorher schon zusammen, könnt ihr so lange experimentieren, bis die Mischung perfekt passt. Die Marinade dann über den Salat gießen und alles gut durchmischen. Den Salat für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen, er muss nämlich erstmal schön durchziehen, damit das Knoblaucharoma auch richtig rauskommt.

Variationen:
Ihr könnt auch etwas fein gehackten Ingwer oder einen Schuss Honig zur Marinade geben. Mit dem Honig würde ich aber sparsam umgehen, da die Ronen selbst schon sehr süß sind.

Hitzebooster für kalte Tage: Ronensuppe

Ich verspreche euch, dass diese Suppe in etwa den gleichen Effekt hat, wie einen kleinen Ofen in sich anzuzünden. Sie ist also bestens geeignet für alle, die des Öfteren wie kleine Frostbeulchen herumlaufen.

Zutaten:
– ca. 1 kg Ronen
– 4-5 Erdäpfel
– 2 Zwiebeln
– 2 EL Öl zum Zwiebel anbraten
– 3-4 Karotten
– 1 grüner Paprika
– 2 Gemüsesuppenwürfel (gibt es auch in Bioform)
– 2-3 Tomaten (frisch)
– 1 TL Tomatenmark
– Salz, Pfeffer
– 1 TL Majoran
– 1,5 – 2 Liter heißes Wasser
– 1 EL Sauerrahm pro Teller Suppe

Ronensuppe im Topf

Zubereitung: Zuerst müsst ihr mal die Ronen 1- 1,5 Stunden kochen. Der Einfachheit halber könnt ihr aber auch bereits vorgekochte Ronen verwenden. Hier ist nur darauf zu achten, dass sie nicht bereits im Glas mariniert wurden. Sobald die Ronen weich gekocht sind, werden sie geschält, halbiert (bei sehr großen Ronen empfehle ich sie zu vierteln) und in Scheiben (ca. 0,5 cm dick) geschnitten. Die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Jetzt könnt ihr auch schon die noch rohen Erdäpfel schälen und würfeln. Etwas Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebelringe darin anbraten. Währenddessen die Karotten und den Paprika in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Wenn die Zwiebeln schon etwas bräunlich sind, werden die Karotten sowie der Paprika hinzugefügt und alles noch ein paar Minuten weiter angebraten. Mit heißem Wasser aufgießen (ich empfehle ca. 1,5 Liter Flüssigkeit) und alles zum Kochen bringen. Sobald die Suppe kocht, könnt ihr die geschnittenen Erdäpfel und Ronen hinzufügen. Die Tomaten vierteln und ebenfalls der Suppe hinzufügen. Jetzt noch mit den Gemüsesuppenwürfeln, einer Prise Salz, etwas Pfeffer und ca. 1 TL Majoran würzen. 1 TL Tomatenmark beimengen, alles gut umrühren und in etwa 45 Minuten kochen lassen. Vor dem Servieren die Suppe noch mit einem EL Sauerrahm garnieren.

Ronensuppe

Ab auf den Grill – Teil III

Freitag, 27. August 2010

Ob man Fisch als Fleisch betrachten soll oder nicht – darüber lässt es sich streiten. Ob man Fisch zum Grillmenü aufnehmen sollte, ist hingegen ganz leicht zu beantworten – auf jeden Fall!

Fast alle Sorten Fisch kann man Grillen, ob als Filet oder im Stück. Von der Zubereitung her machen kleine Fische natürlich weniger Arbeit, man muss sie nur schuppen, ausnehmen und kann sie dann im Stück auf den Rost legen. Große Fische sollte man dagegen eher in Filets oder Steaks verarbeiten. Je mehr Fett ein Fisch besitzt, desto leichter lässt er sich grillen – aber aufgepasst, Fischfleisch ist anders – lässt man es zu lange auf dem Grill, trocknet es leicht aus und zerfällt.

Die richtige Würze darf natürlich auch nicht fehlen. Damit Grillfische gut gewürzt sind, kann man sie gemeinsam mit Kräutern, Knoblauchbutter, Zitronen und Co. in eine Lage Alufolie wickeln und sie derart auf den Grill legen. So werden sie sanft zubereitet und nehmen die Würze ideal auf. Ob der Fisch gar ist, erkennt man daran, dass sich die Haut gut vom Fleisch abziehen lässt und dazu braucht es meist gar nicht länger als 10 Minuten pro Seite, je nach Hitze des Grills. Natürlich kann man Fisch aber auch „ganz normal“ marinieren. Hier ein Rezept:

Weißweinmarinade für 4 Portionen Fisch:

  • 150 ml trockener Weißwein
  • 4 El Olivenöl
  • 2 EL Senf
  • 2 El Honig
  • Etwas Rosmarin, Thymian, 2-4 Lorbeerblätter und natürlich Pfeffer und Salz

Den Honig mit Senf, Öl und Weißwein vermischen und den Fisch darin einlegen, dass er gut bedeckt ist. Dann die Kräuter darauf verteilen und salzen wie pfeffern. Das Ganze lässt man dann eine Stunde marinieren, bevor es auf den Grill geht.