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Versteinertes Holz – Oder wenn man sich mal wieder erden muss

Samstag, 07. Februar 2015

Versteinertes Holz gehört zur Mineralklasse der Oxide. Es entsteht meist, indem Kieselsäure in abgestorbenes Holz eindringt. Wenn Kieselsäure dehydriert bleibt Siliziumoxid zurück, das wir in seiner kristallinen Form als Quarz kennen. In diesem Prozess – Silifizierung oder häufiger Verkieselung genannt – lagert sich also relativ instabiles amorphes Siliziumoxid im Holz ab und wandelt mit der Zeit über Opal zu Quarz um. Auch mit anderen Mineralien, wie zum Beispiel Pyrit, Hämatit oder Calcit sind ähnliche Vorgänge der Versteinerung möglich. Am häufigsten haben wir es allerdings bei versteinertem Holz mit silifiziertem zu tun.
Voraussetzung für die Entstehung von versteinertem Holz ist, dass das Holz von der Sauerstoffzufuhr abgeschnitten wird und keine Mikroorganismen eindringen können, es darf also nicht verwesen. Günstige Bedingungen finden sich in Sedimenten von Flüssen und Seen oder in vulkanischen Ablagerungen. Wie lange es dauert, bis so ein versteinertes Holz „hergestellt“ ist, hängt natürlich von den äußeren Einflüssen wie zum Beispiel der Temperatur und dem Druck ab. Auch die Färbung des Holzes legt sich bei der Entstehung fest. Je nach Zusatz verschiedener Elemente kann die Färbung ganz unterschiedlich ausfallen. Während Siliziumoxid farblos ist, kann das Vorhandensein von Eisen beispielweise das versteinerte Holz rot, braun oder gelblich einfärben. Durch Kobalt und Chrom wird das Holz blau oder grün.

Versteinertes Holz

Der versteinerte Wald

Versteinerte Wälder sind rund um den Globus zu finden. Sobald mehrere fossile Holzstücke an einem Platz entdeckt wurden, bezeichnete man den Fundort als einen „versteinerten Wald“. Man findet diese Wälder in Südamerika (Argentinien und Ecuador), den USA, auf der Insel Lesbos (Griechenland), in Namibia, Wales, oder auch Neuseeland sowie Thailand. Ebenso gibt es auch in Österreich und Deutschland zwei versteinerte Wälder. Oft ging der Versteinerung ein Vulkanausbruch voraus, der zwischen 290 und 15 Millionen Jahre zurückliegt. Teilweise befinden sich die versteinerten Wälder noch an ihrem Ursprungsplatz und wurden zu Nationalparks ernannt. Einige wurden aber auch davon gespült und konnten erst an anderer Stelle als ihrem Entstehungsort entdeckt werden. Diverse versteinerte Einzelstücke finden sich in Museen wieder. An dieser Stelle sei der Fund von Chemnitz erwähnt, der aufgrund der vollständigen Erhaltung der Bäume besonders einzigartig ist. Teilweise sind noch stehende Bäume erhalten, sogar deren Wurzeln sowie Teile der Kronen sind in versteinertem Zustand nach wie vor vorhanden.

Warum Wissenschaftler Luftsprünge machen – Bedeutung für die Wissenschaft

Versteinerte Wälder zu finden, ist immer wieder eine Sensation. Vor allem das Alter dieser Fossile und der meist tadellose Zustand erfüllt das Herz der Wissenschaftler mit Freude. In Chemnitz stieß man bereits 1751 auf verkieselte Hölzer, so wurde ein vier Meter hoher stehender Kieselholzstamm mit Wurzelansätzen geborgen, der vorerst ausgestellt, aber leider im Jahre 1849 bei einem Brand vollkommen zerstört wurde. Ganz in der Nähe dieses ersten Fundstücks wurden 2008 weitere Grabungen angesetzt. Immer mehr sensationelle Funde konnten freigelegt werden. Da bei der Versteinerung die Zellstruktur der fossilen Pflanzen oft erhalten und gut erkennbar bleibt, lassen sich ein Vielzahl neuer Erkenntnisse über die Flora der jeweiligen Entstehungszeit gewinnen. Auch in Bezug auf die Klimaverhältnisse der Urzeit ergeben sich so neue Daten. Die Entdeckungen in diesem Fall etwa ließen darauf schließen, dass die Cheminitzer Gegend sich statt in einem tropischen Klima eher in einer Feuchtsavanne befand.

Versteinerter Wald Australien


Wenn man es mal etwas ruhiger braucht

Laut Gienger dient versteinertes Holz vor allen Dingen dazu, auf den Boden der Realitäten zurückzukommen und einen Bezug zu Mutter Erde zu finden bzw. wiederzuerlangen, sollte dieser verloren gegangen sein. Versteinertes Holz wurde bereits in etruskischen Tempeln eingesetzt (vor rund 4.300 Jahren). Es heißt es wurde als Knochen bzw. Werkzeug der Götter angesehen und hatte daher besonderen Kultstatus. Da ihm scheinbar eine besondere Kraft innewohnt, hilft es angeblich dabei, sich an frühere Leben zu erinnern. Alles was mit dem inneren Selbst zu tun hat, scheint es zu begünstigen. So hilft es, sich auf innere Bilder und die Erholung unserer Seelenwelt zu konzentrieren. Es reduziert das innere Verlangen nach Luxus auf ein Minimum und steht für ein einfaches und bescheidenes Leben. Es sorgt für eine harmonische Atmosphäre im Haus und steigert die heimatlichen Gefühle. Körperlich soll es den Stoffwechsel anregen, die Nerven beruhigen und Menschen helfen, die durch mangelnde Erdung an Nervosität und Unruhe leiden. Es ist dem Herz Chakra zugeordnet. Am besten ist es, man besorgt sich eine Scheibe versteinerten Holzes und benutzt es als Sitzunterlage für Meditationen. Zur Reinigung sollte versteinertes Holz einmal in der Woche unter fließendem Wasser gewaschen werden. Bei der Entladung hilft Hämatitstein, zum Aufladen kann man das Versteinerte Holz einfach ins Licht legen.

Quellen:
„Die Steinheilkunde“, Michael Gienger
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/holzversteinerungen-unter-dem-pflaster-der-wald-1678528.html
http://www.simplyscience.ch/erde-klima/articles/versteinerte-waelder-wie-entstehen-die-baeume-aus-stein.html
http://www.versteinertes-holz.de/petrified-wood-entstehung.html

Bildquelle:
http://www.simplyscience.ch/erde-klima/articles/versteinerte-waelder-wie-entstehen-die-baeume-aus-stein.html
http://www.jally.de/pages/wallpaper/bilder/landschaften/versteinerter-wald-petrified-forest-australien-wallpaper.JPG

Steinheilkunde – Einführung Teil I

Samstag, 26. Februar 2011


Am Anfang war das Magma

Ursprünglich bestand die Erde aus einer riesigen Gaswolke, die sich immer weiter verdichtete. So entstand aus dem Gas einen Nebel aus Staub, der sich wiederum durch weiteres Zusammenziehen zu einem gewaltigen Feuerball aus heißer Schmelze und Glut (Magma) verwandelte. Heute wird dieser zähflüssige heiße Feuerball von einer festen Kruste umgeben, die durch Abkühlung an der Oberfläche entstand.

Die Erdkruste verändert sich bis zum heutigen Tage auf diese Weise laufend. Magma tritt aus dem Erdinneren an die Oberfläche, kühlt entweder ab oder nimmt Teile der Erdoberfläche wieder mit zurück in das Erdinnere. So bleibt die Erde äußerlich wie innerlich in ständiger Bewegung und Veränderung. Wie die Erde bis in ihren tiefsten Mittelpunkt in ständiger Bewegung ist, so ist es auch der Mensch.

Querschnitt durch die Erdkugel

Alle in unserer Erde enthaltenen Stoffe finden sich  im Magma in flüssigem Zustand wieder. Kommt Magma in die Nähe der Erdoberfläche bzw. tritt aus dem Erdboden aus, verfestigen sich die Stoffe durch Abkühlung. Kühlt das Magma ab bilden sich zuerst kleinste Keime, die sich dann zu großen Kristallen weiter entwickeln. Dieser Vorgang setzt sich fort, bis sich alle flüssigen Stoffe verfestigt haben. Besteht das Ergebnis einheitlich aus einem Stoff, erhält  man ein Mineral, besteht es aus einem Gemisch an mehreren Stoffen (also aus mehreren Mineralien) nennt man dieses ein Gestein.

Magmatite (Primär-Mineralien)
Gesteine und Mineralien, die direkt aus dem Magma durch Kristallisation entstanden sind, nennt man Magmatite oder Primär-Mineralien. Sie wurden durch den bereits erwähnten Abkühlungsprozess gebildet. Dabei unterscheidet man vulkanisches Gestein (Vulkanite) sowie Tiefengestein (Plutonite).

Vulkanite entstehen an der Erdoberfläche, wenn beispielsweise bei einem Vulkanausbruch Lava austritt. Da diese dann sehr rasch abkühlt, bilden sich hier vorwiegend kleinere Kristalle. Vulkanite sind feinkörnige Gesteine. Ihre Mineralien bestehen meist aus winzigen Kristallen. Beispiele hierzu wären „Lava-Steine“, der feste Basalt, Porphyrit oder der Augen-Jaspis.

Plutonite, ebenso als Tiefengesteine bezeichnet, sind Gesteine die im Erdinneren durch Kristallisation des Magmas bei langsamer Abkühlung entstehen. Das Interessante dabei ist, dass nicht alle Mineralien zur selben Zeit entstehen. Dadurch können bereits gebildete Mineralien im noch flüssigen Magma absinken oder aufsteigen, wodurch sich Ansammlungen bestimmter Mineralien in einer bestimmten Tiefe bilden können. Beispiele für Plutonite wären der Rosenquarz, Aventurin, Topas, Mondstein oder der Amethyst.


Was kann so ein Magmatit denn nun?

Mineralien und Gesteine sind in diesem Sinne keine Medizin. Man hat nicht 39 Grad Fieber und kann sich sicher sein, dass nach „Einnahme“ eines Gesteins das Fieber über Nacht auf jeden Fall sinken wird. Steine haben eine andere Gabe, sie dienen als Unterstützung dabei, unser bereits vorhandenes Potential zu nutzen und zu entwickeln. Jedem Stein/jedem Mineral werden bestimmte Werte zugeordnet. Die Ausbildung dieser Werte in uns selbst kann durch das Mineral bekräftigt werden. Man sagt Steinen dahingehend eine heilende Wirkung nach, doch all diese heilenden Kräfte tragen wir auch in uns selbst. Sie können unseren seelischen Zustand unterstützen, körperliche Heilung vorantreiben und Verhaltensmuster beeinflussen. Dies funktioniert aber nur dann wenn die Voraussetzungen für Neuerung und Wachstum in uns selbst bereits gegeben sind. Das Prinzip dahinter ist sehr einfach: Steine haben entweder einen sauren oder basischen Charakter. Dies liegt an ihrer Entstehung. Da sich bei der Bildung von Mineralien zuerst einmal eine Lösung bildet, die sauer oder basisch ist. Daraus entsteht das Mineral, wobei ein Säure oder Base-„Rest“ übrig bleibt und sich in das Kristallgitter des Minerals integriert. Auf diesem Prinzip basierend kann der Stein das Zusammenspiel der Körperflüssigkeiten im menschlichen Körper beeinflussen, welches mit Krankheiten oder seelischen Belastungen – mehr oder weniger direkt – immer in Zusammenhang steht. Steine können so physisch und psychisch anregen. Sie beeinflussen Ausscheidungs- oder Aufnahmeprozesse im körperlichen und auch emotionalen Sinn.

Auswahl des richtigen Steins
Die Auswahl des richtigen Steins ist keine komplizierte Wissenschaft, es gibt einige Kriterien zu beachten. So sollte der Stein bestimmte Qualitätsmerkmale aufweisen. Das Mineral mit den für den Stein typischen Eigenschaften sollte deutlich sichtbar und stark ausgeprägt sein. Je weniger ausgeprägt diese Eigenschaften sind, desto schwächer ist die Kraft des Steins. Auch die Größe spielt eine Rolle. Größere Steine haben eine größere Wirkung als kleinere Steine, weil deren Ausstrahlung durch die größere Fläche deutlich höher ist. Bei der Form kann man ebenso unterschiedliche Wirkungsweisen feststellen. Kantige Steine haben eine kräftigere Ausstrahlung als runde Steine, wohingegen runde Steine eine sanftere und harmonischere Wirkung haben.

Eine Sache darf man aber bei der zahlreich vorhandenen Lektüre zu diesem Themengebiet nicht vergessen: Man sollte sich hier keinen dogmatischen Regelungen hingeben, da die persönliche Intuition und das Vertrauen auf die innere Kraft zur eigenen Heilung dabei leicht übergangen werden können. Genau hier liegt aber die Voraussetzung für einen guten wertvollen Umgang mit dem Stein und den eigenen Bedürfnissen. Heilsteine wollen uns Unterstützung geben, sie sind keine Zaubermittel. Sie stammen direkt aus unserer Erde, sind wie der Mensch Teil eines großen Ganzen. An ihnen können wir sehen wie stetig und exakt die Natur arbeitet.

„Wie oben, so unten – wie innen, so außen.“

(Quelle: “Die Steinheilkunde“, Michael Gienger)

(Bildquellen:
http://www.planet
-wissen.de/natur_technik/energie/erdwaerme/portraet_erdaufbau.jsp;
http://wawi-wiki.de/doku.php?id=03_bodenkunde:gesteine
)