Mit ‘Medizin’ getaggte Artikel

Mistel – Schmarotzer, die zum Küssen verführen

Samstag, 26. Dezember 2015

In der laubfreien Zeit sind sie wieder besonders gut zu erspähen – die Mistel, oder auch Viscum album (Weißbeerige Mistel). Meist in den oberen Regionen der Baumkronen angesiedelt ziert das parasitäre Sandelholzgewächs sowohl Laub- als auch Nadelbäume. Um die Mistel ranken sich verschiedene Mythen, sie fand und findet Verwendung als Heilmittel, aus Amerika kommt der Weihnachtsbrauch sich unter dem Mistelzweig zu küssen und besonders in den Rauhnächten wird sie zum Räuchern verwendet.

Vögel gehen ihr auf dem Leim

Im Volksmund ist sie unter anderem unter den Namen Hexenbesen, Hexen- oder Trudennest beziehungsweise Vogelleimholz bekannt. Der letzte Namen bezieht sich auf die Verwendung vorwiegend der Eichenmistel bei der Vogeljagd. Ein Teil der Früchte wurde und wird zur Herstellung von Vogelleim verwendet, der in einigen europäischen Ländern noch immer beim Vogelfang eingesetzt wird. Der klebrige Schleim der Mistelbeeren wird dabei auf Ästen angebracht und wenn sich die Vögel darauf niederlassen bleiben sie kleben und können eingefangen werden. Vielleicht kommt daher auch der Ausspruch „Jemanden auf den Leim gehen“ – wer weiß.

Früchte der Weißbeerigen Mistel (Botanischer Garten, Karlsruhe)

Früchte der Weißbeerigen Mistel (Botanischer Garten, Karlsruhe)

Dieser klebrige Schleim kommt daher, dass die Mistelfrüchte keine Samenschalen bilden, sondern die Samen von einer klebrigen Schicht, die unter anderem aus Cellulose und Pektinen besteht, umschlossen werden. Dieser Schleim hilft der Mistel auch bei der Verbreitung, die vorwiegend durch Vögel passiert. Die klebrigen Samen bleiben an den Schnäbeln haften und werden später an anderen Zweigen abgestreift. Werden die Samen von den Vögeln gefressen, dann wird die klebrige Schicht nicht vollständig verdaut und beim Ausscheiden bleibt der Samen dadurch trotzdem gut an Ästen kleben.

Familienzugehörigkeit

Im Unterschied zur Weißbeerigen Mistel hat die Eichenmistel gelbe Beeren und gilt als eigene Gattung. Das Verbreitungsgebiet der Viscum album sind hauptsächlich Mittel- und Südeuropa, sowie Südskandinavien. Wohingegen die Eichenmistel vermehrt in Südosteuropa, Mittel- und Osteuropa und Kleinasien verbreitet ist. In Österreich beschränkt sich ihr Vorkommen hauptsächlich auf Ober- und Niederösterreich, Wien, Steiermark und das Burgenland. In den Voralpengebieten gilt sie als gefährdet. Im Unterschied zur Eichenmistel findet man die Weißbeerige Mistel auf unterschiedlichen Laubbäumen, zu denen unter anderem Apfelbäume, Linde, Birken, Weiden und Pappeln zählen. Aber auch auf Bäumen wie den Weißdorn, der Robinie und der Hainbuche findet man sie recht häufig. Die Eichenmistel ist nicht nur an den gelben Beeren von der Weißbeerigen Mistel zu unterscheiden. Sie ist auch sommergrün und ihre Äste sind ab dem zweiten Jahr braun bis schwarzgrau – im Gegensatz dazu bleiben die der Weißbeerigen Mistel grün.

Die Viscum Album kann man nach der unterschiedlichen Wirtsbaumart in verschiedene Unterarten einteilen – die Laubholz-Mistel, die Tannen-Mistel (hauptsächlich auf Weißtannen), die Kiefern- beziehungsweise Föhren-Mistel (häufiger auf Kiefern und seltener auf Fichten oder Lärchen) und die Kretische-Mistel (kommt nur auf Kreta und hier auf der Kalabrischen Kiefer vor). Als eigene Arten (neben der Eichenmistel) gelten heute auch noch die Koreanische oder die Japanische Mistel.

Weißbeerige Mistel

Weißbeerige Mistel

Schnorrer auf dem Dach

Wie kommt jetzt die Mistel zu ihren Wirtsbäumen? Sie zählt zu den Halbschmarotzern – das bedeutet, dass sie eigentlich nur auf das Wasser und darin enthaltene Nährstoffe des Wirtes angewiesen ist. Der Keimling setzt direkt an der Sprossachse des Wirtsbaumes an und bildet einen Saugfortsatz aus, der durch die Rinde wächst und hier zwischen Holz und Rinde Stränge ausbreitet. Der Hauptsaugfortsatz entwickelt sich mit der Zeit zur Primärwurzel und daraus entwickeln sich wieder die sogenannten Senkerwurzeln, die das Versorgungsleitungsgewebe der Wirtspflanze anzapfen. Erst wenn dieses Ziel erreicht ist entwickelt sich die Mistel weiter. Sie bildet dann kugelige Buschen von einem Durchmesser bis zu einem Meter aus und kann bis zu 70 Jahre alt werden. Das Wachstum der Viscum album ist sehr langsam – bei einer Astlänge von ca. 50 Zentimeter ist die Pflanze schon cirka 30 Jahre alt. Eine Besonderheit ist auch, dass die Mistel ab der Keimung voll photosynthetisch aktiv ist und daher in diesem Entwicklungsstadium einige Jahre überdauern kann – zum Beispiel wenn die Saugwurzeln die Leitungsbahnen der Wirtspflanzen nicht erreichen können. Wie einleitend erwähnt ist die Weißbeerige Mistel ein Halbschmarotzer und sie müsste daher dem Wirtsbaum nur Wasser und Mineralsalze entziehen. Warum sie dennoch die Leitungsbahnen für die organischen Substanzen des Baumes anzapft und ob sie ihm dabei auch andere Nährstoffe entzieht ist noch immer Gegenstand kritischer Diskussionen unter den Biologen.

Keimlinge einer Mistel

Keimlinge einer Mistel

Giftig und heilsam zugleich?

Die Mistel gilt als giftig, wobei einige Arten beziehungsweise Bestandteile giftiger sind als andere. Viscum Album von Pappel, Robinie, Linde, Walnuss und Ahorn sind am Giftigsten und die vom Apfelbaum als am wenigsten giftig. Die Blütenknospen und Früchte haben ihren höchsten Giftgehalt im Winter und die Blätter erhöhen ihre Dosis bereits im Herbst. Dieser Giftgehalt muss man bei der Verwendung der Mistel zu Heilzwecken besonders beachten.

Die jungen Zweige mit Blättern, Blüten und Früchten dienten und dienen als Heildroge und werden traditionell als Misteltee oder als Fertigpräparat mit Mistelextrakten zur Unterstützung des Kreislaufes und als Vorbeugung der Ateriosklerose eingenommen, wobei diese Anwendungen in der Wissenschaft auf Skepsis stößt.

Was allerdings auch in der westlichen Medizin gut aufgenommen wird, sind die Präparate aus frischem Mistelkraut, die zum Beispiel bei entzündlich-degenerativen Gelenkserkrankungen, Bandscheibenerkrankungen oder Arthrosen herangezogen werden. Und dann gibt es noch die sogenannte Misteltherapie die hauptsächlich in Österreich, Deutschland und der Schweiz verbreitet und in der alternativ- und komplementärmedizinischen Krebsbehandlung zum Einsatz kommt. Dazu werden Extrakte der Weißbeerigen Mistel nach der antiken Signaturlehre herangezogen. Da auch Krebs als „Parasit“ im menschlichen Körper empfunden wird und die Mistel in ihrer „Lebensart“ diesem entspricht wird sie zur Heilung desselben verwendet. Trotz langjähriger Forschung und Anwendung der Mistelpräparate konnte keine Heilung von Krebs oder eine Hemmung des Tumorwachstums nachgewiesen werden. Was allerdings schon nachweisbar ist, ist die Verbesserung der Lebensqualität bei paralleler Anwendung von Chemotherapie und Mistelpräparate zum Beispiel bei Brustkrebspatientinnen.

Querschnitt Mistelzweig mit Wurzeln in einem Wirtsbaum

Querschnitt Mistelzweig mit Wurzeln in einem Wirtsbaum

Mythologisches Heilmittel, Fruchtbarkeitssymbol, Schutz und ewige Liebe

Im Altertum wurde die Mistel als Heilmittel und für kultische Handlungen von den Druiden benutzt. Laut Plinius war den keltischen Priestern besonders die selten vorkommende Eichenmistel heilig. Aufgrund ihrer immergrünen Erscheinungsart wurde sie bei den Kelten und Germanen auch als Fruchtbarkeitssymbol verehrt. Dies wird ihr angeblich auch heute noch in der Schweiz nachgesagt.

Abseits der Medizin wird der Mistel eine schützende Wirkung nachgesagt, was dazu führt, dass sie in manchen Gegenden besonders zur Zeit der Wintersonnenwende (oder als Weihnachtsschmuck) an Türen und Dächern angebracht wird. Ein weiterer Brauch aus dieser Jahreszeit ist das Küssen unter dem Mistelzweig – wen zwei dies tun dann soll aus ihnen ein besonders glückliches Liebespaar werden.

Weiters soll die Mistel hauptsächlich auf Bäumen wachsen die an „schwierigen“ Standorten (vermehrte Erdstrahlung, Wasseraderkreuzungen, etc.) stehen. Dies soll bewirken, dass sie beim Verräuchern „negative“ Schwingungen in positive umwandelt.

Wie ihr seht, ist die Mistel also ein sehr vielfältig einsetzende Gewächs deren Geheimnisse noch immer nicht alle entdeckt sind. Daher finde ich sie als sehr passende Pflanze für die Zeit der Wintersonnenwende und der Rauhnächte – mögen auch wir unsere vielfältigen Talente und Gaben entdecken und einsetzen. In diesem Sinne wünsche ich euch entspannte Feiertage und einen guten Start ins neue Kalenderjahr!

Quelle:
Unterlagen Ausbildung zum Natur- und Landschaftsführer – LFI St. Pölten
www.wikipedia.at

Eine tolle Kirsche – Atropa belladonna

Samstag, 25. Dezember 2010

Die Liebe und der Tod – bei der Tollkirsche liegen diese zwei Erfahrungen sehr nahe beieinander. Sie wurde im Laufe der Geschichte sowohl als Aphrodisiaka als auch als Gift eingesetzt.

Schönheit, die ver-rückt

Den Gattungsnahmen Atropa legte als erster der schwedische Naturforscher Carl von Linné fest. Atropa kommt aus dem griechischen und bezieht sich auf die griechische Schicksalsgöttin Atropos, die eine der drei Parzen ist: Klotho spinnt den Lebensfaden, Lachesis zieht ihn aus und Atropos schneidet ihn durch. Auf einigen Bildern wird Atropos mit einem Tollkirschenzweig anstelle einer Schere dargestellt.

Der Name Belladonna kommt aus dem italienischen und heißt übersetzt soviel wie „schöne Frau“. Dies bezieht sich einerseits auf die frühere kosmetische Anwendung von Tollkirschensaft – Frauen träufelten sich diesen Saft in die Augen und vergrößerten sich dadurch ihre Pupillen um dem damals gängigen Schönheitsideal zu entsprechen. Andererseits kann der Name aber auch auf die römische Göttin Bellona zurückgeführt werden. Ihre Priester sollen bei verschiedenen Zeremonien zu ihren Ehren Tollkirschensaft getrunken haben. Mit der Ausbreitung des Christentums geriet die Göttin in Vergessenheit und der Name wandelte sich von „Bellona“ zu „bella donna“.

Atropa belladonna (Copyright Markus Dürnberger)

Atropa belladonna (Copyright Markus Dürnberger)

Bevor Linné ihr einen eigenen wissenschaftlichen Namen gab wurde die Tollkirsche unter anderem als die Rasende, Verhängnisvolle, Todbringende, Verzaubernde, Schlafbringende aber auch als Hexen- oder Mörderbeere bezeichnet. Sie wird auch Wolfsbeere oder Wolfskirsch genannt. Diese Bezeichnung bezieht sich auf die verschiedenen Erfahrungen von Menschen, die im Selbstversuch die Wirkung der Tollkirsche getestet haben. Sie erzählen von Begegnungen mit Wölfen in diesen Phasen, die sie als Wächter oder Begleiter in die Astral- oder Anderswelt erlebt haben.

Der deutsche Name Tollkirsche bezieht sich auf ihre „doll“ machende Wirkung – „doll“ kann mit „geil“ übersetzt werden, was sich auf die Wirkung als Aphrodisiakum bezieht. Durch ihre halluzinogene Wirkung verursacht sie allerdings auch „Tollheit“ im Sinne von Verrücktheit.

Bevor wir uns jetzt weiter mit der Wirkung der Tollkirsche beschäftigen möchte ich noch kurz auf ihr Aussehen und Vorkommen eingehen.

Verwechslungen kommen teuer zu stehen

Als mehrjähriges, staudenartiges Gewächs kann die Tollkirsche bis über eineinhalb Meter hoch werden. Die violetten bis bräunlichen Blüten sind glockenförmig und wachsen aus einem fünfzipfeligen Kelch. Die Frucht sind schwarze Beeren die leicht mit der Schwarzkirsche (Traubenkirsche) verwechselt werden kann und enthält einen stark violett färbenden, süßen Saft. Die Blütezeit reicht von Juni bis August (vereinzelt bis in den Oktober) und die Beeren bilden sich von August bis September.

Alle Teile der Tollkirsche (Wurzeln, Blätter, Blüten und Früchte) sind hochgiftig und enthalten als Hauptbestandteil Atropin und L-Hyoscyamin. Die frische Pflanze enthält hauptsächlich Hyoscyamin das sich bei der Trocknung in Atropin wandelt.

Atropa belladonna (Copyright Markus Dürnberger)

Atropa belladonna (Copyright Markus Dürnberger)

Atropa belladonna kommt in Europa (Mittel-, West- und Südeuropa, Irland, Dänemark und Schweden), Kleinasien (Iran und Balkan) und heute auch in Nordafrika vor. In Griechenland ist sie hauptsächlich in bergigen Gebieten verbreitet. In den Alpen findet sie sich bis in einer Höhe von 1700 Metern. Die Tollkirsche bevorzugt schattige Plätze auf kalkreichen Böden an Waldrändern, Waldwegen und Lichtungen und in Laubwäldern. Da sie allerdings sehr anpassungsfähig ist findet sie sich mitunter auch in der prallen Sonne in Großstädten.

Giftige Schönheit die verzaubert

In der botanischen Literatur findet sich die Tollkirsche ab dem 15. Jahrhundert und wird als Gift- und Zauberpflanze beschrieben. Sie wird unter anderem zur Herstellung von Flug- und Hexensalben verwendet, die aber wegen ihrer Giftigkeit seltener angewendet wird als zum Beispiel der Stechapfel.

Ein weiteres Einsatzgebiet im Laufe der Geschichte findet sie als Kriegstoxikum. In der Steinzeit wurde sie als Pfeilgift verwendet und in späterer Zeit verschiedenen alkoholischen Getränken beigefügt. Mit diesen Gebräuen wurden die Feinde umgebracht oder ruhiggestellt.

Als Beispiel dient hier die überlieferte Geschichte von der Vernichtung der Armee des dänischen Königs Swenos nach der Invasion in Schottland. Die Schotten hatten den Dänen, wie in einem Waffenstillstandabkommen vereinbart, Met ins Lager geschickt. Dieser war allerdings mit Tollkirschensaft vermischt und machte die Dänen so betrunken, dass die Schotten über sie herfallen konnten und viele im Schlaf getötet wurden.

Das letzte Mal kam das Atropin der Tollkirsche 1943 zum Einsatz. Die Alliierten erfuhren, dass die Deutschen ein geruch- und farbloses Nervengift herstellten, das in kürzester Zeit zum Tod führte. Das einzige Gegengift stelle Atropin dar und so wurden große Mengen aus der Tollkirsche gewonnen. Das Gegengift wurde allerdings nie gebraucht, da das Gift von den Deutschen im Kampf nicht eingesetzt wurde.

In der Volksmedizin wurde sie in der Antike als Schmerzmittel und als Psychopharmaka verwendet. Ihre Blätter und Beeren fanden Anwendung als Mittel unter anderem gegen Gelbsucht, Husten, Epilepsie, Scharlach, Hautkrankheiten, Masern, Röteln, Geschwüre, Bluthochdruck, Hitzewallungen und Nierenkoliken. Trotz dieser vielfältigen Anwendbarkeit wurde sie in der volksmedizinischen Praxis relativ selten verwendet. Für die Schulmedizin wurde sie, durch ihre Pupillen erweiternde Eigenschaft zuerst in der Augenheilkunde interessant. In Bulgarien verwendete ein Kräutersammler die Tollkirsche für die Heilung der chronischen Gehirngrippe (Parkinson). Diese Anwendung fand unter dem Namen „Bulgarische Kur“ ihre Verbreitung, war aber wegen ihrer häufig auftretenden Nebenwirkungen (Mundtrockenheit, Sehstörungen, …) nicht ganz einfach zu handhaben.

Atropa belladonna(Copyright Markus Dürnbergr)

Atropa belladonna(Copyright Markus Dürnbergr)

Die heutige Medizin verwendet das Atropin der Tollkirsche vor allem in der Augenheilkunde und in der internistischen und chirurgischen Notfallmedizin. Die Wirkstoffe werden bei Augenoperationen und Asthma als Entspannungsmittel, zur Einleitung der Narkose und als Stimulanz bei Herzkreislauf-Stillstand eingesetzt. Die Homöopathie setzt Belladonna unter anderem gegen Gelenksbeschwerden, Blasen- und Augenbeschwerden, Bluthochdruck, Eiterungen, Erkältungen, Gicht, Delirium, Halsschmerzen, Husten, Migräne, Fieber, Menstruationsbeschwerde, Sonnenallergie, Basedow-Krankheit und Lichtscheu ein.

Aphrodisiaka und Schönheitsmittel, Heilmittel und Gift, Zauberpflanze für die Reise in die Anderswelt, … die „tolle Kirsche“ zeigt uns damit ihr gesamtes Spektrum und es liegt in unserer Verantwortungen wie wir sie nutzen – Liebe oder Tod.

Quellen:

Berger, Markus u. Hotz, Oliver: Die Tollkirsche. Königin der dunklen Wälder. Solothurn 2008.
Hansen, Harold A.: Der Hexengarten. Die Zauberkräuter des Mittelalters und ihre Wirkung. München 1980
Yilmaz, Martina: Zauberkräuter Hexengrün. Bergen 1989.